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Am Mainufcr [ist ein Schleier gefunden worden; der Eigenthümer kann ihn gegen die- Einrückungsgebühr Klostergasse 13, im 3. Stock, adholew.____

Am letzten Museums - Abend wurde im Saale des WeidenbufcheS ein leinenes Ta­schentuch, 8. H. gezeichnet, liegen gelassen, um dessen Rückgabe höflichst gebeten wird: Leonhardsthor 25, 2r Stock._____________

Bei dem Abbruche in der Münzgasse ist noch alter Lehm und trockener Spcisgrund abzugeben.

Ein weiß und braun gefleckter, rauh­haariger Hühnerhund, mit braunem Be­hang, ist Montag den 23. d. M. abhanden gekommen. Wer denselben bei Hrn. Sipf aus dem Klapperfeld wiederbringt, erhält eine gute Belohnung. Zugleich wird auch vor dessen Ankauf gewarnt.

Ein blauer Thibet-Kinderkragen wurde am Samstag Abend von der Frohnhosstraße bis hinter die Judenmauer verloren. Gegen Belohnung abzugeben: Allerheiligengasse 38, 2r Stock.

K aleidofeop,

oder mannigfaltige Beiträge zum Nutzen und zur Unterhaltung.

Mr TageSgeschichte Frankfurts»

(Vom 24. Januar.) Die französische Regierung scheint dem diplomatischen Ver­kehre mit der deutschen Bundesversammlung in letzter Zeit, dazu angeregt durch den kri­tischen Stand der orientalischen Frage, eine besondere Aufmerksamkeit zuzuwen­den. Ihrer freundschaftlichen, alS Begleitschreiben des Circulars vom 30. Dec. v. I. an den Bund gerichteten Note ist bereits Erwähnung gethan worden. Zu dieser hat sich, wie gleichfalls erwähnt, eine zweite Note gesellt. Dieselbe enthält die beruhigende Mittheilung, daß die französische Regierung aus ihr von Petersburg zugegangenen Nach­richten aufS neue die Hoffnung schöpfen dürfe, daß die orientalische Frage, der gegen­wärtigen Verwickelungen ungeachtet, noch eine erwünschte Lösung finden dürfte.

Im Laufe deS verflossenen Jahres sind folgende Personalveränderungen bei der deut­schen Bundesversammlung eingetreten. Zwei Gesandte wurden abberufen und durch an­dere ersetzt: an die Stelle deS nach Berlin versetzten Präsidialgesandtcn, Grafen Thun- Hohenstein, trat am 2. Februar der Freiherr von Prokesch-Osten, und an die Stelle deS zum Präsidenten des ObergerichtS in Celle ernannten StaatSrathS von Bothmer am 23. Juni der Hannoversche Generalmajor und frühere Kriegsminister Jacobi. — Der verstor­bene Hofrath Nell von Nellenburg, österreichisches Mitglied der BuudcSkassenabthetlüng, wurde am 17. März durch den f. f. Hofraih Grafen Hausenstamm ersetzt. — Die Ab­theilung für die deutsche Marine wurde durch Abberufung deS Obersten von Bourguignon und Entlassung deS MarineratHS Dr. Wilhelm Jordan und der Unterbeamten vollends ausgehoben. — Zu der seit der Abberufung deS Obersten Frvm (Mai 1848) nicht be­setzen Stelle eines zweiten preußischen Bevollmächtigten bei der Militärcommission wurde Oberstlieutenant von Twardowski am 3. November ernannt, am gleichen Tage zum Be­vollmächtigten für Luxemburg der niederländische Oberst im Generalstabe von PanhuyS (9. ArmeecorpS) — Als oldenburgischer Bevollmächtigter (10. ArmeecorpS) trat am 17. April Major Plate in die Bundesmilitärcommission. — DaS beim Bundestage be­glaubigte diplomatische Corps erfuhr die beiden Veränderungen, daß am 2. Juni Baron Dujardin an der Stelle des zum belgischen Gesandten zu St. Petersburg ernannten Grafen de Briey accreditirt wurde, und am 6 Januar der bisher als Gesandter der französischen Republik sunctionirende Marquis de Tallenay als kaiserl. französischer Ge­sandter beglaubigt wurde.

Seitens unserer haute volée wird demnächst zum Besten der Armen eine theatra­lische Vorstellung im Hause eines Bankiers veranstaltet, die sehr glänzend werden soll.