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ren. hätten. Am 10. zogen sich die Türken in das verschanzte Lager bei Kalafat zurück, nachdem sie wahrgenommen hatten, daß die Russen von allen Seiten Verstärkungen an sich ziehen. Es haben daher am 10. nur noch kleinere Gefechte, W z. auf mehreren Punkten statt­gefunden. Unter den Truppen, die am meisten gelitten, ist besonders ein rüst. Jägerregi­ment, das bis zur Ankunft der Truppen des Gen. Belegarde einen wiederholten Flanken­angriff der Türken aushalten mußte, und etwa den zehnten Theil seiner Leute verloren hat. Eine Kosakenabtheilung, die gleichfalls die Flanke deckte, erlitt dasselbe Schicksal.

AuS Krajowa reichen die Nachrichten bis 14. Sie berichten von eingetretener voll­ständiger Kampfesruhe. Die Türken haben seit 10. Kalasat und die von ihren Truppen be­setzten 8 Dörfer bei Kalasat nicht verlasten. Die Rusten machten keine Vorwärtsbewegung, verstärken sich aber fortwährend.

In der Sitzung der geographischen Gesellschaft zu Berlin vom 7. Jan. las Karl Ritter einen Bericht von Cook über dessen Aufnahme der Landenge von Panama oder vielmehr des Isthmus pon Cherigui. Hiernach beträgt an jener Stelle die Entfernung beider Weltmeere in gerader Linie 40 und mit Einrechnung der Wegkrümmungen 82 eng­lische Meilen. Die Aufsteigung des Weges beträgt zwar fast 3000 Fuß, ist aber so all- mählig, daß daS Auge sie kaum wahrnimmt. Das Land ist reich an Gold, auch fehlt eS nicht an Kohlen, die sich in einer Tiefe von 400 Fuß unter dem ganzen Isthmus auSbreiten. DaS Pflanzenreich ist außerordentlich ergiebig.

Auf der Straße von Sedan nach Charleville wurde vor Kurzem ein Mann von Wölfen zerrissen und gefressen. Ein Fuhrmann, den auf der Straße von Hayange die Wölfe mit einem Angriff bedrohten, rettete sich dadurch, daß er mittels Zündhölzchen Papier anzündete und ihnen entgegenhielt. Sie ergriffen auf der Stelle di? Flucht.

Der „Landauer Eilbote" -berichtet: Am 14. Januar wurde in dem Keller deS Z. Knauber in Billigheim ein „Rattenkönig" auSgehoben, der auS zwölf mit ihren Schwän­zen eng unb fest verknüpften Stücken bestand. Es entstand ein Zusammenkauf der gan­zen Bevölkerung. •

Bon Landau aus find dieser Tage wieder 65Lendenbratcn nach Paris abgeganaen- nach Straßburg, in der letzten Saison, wohl für mehr als tausend Franes Gänseledern'

Wie der „Neuen Preußischen Zeitung" miPetheiltwird^ hat der Professor Rancke eine Stelle im Ammianus Marcellinus ausgesunden ^ nach welcher eS unzweifelhaft ist, daß das sogenannte Tischrücken im oströmischen Reich bereits bekannt war. Die Tifch- rücker von damals wurden als Zauberer vor Gericht gezogen, und die beregte Stelle im Ammian scheint aus dem Protokoll ausgeschrieben. DaS Verfahren dabei (modus movendi hic fuit) wird ganz genau beschrieben und stimmt mit dem, waS wir in den letzten Monaten so oft gesehen, nur saßen , die Tischrücker von damals nicht um denselben, sondern tanzten um denselben herum.. Auch damals antwortete das Tischorakel läufig in Versen und. zeigte eine besondere Vorliebe für Herameter. Gefragt, wer zunächst Kaiser würde, antwortete der Tisch: Theod. Die Regierung ließ in Folge dieser Antwort einen gewissen TbeodoruS hinrichten, aber TheodostuS ward doch Kaiser. Die gefährliche Zwei­deutigkeit hatte daS Tischorakel mit allen anderen Orakeln gemein.

In Wien ist ein HauS, welches daS Schild führt: „Zu den zwölf Aposteln." ES starb eine Kammerfungfer in diesem Hause und ward in dem ^fenregifler mit den Worte« ausgeführt: „Therese F., 23 Jahre alt, Kammerjungser hxj ^n zwölf Aposteln."