,V Kyâk»tZ«o-rr. Nach Briefen aus Athey hatte die griechische Regierung an der türklschA Gränze einige Truppen ausgestellt. DieMM hat ihrerseits ein BeobachtungS- korps, etwa 20,000 Man» stark, meist aus irregulärerMiliz bestchend, konzentrirè, welches 'unter dem Cvmmandv.Said Paschas bei Salcea und bei Arta im Epirus in zwei Abthei- Ltttgen ausgestellt worden ist. . ' , ■ ‘ '
* Mehrere englische Blätter veröffentlichen eine telegraphische Depesche aus Semlin, der zufolge die Schlacht bei Kalafat dèn ganzen Lag am S. und die ganze folgende Nacht fortgesetzt wurde, und am 9. Mittags die russischen Truppen sich nach einem fürchterlichen Ba- jonetangriff nach Krajowa zurückgezogen haben, wo sie sich in einem Zustande befanden, der - ihnen nicht erlaubte, die Offensive wieder zu ergreifen.
%* 'Bükareft. Man berichtet, daß Fürst Stirber, der auSgcwandertr HoSpodor der Walachei, aus das Anerbieten, ihm aus den Einkünften dieses Fürstenthums 1000 Ducatest als Wartegeld' auszusetzen, in entschiedener Weise geantwortet Haber Er danke für den ihm angetragenen provisorischen Gehalt, aber könne ihn nicht annehmen; er rechne noch immer auf feine Ctvilliße, welche nicht 1000, sondern dOOO Stück Ducaten mönatlich betrage, er habe nicht abgcdankr, noch abdanken wollest, sondern halte sich nur deßhalb aus dem Lande ent- fernr', weil seine trartatmaßig anerkannte und gesetzliche Regierung mit dem Schalten eines fremden Armeecommandanten" durchaus unverträglich sey. — Ein Sohn des früheren Hös-. podaren der Moldau, Michael „Sturdza,. ist als,General in türkische Dienste getreten — baS- äste Beispiel eines solchen Schrittes von Seiten eines moldauischen Bojaren.
Poskit. Obgleich schon seit einiger Zeit öffentliche Blätter die Nachricht gebracht, daß im ganzen russischen Kaiserstaat die Kriegsreserven emgezogen würden, so ist doch erst'vor. wenigen Lagen die dießfayfige Einstellungsordre in Kalisch angelangt. Die einzelnen AufforderungsMandate sind aber sofort ausge'crtigt, und die Mannschaften müssen - sich unverzüglich in den ihnen angewiesenen Depots cinsinden. Diese Reserven sind eigentlich Halbveteranen, die bereits 8—12 Jahre in der Linie gedient haben und dann bis auf we^ tcre Ordre in ibre Heimath entlasten worden sind. Bei der ungeheuern Anzahl solcher Halb- veteränen, die in Frikdenszeiten nie mehr eingezogen wurden, wird es dem russischen Gouvernement leicht, daS stehende Heer in kürzester' Zeit mit völlig ausgebildeten Mannschaften zu verdoppeln.
Petersburg. In Betreff der orientalischen Frage soll von hier aus aus die vorläufige Mittheilung der betreffenden neuen Dermittelungsvorschläge an Herrn v. Meyen- dorff ein Schreiben des Grafen Neffelrode gerichtet worden seyn, das wenig Hoffnung auf einen Erfolg derselben übrig läßt. Inzwischen findet mancher politisirenLe Russe bei der ge- genwärtigen Lage der Dinge eine Beruhigung in den, freundlichen Beziehungen Rußlands zu den beiden deutschen Großmächten.
*** Bon der Donau Nach den neuesten Nachrichten vom Kriegsschauplätze, welche hier eingetroffen sind, habm die Türken ihre Stellung bei Kalafat behauptet. — Am 16. Januar beabsichtigte Fürst Gortschakoff sich ins Hauptquartier des ruff. Armee- coryS in der kleinen Wallachei. zu begeben. Die Kämpfe, welche vom 6. bis 10. in der Nähe von Kalafat sich zugelrage», standen in Verbindung mit einem Versuch der Türken am 12. d. M, 2000 Mann von Rahvwa aus bei Kalarasch über die Donau zu werfen. Sie wurden indessen von dem ruff. General BoguscheffSki zurückgedrängt. An demselben Tage des Morgens um 2 Uhr gingen 1200 Mann russischer Infanterie unb 200 Kosa ren nebst 700 moldauischen Arbeitern mittelst Barken, die von dem KriegSdampser „Pruthchremorquirt wurden, von Galacz aus auf das jenseitige Donauufer über, steckten den dort befindlichen Khan (türkisches Wirthshaus) in Brand und begannen, die vor Galacz lieginde Donauinsel von Bäume» und Schilf zu säubern. BiS 12 Uhr Mittags war von den Türken kein Angriff auf die ruff. Landungstruppen unternommen worden.
Eine telegraphische Dkpesche aus Bukarest vom 14. meldet über die Gefechte bei Matina, daß vom 6, bis 1& täglich gefochten wurde, ohne daß die Russen Terram Peric«