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oder mannigfaltige Beiträge zum Nutzen und zur Unterhaltung.

Zur TageSgeschichte Frankfurts.

(Vom 19. Januar.) Die bei der Bundesversammlung eingereichten Beschwerden deS Fürsten von Isenburg und deS Grafen von Erbach, in Betreff ihrer standeSherrlichen Rechte, namentlich in Bezug auf die Ablösung der Grundrechte, war Gegenstand der Be­rathung der Bundesversammlung und ist beschlossen worden, die Regierung deS Groß- herzogthums Hessen zur Erklärung in dieser Angelegenheit aufzufordern.

Die Stimmführung Hamburgs am Bundestage ist nun der Reihenfolge nach an Bremen übergegangen. An die Stelle des Bürgermeisters Smith ist für Bremen Sena­tor Kirchen parier substituirt worden.

Wie von unterrichteter Seite mitgetheilt wird, hat der Prinz von Hessen-Philipps­thal um Erledigung seiner dem Bundestage eingereichten Beschwerde in Betreff der für# hessischen Verfassung gebeten.

Die österreichische Regierung wird am Bundestage eine zweite Darlegung über die gegenwärtigen Verwickelungen der orientalischen Frage abgeben. Es heißt auch, daß von den Mittelstaaten der Antrag auf eine Neutralitätserklärung deS deutschen Bundes bei auSbrechendem Kriege zwischen Rußland und den Westmächten werde gestellt werden.

Wie man auS gutunterrichteter Quelle vernimmt, hat der Marquis von Tallenay, französischer Gesandter bei dem deutschen Bunde, im Auftrage seiner Regierung dem Bun- deSprastdium eine Note übergeben, worin der Tert der Circulardepesche des Herrn Drouyu de LhuyS vom 30. Dezember communizirt wird. Der Marquis von Tallenay hat dem Bundespräfidium ferner eine an den deutschen Bund gerichtete Note des Herrn Drouyu de LhuyS überreicht, welche die friedlichsten und freundschaftlichsten Gesinnungen deS Kaisers der Franzosen für die Staaten deS deutschen Bundes kundgibt.

Der am 16. d. im Bundespalaiè ftattgehabte erste Ball war außerordentlich glän­zend und sehr zahlreich besucht. Die neu hergerichteten, geräumigen Lokalitäten erstrahl­ten in einem Lichtmeere und zeugten von auSgewähltem Geschmack und reicher Fülle. Die Festgeber, II. Ercell. der Präsidialgesandte und die Frau Baronin von Prokesch- Osten, machten die HonneurS mit seltener Anmuth.

Auf der Tagesordnung der für morgen Nachmittag anberaumten Sitzung der gesetzge­benden Versammlung stehen vier Vorträge des Senats: Reparatur der Kirche zu Dortelweil, Gewerbekammer, Handelsgericht und Staatssteuer-Einrichtung in den Landgemeinden für 1854 bis 56 betreffend, sowie drei Commissionsberichte: Abänderung des Gesetzes vom 20. Aug. 1850 in Ansehung der Jagdhegezeit, Errichtung von Spritzenhäusern vor den Stadtthoren und endlich das Löschbataillon betreffend.

Durch Errichtung der Consulate ist der Schifffahrt, dem Handel und der Industrie «ine Vertretung zu Theil geworden, die bei der rascher: Entwickelung deS internationalen Verkehrs und bei dem Aufschwünge der Industrie und deS Handels für die nationale Arbeit von den wichtigsten Folgen ist. Das Konsulat ist eine ächt volkstümliche In­stitution, ist eine Schöpfung der neuern Zeit. Der Konsul ist gewissermaßen der Diplomat der gewerbtreibenden Klaffen, die er reprâsentirt, ungefähr wie der Gesandte seinen Hof. DaS preußische Consularwesen ist nicht schon etwas Abgeschlossenes, Fertiges, sagt der königl. preuß. Konsul B. SB. König in seinem in der Decker'schen Geh. Oberhofbuch- druckerei in Berlin erschienenen Werke über daS preußische ConsulatSwesen. Doch hat die königl. Regierung in neuerer Zeit dem Institute eine immer größere Theilnahme zu- gewendet, und es scheint höhern OrtS der Plan festzustehen, nach welchem bei weiterer Entwickelung deS pz§uß. ConfularwesenS verfahren werden soll. Preußen zählt gegen-