Einzelbild herunterladen
 

Intelligenz Blatt der freien Stadt âank-nrt. z£Äi

(ÄxprditionS-Comptoir am hl. GersipfSrtchm M 214;) I J

----------- Ji 16. Donnerstag, den 19. Januar 1854.

Ueber blitE der WreLguiffe im WebLete der politischen und materiellen Interessen.

Das ftnb zwei deutsche Fürsten, Die mit dem Volke geh'n; Die Ordnung und die Freiheit Die können so befteh'n. Das sind zwei deutsche Fürsten, Oie meinen's gut und treu, Daß Wohlstand und daß Freiheit Bei ihrem Volke sey. Arndt.

Frankfurt, den 19. Januar. Wir haben unseren Lesern versprochen, von den hauptsächlichsten Verhandlungen deutscher Stäudeversammlungen sie in Kenntniß zu er­halten. Heute wollen wir von der Rede sprechen, womit der Regent von Baden am 12. d. M. die Ständeversammlung eröffnet, und von den Vorlagen, welche am 9. d. die Regierungen von Preußen und Oldenburg ihren Kammern in geheimer Sitzung über die Anlegung eines preußischen Kriegshafens am Jahdebusen gemachr haben. Der Regent von Baden, welcher mit den Tugenden seines bürgerfr rund­lichen Vaters eine große Charakterfestigkeit zu vereinigen scheint, hat in seiner Thronrede, welche in einem sehr herzlichen Tone gehalten ist, zwei Hauptanliegen des Lan­des berührt. In Bezug auf den Streit mit dem Erzbischof hält er fest an der vollen Behauptung des staatlichen Oberaufsichtsrechtes über die kirchlichen Angelegenheiten, stellt aber, wenn das einseitige Vorgehen, die Selbsthülfe des Erzbischofs zurückgenommen ist, Concessionen in Aussicht, soweit sich dieselben in anderen paritätischen Ländern als zweck­mäßig bewährt haben. In einer zweiten, materiellen Angelegenheit wird die Abhülse eines Nebelstandes verheißen, dessen Schuld nicht sowohl die badische Regierung trifft, als er vielmehr aus dem Umstand hervorgegangen ist, daß man zur Zeit der An­lage der badischen Bahn die glänzende Entwickelung des deutschen Eisenbahnnetzes nicht vorhersehen konnte. Indem die Lücken, besonders des süddeutschen Systems, allmählig auSgesüllt worden, stellt sich immer dringender die Nothwendigkeit heraus, die badische Spurweite mit der der übrigen Eisenbahnen gleich zu machen, und zu diesem, zugleich für die Vertheidigung Süd Westdeutschlands höchst wichtigen Unternehmen werden von den Ständen die Mittel verlangt werden. Vom Süden des großen Vaterlandes wenden wir nns nach dem Norden, wo der Kauf eines Stückes Land von 1000 Morgen um die Summe von 400,000 Thlr. zur Anlegung eines preußischen Kriegshafens am Jahdebusen den Ständen beider oben genannten Staaten zur Genehmigung vor­liegt. Der Jahdebusen ist so günstig für diesen Zweck gelegen, daß schon, nachdem