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Alles pilgert nach — Schleiz , erzählt die „?e!pz. Ztg."; denn dort gibt es eine H e i l k ü n st l e r i n („Madame Graff" heißt sie), welche alle Aerzte und Apotheken zu Schanden macht. Bon Jugend auf hat sie Heilkunde betrieben, zwölf Jahre in einer Apotheke sludirt- und macht nun durch Kräuter (innerlich und auch äußer­lich in Bädern gebracht) auffallend glückliche Kuren. Für Erkennung der Krankheiten soll sie einigen Scharfblick besitzen, weis't auch in Folge dessen manche Kranke zurück. Sie steht unter Aufsicht und darf selbst keine Recepte schreiben, sondern kann diese nur mittelbar, von einem Arzte genehmigt und geschrieben, hinauSgeben. In keinem Falle gehört sie in die Classe der gewöhnlichen sogenannten Wunder-Doctorinnen, und einige Euren hat sie glücklich auSgeführt, welche Anerkennung verdienen. Sie bringt Nahrung nach Schleiz, und selbst jetzt, im Winter, sind Kranke aus fernen Gegenden dort, ihren Rath und Beistand zu suchen. Im letzten Sommer halte sie eine zahlreichere Kundschaft.

Mainz, 13 Jan. Seit vierzehn Tagen, während welcher durch die ungünstige Witterung alle Communication gehemmt war, sind fast keine effektiven Geschäfte in Getreide zu Stande gekom­men ebenso fehlten die Abgeber auf Lieferung. Heute war die Stimmung williger und wurde mehr angeboten Besondere Berücksichtigung verdient, raff von Franken per Frühjahr angeboten und auch Verkäufe abgeschlossen wurden, während dieses Land seither von hier bezog. Die Fruchthalle war schwach befahren. Verkauft wurde: Weizen 200 Pfd fl 19. 20 bis 19. 49, Roggen 180 Pfd. fl. 14 b:s 14. 20, Gerste 160 Pfd fl. 11 bis 11. 20, Hafer 120 Pfd. fl. 5. 45 bis 6. Im Großhandel effect. Weizen fl. 19. 45 bis 20, Roggen fl. 16, Gerste 13 45 bis 14, per März neuer Weizen fl 20, gut lief. Weizen fl 19. 15 bis 19. 30, Roggen-fl 16. Rüböl effect. Thlr 4i’^ bis 44, per Mai Thlr. 44. Branntwein flau fl. 43 bis 44. Die (Stimmung für Getreide war nach dem Markt flau.

Mem mssgefLeMe GegeKstäNAe

im Stâdel'fchen KrmfLinstiLut und im Kunstverem.

Gemälde: Winterlandschaft, von H. Rüstige in Stuttgart.

Parthie aus Ober Engadin, von A. Trippel in Berlin.

Parthie des GadmenthalS, von E. Engelhard in Berlin.

Parthie bei Dünkirchen, von I. Weiß in Berlin.

Die Heimkehr am Abend, von W Kin gen heim er.

Kr'Lèdezeichmmg: Portrait einer Dame, von A. Selb.

Ferner aus den Sammlungen des Instituts.

Originalzeèehnuugeu der neuen niederländischen Schule, von I. und A. Stry, Mi-- latz, Hülöwitt, Boresom, de Bischer, A. Vermeulen, Upienbogaart und Driclst.

Kniserstegel von Friedrich III. bis Ferdinand L

Wie ein Ton aus grauer Vorzeit klinget Meiner ersten beiden stolzer Klang, Wer des Helden Kriegesruhm besinget, Schmückt gewiß mit ihnen Len Gesang.

Jeder Edle muß voll Ehrfurcht achten Den, der dieses stolzen Namens werth, Und im Frieden, wie in heißen Schlachten Für das Recht erhebet Wort und Schwert.

Schwer fällt wohl die dritte Sylbe nieder, Trifft sie uns mit ihrer Kraft Gewicht, Lähmt und bricht sie auch des Menschen Glieder, Jst'â doch immer so gefährlich nicht.

C h ar ade.

Doch zuweilen muß als Leiche fallen Der, den ihre Riesenkraft besiegt, Und der Trauer düst're Klänge schallen, Wo ihr Opfer auf der Bahre liegt.

Um das Ganze festlich zu vollziehen, Steigt des Landes Herrscher auf den Thron Und es wird von feiner Hand verliehen Dem Verdienste als gerechter Lohn.

Kaum doch hat das Ganze man erhalten, So verwandelt Jeder sicherlich Durch des Schicksals sonderbares Walten In die beiden ersten Sylben sich.

Auflösung der Charade in No. 7. Unschuld.