Zweite Beilage w M 1L Freitag, den 13» Januar 1854; ^H^^E«MIWMWM>NSS>^^^"°k?MWMMN^âs>^---»»-^»MEM»^7^>'» '-^»"-«"^MM»WLM«Sir I > »»> I!MI ,8SVSME^WI<>Uf-EaMMWkM^WWWMM«<!LMLM^â-d«^K^W^WM: â âieidofcop,
oder mannichfaltige Beiträge zum Nutzen und zur Unterhaltung.
Zur LageSgeschichte Frankfurts.
(Vom 12. Januar.) Der Commandeur der hier garnisonirenden preußischen Truppen, Generalmajor Herwarth v. Bittenfeld, ist von Berlin wieder hierher zurückgekehrt.
Nachdem die Verhandlungen der kurhessischen Regierung mit den Ständen über die von ersterer aufgestellte Verfassung mit den bekannten Ergebnissen beendigt worden, soll die kurhessische VersassungSangelegenheit schon in nächster Zeit vor die Bundesversammlung gebracht werden. Bekanntlich soll nach dem die kurhesstsche VerfassungSsrage betreffenden BundeSbescylusse die neue, mit den Ständen zu vereinbarende Verfassung der Bundesversammlung vorgelegt werden. Um dieser Bestimmung zu entsprechen, hat, wie wir vernehmen, die Regierung die von ihr den Ständen vorgelegte Verfassung bereits hierher nach Frankfurt abgehen lassen, und eS dürste deren Uedergabe durch den kurhes- fischen BundeStagSgesandten wohl schon in diesem Augenblicke erfolgt seyn.
ES ist sehr erfreulich, daß unsere StaatSeisenbahnen sich besser zu rentiren anfangen, und daß die Einkommensteuer durch eine gewissenhaftere Fassron seit Errichtung der SchâtzuugScommission nun die Hälfte mehr ergibt, als früher. Weniger bedeutend dürfte der Ertrag der neuen Steuer auf LuruSpserde seyn. Eine weitere Erleichterung erwächst unseren Finanzen durch ein zinsfreies Darlehen von einer Million Gulden, welches die leider wieder aufgeschobene Frankfurter Bank nach ihrem Statut dem Staate in der Art zu machen hat, daß sie eine Million Rechneischeine übernimmt und dem Staate dafür Noten auszahlt.
Der im Jahre 1814 zur Förderung des Studiums der Physik und der Chemie gegründete physikalische Verein vermehrt aus eine sehr erfreuliche Weise seine reiche Sammlung von physikalischen Apparaten, seine Bibliothek rc. fortwährend. Dem Berichte über die Wirksamkeit dieses gemeinnützigen Institutes entnehmen wir, daß im verflossenen Rechnungsjahre 24 Mitglieder austraten, hingegen 31 neue sich zur Aufnahme anmeldeten. Der Bestand der Mitglieder war am Schluffe des Jahres 207, ein Ergebniß, welches, gegen frühere Jahre verglichen, sehr günstig erscheint. Ueberhaupt stellten sich alle den Verein betreffenden Verhältnisse, die finanziellen sowohl, wie auch die seiner gleichsam amtlichen Thätigkeit, in erfreulichem Fortschreiten dar. Die Gesammteinnahme betrug die Summe von 4337 fl 47 kr. AuS dem städtischen Aerar fließt freilich in die Summe der Betrag von 1500 fl.; indeß zeigt gleichzeitig ein Einnahmeposten von 2070 fl. als Beiträge der Mitglieder für die rege Theilnahme unserer Mitbürger an den positiven Wissenschaften. Die Ausgaben überstiegen nicht die Einnahme, vielmehr zeigte sich ein Ueber» schuß von 946fl. 15 kr., der statutenmäßig nach einem bestimmten Procentverhältnisse ka- pitalistrt wird.
Die Tambours des LöschbataillonS dürfen nunmehr wieder bei ausbrechendem Feuer Allarm, jedoch nur in Uniform, schlagen. Die Trommeln und alten Uniformen sind abgenommen worden und werden gegenwärtig neue Uniformen angefertigt, bei deren Austheilung die Trommeln wieder zurückgegeben werden.
DaS Stadtwehr- (Bürgerwehr -) Disziplinargericht begann wieder nach mehrjähriger Pause im Laufe dieser Woche seine Sitzungen.
Seit einiger Zeit sucht man hier im evangelischen Gottesdienste angebliche Verbesserungen unmerklich einzusühren. Schon bemerkte man bei dem Gottesdienste in der Paulskirche am Sylvesterabend auf dem Altare brennende Kerzen. In der Kürze soll ei«