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Jtë 10. Donnerstag, dm 12. Januar 1854.
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Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der poLLLLfchen und materiellen Interessen.
Zwei Städte, Crin das Schwert mit Macht gehaust, Die Kriegesfurie flammend durchgesaust.
Zwei Städte, ach, zerstört durch Kriegesnoth, Ein blühend' Leben jüngst, und jetzt der Tod.
Frankfurt, den 12. Januar. Wir haben bereits in diesen Ueberblicken unseren Lesern mehrere Skizzen von dem Kriegsschauplätze, der jetzt jedes andere Interesse ver- drängt, gegeben; wir fahren heute damit fort, indem wir einige kurze Notizen folgen lassen über die in den letzten Tagen vielfach genannten Städte Sinope und Achalzich. Die soeben durch daS vernichtende Seegefecht berühmt gewordene Stadt Sinope liest in Kleinasien, halb Wegs zwischen Konstantinopel und Trapezunt, am nördlichsten Vorsprung dieses Landes ins schwarze Meer, etwa 120 Stunden von jeder der genannten Städte entfernt. Sie zählt 8—10,000 Einwohner und hat keinen eigentlichen wohlgedeckten Hafen, sondern nur eine durch einige Batterien und die Stadtzitadelle beschützte Rhede. Die Zitadelle stammt noch aus der Zeit der griechischen Kaiser. Die Bedeutung Sinope's bestand namentlich früher in seiner Seearsenalthäligkeit; die be, nachbarten Waldgebirge liefern treffliches Bauholz für die Kriegsmarine. Die Befestigungen der Rhede sind unvollständig und in schlechtem Zustande; seit 40 Jahren, wo sie unter Leitung der von General Sebastiani dorthin entsendeten französischen Offiziere errichtet wurden, ist nichts mehr für sie geschehen. Es ist daher leicht einzufehen, daß sechs Linienschiffe mit ihren gewaltigen Batterien, die in der Rhede eindrangen, in kurzer Zeit die alten Werke zu Staub zusammenschießen mußten. Es war eigentlich kein Seekampf, da die türkischen Schiffe im Hafen ankerten. Nach den dürftigen, bis jetzt eingelaufenen Notizen wurden sie hier von einer unwiderstehlich überlegenen Artillerie, der die Forts nicht lange antworten konnten, bombardirt und in Stücke geschossen; reichte
Tz 9olbe Stunde hin, 13 Schiffe, darunter 10 Kriegsfahrzeuge, zu vernichten. Es ist für die Türken von der größten Wichtigkeit, die Werke von Sinope so bald immer möglich und stark genug zu befestigen. Setzen sich die Russen hier seit, so können sie aus dem auf einer bergigen Landzunge gelegenen Platze ein Gibraltar des schwarzen Meeres machen; Kleinasien und der dastge Landweg nach Konstantinopel würden bloßgestellt, und
.^""EasuS und in Armenien stehenden türkischen Heere wären abgeschnitten. Achalzich Hegt an einem von dem Potzchoflusse, dem Kaja-Dagh und den Ausläufern der Gebirgszüge von Per fast gebildeten Winkel, wo sich die unansehnlichen, M âusammengebauten Häuser in einem Umfange von etwa- drei Wersten ausdehnen. Die Stadt zerfällt in drei Theiler die Festung, die Alt- und Neustadt, welche letztere zwei