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verbunden mit dm Kr«ukf«rter Skuchrichte« ÄS Extrabeilage. —
(Expedition: am H. Geistpsörtchen, SchlachthauSgaffe 21.)
M 271 Dienstag dm 16. November 1869.
UeierbliS der Ereigaiffe im Gebiete der politischen and materiellen Interessen.
KrankfUrt, 16. November. Am 31. v. M. war in Konstantinopel zu Ehren des Kaisers von Oesterreich eine Festvorstellung in der dortigen italienischen Oper. Ein Cor- respondent deS „Reuen Fremdenblatt" gibt nun von den BolkSscenen, die sich an diesem Abende vor dem „Theater Raun" abspielten, folgende characteristische Schilderung: Jetzt naht die achte Stunde, berittene Garden, die Alles niederreiten, was ihnm in den Weg kommt, verkünden die Ankunft des Kaisers, jetzt rafft sich die Polizei auf, sie rennt Sturm gegen die Masten und schafft auf einige Augenblicke wirklich Raum. Die tat erlichen Wagen fahren vor, der Kaiser und seine Be- gleitnng in Eivilkleioern — der Kaiser trägt schwarzen Frack und graue Beinkleider — verlassen die Wagen, aber die Eingänge deS Theaters sind so überfüllt, daß der Kaiser nicht Jassiren kann, er geräth ins Gedränge, die türkischen Offiziere springen hinzu, schleudern die Drängenden weg und schaffen E Gewalt einen schmalen Durchgang zu dem reservirten Portale. Der Kaiser ist im Theater, draußen aber dauert der bacchantische Lärm fort und die Orgie auf den Straßen x uoch ärger werden. Die Polizei, die einsieht, daß, wenn M Wer das Theater verlassen will, eS unmöglich sein wird, d» Wagen herbeizuschaffen, will Platz machen, aber sie ist ^Mächtig — vom Fackelzuge, der inzwischen durch die öfter- MWk Kolonie stattgefunden, kehren einzelne Gassenjungen, den Fackelträgern ihre Flambeaux entrissen, durch Pera N^und begehen die Nichtswürdigkeit, mit brennender Fackel brechen und mit dem flammensprühenden Pech
Gesichter der Masse hineinzufahren — die Polizei ent* Eich den Lumpen ihre Waffe und jagt sie fort. Einen lang herrscht Ruhe, die Polizei hat sich zurückgezogen, nach tlner Viertelstunde kehrt sie, mit Peitschen und Stöcken bewaffnet, zurück — unerbittlich wird auf die imgehâüen. Alles wird geprügelt, ohne Unterschied j/â°n,d°s Ranges und des Geschlechts, und das Mittel L b^bÄ, der Raum vor dem Theater wird wenigstens frei; m„ W^r unten zugeht, wissen die Götter, ich entnehme sm, “W dem jammernden Aufschrei, dem Brüllen der J« daß die Peitschen und Stöcke dort unten ihr Hand- „A W nicht vollendet haben. Als wenn die Verwirrung
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donnerndes Zivio und Evviva erschallt dem Kaiser, tausend Stimmen riefen seinen Namen, tausend Sttmmen verlangten ihn zu sehen. Man schließt die Fenster deS ersten Stockes, dessen Räume zu einem Buffet hergerichtet waren, damit der betäubende Lärm nicht in daS Theater dringe und dort eine Verwirrung anrichte. Die Croaten aber, die den Kaiser um jeden Preis sehen wollen, stürmen das Theater und.erzwingen sich den Einttitt in die Halle, mit ihren Fahnen dringen sie ein und reißen mit denselben dieJnittalen des Sultans herab, die in Gasflammen vor dem Portale prangten, so daß die Gaslohe mächtig emporschießt und Alles einen Brand besorgt. Zwei Pompier springen rasch hinauf, brechen die Röhren ab und dämpfen die Flammen. Die Croaten sind inzwischen bis in das Parterre vorgedrungen und erfüllten mit ihren ZivioS die Räume und ihnm nach stürzt die Menge — der Augenblick ist kritisch, noch ein Moment und die Situation kann sehr ernst werden, da schreitet die Polizei abermals zum Angriff, mit Säbeln und Gewehrm, PeitsHm und Stöcken dringt sie auf die Menge ein, sie wirft, sie aus dem Theater, Reiter kommen ihr zu Hülfe und ein fürchterlicher Kampf entspinnt
: sich zwischen der Polizei, die Raum schaffen will, und der ; Volksmenge, die keinen Ausweg hat. Jetzt kommt unglücklicher- ; weise die Musikbande auch in's Gedränge, die Trompeter . werfen ihre Instrumente in die ersten besten Läden und bringen ;f«Ü selbst in Sicherheit, der arme Paukenschläger aber weiß sich 1 nicht zu helfen, hoch über seinem Kvpfe hält er sein riesiges , Instrument, aber der De Pöbel haut in daS Fell und zerschlägt es, der Arme wirb zu Boden gerissen und seine Pauke wird zum Spielball, bis sie endlich im halbgeöffneten Laden eines PeruquierS eine letzte Ruhestätte findet. Die Polizei benützt indessen daS gewonnene Terrain, läßt die kaiserlichen Wagen vorfahren und beginnt jetzt erst die Strafe abzusperren. Der Kaiser, der npr einen Act im Theater verweilte, kann das Haus verlassen, seine Begleitung folgt ihm bald nach und jetzt hatdaS lärmende, schaudererregende Schauspiel sein Ende erreicht. Die Volksmenge verläuft sich nach und nach und um Mitternacht kann auch die Polizei abziehen, sie hat schwersten Tag erlebt. Ich aber wpxde Bei gedenken an bte Nacht „vor dem Theater Nc
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abziehen, sie hat heute ihren ^“ ‘— ^' "sit meines Lebens
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Sa «u ^^ Lmug wäre, kehrt jetzt daS GroS Mf? .n Kroaten als Fahnenträger an ber ÄS“®5 Musikbandelmück. Statt sie in < käow m'-J“^ man sie hereinbrechen. Die Croaten Bo8k«^^" ^"^. dem Theater stehen, die Bande "ihhmne an, die Croaten schwingen ihre Fahr
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ad t, 11. November. Anläßlich der Jubelfeier . . Mers haben eine Anzahl beim Bau und der Ausschmückung des Thsatexaebäudes beschäftigte Personen von S. K. Hoheit dem Großherzog Präsente, größtenteils in Münzen aus dem Jahre 1819 bestehend, erhalten.