Einzelbild herunterladen
 

Ler Statt Frankfurt a. M»

verbunden mit dm Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

^zWVWVMWMWVW^

(Expedition: am h, Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

M 227 Samstag dm 25. September 1869.

Einladung zum Abonnement.

Mit dem 1. October 1869 beginnt ein neues Vierteljahr-Abonnement für das Frankfurter Intelligenz-Blatt, Amtsblatt und Anzeiger für den Stadtkreis Frankfurt a. M.,. Anzeige- Blatt der städtischen Behörden zu Frankfurt a. M. und die Frankfurter Nachrichten.

Der Abonuementspreis dieser sämmtlichen fünf Blätter beträgt hier in Frankfurt von der Expedition bezogen, für das Vierteljahr fl. 1. 45 kr.

Durch die Post bezogen kosten dieselben für das Vierteljahr in Preußen: Thlr. 1. 15 ^ Sgr. oder fl. 2. 41 kr., außerhalb Preußen: Thlr. 1. 2^ Sgr. oder fl. 1. 53 kr.

UeberbliL der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frauksurt, 25. September. (Das Hermanns- Den kmal.) Ueber das im Teutoburger Walde projektirte Denkmal Hermann des Cheruskers theilen wir Folgendes mit: Der Plan entstand im Anfang dieses Jahrhunderrs zu einer Zeit, wo Deutschland unter dem Joche der Fremdherrschaft schmachtete. Ernst v. Bandel, geboren am 17. Mai 1800 zu Ansbach, damals ein Knabe, faßte die schöne Idee, das este Zusammenstehen Deutschlands in einem Denkmal unseres rühesten Helden Armin bent deutschen Volke vor Augen zu ühren. 1834 stellte der Künstler, zuerst eine vier Fuß hohe Figur Armins in der Kunstausstellung zu Berlin auf. Die Idee fand überall Anklang, und 1836 modellirte Bandel in Hannover eine 7 Fuß hohe Arminstatue ; 1837 bereiste er den Teutoburger Wald — denn hier, die Thäler überschauend, wo

Auf dem Schwerte steht die Inschrift: „Deutschlands Einig" keit meine Stärke, meine Stärke Deutschlands Macht". Das kolossale Schwert zeigt uns das mahnende Wort „Treufest". Fertig gestellt hat Herr von Bandel fast die ganze äußere Figur, als: den Kopf des Armins, Arm und Schwert, L-child, Rumpf, beide Füße. Das noch Fehlende ist unbedeutend; aber zum Tragen der Figur und Schonung gegen L-turmes- gewalt ist ein kolossales Eisengerüst nöthig (eine Cylindercon- struction), welches inwendig in die Figur kommt. Dies muß noch geschafft werden, und dazu fehlen etwa noch 9000 Thlr. Sind sie beschafft, so kann das Riesenwerk binnen Jahresfrist aufgestellt prangen.

Aus der Nähe

* Höchst, 19. September. Gestern verunglückte der Fuhrmann Geuer von hier auf seiner gewöhnlich sehr späten Mendretourfahrt von Frankfurt nach Höchst. In der Nähe

die Varusschlacht geschlagen, sollte das Standbild stehen —Mendretourfahrt von Frankfurt nach Höchst. In der Nähe und erwählte die Grotenburg bei Detmold, als höchste Spitzender ersteren Stadt wurde er von seinem Wagen überfahren des Teutberqes, zur Trägerin des Denkmals. Doch der ur^und ihm der eine Fuß in der Nähe des Knöchels zerquetscht sprüngliche Plan, die Bildsäule auf einem hervorragenden und das Wadenbein zerknöchert. Er wurde hülflos bei seinem Felsen des Gebirges aufstellen zu können, erwies sich, da das Fuhrwerke gefunden und durch Extrafuhr schleunigst hierher Gebirge solche Felsen nicht hat, als unhaltbar, und es galt, gebracht. Der Unglückliche ist Vater von sechs Kindern, die einen weithin sichtbaren Unterbau zu errichten. Dieser aus unge-er durch sein Fuhrwerk zu ernähren suchte. Wahrscheinlich

- ' * r " ' " ' ist eine Amputation nothwendig.

* D a r m st a d t, 18. September. Ein mit richtiger Erkenntniß der Bedürfnisse unserer Residenz in's Leben getretenes Unter-

heuren Quadern gebaut, wurde mit Hülfe freier Gaben aus dem ganzen deutschen Volke 1846 fertig; er faßt 160,000 Kubikfuß des härtesten Sandsteines und hat 37,768 Thlr. und außer­dem Bandel neun Jahre lange Arbeit gekostet, denn der wackere Künstler verschmähte und verschmäht bis auf diesen Tag jedes Honorar. Seit 1857 (so lange hatten Norarbeiten, widrige Zeitereignisse u. s. w. die Sache gehemmt) sind die Arbeiten an dem riesigen Kolossalstandbilde im Gange. Die Figur wird öOVa Fuß bis zum Kopfe, bis zur Spitze des Helmschmuckes 55 Fuß, bis zur Spitze des erhobenen Schwerles 85 Fuß, inklusive Standplatte 90 Fuß, der Unterbau ist 92 Fuß hoch, und es beträgt also die Höhe des Ganzen Denkmals 182 Fuß.

nehmen erregt schon wenige Tage nach seinem Erstehen allge­meine Aufmerksamkeit. Es ist dies eine Ausstellung von Oel- gemälden, bis jetzt meist von Münchener Künstlern (von denen Namen wie Professor Bach, Weiß, Cramer, Stademann, Feldhütter, Steglmeier und Wex in der Kunstwelt guten Klang haben), welche aber auch den hiesigen Künstlern Gelegenheit gibt, ihre Werke stets kostenfrei aus stellen zu können. Die Ge­mälde stehen in dem großen Möbel-Magazin der Herren Ge­brüder Trier, Ludwigsstraße Nr. 10 zur Ansicht und werden