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Intelligenz-Blatt

der SM Frankfurt a. M, verbunden mit dm Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expeditton: am h Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

M 223 Dienstag den 2L September 1869.

Einladung zum Abonnement.

Mit dem L October 1869 beginnt ein neues Vierteljahr-Abonnement für das Frankfurter Intelligenz-Blatt, Amtsblatt und Anzeiger für dm Stadtkreis Frankfurt a. M., Anzeige- Blatt der städtischen Behörden zu Frankfurt a. M. und die Frankfurter Nachrichten.

Der Abonnementspreis dieser sämmtlichen fünf Blätter beträgt hier in Frankfurt von der Expedition bezogen, für das Vierteljahr st 1. 45 kr.

Durch die Post bezogen kosten dieselben für das Vierteljahr in Preußen: Thlr. 1. 15'/« Sgr. oder fl. 2. 41 kr., außerhalb Preußen: Thlr. 1. 27t Sgr. oder fl. 1. 53 kr.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

grantfurt , 21. September. Die Handelskammer der Stadt Mainz veröffentlicht soeben den Bericht über den Stand des Handels und Verkehrs für das Jahr 1868. Der Bericht schildert im Allgemeinen die Handelsverhältnisse in einem beinahe gleich ungünstigen Licht wie derjenige des Jahres 1867, und es wird geklagt, daß auch in dem vergangenen Jahre die Nachwehen der Ereignisse des Jahres 1866 auf das Empfindlichste verspürt worden seien; doch wird man diese Klage mehr auf Rechnung der Mode setzen dürfen, als daß man ihr eine vollgültige Berechtigung zugestehen müßte. Auf

fabrik, in welcher 500 Arbeiter in Thätigkeit sind, den Wein- Handel, die Firnißfabrikatton, sowie die Leder- und Sänch- fabrikation. Die Einlagen in die Sparkasse haben eine Ver­mehrung erfahren, ebenfo ist die Mitgliederzahl des hier nach Schultze-Delitzsch'schem System bestehenden Creditvereins „Mainzer Volksbank" in stetem Zunehmen begriffen, und die Einnahmen dieses Vereins stiegen von 884,407 fl. im Jahre lt67 auf 1,531,467 fl.

Au» der Nähe.

—, -—— .----- ,."... —.,..., — ^? * Offenbach, im September. Einsender dieser Zeilen,

vollgültige Berechtigung zugestehen müßte. Auf seit Jahren aufmerksamer Beobachter der Offenbacher Hand is- schule, hatte Gelegenheit, ihrer diesjährigen Herbstprüfung bei­zuwohnen und sich von der ausgezeichneten Organisation der­selben auf's Neue zu überzeugen; er erlaubt sich deßhalb auch, einige Bemerkungen zur Empfehlung dieser, den Kranz des städtischen Schulwesens zierenden Pnvatschule hier mitzutheileu. Die Prüfung wurde von dem der Schule beistehenden, aus allen Ständen gebildeten Schulrath abgehalten, und es lagen

die einzelnen Industrie- und Handelszweige eingehend, gedenkt der Bericht des Darniederliegens aller Bauthätigkeit und des geringen Absatzes an Bauholz. Der Gasconsum (42,542,000 Kubikfuß) stellt sich um 2,036,000 Kubikfuß geringer, als derjenige des Jahres 1867. Der Bericht erklärt dies aus der auch im verflossenen Jahre noch merkbaren Stockung vieler Geschäfte. Möglicherweise ist aber der Grund ganz wo anders

zu suchen, nämlich in dem gesteigerten Verbrauch von Petroleum, dabei die Arbeiten der vorausgegangenen schriftlichen Prüfung Im Jahre 1866 hatte der Gasconsum noch 46,383,789 Km ungeschminkt zur Einsicht offen. Der Eindruck der Prüfung btkfuß betragen. Die Zahl der Briefpostsendungen, die im Jahre war ein wohlthuender und vertrauenerweckender, und es ver- 1867 auf 1,904,332 Stück gestiegen war, sank in dem Jahre dient die uneigennützige und opferwillige Thätigkeit des Schul- 1868 auf 1,598,778 Stück. Deßgleichen zeigen die Fahrpost- raths nicht allein opferwillige Anerkennung, sondern auch Nach­sendungen eine merkliche Abnahme. Sie betrugen im Jahre 1867 uhmung von Seiten anderer Privatschulen. Wo ein solches Jn- 261,008, int Jahre 1868 214,344 Stück. Der Gesammtwerth einandergreifen von Schule und Haus stattfindet, da muß der derFahrpostfendungen belief sichimJahre 1867 auf27,435,532 fl., beste Erfolg für die Erziehung gesichert sein. Im Allgemeinen m Jahre 1868 nur auf 19,204,068 fl. Der Gesammtgüter- muß lobend hervorgehoben werden, daß die Einrichtungen der verkehr der Städte Mainz und Kassel stieg dagegen von Offenbacher Handelsschule auf den Erfolg des Unterrichts basirt 8,409,797 Centnern, welche Höhe er im Jahre 1867 erreichte — —- —

hatte, auf 9,192,810 Centner. Unter den Geschäftszweigen, v^ w^u» u»iwiwK-*i|iu«™b5^

solche vorzugsweise blühend erscheinen, erwähnen wir den Ge- und „Per" besser auszubeuten wußten, finanziell zurückge- treidehandel: Der Gesammtumsatz des Getreidegeschäftes wirb '

l auf 6 Mill. Gulden geschätzt; ferner das 700 Arbeiter be- Wftigende GaSapparat und Gußwerk, die Eisenbahnwagen-

sind, nicht direkt auf den Erfolg des „Geschäfts"; dadurch ist die Anstalt vielleicht anderen Instituten gegenüber, die das „An"

blieben, allein die Berechtigung ihrer Existenz, die sich auf die Solidität ihrer Organisation gründet, ist von Bestand. Die Folgen des Jahres 1866, die für das Schulwesen mitunter