Einzelbild herunterladen
 

Intelligenz-Blatt

der MM Frankfurt a. M.,

verbundm mit dm Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

-^— --------------- ----

(Expedition: am H. Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

M 219 Donnerstag dm 16. September 1869.

Einladung zum Abonnement.

Mit dem 1. October 1869 beginnt ein neues Vierteljahr-Abonnement für das Frankfurter Intelligenz-Blatt, Amtsblatt und Anzeiger für dm Stadtkreis Frankfurt a. M., Anzeige- Blatt der städtischen Behörden zu Frankfurt a. M. und die Frankfurter Nachrichten.

Der Abonuementspreis dieser sämmtlichen fünf Blätter beträgt hier in Frankfurt von der

Expedition bezogen, für das Vierteljahr fl. 1. 45 kr.

Durch die Post bezogen kosten dieselben für das Vierteljahr in Preußen: Thlr. 1. 158/4 Sgr. oder fl. 2. 41 kr., außerhalb Preußen: Thlr. 1. 2'/4 Sgr. oder fl. 1. 53 kr.

Ueberbliü der Ereignisse im Gebiete der politischen und matenellen Interessen.

worden waren, hat in diesen Tagen im Ministerrath die Ichlußberathung über diesen Gesetz-Entwurf begonnen.— Bei der am 13. d. in Mannheim stattgehabten Wahl der Grundherren unterhalb der Murg wurden Graf Berlichingen und Freiherr Carl Siegmund von Gemmingen in Karlsruhe zur ersten Kammer gewählt. — Zu Mitgliedern der ersten badischen Kammer sind laut „Staatsanz." ernannt: Geh. Rath und Gesandter Dr. von Mohl, Staatsrath Dr. Weizel, General-Major Graf von Sponeck, Kreis- und Hofgerichts- Präsident Reiner, Geh. Rath und Professor Dr. Herrmann, Fabrikinhaber August Dennig in Pforzheim, Kunsthändler Philipp Artaria in Mannheim, und Oberbürgermeister Jacob Malsch in Karlsruhe. Zum Präsidenten der ersten Kammer ist Geh. Rath und Gesandter Dr. von Mohl, sodann zum ersten Vicepräsidenten Staatsrath Dr. Weizel und zum zweiten Bicepräsidenten Frhr. Carl von Gayling zu Altheim ernannt. — Die Gartenbauausstellung in Hamburg wurde am 13.d. geschlossen. Senator Chapèaurouge zeigte an, daß nur eine Verkündigung der Preise, anstatt eine Vertheilung derselben stattfinden werde, weil letztere zu zeitraubend sei. ES erfolgte hierauf die PreiSvertheilung und zum Schluß eine herzliche Ansprache des SyndicuS Merck, in welcher derselbe hervor­hob, daß die Bemühungen des Comite's allseitige Anerkennung gefunden und denselben das Gelingen der Ausstellung zu danken sei.

Frankfurt, 16. September. In Hechingen ist am

9. d. der letzte Sprosse des Fürstenhauses Hohenzollern-

Hechingen, der älteren Linie des schwäbischen ZoUerngeschlech- teS, Fürst Friedrich Wilhelm Constantin, in die Gruft gesenkt worden. Da seine erste Ehe mit der in den Herzen aller Armen und Unglücklichen fortlebenden Fürstim Eugenie, Prinzessin von Leuchtenberg (geboren 23. December 1808, gestorben 1. Sept. 1847), kinderlos geblieben und die zweite mit der Gräfin Rothenberg morganatisch war, so gehen seine sämmtlichen Besitzungen an den Fürsten von Sigmaringen über, der sich nunmehr Fürst von Hohenzollern nennt.'—

Die officiöse „Corr. Hossm." schreibt aus München: „Wir haben es nicht für nöthig gehalten, die Behauptung einiger Blätter, daß zwischen Bayern und Preußen über den Eintritt in den norddeutschen Bund verhandelt werde, daß sogar schon ein geheimer Vertrag darüber abgeschlossen sei u. s. w., zu dementiren, da sich die absichtliche Unwahrheit dieser Angaben für jeden Vernünftigen und Denkenden ohnehin von selbst ergibt. Nachdem jedoch mehrere Blätter nunmehr die Nachricht von der Zusammenkunft des Fürsten v. Hohen­lohe mit Fürst Gortschakoff und Lord Clarendon in Verbin­dung bringen, so erklären wir, daß der bayerische Minister Fürst Hohenlohe zu der angegebenen Zeit sich in Aussee be­fand und diesen Ort nicht verlassen hat. Sollte also, wie behauptet wird, wirklich ein Telegramm vorhanden sein, durch welches „für den bayerischen Ministerpräsidenten auf den dritten September im Hotel Schrieder zu Heidelberg Zimmer bestellt worden" so müßte eine Mystification in Mitte liegen." — Odenwaldbahn ist eine Menge' von Italienern in die Um - »Württemb. StaatSanz" schreibt: Schon im April d.J.gegend gekommen, da dieselben sehr geschickte Schacht- und Pin L Ministerrathe über die Verfassungsrevision, Tunnel-Arbeiter sein sollen. Es ist im Ganzen ein äußerst nngeyende Berathungen stattgefunden, aus welchen ein neuer friedfertiges Völkchen, das noch mit Niemanden hier in Streit »./Entwurf hervorgrng. Nachdem inzwischen über einige gekommen ist und sich deßhalb in den benachbarten Ortschaft n

Punkte noch umfassende statistische Erhebungen eingezogen des vorderen Odenwaldes rasch beliebt gemacht hat. Am Sonn-

Nur der Nahe

* D armstadt, 13. September. Durch den Bau der