verbunden mit dm Frankfurter Ma^richten als Extrabeilage.
(Expedition: am H. Geistpförtcheu, Schlachthausgaffe 21.)
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Dienstag den 14. September
1869.
Ueberbiick der Erei.jniße im Gebiete der Pvlüijcheü and materieLea Interessen.
Frankfurt , 14. September. Gegen die Rede, die der Vorsitzende des Aorstaudes vom Deutschen Schützenbunde,
begonnenen Werkes ein Jeder mit ganzer Kraft mitzuwirken Wir dürfen deßhalb nicht schweigen, wenn auf der Tribüne eines noch dazu ausländischen Festes von dem Vorsitzer einer Vereinigung, deren vollberechtigte Mitglieder wir sind, der mächtige Staat des norddeutschen Bundes in einer solchen Weise, wie es von Herrn Dr. Kopp geschehen ist, herabgewürd^gt wird. Indem wir somit feierlichst gegen die Rede des Vorsitzers, Herrn Dr. Kopp vom 13. Juli uns verwahren und jede G - meinschaft mit dem Inhalte derselben von uns abweisen, können wir auch nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, wie nach unserer Ueberzeugung die Mißachtung einer großen Anzahl andersdenkender Mitglieder des deutschen Schützenbundes dem Zwecke desselben, als welcher in § 1 der Satzungen auch die Verbindung aller deutschen Schützen hingestellt ist, völlig wiederspricht. Im Interesse des deutschen Schützenbundes selbst, und von dem Wunsche beseelt, nach^Kräften zur Erreichung der gemeinsamen Ziele, welche die Satzungen des SchützenbundeL oorschreiben, mitzuwirken, müssen wir aber schon jetzt darauf hinweisen, daß, sollte die obere Leitung in dem bisherigen Geiste sich ferner äußern, die allmähliche Lostrennung zahlreicher norddeutscher Schützengesellschaften vom Bunde, und damit die Sprengung, oder doch eine Trennung desselben, die unausbleibliche Folge sein müßte." Im August 1869. Unter den 68 Vereinen, die bis jetzt unterzeichnet, befinden sich Barmen, Bautzen, Berlin, Bielefeld, Bochum, Braunschweig, Bremen, Cassel, Celle, Chemnitz, Dortmund, Düsseldorf, Emden, Görinz, Göttingen, Halberstadt, Hamburg, Hanau, Hannover, Hersfeld, HildeSY-im, Leipzig, Löbau Lübeck, Münden, Oldenburg, Osnabrück, Quedlinburg, Schweidnitz, Solingen, Vegesatz, Verden, Weilburg, Zittau u. s. w. Die Direction des Brevier Ächützenvereins ist bereit, weitere Beitrittserklärungen zu dieser Verwahrung auch noch ferner dem Bundesvorstände einzn- senden.
Dr. Ed. Kopp, am 13. Juli beim Bankett in der Festhalle, zu Zug gehalten hat, hat eine große Zahl Schützenverzüne. eine V-rwahrung erlassen, welche mit sämmtlichen, in Bremen . notariell beglaubigten Unterschriften versehen, am 4. d. M i an den Vorstand des deutschen Schützenbundes, zu Händen i des Herrn Kopp in Wien, abgesendet worden ist. Es heißt i in dieser Verwahrung: „Herr Dr. Kopp hat in dieser Rede sich veranlaßt gefunden, nachdem er den Schweizern „die Grüße aller freien Männer Deutschlands" überbracht, sein engeres
Vaterland Oesterreich dem leitenden Staate des norddeutschen Bundes, in ihrer beiderseitigen Entwickelung seit dem Jahre 1866, gegenüber zu stellen. Während jenes heute ein Land der Freiheit, des Wohlstandes, der auferstehenden Kultur und Wissenschaft sei, habe der Sieg der Militärmacht in dem letzteren Staate den Untergang konstitutioneller Freiheit und den Ruin der Finanzen zur Folge gehabt und eine Nothlage entstehen lassen! Er spricht dann in nicht mißzuverstehender Weise von zwei Cäsaren, welche in Europa einander mit zwei Millionen Soldateska gegenüber stehen; sie, wlche Blut ge- säet, würden auch in Blut untergehen! Den Patrioten Deutschlands liege dagegen die Arbeit für Freiheit, Frieden und Wohlstand ob u' s. w. Dem Vorsitzer des deutschen Schützen- dundes ist, das ist der Kern seiner Rede, sein engeres Vaterland Oesterreich, das Land der Freiheit, des Wohlstandes, der Kultur; Preußen, und mit ihm der deutsche Norden, das Land des Absolutismus, „dieser Negation aller Kultur, welche den Sieg des Cäsarenthums zu bringen droht." Wir, die Unterzeichneten, sind von den Mitgliedern des deutschen Schützen- bundes in unserem Vereine beauftragt, auf das Nachdrücklichste gegen die in der obengedachten Rede enthaltene Mißachtung unserer politischen Ueberzeugung und Herabwürdigung der politischen Zustände, unter denen wir leben, Verwahrung einzulegen. Wir halten uns verpflichtet, offen und laut zu verkünden, daß die von Herrn Dr. Ed. Kopp ausgesprochenen Ansichten den unserigen schnurstracks entgegen sind, daß wir in dem durch Preußen gegründeten und unter seiner kräftigen________ ,__________________„ „„
I Leitung sich rasch entwickelnden norddeutschen Bunde die sicherste laufen, um einen Bahnzug vor Abgang noch zu erreichen. Grundlage für die Einigung deSGesainmtvaterlandeserblicken, * Wiesbaden, 10. Sept. Dieser Tage ist, wie wir daß wir uns glücklich schätz n, diesem Bunde anzugehören, daß aus guter Quelle vernehmen, die Genehmigung des Ministers derselbe unsere constitutionellen Freiheiten, deren Erhaltung!zum Neubau und zur Herstellung der Schwalbacher Kuran- uud Ausbildung unser eifrigstes Streben, weder geschädigt hat,fftalten hier eingetroffeu. Die Summen sind bereits ange- 'wch zu schädigen droht, und daß wir es für " eine heilige wiesen, und die betreffende RegieruiigSeommission ist nach patriotische Pflicht halten, an dem Fortbau des von Preußen Schwalbach abgegangen.
Mn» der Mähe
* Offenbach, 8. September. Heute Morgen eilte eine hiesige Frau, welche in Frankfurt während der Messe Schirme feil hielt, nach dem Bahnhöfe, wo sie, kaum angekommen, todt niedersiel. Cs ist dies seit acht Tagen der zweite Fall der Art und sollte eine Warnung sein, sich nicht außer Athem zu
Wiesbaden, 10. Sept. Dieser Tage ist, wie wir aus guter Quelle vernehmen, die Genehmigung des Ministers