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Anteilige nz-Blatt der Stadt Frankfurt a. M., verbmlden mit den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition: am h. Geistpförtchen, Schlachthausgasie 21.)

M 195 Donnerstag den 19. August 1869.

für die entstehenden sachlichen Kosten die erforderlichen Vor­schüsse zu leisten. — Der Geheime Regierungs Rath Zietel- mann, der wie seiner Zeit gemeldet, vor einigen Wochen erkrankt war und sich zur Wiederherstellung seiner Gesundheit aus'L Land nach Schlesien begeben hatte, ist wieder so weit genesen/ daß er mit Ende dieses Monats wo der ihm ertheilte Urlaub zu Ende geht, hier eintreffen und seine früheren Functionen wenigstens zum größten Theil wieder übernehmen wird. Schon während feines Aufenthaltes in Schlesien hat sich Geh.-Rath Zietelmann, wie wir hören, vielfach mit amtlichen Arbeiten wieder beschäftigen können. Seine Krankheit bestand in geistiger und körperlicher Abspannung in Folge übermäßiger An­strengung.

Ueberbliâ der Ereignisse im Gebiete der politischen und materrelleu Interessen.

Frankfurt. 19. August. Man schreibt aus Berlin: Der Zusammenhang zwischen dem nord- und süddeutschen Vertheidigungssystem ist durch die Münchener sogenannte Bundes-Liquidatrons-Commiision, welche nach dreimonatlicher Arbeit der Hauptsache nach zum Abschluß ihrer Thätigkeit ge­langt ist, einigermaßen hergestellt, wenngleich nicht Alles er­reicht worden, was für Herstellung eines gemeinsamen Defen­sivsystems wünscheuswerth gewesen wäre. Indem eine gemein­schaftliche norddeutsch-bay-risch-würtembergisch-badische jährliche Jnspection der vier ehemaligen Bundesfestungen Mainz, Landau, Rastatt und Ulm beschlossen worden, ist schon dadurch ein direkter Einfluß der Präsidialmacht des norddeutschen Bundes

auf das süddeutsche Festungssystem.gesichert, während in der Zwischenzeit von einer Jnspection zur anderen der norddeutsche Bevollmächtigte an den resp, süddeutschen Höfen einen er­gänzenden und fördernden Einfluß geltend zu machen in der Lage ist. Dieser Einfluß ist um so selbstverständlich

Nu» der Nähe

Darmstadt. Die Juliversammlung d-s Gartenbau- vereins bot nichts von allgemeinem Interesse, nur ist zu er- „ , , „ . . selbstverständlicher, als wähnen, daß von Herrn Obergärtner Schmidt sehr schöne

bekanntlich nach den Schutz- und Trutzbündmßverträgen die Steifen und Dahlien, von Herrn Hofgärtner R. Noack em- süddeutschen Souveräne sich verpflichtet haben, im Kriegsfall pfehlenèwerthes Frühobst und von Herrn Rentner Diehl sechs ihre Truppen unter den Oberbefehl S. M. des Königs von Sorten Kopfsalat von ungewöhnlicher Größe ausgestellt waren Preußen zu stellen, und der Bundesfeldherr eben deshalb schon Am 4. August wurde von 22 Mitgliedern und einigen Damen im Frieden berechtigt ist, dahin zu wirken, daß bei Eintritt dem Garten der Freifrau von Vrena zu Rüsselsheim ein Be- seines Oberbefehls die süddeutschen Streitkräfte und somit auch such abgestattet. Macht dieses 24 Morgen enthaltende, zum

. „ . . , dieses 24 Morgen enthaltende, zum

größten Theil landschaftlich angelegte Besitzthum mit seinen herrlichen Baumgruppen, den weitläufigen, durch bunte Blumenbeete unterbrochenen Rasenflächen, mit seinen schattigen Laubgängen und traulichen Ruheplätzen, mit dem reichlich vorhandenen und auf maunichfache Weise verwendeten Wasser, mit seiner Kapelle und dem hohen Wartthurm, der den Blicken eine weite Rundsicht bietet, in allen seinen Theilen den wohl- thuendsten Eindruck, so bleibt doch der Eingang und die ber Südseite des Schlößchens gegenüber liegende reizend arrangirte Partie, der Glanzpunkt des Ganzen und gibt sowohl von dem hohen Kunstsinn der Eigenthümerin, als von der Intelligenz und dem Geschmack des Obergärtners, Herrn Weinrich, ein ehrendes Zeugniß. Richt zu vergessen sind au» die an wohl gepflegten tropischen und Blattpflanzen reichen Gewächshäuser. Für Sonntag den 22. August ist ein Ausflug nach Geisenheim

die süddeutschen Festungen vollkommen bereit und im Stande sind, in kriegstüchtiger Weise sich an den vom Oberfeldherrn angeordneten Operationen zu betheiligen. — Der Minister des Innern wird noch nicht so schnell, wie einige Blätter wissen wollten, seine Erholungsreise antreten, da seine Thätig­keit bei den Vorbereitungen für die dem nächsten Landtage vorzu­legenden Gesetzentwürfe, namentlich verwaltungs-reformatorischer Natur, zur Zeit noch seine Thätigkeit in Anspruch nehmen. Der Cultusminister dagegen hat seine Urlaubsreise am Sonnabend vngetreten, und zwar hat sich der Minister nach Putza in Pom-

mern zu einem mehrwöchentlichen Aufenthalte bei seinem

Schwiegersöhne, dem Grafen Schwerin daselbst, begeben.

Während der Abwesenheit des Hrn. von Mühler wird der

Unterstaatssecretär Dr. Lehnerdt die Geschäfte des Ministern leiten. —Der evangelische Ober-Kirchenrath hat in Betreff ber|tJ_ ........ .... w „US(U|l Hl [lllwm „am ^cncnueiu

Ausführung der Verordnung vom 16. Juni l. J. die Be-jzur Besichtigung der berühmten Obstbaum- und Reben- rufung einer außerordentlichen Provinzialsynode für die sechs Pflanzungen des Herrn Generalkonsuls Lade beschlossen der östlichen Provinzen, betreffend eine besondere Instruction an nicht minder genußreich zu werden verspricht.

^/^"sistorien, erlassen. Von Seiten desCultusministeriumsj * Darmstadt, 16. Aug. Es soll erst vor einigen Tagen A Instruction den Bezirksregierungen zu dem Behufe gelungen sein, des frechen Diebes, welcher kürzlich einen Mitch- übermittelt, um im Einverständnisse mit den Consistorien die karren in der Hölgesstraße weggefahren hatte, mit dem cornns superen Angelegenheiten der Synode zu regeln und namentlich delicti in Mannheim habhaft zu werden.