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Intelligenz-Blatt

der MM Frankfurt a. M.,

verbunden mit dm Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition: am h. GeistpfSrtchen, Schlachthausgaffe 21.)

M 191

Samstag dm 14. August

1869.

' , , -rigkeit liegt in der Lösung der Frage: In

welcher Weise sollen diese HülfSschiffe während einer See­schlacht Hülfe leisten? Sollen sie in der Nähe des Kampfplatzes Frankfurt, 14. August. Der österreichische Reichskanzler warten, bis eines der kämpfenden Schiffe vor ihren Augen if Beust hatte bekanntlich bei Gelegenheit der jüngsten versinkt, oder müssen sie außerhalb der Schußweite abwarten, bis ihnen die Gelegenheit zur Hülfsleistung mitgetheilt wird? Die internationale Conferenz, welche in diesem Jahre vom 22. bis 27. April in Berlin tagte, hat die letzterwähnte Frage bejaht und zu ihrer Lösung eine internationale Hülfsflagge vorgeschlagen, um mittelst derselben die vom Kampfplatze ent« Versuche des Reichskanzlers zur Annäherung an Preußen feinten HülfSfahrzeuge herbeizurufen. Die speciellen Motive kenntniß, wird überall in der Presse die Mahnung laut: zu diesem Vorschläge sind von dem General-Arzt der Nord­deutschen Bundes-Marine, Dr. Steinberg, in einem Gut- achten vom 21. Juni er. klar erläutert, unv es ist darin gleich­zeitig der Vorschlag gemacht, die staatliche Anerkennung dieser Hülfssignals auch auf Friedensverhältnisse auszudehnen. Dieser Vorschlag des Dr. Steinberg enthält eine Angabe aller ver­schiedenen bisher gebräuchlichen Nothsignale und wird schließ­lich dahin zusammengefaßt: daß für Kriegs- und Friedensver­hältnisse ein gemeinsames internationales Hülfssignal für eine nothleidende Schiffsbesatzung und zwar einedunkelgelbe Flagge mit rothem Kreuz einzuführen und ihre officielle Anerkennung in dieser Bedeutung bei allen europäischen und außereuropäischen Staaten nachzusuchen sei. Dieser Vorschlag dürfte sich jeden­falls der allgemeinen Beachtung empfehlen.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und sachliche Schwierig materiellen Interessen.

Graf Beust hatte bekanntlich bei Gelegenheit der jüngst« Budget-Berathungen im ungarischen Ausschüsse die Versiche­rung gegeben: er habe sich bemüht, freundlichere Beziehungen zwischen Oesterreich und Preußen herbeizuführen, Preußen aber sei diesen Bemühungen nicht entgegen gekommen. Nach­dem nun von preußischer Seite erklärt worden, man habe von einem Versuche des Reichskanzlers zur Annäherung an Preußen

keine Kenntnis

Graf Beust müsse mit thatsächlichen Beweisen für die Wahr- i - heit seiner Behauptung eintreten. Ein demokratisches öfter-1 reichisches Blatt (das „Neue Wiener Tagblatt") schreibt wört-, ltch: „Es bleibt nach unserer Ansicht dem Grafen Beust nun-. Mehr nichts Anderes übrig, als alle jene Thatsachen, Depeschen,: Noten und sonstigen diplomatischen Aktenstücke — mögen sie auch vertraulichster Natur sein — zu veröffentlichen, durch welche der Nachweis geführt werden kann, daß thatsächlich ' Bismarck eS war, der eine freundlichere Gestaltung der Be- ziehungen zwischen Wien und Berlin unmöglich gemacht hat." i So das österreichische Blatt. Die preußische Regierung hat i ihrerseits unzweideutige Mittheilungen nach Wien gerichtet, < in denen dieselbe Aufforderung enthalten ist. — Nachdem durch 1 die bekannte Genfer Konvention vom 22. August 1864 die wichtigsten Grundlagen gewonnen waren, um das Loos der im Felde verwundeten Krieger zu verbessern, kamen durch eine spätere Vereinbarung noch die Zusatzartikel vom 19. October 1868 zu Stande, welche hauptsächlich den Zweck haben, den kampfunfähig gewordenen SchiffSbesatzungen im Seekriege die ß' iche Wohlfahrt zugänglich zu machen, welche den kampfun- ig gewordenen Truppen im Landkriege bereits gesichert ist, nämlich die freiwillige Hülfe. Der Lösung dieser Aufgabe treten große Schwierigkeiten entgegen, nicht blos finanzieller, sondern auch sachlicher Natur. Die finanzielle Schwierigkeit besteht darin, daß in den meisten Seestaaten die Hülfsvereine nicht so viel Geldmittel besitzen, um HülfSschiffe für den Seekrieg von den Dampfschifffahrts-Gesellschaften zu ermiethen oder die Bürgschaft für Ersatz bei deren etwaiger Beschädigung zu« übernehmen. Diese finanzielle Schwierigkeit ist neuer- oings durch eine nachträgliche Vereinbarung der Seestaaten gehend, daß die Manöver der hessischen (25.) Division und beseitigt worden, indem dieselbe erlaubt, daß von Seiten der preußischen 21. Division bei Bergen doch aus einen Theil der Regierungen den Hülfsvereinen zum „Kampf ungeeignete der Bewohner Ihrer Stadt und Umge Fahrzeuge" im Frieden zur Verfügung gestellt werden können,! Attractionskraft üben werde, gestatte ich mir um sie für den Krieg als „schwimmende-Lazarethe" auszurüsten.Faß den getroffenen Dispositionen gei

bcseitigt worden, indem dieselbe erlaubt, daß von

Aus der Nähe

* Bad Homburg, 10. August. J. K. H. Prinzeß Karl von Preußen, ist, von EmS kommend, hier eingetroffen und wohnte der heutigen Opernvorstellung bei.

* Soolbad Nauheim, 12. August. Zum Besten des Hospitals für unbemittelte Kurfremde findet im hiesigen Kur- saale unter gütiger Mitwirkung des berühmten Sängers Naudin, welcher gegenwärtig auf seinen hiesigen Besitzungen verweilt, ein Concert statt, in dem mehrere talentvolle Dilet­tanten mitwirken. Der Name Naudin allein wird schon

diese interessante musikalische Soiree füllen, die mit einer Vorstellung der hiesigen Theatergesellschaft des Herm Director Axt mann verbunden ist.

* Darmstadt, 8. August. Von der Voraussetzung auS-

der Bewohner Ihrer Stadt und Umgegend eine gewisse ...... »r weiter mitzutheilen, „- i». ------------ ....--------------—,- —o—,.— —„ —. a.—u,.^.. — --------- gemäß am 1. und

Den Hülfsvereinen bleibt daher- nur die Einrichtung, Aus-F. September die hessische Division unter Prinz Ludwig von stattung und Bemannung dieser Fahrzeuge übrig. Eine innere'Hessen gegen die preußische Division unter General v. Boyen