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der Stadt Frankfurt a. M.^

verbunden mit den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition: am H. Geistpförtchen, Schlachthausgass^21.)

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Samstag den 31. Juli

1869.

Ue-erblick der Ereignisse im Gebiete der politischen vndlstimmte Erklärung beschränkm muß, daß jene Vermuthung Mater eilen Interessen gänzlich unbegründet und von feiner Sette her ein Versuch ge-

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Stimmte Erklärung beschränkm muß, daß jene Vermuthung gänzlich unbegründet und von keiner Seite her ein Versuch ge­macht worden ist, in dem vorausgesetzten Sinne hier einzu­wirken. Uebrigens folge ich nur dem eigenen Beispiele des Herrn Reichskanzlers, wenn anch ich auf Seine „sächsischen Er­fahrungen" provocire, indem ich die Ueberzeugung ausspreche, daß er mich wohl niemals als einen Mann hat kennen lernen, der so leicht dem „beirrenden Einflüsse" der „Insinuationen", Anderer unterliegt und daß Er mir daher auch Glauben schenken wird, wenn ich versichere, daß die wenigen, im vertraulichen Gespräche mit dem K. K. Herrn Gesandten mit Bezug auf die Depesche vom 1. Mai d. I. von mir gemachten Bemerkungen aus meiner eigenen Ueberzeugung hervorgegangen sind, die sich auf eine ziemlich vollständige Analyse des Inhalts jenes Acten­stückes gründete, welche mir durch die Königlich Sächsische Gesandtschaft in Brüssel und London schon Anfang Juni dieses Jahres zugegangen war. Ich ersuche Ew. Excellenz, diesen Er­laß dem Herrn Reichskanzler mitzutheilen, und, daß dies ge­schehen, sofort telegraphisch an das Ministerium der aus­wärtigen Angelegenhellen nach Dresden zu melden, da infolge der Veröffentlichung der Depesche vom 8. Juli auch die Ver­öffentlichung des gegenwärtigen Erlasses, wenn auch zu meinem lebhaften Bedauern, doch ganz unvermeidlich geworden ist. Der Staatsminister für die auswärtigen Angelegenheiten.

Frankfurt, 31. Juli. Das „Dr. I." erklärt sich für ermächtigt, den nachstehenden Erlaß an den k. Gesandten, Herrn wirkt. Geh. Rath v. Könneritz in Wien, zur öffentlichen Kenntniß zu bringen: „Marienbad, am 18. Juli 1869. Die unter Nr. 39 in der Sammlung der „Correspondenzen des k. t. gemeinsamen Ministeriums des Aeußern" (dem sogenann­ten „Rothbuche") abgedruckte Depesche an den k. k. Gesandten zu Dresden, Herrn Baron V. Werner, vom 8. d. M., auf welche sich der Bericht Eurer Excellenz vom 14. d. M. bezieht, ist, da ich Dresden bereits am 3. d. M. mit allerh. Urlaub verlassen hatte, um die Cur in Marienbad zu brauchen, mei­nem Stellvertreter, Herrn Geh. Rath v. Bose, am 10. d. M. mitgetheilt worden. Ich selbst habe von der Existenz und zu­gleich von der Veröffentlichung dieses Actenstückes zuerst am 15. d. M. Kenntniß erhalten, wo ich dasselbe in der „Köln. Ztg." las. Ich bin dahgr sehr dankbar dafür, daß Ew. Ex­cellenz sofort nach erlangter Kenntniß von diesem Actenstücke nähere Erkundigung über die Veranlassung zu demselben ein- ?gezogen und über die Ihnen deßhalb von dem Herrn Reichs- anzler gegebenen Erläuterungen unverzüglich Bericht erstattet haben. Wenn nun nach erlangter Kenntniß von diesen Er­läuterungen für mich eine jede Veranlassung wegfällt, auf den materiellen Inhalt der Depesche vom 8. Juli einzugehen, so sehr mir auch manche Bemerkungen in derselben über sächsische Verhältnisse und die daraus gezogenen Folgerungen zu einigen begründeten GegenbemerkungenAnlaß geben könnten, so bleibt mir nur ein Punkt übrig, hinsichtlich dessen ich jene Depesche

II

Aus der Nahe.

* Bad Homburg, 27. Juli. Seit den letzten 8 Tagen ist die Zahl der Kurgäste dahier so erheblich gestiegen, daß wir bereit schon auf 9u00 zählen, und es befinden sich darunter die höchsten Namen der Aristokratie, wozu namentlich der russische hohe Adel ein sehr erhebliches Contingent gestellt hat. Hierzu kommen noch, wenn das Musitcorps des 34. Regi­ments unter Parlow spielt, eine solche Menge von Frank­furtern, daß mehrere Waggons von der Main-Weserbahn ent­liehen werden müssen; doch lohnen sich auch diese Ausflüge auf das Reichste, da Abends unsere Anlagen prachtvoll er­leuchtet sind und bei der herrschenden Windstille, welche alle Farbenreflexe zur vollen Geltung kommen läßt, den herrlichsten Anblick bieten.

nicht ohne Erwiderung lassen kann. In dem Eingänge der­selben wird nämlich bemerkt: es scheine versucht worden zu sein, auf das Urtheil der k. sächsischen Regierung im Sinne einer für Oesterreich ungünstigen Auffassung des Hergangs Einfluß zu nehmen und namentlich scheine man sich der De­pesche vom 1. Mai bedient zu haben, um das Verfahren der k. k. Regierung „im Lichte eines der französischen Regierung geleisteten und mit ihr abgekarteten Liebesdienstes" erscheinen zu lassen, und kurz darauf wird es als die Absicht der De­pesche bezeichnet, das sächsische Cabinet nicht unter dem „beirrenden Einflüsse" derartiger „Insinuationen" zu lassen. Nun findet sich aber in der ganzen Depesche weder darüber, auf welche Thatsachen der Herr Reichskanzler diese Vermuthung stützt, noch darüber, von welcher Seite her jene angeblichen Insinuationen ausgegangen sein sollen, irgend ... . „

welche Andeutung vor, und ich habe dies um so lebhafter zu Eisenbahn und Extrapost hier sich Rendezvous geben. Die bedauern, weil mir dadurch die Möglichkeit einer speciellen ganze Aristokratie von Frankfurt hält hier Villeggiatur und Widerlegung entzogen worden ist, so daß ich mich auf die be-!von dem Glanze der Toiletten, von der Pracht der Equipagen,

* Bad Homburg, 28. Juli. Die Saison ist hier in solchem Maße brillant, daß in der That kaum ein Plätzchen mehr frei ist. Jeden Tag treffen Hunderte neuer Gäste hier ein, und die Zahl der Passanten übersteigt tausende, die mit