Einzelbild herunterladen
 

M 85.

der MM MickM s. M.,

serLmchm mit dm Frankfurter Skachrichteu als Extrabeilage.

(Expedition?: am h. Geistpförtchen, SchlschthauSgaffe ZI.)

Samstag dm 10. April

1869,

. 10. April. (WaS seit 1866 gewonnen ist.) Die „Hessische Morgenzeitung", welche im Jahre 1866 das Aufhören der kurfürstlichm Regierung mit Freude begrüßte, neuerdingS aber im Sinne der liberalen Partei vielfach Klage über die Anordnungen der jchigen Regierung erhoben hatte, wurde deshalb jüngst von einer demokratischen Beitang (welche jetzt im Dienste deS früheren Kurfürsten steht) zu einer offenen Aussprache darüber aufgefordert, was denn nun seit 186g ge­wonnen sei. DaS liberale Blatt antwortet darauf sehr bestimmt

Aufblühen von Handel und Gewerbe hinderte und dagegen großartige Erleichterungen, wie die Herabsetzung deS Portos und die Einführung gleichen Maßes und Gewichtes, theils schon eingetreten, theils augebahnt sind; 11) daß endlich die letzten Frsieln der Landwirthschaft gelöst sind und Wald- und Feld- wirthschaft einem unbeschränkten, vernunftgemäßen Betriebe ent* gegengeführt werden, der den Ertrag steigert, den Landmann wohlhabender machen und die Möglichkeit geben wird, eine größere Anzahl Menschen von den Flüchte« des heimischen BodenS zu ernähren."

in folgenden Sätzen: „Wir haben seit 1866 gewonnen: 1) daß wir bte Fremdherrschaft des HauseS Habèbarg loSgewordea sind, und werden in der Ansicht von der Nothwendigkeit und Heil­samkeit dieser Trennung durch keinerlei Verfassung?- und Ge- setzzebungsfo rtschritte in Oesterreich, durch kein Bürger-Ministerium und keine Einführung von Geschworenengerichten in Preßsachen irre geleitet; 2) daß wir Glieder eines großen Nationalstaates von einstweilen 30 Millionen Deutschen geworden, und baß dem Eondergeist und der Kleinstaaterei die schlimmsten Giftzâhne ausgebrochen sind; 3) daß die Vertretung der Bürger dieses StaateS auf den liberalsten Grundsätzen beruht, deren Verwirk­lichung noch vor wenigen Jahren zu den kühnsten Hoffnungen bst fortgeschrittenen Partei gehörte; 4) daß wir nach außen gerüstet und geachtet unter Einer Fahne und Flagge dastehen und nach Jlltzrhunbetrn der politischen Ohnmacht und Verkam- menhett wieder an dichulge Stelle unter den Nationen eingetreten sind, die dem deutschen Volke von Rechtswegen gebührt; 6) daß wir, selbst biS zum Eintritte der süddeutschen Staaten in dm Norddeutschen Bund, dm ihnen zu verwehren Niemand in der Welt daS Recht hat und dm, wenn sie ihn energisch wollen, Niemand den Muth habe« wird zu hindern, mit dem Südr! der Form und Sache nach fester geeinigt sind, als eS jemals zu dm Zeiten deS seligen ober auch unseligen Deutschen Bundes der Fall war; 6) deß der auch räumlich erweiterte Zollverein eine feit Jahrzehnten erstrebte Verfassung und eine Gesammtvertretung aller deutschen Staaten an Stelle der bis­herigen polnischen Wirthschaft erhaltm hat; 7) daß wir uns im gesummten Bundesgebiete niederlassen dürfen, wo wir Ver­gnügen ober Arbeit finden; 8) baß wir, ungehindert durch die Zunstschrauken, Monopole und dergleichen veraltete Privilegien, unser natürliches Recht zu arbeiten auSüben könne»; 9) daß

MnS der Mähe.

* Mainz, 6, April. Wie unsern Lesern bekannt ist, haben sich die Gortenßauvereine in Darmstadt, Frankfurt, Karlsruhe, Mainz und Mavnh.sim im Herbst 1867 zu dem Verband Rheinischer Garteubauvweine vereinigt, um durch gemeinsame Anstrengung aller zu Gebote stehenden Kräfte \ die Gärtnerei in ollen ihren Zweigen zu heben und zu fördern. Alljährlich sollen Wanderversammlungen, womöglich mit einer Ausstellung ver­bunden, an dem Sitze des j-welligen den Vorsitz führende« Vereins stattfind eu. Die Ehre der Eröffnung des Verbandes wurde allgemein dem Mainzer Verein zuerkannt, und fo find t die erste BerbandSausstellung den 11.—15. April incl. in Mainz statt. Daß diese Ausstellung in jeder Beziehung eine gelungene wird, dafür bürgen die tüchtigen, vereinigten Kräfte Md insSx- sondere der wohlerworbene, bei so vielenÄuSstellimgm bewährte Ruf der Mainzer Gärtner. Die Anmeldungen sind sehr zahl­reich und können wir Jedem rathen, diese Ausstellung zu be­suchen, denn die s. Z. mitgetheilte Aufstellung der PreiSbe- werbungen ist so umfassend und so inS Detail auSgearbeitrt, daß kein Zweig der Gärtnerei unbertreten sein wird. Welcher Werth von hoher Seite auf diese Ausstellung gelegt wird, br» weisen die von S. K. H. feem Großherzog von Hessen, S. K. H. dem Großheczog von Baden, S. M. dem König von Preußen, I. Großh. HH. dem Prinzen Ladwig und der Frau Prinzessin Slice von Hessen (der hohen Protectorin deS Mainzer Vereins), bem Garteubauveret« in Baden, den Mainzer Fcaam und der Stadt Mainz anSgesctzteu Ehrenpreise, die bis zum Schluffe der Ausstellung in der Halle ausgestellt bleiben. Die Frucht- Halle selbst wird in einen prachtvoll dekorirtm Saal verwandelt, in dessen Mitte ein mächtiger Springbrunnen impsrstfigt. .. „ „ . —,~ „- —---------------------, „, —„ Den Hintergrund bildet eine Alpenlandschaft als

die polizeilichen Brschrävkangen der Eheschließung weggefallen Fernsicht «. f. w. Einen hohen Gmuß wird unS wohl sind und Niemandem mehr auS engherzigen Rücksichten von taS am 15. April in der glänzend erleuchtete« Halle abzuhaltende

find und Niemandem mehr auS engherzigen , „ , _____ ^________

einer Gemeinde- oder Poltzeiobrigkeit die Gründung einer Familie Abendconcert bereiten. Derartige Concerte bilden eine Specialität untersagt werden kann; 10) daß der kleinliche Druck von uns 1.. "__„.. “_____ _„^

genommen ist, mit welchem despotische Launenhaftigkeit daS richtung der Fruchthalle ermöglicht und in unserer weitesten Um*

der Mainzer Ausstellungen, die nur durch die günstige Ei«

l-