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Intelligenz-Blatt

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tzerbtmbm mit dm Ura«kf«rter srachrichteu als Extrabrllage.

(Expedition: am H. Seistpförtchen, SchlachthauSgafse 21.)

M 77.

. Donnerstag dm 1. April

11869*

neur dieses Staates, dem jetzigen Senator Aates, seine Dienste an, welch letzterer ihn als Adjutanten seinem Stabe zutheilte und ihn mit der Organisation der FreiwiMgeu-Regimenter be- traute. Diese Sülle sagte ihm auf die Dauer nicht zu, sondern er verlangte, in activen Dienst zu treten, worauf er das Goma maado des 21. Illinois -Freiwilligen- Regiments erhielt, mit welchem er an dem Feldzug in Missouri Theil nahm. In kurzer Zeit durchlief er die verschiedenen Rangstufen von Brigatze-- Meueral, General-Major und General-Lieutenant und wurde endlich durch ein specielles Congrcß-Gesrtz zum General mit dem Oberbrf.hl über sämmtliche T upprn der vereinigten StaM« ernannt. In di ser Stellung schlug er die zahlreichen Schlachten von Fort Donelson bis Richmond und von allen Seiten tourt ihm die Anerkennung gezollt, baß er der Soldat sei, best- Energie und Talent die Rebellion niederwarf und die Unio rettete. Er hat jetzt eine neue Laufbahn betreten, die no größere Fähigkeiten erfordert, doch das Land vertraut auf ihr nad wir sind der festen Ueberzeugung, daß dieses Vertraue durch seine Verwaltung gerechtfertigt wird."

Neberblick der Ereignisse im Gebiete der polüischen und materiellen Interessen.

W»KK?f«et, 1. April. Heinrich Baron Jomini, dessen Tod bereits gemeldet worben ist, wurde cm 6. März 1779 io Peterlingen geboren, und hat daher ein Alter von 90 Jahren erreicht. Schon 1798 verließ er die ihm ursprünglich bestimmte fiaanzielle Carriere, um eine Stellung als Adjutant deS Kriegs­ministers der Helvetik einzuuehmkn. Hierauf wurde er Chef dec Mtlitärkanzlei, und in dieser Eigenschaft betheiltgte er sich mit Geist und Eifer an der Schöpfung der schweizerischen Militär- organisation. 1805 ging er mit seinem langjährigen Protektor, dem Marschall Ney, nach dem Lager von Boulogne, dann nach Ulm, wo seine, unter den siegreichm Adlern Frankreichs bis 1813 vrrfolgts Kriegs laufbakn begann. Hierauf trat er in russische Dienste, wurde Adjutant dls Kaisers Alexander und trug in dieser Eigenschaft nicht wenig zu dem glücklichen Aas- gange der Schlacht vvn Leipzig bei. 1815 bealettete Jomini den Czar nach Paris und erhielt von Ludwig XVIII. das Kreuz deS heil. Ludwig. Er blieb einige Zeit in Paris und arbeitete

boMbS in Gen einschaft mit General Koch seine „Histoire' critique et militaire des guerres de la revolution de 1782 â 1801" um, deren 1. Auflage 1806 in 5 Bänden erschienen war. Eine dritte Auflage dieses Werkes wurde in den Jahren 1819—1824 veröffentlicht und umfaßt 15 Bände nebst 4 Folio- kulanten. Andere hervorragende Werke Jomiai's sind: Die Schwriz im Interesse Emopa's, 1821; Politisches und mili­tärisches Leben Napoleons, vor dem Tribunal Cäsars, Alexanders und Frankreichs, von ihm selbst dargestrllt, 1827; Analytisches Tableau der hauptsächlichsten Combinationen deS Kriege; und ihrer Beziehungen zu der Politik der Staaten, 1830; Mtlttâctsch kritische Geschichte der FUdzüge Friedrichs deS Großen, ver­glichen mit denen Napoleons u. f. w. Im Jahre 1822 kehrte Jomini nach Rußland zurück, um die militärische Erziehung deS Großfürsten Nikolaus zu übermhmen, welcher ihn nach seiner Thronbesteigung zu stimm Adjutanten wachte. Den Krimfeld- zug 1854 machte Jomini an der Seite des CzarS mit; nach dem Tode desselben zog er sich ins Privatleben zurück, und ging nach Brüssel und von dort nach Parik, wo er sein thateareichcS L.ben beschloß.

Ueber den Präsidenten Grant gibt die „N-A H.-Ztg." folgende biographische Rotsten: „Grant ist jetzt 47 Jahre alt, er wurde am 27. April 1822 in Point Pleasanc, Ohio, geboren, trat am 1. Jali 1839 in die Kriegsschule in West Point und graduirte am 30. Juni 1840, in seinem 22. Lebensjahre, wo­rauf ec eine kurze Zeit in der regulären Armee diente und sich dann in das bürgerliche Leben zurückzog. Beim Ausbruch der Rebellion lebte er in Illinois und bot dem damaligen Gouver­

Mus der Nkâhe.

" Wiesbaden, 27. März. Schreiber dieses hat Gelegen. Seit ghabsi der jüngsten Prüfung in dem „Spüß'schen TöHt-v Institut" deizuwvhnen, und fühlt stch gedrungen, öffentlich auL- zuip rechen, daß ls kaum möglich ist, einen regeren Geist, ein eifrizeres Streben, verbunden mit so befriedigenden praktischer Resultaten, in einer Schule anzutreffen. Ganz überrraschi..-: war die Gewandtheit de: älteren Schülerinnen im taufmätu i- schrn Rechnen und in der Buchhaltung und ebenso überraschend die intime Vertrautheit mit der neueren Sprachen, insbesondere mit dem Französischen, durch sämmtliche Klaffen. Die Prüfung dec oberen Klaffen in Deutsch und Geschichte fest lte seien Zu­hörer und bekundete den Fle ß, der auf di se Fächer v-rwandt wurde, und das Verständniß, mit dem tief eiben abgefaßt sind. — Die ungewöhnlich zahlreiche Betheiligung von Seiten der Eltern und Freunde wLyrend der ganzen Prüfung, konnte nur -In Beweis fein der Erwartungen, dir man an die Anstalt knüpfte, und das einstimmige Urtheil ging dahin, daß die Schule sen Erwartungen völlig entspricht und unter der Leitung einer intelligenten Directrice, wie Fräulen Kämpfer, eine vielver- precheude Zukunft haben muß.

* Wiesbaden, 27. März. Die ouS Veranlassung der Jubiläumsfeier deS Papstes an den beiden letzten Sonntagen In der hiesigen katholischen Pfarrkirche gesammelte Peterspfenvig ergab 250 Guldkn.

* Schierstein, 25. Mrz: Durch Beschluß des hiesigen