Intelligenz-Blatt
der Stadt Frankfurt a. M..
verbünde« mit dm Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
(Expedition; am H. Teistpförtchm, Schlachthausgaffe 21.)
M 69. Dienstag dm 23. März 1869.
Einladung zum Abonnement.
Mit dem 1. April 1869 beginnt ein neues Vierteljahr-Abonnement für das Frankfurter Intelligenz-Blatt, Amtsblatt und Anzeiger für den Stadtkreis Frankfurt a. M., Anzeige- Blatt der städtischen Behörden zu Frankfurt a. M. und die Frankfurter Nachrichten.
Der Abonnementspreis dieser sämmtlichen fünf Blätter beträgt hier in Frankfurt von der Expedition bezogen, für das Vierteljahr fl. 1. 45 kr.
Durch die Post bezogen kosten dieselben für das Vierteljahr in Preußen: Thlr. 1. 15% Sgr. oder fl. 2. 41 kr., außerhalb Preußen: Thlr. 1. 2^ Sgr. oder fl. 1. 53 kr.
Neb erblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und Materiellen Interessen.
Krsmkfurt, 23. März. (Die Geburtstagsfeier Sr. Majestät deS Königs.) Der Geburtstag Sr. Maj. deS KöuigS wurde hier am jüngsten Sonnabend in solenner Weise schön und würdig gefeiert. Am frühen Morgm schon verkündete lauter Kanonendonner und die TageSreveille, die mit Heiterm Klängen die Straß?« unserer Stadt durchzog, den festlichm Tag. Die Parade der h'e, garnisouireudm K. Truppenteile war vom herrlichsten Wetter begünstigt, und eS war ein erhebendes Bild, unsere stattlich«, tapferen Trupp« in so kräftiger Frische unter den Klängm der Musik dahiuzieheu zu sehen, am Ehrentage ihres erhabenen Kriegsherrn. Das Festmahl, das um 2 Uhr im Saalbau die Spitzen der Militär- und Civilbehördro, den Magistrat, daS Bâreau der Stadtverord-
sie die Hände je haben in den Schoß legen könne«. Arbeit und Kampf, gefahrvolle Kämpfe, nicht selten um die Existenz, characteristren unsere Geschichte und die Verhältnisse, unter dm« die Hohenzollern ihren Staat gründen mußten, unter denen sie ihr Volk erzog« und durch ihr eigenes, oft heroisches Beispiel, Hingebung für daS allgemeine Wohl, für daS Vaterland lehrten. AuS einer solchen Vergangenheit herdor- gegangen und in seinen eigenen, nicht ohne Prüfungen dastehm- den Erfahrungen gereift, schm wir die erhabene Gestalt unseres Königs vor unS sieben, ernst, und wenn eS fein muß, streng, abu gerecht nicht bloß, sondern milde und menschlich zugleich in der vollsten Bedeutung deS Wortes. Sein landtSväterlichrS awird daher an feinem Geburtstage eine wahre Seeleufreude
er empfinden, daß im vergangenen Jahre der Frieden nicht gestört worden ist. Wir wollen ihm auch hierzu um so mehr von ganzem Herzm Glück wünschen, alS wir tiefen Erfolg wesentlich seiner Weisheit und Mäßigung zu tonten haben. Cs mag kommen, waS da wolle, wir werden zu ihm stehen, wie wir schon zu ihm gestanden haben, und wie unsere Vorfahren zu den feinigen gestanden haben. Der Himmel erfülle aber seine Wünsche nah erhalte unS auch in der Zukunft den Frieden, damit Künste und Wissenschaft«, Handel und Gewerbe blühen, der Wohlstand zunrhme, wir überhaupt ungestört unsere Arbeiten zur Entwickelung der Verhältatsse unseres engeren sowohl wie des gemeinsamen deursHeu Vaterlandes fortsetzm können. Vor
luten, big Deputationen der hiestgrn Corporation«, gelehrten GtsellschaftewJastitate, Schulen rc., sowie viele Offiziere und hiesige Bürger fröhlich vereinigte, hielt die Festthetluehmer lange gefesselt. Der stellvertretende Divisionskommandeur, Herr Generalmajor vonSchachtmeyer, Commandeur der 41. Infanterie bri- gade, brachte folgenden schönen Toast auf S. Maj. dm König auS:
„Meine Herren! Lassen Sie unS Sr. Majestät, dem Könige unsere Glückwünsche zurufen I Mit denselben aber unserm Dank verbind« — denn eS gibt keine würdigere Gelegenheit alS die heutige dazu; unseren Dank für die Mühen und Sorgen seiner langen, ehren- und ruhmvollen Laufbahn, zuerst im Dtmste des Vaterlandes, dann als Regent und König ander Spitze befleißen, immer ein erhebendes Beispiel treuer und unermüdlich« Pflichterfüllung. Es ist begreiflich, daß ein Volk wie das unserige, welches daS Glück gehabt hat, eine solche glänzende Reihe aus- gezetchueter und großer Monarchen zu besitzen, seine Blicke auch vorzugsweise auf seine Fürsten richtet, auf seine Fürsten, welche dasselbe zu Macht und Größe erhoben, durch schwere Zeiten
Allem erhalte er uns aber noch recht lange unserm geliebt« Herrscher in seiner gegenwärtigen Kraft und Frische. Daraus, meine Herr«, wollen wir die G âser leeren. ES lebe S. Maj. unser allergnâdigster KZnig hoch und abermals hoch!" Laut und kräftig klang das donnernde Hoch durch den Saal. Unmittelbar daran avkaüpfeud, erhrb sich Herr Gene? a'mojor von Schacht- weher hierauf nochmals, und sprach: „E8 ist zwar im Allgemestim nicht Gib rauch bet unS, an dem Grbartstage S. M. des Königs noch -»,,..»» 3» »Ulm* wMv wivge »«wen, uuim ju/wcn ^)r»r», irgend einer anderen Person zu gedenken,! s wird aber heute wohl eine glücklich hindurch gelettet haben. Man wird nicht behaupt«, doßjAuSuahm« gestattet sein, zu Gunsten eines Mitgliedes der