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2. .Mage, MM. Aiâè« M 52, Mittwoch dm 3. März 1869. _ __.

Erste nach Europa gelangte Amerikanische Welt-Ausstellung, die sich Jeder ansehen muß, weil sie nur einmal in der Welt existirt, wird Mittwoch den 3. März, Mitt.gs 12 Uhr, in den Parterre-Salons des Hauses No. 6, Biebergaffe, nächst dem Theater, eröffnet.

Die erste amerikanische Welt-Ausstellung, dergleichen weder Paris noch London, geschweige denn eine andere Stadt in Europa in ebenbürtiger Schönheit hervorzubringen vermochte, weil zu ihrer Erzeugung nicht blos die vollendetste Kunst, sondern eine eigene noch nicht bekannt gewordene Erfindung beigetragen hat, ist eine äuße>st reiche Sammlung aller Natmschöabeiten dieses Welttheils. Wer bisher Tausende von Thalern ausgegeben hat, um nach Amerika zu reisen, und diesen Welttheil in seinen wichtigsten Theilen kennen zu lernen, vermag dies für wenige Kreuzer ohne Seekrankheit, ohne Moskitos, ohne Schrecken und Besorgnisse jeder Art. Was gesehen wird, ist nicht etwa ein Panoramenbild, sondern man sieht den Gegenstand plastisch und von allen Seiten, man umkreist ihn. Ein so lebendiges Bild ist man kaum im Stande aus der wirklichen Natur mit nach Hause zu nehmen, wie dies hier der Fall ist. Jeder kann, wenn er fortgeht, mit Befriedigung sagen: „Ich habe Amerika gesehen, ich habe diesen merkwürdigen Erdtheil persönlich kennen gelernt!" Man bereist New -Uork, sieht die amerikanischen Kriegsschiffe, geht zur Stadt, besteht die merkwürdigsten Bauwerke, fährt nach Philadelphia, Boston, Baltimore, und nachdem man dort in Winans Hotel auSgeruht hat, macht man Spazierfahrten aufs Land, besteht sich den größten Wasserfall der Welt, den Niagara; natürlich muß man so ein Wunderwerk des Weltenschöpfers von verschiedenen Standpunkten und zu verschiedenen Jahreszeiten besehen, wenn der Eindruck ein vollkommener sein soll — und das wird dem Beschauer ohne Hinderniß gewährt. Er pvssirt die wunderbaren Hängebrücken, die so merkwürdigen Eisenbahnen, besteht die Pflanzungen, Kohlenlager, macht mit' den Aankee's Vergnügungsreisen u. muß schließlich seine Phantasie zwingen, eine Rückreise nach Europa zu machen, weil er sich sonst einbilden möchte, noch auf amerikanischem Boden zu stehen.

Und das Alles für wenige Kreuzer.

Das Publikum wird sehr gebeten, sich nicht der irrthümlichen Meinung hinzugeben, für Geld gelegentlich einmal wieder dergleichen zu sehen und die Besichtigung aufschieben zu können.

Die ehrenwerthen Herren u. achtbaren Damen, denen diese Ansprache zu Gesicht kommt, wollen meine erste amerikanische Welt-Ausstellung mit ihrem schätzbaren Besuche erfreuen; ihre Befriedigung wird mein Stolz sein.

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In Salou I Nordamerika, enthält die oben angeführten Ansichten.

In Salon II habe ich zur besonderen Unterhaltung des geehrten Publikums zwei Stereoskop-Revolver ausgestellt, mit denen Jeder nach Belieben sich 30 der reizendsten Bilder in vollkommenster Plastik vor Augen führen kann.

In Salon III fleht eS jedem Besucher frei, seine photographische Bifitenkarte (Brustbild) mit­zubringen. Dieselbe wird ihm sofort in Lebensgröße gratis gezeigt und daS -vriginal wiedergegeben.

Diese erste Serie bleibt vom 3. bis zum 10. März täglich von 10 Uhr Vormittags bis 10 Uhr Abends ausgestellt.

Am 11. März beginnt die zweite Serie, eine Reise vom Nil bis zum Rhein.

DaS Billet für beide Serien gültig kostet 30 kr. — Schüler und Schülerinnen zahlen die Hälfte.

Anfichtszeit täglich von 10 Uhr Vormittags bis 10 Uhr Abends.

Verzeichnisse und Erklärungen der Amerikanischen Platten sind an der Caffe zu haben.1296

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Mr die hundertjährige Israelitin Lea Iulius, deren ein unbekannter im Rh. Kurier und in diesem Blatte sich annahm, sind bei dem Unterzeichneten eingegangen:

w Aus Wiesbaden: von Ungenannt 2 fl.; aus Frankfurt von Anton Fuld 1 fl., Gustav tr. und Tochter 8 fl., Henriette fr 30 (2 Thalerscheine), einer Israelitin, die selbst “a Ä 1 fr' M' F. G. 10 fl, auf Postanweisung 4 fl.;

Weilmünster: dircct an Lea 7 fl (4 Thlr.); aus Gießen: von Alex. Mayer 1 fl., M. Hirsch 2 fl.; aus Mainz: von Laz.

Friedmann 41 fl.; aus Friedberg: von E. Stahl und E. E. 1 fl.; durch die Redaction des Rh. Kurier 15 fl. 7 kr. Zu­sammen 96 fl. 37 kr.

Diesen Bekenner« einer ungefärbten Bruderliebe sage im Namen der alten Lea den tiefgefühltesten Dank. Cleeberg, Amts Usingen, den 29. Februar 1869.

Mit ausgezeichneten Hochachtung

C. Weygandt, Pfr.-Vic.

Diverse Bogelhecken zu verkaufen. Näh. Exped. 176 "Stoßkarren ein leichter, gesucht; Stiftstraße 19.