Intelligenz-Blatt
der Stadt Frankfurt a. M.,
verbunden mit dm Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
(Expedition: am H. Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 81.)
M 47.
Donnerstag den 25. Februar
1869.
Neberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen un^^ letzte Pariser Conferenz im Besonderen beziehen, berOiffmt" materiellen Interessen. "^keit übergebe».
Frssksarè, 25. Februar. Folgendes ist der Wortlaut der Antwort Griechenlands auf die Erkiämng der Confererz: Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten Griechenlands an den Marquis de Lavalett-, Minister der auswärtigen Angelegenheiten Frankreichs, Präsidenten der Pariser Conferenz. Athen, 25. Januar (6. Februar) 1869. Hur Minister! Mein Vorgänger Herr P Delysnnis hat mir den Brief eingchândtgt, welchen Sie so gut waren, am 20 Januar an ihn zu richten, so wie ferner die selbigem beigefügte Erklärung der Bevollmächtigten der sechs europäischen Großmächte, welche in Paris zu einer Conferenz zusammmgetreten sind, um in versöhnlichem Geiste die zwischen Griechenland und der Türkei entstandene Differenz zu prüfen. Da8 Ergebniß der Confrrenzbsrathuugrn ist — ich darf Ihnen die Thatsache nicht verhehlen — von dem ganzen hellenischen Volke mit einem Gefühle peinlicher Aufregung ausgenommen worden, und da die MinisterkcisiS mehrere Tage anhtelt, war eS während dieses Zeitraumes unmöglich, den Brief Ew. Excellenz zu beantworten. DaS Cabinet, welchem ich anzugehören die Ehre habe, hat eS für seine Pflicht erachtet, sofort nach seiner Bildung dm Inhalt der Erklärung und Ihrer Mittheilung in Erwägung zu ziehen. Die Regierung des Königs hat mit Bedauern wahrgenommen, daß Griner Majestät Gesandter in Paris nicht im Stande war, an der Arbeit der Con-
Aus der Nähe.
* Darmstadt, 22. F:bmar. In dem in der Promemde- ßraße gelegenen Garten der Frau v. SL. befinden sich seit einigen Tagen Aprikosenbäume in voller Blüthe.
* Mainz. Vor mehreren Wochen wurde die Frau eines im Gartenfelde wohnenden Handwerkers von einem Hunde gebiflm» ohne dsß diese Verwundung seither üble Folge gehabt hätte. Am 20. d. M. ist leider die Hundswuth bei der Unglücklichen susarbrochev.
* Alzey, 22. Febr. AuS zuverlässiger Quelle erhalten wir die Mittheilung, baß die Verwaltung der Hessischen Lud- Eigsbahn mit allen GrundeigLnthümrru von Gärten und auch von Bäumen, in der nächsten Umgebung von Alzey, ein friedliches Abkommen getroffen hat und somit der Gahnbau-Strecke um Alzey kein Hinderniß mehr entgegensteht.
Der deutsche volkswirthschaftliche Congreß wird dieses Jahr vom ersten bis fünfte« Siptember in Mainz ab- gthalten»
* Biebrich, 23 F-bruar. Der Vorstand der Palmgarten- Gesellschaft zu Frankfurt hat nicht bloß den Beamten des Herzogs von Nassau, sowie den Mitgliedern des Gemeindexathes dahier mit größter Liberalität Saifontarten behufs freien Eintritt« in die Wintergärten zur Verfügung gestellt, sondern auch sämmtlichen Bewohnern Biebrich-MoèbachS an einigen noch näher zu bestimmenden Tagen im Monat März unbeschränkten Besuch der Gewächshäuser, und zwar gratis cfftritt.
* Wiesbaden, 23 Frbr. Wie schrecklich und unaufhörlich oft daS Unglück eine Familie heimsucht, davon wird aus
ferenz Theil zu nehmen, der untergeordneten Stellung wegen, welche ihm gegenüber dem Bevollmächtigten der Türkei angewiesen war. Angesichts der Einstimmigkeit der 6 europäischen Großmächte und Ihrer eigenen Erklärung, welche dahin lautet, daß die Bevollmächtigten die Debatte von den Thatsachen ablenkten und nur die Ve haltungsmaßregeln niederzulegen beabsichtigten, welche die Beziehungen zwischen Griechenland und der Türkei leiten uu/ un uu» uu^uu «uc ty«umn vcun, u^i, ouvan wir» uns sollen, beeile ich mich, Ihnen mitzntheileu, daß die RegierungiJdstein ein neuer Fall erzählt. Der dort und in weiteren den in der Erklärung der Couserenz enthaltenen allgemeinen Kceism allgemein geachtete Bierbrauer K. Baumann hat im Grundsätzen internationaler Rechtswissenschaft belpfl-chtet und ~ ' " " ” ~ " -----
entschlossen ist, ihre Haltung mit denselben in Einklang zu bringen. Indem ich Ew. Excellenz um die Freundlichkeit er-
svche, diese zustimmende Erklärung zur Kenntniß der Conferenz herabrollenden Faste gelangen zu lasten, gebe ich mich der Hoffnung hin, daß die greifende Familtwtr, sechs Großmächte mit Würdigung der Schwierigk.'.!.,. ... «ituatiou Rücksicht nehmen auf das Verlangen Grichmlands, sich ihren Wünschen zu fâgm und, so viel in seiner Macht steht zur Erhaltung des allgemeinen Friedens beantragen Genehmigen Sie u. f. w. (Gez.) Theodor P. Delyaunts ^-?"n^E4e Cabinet wird die diplomatischen Aktenstücke, welche sich auf die orientalische Frage im Allgemeinen und aus
ikeiten der
Laufe von 18 Jahren seine Gattin und 9 Kinder verloren; dieser Tage erhält er die Mittheilung, daß seinem 20jährigen Sohne in einer Bierbrauerei zu Frankfurt a. O. von einem herabrollenden Faste der Schädel eingedrückt wurde! Eine ergreifende Familtentragödie in wenig Worten.
* Mannheim, 19. Februar. Don hu Loosen zur Hies. Pferdemarktlotterie sind bis gestern 9000 Stück abgesetzt worden, waS dem Betrage von 1570 Stück der früheren Guldenloose entspricht; die bis jetzt zum April- Hauptpfirdemarkt angemeldtten Pferde belaufen sich auf 220, die Zahl der Mitglieder de? Rennvereins ist auf 260 gestiegen, die Anmeldungen von Aus- jstellern für den Maschinenmarkt, der vom 25- April bis 6. Mai Istattfindet, sind bis jetzt ziemlich ansehnlich.