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Intelligenz-Blatt der MM Frankfurt a. M., verbunden mit den Frankfurter Wachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: sm H. Geistpförtchen, SchlachthauSgafle 21.)

M 33.

Dienstag den 9. Februar

1869.

materiellen Interessen.

Neberbliâ der Eremmsie im Gebiete der poütlschen und ist am Landtage scharf beleuchtet worden, ihre Lügen fruchten 1- ^--" - nichts mehr. Wir bezweifeln, daß denselben noch lange Vor­schub geleistet wird, vollends, da sie sich jetzt abmühen, Sü:. reutschland in Angst zu vmschen und die Zerreißung der Schutz - und Lrutzbündniffe zu ertrotzen."

Frankfurt, 9. Febr. Man schreibt aus Berlin: „Die par- tikulartstische Coalition hat nunmehr eine sehr rützliche Belehrung von Seiten des preußischen Abgeordnetenhauses erhalten. Sir wi-d freilich ihre Schmähungen dieser Volksvertretung nicht mäßigen, vielmehr wahrscheinlich noch steigern, wenn dies irgend, wie möglich ist, aötia dte voll« O ff ntlichkeit der Verhandlungen einer aus Abgkordneten verschiedener Richtungen zusammenge­setzte Kammer übt doch einen mächtigen Einfluß auf ganz Deutschland aus und dringt auch noch weiter ins Ausland nach Paris. London und Wim. Die Zeit ist vorüber, da dat Volk die glorreich ungebahnte Einigung Deutschlands wieder zerrissen haben will, vollends wenn böse Parteien sich abmühen solche Zerreißung durch ausländische Heeresmassen herbeizufâhren. Der Schleier ist in iffirtrcher Sitzung von allen den verderb lichen Intriguen abgerissen, welche gegen P eußm und ganz Deutschland geschmiedet werden. Auch im Süden werden bis

Aus der Wähe.

* Schwanheim, bei Höchst, 31. Januar. Bekanntlu wird binnen Kurzem eine Zweigbahn von der Taunusbahn ne ber chemischen Fabrik Griesheim angelegt, die abrr, wie » höt, nur dem Gütertransport dienen soll. Da nun eine Per- sonenstation in Griesheim, sowohl für Griesheim als auch sät Schwanheim, aus dem etwa 200 Arbeiter täglich nach Franks« zehen, von der größten Wichtigkeit wäre, circulirt gègenwärt . tu beiden Orten eine dahin zielende Eingabe, und ist dieselbL hier fast von sämmtlichen Bürgern unterschrieben worden. Ma gosst um so mehr ans Erfüllung, da die Einrichtung, etwa na üem Muster der Biebricher Pferdebahn, nur äußerst gering Kosteu verursachen würde. Es soll dann die bet malige FG.u zwischen Schwanheim u. der Fabrik durch eine fliegende Brät ersitzt werden.

• Höchst, 4, Februar. Am letzten Dienstag ist in b® GelantinefaLrik von Herrn Carl Simeons und Comp. abs mals durch Unvorsichtigkeit eine Arbeiterin vom Trecker au 60 Fuß ti-f hi rabgestürzt und hat dabei einen Arm geb. « und einige Kopfverletzungen davon getragm. Jedenfalls « Ms* die Fcaumkleider bedeutend geschützt haben, da eia Maw M- zweifelhaft todt geblieben wäre.

* Darmstadt, 3. Februar. Das hier verbreitete und twc von einigen Tagesorganen leichtsinnig oder böswillig colxortirt. Gerücht, daß in der katholischen Kirche eine Dame sich e-'fck-E haben solle, die dann in der Stille abgeschnitten und nach F? mL furt verbracht worben, sowie daß der Bischof von Mainz is bev Nacht von Donnerstag auf Freitag hier erschienen sei und bU Kirche auf's Neue eingeweiht habe, ist dem „M. I." gufalgr, von Anfang bis zu Ende erlogen. Auch nicht ein wahres M ist an demselben, und ist auch sonst nicht das geringste Er- nif vorgefallm, welches nur im Entferntesten einen Anhaltspunkt z- dem Gerüchte hätte geben können. Es handelt sich hier um eint der nichtswürdigsten Verleumdungen, und es wird boffentüH der Polizei, die bereits umfassende Anordnungen getroffen habe, soll, gelingen, dm oder die Verleumder ausfindig zu machM.

* Alzey, 3. Februar. Gestern fand die Inangriffnahme der Bahnstrecke Alzey-Bingen in hiesiger Gemarkung durch Hrn. Bauunternehmer Mayer statt.

Regierungen erkennen, was ihrem Besten im deutschen Interest- frommt. Je klarer das Licht auf die Geschäftigkeit der Feinde Deutschlands fällt, desto entschiedener treten diese in ihren Wuth ausb.üHen hervor und verrathen selbst ihre dem Vaterland Böses wünschende Gesinnung. Dann bricht der gute Geist des deutschen Volkes, den man zu Zeitm vermissen konnte, immer wieder hervor und erkennt in der bisherigen Politik den sicher­sten und schirmendsten Weg zur Einigung Deutschlands in ge­sunder Dauerhast^keit. In jederHinsiLt ist es erf-eulich, doß JH bett Verhandlungen des preußischen Abgeordnetenhauses kein Blatt vor den Mund genommen, sondern eine getreue uubestreit bare Darlegurg der weifischen Uat.iebe, bis nach Frank reich hin geboten worden ist. Gegenüber schamlosester Rück­sichtslosigkeit braucht keine Rücksicht beachtet zu werden; die volle Wahrheit mußte an den Tag gelangen. Dte Feinde mögen sophist-sche Deuteleien und Verdrehungen versuchen: die That­sachen selbst za bestreiten, sind sie nicht mehr im Stande. Laut Hst eS im pr-ußischen Abgeordnetenhaus-! erklungen, daß diese Parteien das deutsche Vaterland vom Feinde erobert und ge- plündert wünschen, und daß man sich mit Abscheu von diesen Verrätheru abwmdrn muß, welche namentlich im Süden die Bevölkerung daran gewöhnen wollen, Frankreich als denberech- ^Ä^SEsitzer eines ThrilS von Deutschland zu bitrachten. Die „Sächsische Zeitung" leistet in dieser Hinsicht Unglaubliches; anderswo wäre ein solches Zeitungsinstitut schon vom Volke vernichtet, in Deutschland kann so etwas noch sein verächtliches Bestreben fristen. Vernichtung Preußens, Zerreißung Deutsch­lands, Ueberlieferung des Vaterlandes an die Franzosen predi- s gen diese welfisch-gesinnte Agitatoren, ihr Thun und Treiben