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Intelligenz-Blatt

der KM /ra^furf a. M.,

°ânbm mit dm Frankfurts» Nachricht«« als Extrod-il-g«.

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(Expedition: am H. Heistpförtchen, SchlachthauSgaffe 21.)

•^ 25. Samstag den 30. Januar 1869.

Neberblick der Ereignisse Ms Gebiets ber politischen und materiellen Jnt^^ssen.

. . ^^^A ?0- 5^^ D-eBeschlüffe des Bundesraths nnv ttir ? ^ ^«.^ -«n d e 8 für das Landheer und die w™^tae nrnnnp ' /£ Rechnungswesen haben im verflosimen ^^^uss!n^' âttze von Sitzungen gehabt, um nach den ÄxSÄ ^“ Volkszählung vom December 1867 das

S7m , Leistungspflicht der einzelnen Bundesstaaten, «oen nach der Höbe der ermittelten Bevölkerung richtet, tut die Zahl ---- “ ’ —

«M «tu 061 vose -er ermittelten Bevölkerung

Sen 5 r «*.y 18^-79c definitiv festzustellen. Nach â»t, âlabschlüffen, welche während der letzten Session des

^ "och nicht vorlagen, stellt sich nach Angabe der x«p. 3- die Bevölkerung Preußens auf 24,102,912, Laum- JM8 auf 48,726, Sachsens auf 2,356,091. Mecklenburgs ^Schwerin) auf 572.269, Oldenburgs auf 309,417, Braun- lKweigs auf 287,803, Sachsen-WeimarS auf 284,754, des zum m^..^^ «—"- gehörenden Theiles des Großtzerzogthnms »amSurgs auf 244,800, deS Herzogthums -es Herzogtums Sachsm-Mriningen auf mmS Sachsen-Coburg-Gotha auf 164,329,

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Morddeutschm Bunde geh Hessen auf 267,072, Hai Anhalt auf 183,817, bei 177,852, deSHerzogthi __________ ^8 HerzogthumS Sachsen-Altenburg au} 143,799/dèsHm tdumS Lchpe-Detmold auf 112,748, Mecklenburgs (Strelitz) auf 99.585, Bremens auf 88,895, des Fürstentums Reuß-SHleitz 7?nÂ7,8h& ^?« VISUMS SchwarzSurg-Rudolstadt auf ^Ä de» Fürstentums Schwarzßurg-Sonbershausens auf 68-593, deS Fürstentums Waldeck nebst Pyrmont auf 59,852 Lübeck« auf 45,409, des Fürstentums Reuß-Greiz auf 44,994, °° .Iârstenthums SchaumburgeLippe auf 30,901 Seelen. Es eraibt dies eine Gesammtbevölkerung von' 29,857,419 Seelen. Die seemännische Bevölkerung Preußens belief sich auf 15 358 Personen. — Die Meldung der Wiener „Presse", daß Griechen- »Ä«??l«N Mb, welche der französische Minister des als Prâstdent der Confereuz, nach Athm gerichtet hat, eine versöhnliche Antwort bereits ertheilt habe, wird durch ein ST?“é ^ französischen Amtsblattes vom 26. b. in Frage Sfe^SÄ ^ ^bpksche erst gestern oder heute in Athen ^rde überg ben werden können. Man erwartet Übrigens ganz L fcffi Antwort Griechenlands, zumal die Form ^m^hfirti ?^â nichts Verletzendes hat, die Türkei Mn ^ m™ i J*™ ^b* b-r „Enosis" durch Hobart §nkm°aui all? möâ? griechischen Regierung einEin- ben smÄ^ Weise zu erleichtern sucht und unter P»bs^»?^^äk s°? âönig Georgios Vernunft predigen, ^ÄVÄ ^“«Wnet - So schreibt auch die KK^SiL«^^^ L-L^S«-« K^ti

deS Conflicts — selbst schon die Thatsache eines gewonnenen grundsätzlichen Einverständnisses aller Mächte von hoher und erfreulicher Bedeutung ist."

Den Gerüchten von Anhäufungen russischer Truppen in Polen oder an der galizischen Grenze gegenüber meldet, der „Nord", daß alle diplomatischen Agenten Rußland den Auftrag erhalten haben, in bestimmtester Weise zu erklären, daß keine wie immer geartete Truppmzusammmziehuug an irgend welchem Punkte der russischen Grenze stattgefunden habe. Die russische Armee, welche im Jahre 1867 noch 741,000 Mann zählte, war nach offiziellen Angaben zum 1. Januar 1868 auf 726,000 reducirt; dagegen war die Zahl der Reserven von 460,000 Mann aus 500,000 Mann gestiegen. Da zur Herstellung deS Kriegsfußes 426,000 erforderlich sind, habe das KriegSministerium einen reinen Uebsrschuß von 74,000 Mann, aus welchen im Falle eines Krieges gegen 80 neue Bataillone oder 61/» Divisionen, welche noch dazu lauter gediente Leute enthalten, gebildet wer dm können. Bei einem regelmäßigen Gange der Rrkruttrungm mâffe sich dieser Ueb« schuß noch vermehrm. Die Umgestaltungen in der wissenschaftlichen Ausbildung berOfstciere für die Armee haben folgende Resultate ergeben: Statt des früheren Cadettmcorps, welche 4 Mill. Rubl. jährlich kostete und 6000—7000 Officisrc lieferte, geben die f^t bestehenden Militär-Lehranstalten, die nur einen Aufwand von 3V3 Mill. Rubel erfordern, 1600 Offiziere jährlich. Allerdings werde erst ein Krieg nachweisen können, in wie wett auch hier die Qualität mit der Quantität Schritt ge­halten. Die Bewaffnung der Feldartillerie mit dm neuen Ge­schützen könne alS beendigt angesehen werden, und die russische Festungs- und BelagerungSartillerie würde vergeblich ihres­gleichen suchen. Am wenigsten sei die Bewaffnung mit der neuen Handfeuerwaffen vorgeschritten. Da Rußland nicht ein großes Capital auf wmig erprobte Systeme verwenden wollte, wäre die Bewaffnung der Infanterie mit Hinterladem verzögert worden. Allerdings sei eS auch bei der herrschenden Richtung genöthigt gewesen, die Sache in Angriff zu nehmen. ES seien denn auch bereits 60,000 schuellfmerude Gewehre umgearbeitet worden und einige Hunderttausmde von Gewehren deS Zünd- nadeisystemS werden noch angefertigt; aber Rußland habe el vermieden, die Sache so zu übereilen, wie Frankreich und Oester­reich, die Millionen für ihre am Ende wenig tauglichen Chnffe- Pot- und Wânzelgewehre geopfert haben. ES unterliege trotzdem keinem Zweifel, daß Rußland früher alS die anderen Großmächte die Bewaffnuug der Armee mit Gewehren nach dem besten der bisher bekannt gewordenen Systeme, dem Berban'fchm mit Metallpatronm, beendigen werde. Der Empfang habe bereits in Amerika begonnen und mit Eröffnung der Schifffahrt werden die Gewehre eintreffen,