der MM Frankfurt a. M.,
verbunden mit den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.
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(Expedition: am H. Geistpförtchen, Schlachthausgaste 21.)
â 19. Samstag den 23. Januar 1869.
Ueberbllck der Ereignisse im Gebiete der politischen und über jene beiden Budgstforderungen zu erreichen und in Betreff materiellen Interessen der HülfSrichter gleichzeitig einen Gegenstand langjährigen Zwie-
" spaltS hinwegzuräumen. Wenn in einigen anbeten Beziehungen
gepuffert, 23. Januar. Tie „Provinzialcorre-die ablehnenden Beschlüsse der Vorberathung aufrecht erhalten spondenz" schreibt: „Die Echlußberathuvg les S taats- wurden, so hat doch die Schlußberathung im Ganzen einen hauShaltS hat «inen sehr erfreulichen Verlauf gehabt. Die-"'"^^'*— ""^ ««♦«<>«<>"»««•"<>"»»»•* r«-rn k»a N»-n^„-r-»» Voraussetzung freilich, daß durch gegenseitiges U-beieinkommen I die Beschlüsse der Vorberathung ohne Weiteres beibehallen; werden würden, ist nicht bestätigt worden; die erneute Berathung ! ober hat gerade dazu gedient, das Einverstândniß zwischen der Regierung und dem Abgeordnetenhaus« noch zu fördern. Wäh- ’ reud in keinem Pank^, in welchem in der Vorberathung eine Einigung erzielt war, dieselbe hinterher erschüttert worden wäre,, - ist dagegen in einigen wichtigen Fragen, in welchen vorher die!
Anträge der Regierung obzelehnt worden waren, jetzt ein bk- ftiedigendes Einverstândniß erzielt worden. Von liberaler Seite wurde der Versuch gemacht, in Betreff der Hannove? scheu Ver- waltungseinrichtungen, die in der Vorberathung mit Zustimmung der Regierung gefaßten Beschlüsse von Neuem in Fruge zu stellen. Bekanntlich waren die Mittel für die Aufrechterhaltung der bisherigen sechs Landdrosteien nach lebhaften Kämpfen fest bewilligt worden. Die Blättrr der liberalen Partei hatten aber alsbald verkündet, dieser Beschluß müsse rückgängig gemacht werden, und erklärten es fort und fort für die wichtigste Aufgabe der Schlußberathu^g, daß statt jener festen Bewilligung nur eine Pauschsumme bewilligt werde, um die endgültige Bestimmung Über die Verwaltungs^michtungen noch in der Hand zu bchal- tm. Diese Forderung hat jedoch keine Erfüllung gefutiden. Wie die «taatsregierung im Jutereffe der Provinz Hannover schon in der Vorberathung vor allen Dingen die Bewilligung fester Einrichtungen als dringend wünschenswerth erklärt und deßhalb, mtter Verzicht auf ihren Vorschlag der Errichtung von drei Regierungen, sich für die Beibehaltung der sechs Lunddrosteien ausgesprochen hatte, so erkannte auch die Mehrheit des Hauses wiederholt an, daß man die VerwaltungSeinrichtungen in Hau- nooet nicht ferner im Ungewissen lasten dürfe, und bewilligte einiger Verringerung der Gesammtsumme) endgültig r die sechs Lrnddrosteien. Während hierin die erfreulichen Ergebntste der Vorberathung nur bestätigt wurden, t?E'w Justizhaushalt zur Einigung über einige in bei "^ abgelehnte Anträge der Regierung. Die Ver- zwischen dem Abgeordnetenhause und dem bedauerlicher Weise eingetreten war, hatte ihren r w Ablehnung einer Oberstaatsanwaltst-Ük ^^^a?kL^ânal gehabt und war sodann in der Frage Obertribunal zu schärferem L.Klangt. Durch das beiderseitige Be- ^»?â^l-n« Verstimmung zu verwischen, ist es
materiellen Interessen.
versöhnlichen und entgegenkommenden Geist des Ageordnrten» Hauses erkennen lassen, welchen die StaatSregierung gern in
jener Beziehung erwidert hat. Derselbe Geist hat sich auch in der Frage über die Deckung deS Deficits bekundet, indem die Bedenken wegen des Köln-Mindener Vertrages eine thatsächliche und ausdrückliche Erledigung gefunden haben, der Antrag wegen Heranziehung der Bestände der Seehandlung dagegen zurückgenommen worden ist. Als es zur Abstimmung über das ganze Staatshaushaltsgesetz lommm sollte, erklärte sich ein demokratischer Sonderling, welcher die ganze Entwickelung Preußens seit 1866 als freiheitswidrig und unheilvoll verur- theilt, bissen Wort jedoch unter einsichtigen Politikern schon längst wirkungslos verhallt, gegen jede Bewilligung an die j tzige Regierung Der Finanzminister von der H ydt bemerkte, daß es nicht der Mühe lohne, der völlig vereinzelten Auffassung Dieses Abgeordneten ausdrücklich entgegenzutreten. Das Hauir schien derselben Ansicht zu sein, und schritt zur Abstimmung, bei welcher das Gefitz mit allen gegen zwei Stimmen anzenommer wurde. Der befriedigende Verlauf der Budgetberathung wi«- unzweifelhaft dazu beitragen, auch die weiteren Verhandlunget. des Landtags fruchtbringend und segensreich für daS Lani- werden zu lasten."
Aus der Nähe.
* Offenbach Die hiesige Schiffbrücke ist am 19. d.M., Nachmittags, in Folge Treibeises im Main, bei einem Wasser- stand von 32 Zoll, Offenbacher Pegel, abgefahren worden.
* Hanan. In dem hiesigen Landkrankenhaus betrug die Krankenzahl am 11. d.M. 72, bis zum 17. d.M. kamen hinzu 23, entlassen mürben 16, gestorben 1, mithin betrug der Kranken- bestand im Hies. LsndkrankenhauS am 17. b. M. 78.
* Groß-Gerau, 20. Januar. Heute Nachmittag nach 2 Uhr wurde dahier von verschiedenen Personen ein ErbKsß wahrgenommen. Die in mehreren Häusern gleichzeitig gemachte Wahrnehmungen stimmen darin überein, daß die Bewegung 2 Secunden andauerte, ein heftiges glitten der Fenster, Teller und Gläser veranlaßte und bei allen Zeugen den Eindruck hervorrief, alS wenn ein schwer beladener Wagen rasch vorüberge- fahren sei. —
* Mainz, 20. Januar. Das „Cafe de PariS" geht zu Ostern d. I. in andere Hände über, indem es von einem Rè- «H% ^^""^"^ 1 Er verstimm M g zu verwischen, ist es fiaurateut aus Paris übernommen wird. — In Folge der zu- «ogltch geworden, bei der Schlußberathnng eine Verständigung nehmenden Kälte treibt der Main E'S.