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der MM Frankfurt s. M.,

verbunden mit dm Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition: am h. Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

Jtë 15.

Dienstag den 19. Januar

1869.

materiellen Interessen.

UeberbKck der Erelgnisse im Gebiete der politischen und denselben Weg, wie Isabella von Bourbon." Den Schluß des —^-" ^ ‘ " Dokumentes bildet wieder ein feuriger Aufruf an die Nation, sich in ihrem Wege nicht beirren zu lassen, sondern sich für die Republik zu entscheiden, als die einzige Möglichkeit, allen Schwierigkeiten mit einem Male ein Ende zu machen. Das Manifest ist von allen Führern der republikanischen Partei unterzeichnet, unter ihnen in erster Reihe: Orense, Figueras, Castellar, Pierrad, Christobal, Chao re.

Irmrk^rt, 19. Januar. (Die Wahlen zu den spanischen Cortes) Beim Herannahen der Wahlen für die CorteS ist von den Zeitungen die große Controverse bezüg­lich der Candtdaturfrage wieder ausgenommen worden, ohne aber bis j tzt auch nur ein annähernd ersprießliches Resultat ergeben zu haben; vielmehr drohen aus diesem Anlaß selbst die einzelnen Fractionen unter sich zu zerfallen. Von Prim wird wieder bestimmter behauptet, daß er sich für die Candi- datur des Prinzen von Asturien, mit der Aussicht, während bessert Minorennität einflußreichster Regentschaftsrath zu werden, habe gewinnen lassen, und man will wissen, daß der Colonial­minister Lopez de Kyrla mit ihm urter einer Decke stecke. Der Marschall Serrano weiß nicht aus noch ein und hat das Anf- suchen von Candidaten, wie es scheint, gänzlich aufgegeben. Die progressistische» Minister dagegen, die Herren Romero, Ortiz und Sagasta, und auch Herr Ruiz Zorilla neigen sich mit jedem Tage mehr der Candidatur des arten Siegesherzogs zu, welche von den Organen ihrer Partei, der „Nacion" und dem „Cro- nista," mit großem Eifer verfochten wird. Aber nicht die gc- sammte progressistische Preste stimmt hierin überein, sondern zwei sehr einflußreiche Blätter, die „NovedebeS" und dis „Iberia", bekämpfen unermüdlich diese Lösung der Frage durch den Grund, daß sie eben keine sein würde. Aus Sevilla haben das abgetretene und das neue Byuntamiento, der Vieeprästdent des Provinzialrathes, sowie des progressistische» und republikani­schen Comites im Verein eine telegraphische Depesche an Espar­tero obgesandt, worin sie ihren Entschluß aussprechen, ihm die Krone anzubteten, falls die Cortes sich für die Monarchie ent­scheiden, und die Präsidentschaft der Republik, falls sie sich für diese StaatSfo^m erklären sollten, und der alte Herr hat darauf ebenfalls durch eine telegraphische Depesche geantwortet, worin er erneute Versicherungen seiner Uneigennützigkeit und Vater­landsliebe, aber dabei auch zu verstehen gibt, daß er den An- trag mit Vergnügen annehme. Einstweilen sind die Dinge noch nicht so weit, und bevor die Cortes sich werden schlüssig gemacht haben, kann Espartero, der immer kränkelt, aus dieser Welt geschiede» sein, was eine wesentliche Veränderung der Lage sein würde. — Inzwischen ist das unermüdliche republikanische ^owite wieder mit einem neuen Erlaß an die Nation vor die Orffentlichkeit getreten, welcher, wenn Dieß noch nöthig wäre,

Bruch der Partei mit der provisorischen Regierung besiegeln würde. Von dieser wird u. A. gesagt: „Trotz ihrer bestimmten Versprechungen, alle Fragen im demokratischen Geiste zu lösen, wird dastelbe System verfolgt, welches die große National- revolutiou nöthig machte. Außer einigen wirklich liberalen Decreten, welche vom Unterricht-minister auSgingen, geht man

Aus der Nähe.

* Hanau, 16. Januar. Es steht nun die Eisenbahnlinie die Hanau mit Offenbach dtrect verbinden soll, in der Oertlich- keit von Offenbach ab nach hier fest. Sie läuft von der Oehl­mühle durch den Mühlheimer Wald, bei Mühlheim zwischen der Straßen- und Weißkopfsmühle durch, oberhalb des Todte» Hofs von Dietesheim her, wendet vor Kleinßeinheim, geht normal über den Main und läuft so durch das Kinzdorf in den Bebraer Bahnhof ein.

* Darmstadt, 14. Januar. In der gestrigen Schwur- gerichtssitzung wurde n Jacob Utterich, Eheleute von Astheim wegen ausgezeichneten Diebstichls in wiederholtem Rückfälle zu je vier Jahren Zuchthaus verurtheilt. Beide sind «»geklagt, durch Ein­dringen in ein Wohnhaus bei Trebur eine Anzahl Garderobe- gegenstände, darunter einen zu 600 Francs eingekauften indischen Shawl, sich widerrechtlich ungeeignet zu haben. Die von den Angeklagten beliebte Vertheidigung, sie hätten die Ablaten unter einer Brücke gefunden, fand nicht die Billigung der Jury.

* Darmstadt, 15. Januar. Die durch Gr. Steuerkom­missariat Offenbach gegen die „Mainzestung" und Dr. med. Frank in Neu-Isenburg erhobene Anklage ist von dem hiesigen Stadtgericht zürâckgewiesen worden.

* Aus der Wetterau, 13. Januar. Sie berichteten kürzlich, daß eine Wittwe von Ockstadt zwischen Friedberg und letzterem Orte angefallen und ermordet worden sei. Die Nachricht hat zwar durch alle Zeitungen die Runde gemacht, ist aber nichts desto weniger vollständig erfunden.

* Wiesbaden. Die Dtrectlon der Gesellschaft zum Be­trieb der KuretablisskmentS zu Wiesbaden und Ems hat der Adolf-Stiftung zur Ausbildung nassauischer Lehrerwaisen auch diesmal wieder hundert Gulden zugemtks n.

. * Wies baden, 15 Januar. Die Gesellschaft zum Betrieb der Kur-Etablissements in Wiesbaden und Ems hat für die Sommersaison des Jahres 1868 an den Staat 327,794 fl. 37 kr. und für die Wintersaison 102,542 fl. 34 kr., zusammen also 430,337 fl. 11 kr. zur Bildung eines Kurfonds als die Hälfte ihres Reingewinns einbezahlt. Hiernach sind die un­richtigen Angaben anderer Blätter zu berichtigen. — Die Hom­burger Bank lieferte vorgestern vertragsmäßig als die Hälfte