Von N. N.
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Für die Zwecke des Bischöflich n Gymnusial-Konu kts Fulda. (<fr. den Auiruf Sr. Bischöflichen Gnaden Nr. 293 der Fuld. Ztg.)
<3 Die nette ^ogkarte wird, wie aus Berlin gemeldet wird, non Montag den 1. Januar ab auf sämmtlichen Postar stallen das ganze Jahr hindurch stets in genügender Anzahl vorhanden sein. Auf dem hiesigen Postamte war heute früh darüber noch nichts bekannt; in Frankfurt dagegen macht die Postbeliöide bekannt, daß die Karten schon morgen wieder zur Ausgabe gelangen.
Aus dem Aachbargediet.
)( Schlüchtern, 29. Dez Für die Sylvester- nacht ist die Polizeistunde für d-n ganzen Kreis Schlüchtern auf 12 Uhr festgesetzt.
c=2 OrlnHanfe«, 29. Dez. Der Kreistag hat den Bau der Bahnen Wächtersbach-Orb und Gelnhausen-Langenselbold einstimmig genebiniat.
* Kava«, 29> Dez. In der heutigen Er- gänzungswabl zur Handelskammer wurden die Herren Einthal, Vorsitzender, sowie Heraeus, Olt und Zimmermann wiedergewählt.
* Kersfeld, 30. Dez. Herr Kaplan Pfeifer ist vom 15. Januar k. I. ab von hier als Kuratus nach Kassel versitzt. Derselbe übernimmt die Seelsorge an der seitherigen Pfarrkirche am Friedrichsplatz, während der Dechant mit einem Kaplan die Seelsorge in der neuen Kirche in der Köln. Allee ausübt. (H. Z.)
O Kirchham, 29. Dez. Am gestrigen Neujahrsmarkte, dem einzigen, jährlich hier stakt- sindenden Krammarkte, herrschte wie gewöhnlich ein großer Trubel. Käufer und Verkäufer nützlicher und unbrauchbarer Artikel hatten sich in großer Menge eingefunden. Uralte Sitte ist es, daß an diesem Tage Bewohner aus allen Dörfern unseres Kreises sich einfinden, und die bunten, verschiedenartig von einander abweichenden Volks-
GLsnndhctjspflege.
Mund zu, man athme durch die Nase, ist eine Warnung bei den kalten Tagen, die jedermann zu beherzigen nöthig hat, die aber den Kindern einzuschärfen nicht verabsäumt werden darf, besonders, wenn sie aus der warmen Stube in den scharfen Wind hmaustreten, hauptsächlich auf dem Gange nach der Schule, wenn der Körper noch von der Bettwärme erfüllt ist Die Nase verträgt die kalte Luft. Es ist sehr empfehlenswerth, ihre Schleimhäute durch tägliches Einziehen von lauem Wasser abzuhärten. Dadurch wird nebenbei auch Zchleim- absonderung befördert.
Mittel gegen Keuchhusten bei Kindern. Zwei bis drei in Weinessig getränkte Stückchen weißen Zucker zu effen gegeben, heilen den Husten sofort.
Gly cerinsalbe ist ein sehr gutes Hausmittel gegen mancherlei Hautübel, besonders gegen wunde, aufgesprungene Hände, Lippen, gegen Frostschäden, Schwülen, Hühneraugen und andere Verhärtungen. Sie macht die Haut weich und zart, besonders wenn sie Abends cingerieben wird, und ist deshalb auch Frauen zu empfehlen, welche die Hände viel im Wasser gebrauchen müssen. Die Salbe wird folgendermaßen bereitet: In 60 Gramm süßem Mandelöl werden bei mäßiger Wärme 30 Gramm Wallrat und 5 Gramm weißes Wachs geschmolzen. Dann gibt man 30 Gramm Glyzerin zu und rührt bis es erkaltet ist.
B-'iteriwg für den 31. Dezember: Warm, trübe, regnerisch.
Briefkasten.
W hier. Unser Bedarf an Schmetterlingen und Maikäfern ist vollständig gedeckt.
W. W. Es würde zu weit führen, wenn wir uns darauf einlassen wollten, über die sil ernen Hochzeiten zu berichten. Dem betreffenden Paare wünschen wir noch weitere 25 glückliche Jahre, und es wird uns freuen, wenn wir ihm dann zur goldenen Hochzeit einen herzlichen Glückwunschartckel schreib n dürfen.
Marktkerichte.
□ Irauksurt a. W., 28. Dez. (Getreidemarktbericht, mitgetheilt von Joseph Strauß, Agent, der sich bei An- und Verkäufen bestens empfiehlt. Weizen ab unserer Gegend 15.25 M., Weizen frei hier 15.60 15.80 Mark, Weizen, La Plata, Kansas, Redwinter und russ. Sorten, 16.75—17.25 Mk., Roggen ziemlich fest, aber ohne Handel; der letzte Cours für hiesigen Roggen war 15.25 M.; Gerste verhinderten die Festtage eine regere Thätigkeit; die Notiz für Braugerste (je nach Qualität und Herkunft) 16.00—17.00 Mark bleibt; Hafer: der Markt behauptete eine bedeutend festere Haltung, als in der Vorwoche; die Notiz 14.00—14.25 M. bleibt; Hafer (exquisite Qual.) 25 bis 50 Pfg, darüber; Mats: Zufuhren knapp, der Bedarf rege, (gesundes Mixed) prompt 10.75—11.00 Mk. gefordert; Mais (gesundes) p. April-Mai 10.50 Mk.; Mais (beschädigtes) La Plaia, prompt ca. 10 Mk; Weizenkleie 9.00—9.25 Mk. Roggenkleie 10.00—10.25 M., Geschäft schleppend, mit Zuckungen nach unten: Malz- ketme 8.75-9.25 M., getr. Biertreber 9.50—10. 0 M.; ruhiges Geschäft, der Begehr will noch immer nicht größere Dimensionen annehmen; Spelzenspreu per Centner 0.90 Mark, Torfftreu per Gentner 1.20 Mk., Tendenz hat sich leider noch nicht verbessern können; Mehl ist diese Woche sehr wenig zu berichten; Handel und Fluktuationen waren sowohl hier als an den Hauptmärklen von wenig Bedeutung; Tageskourse: Weizenmehl (autom.) Nr. 0 24 Mk., Weizenmehl Nr. I 21 Mk.. Weizenmehl Nr III 20 Mark, Weizenmehl lexquis. Qual. pr. Sack) 1.50—2.00 Mk. über Notiz, Roggenmehl 0 23.50—24.00 Mark, Roggenmehl 0,1 1.25-1.50 Mk. darunter. Die Preise verstehen sich per 100 Kilo ab hier, häufig auch loco ausw. Stationen bei mindestens 10,000 Kilo. Erinnern wir uns des alten Spruches: pax optima rerum — der Friede ist das Beste der Dinge.
Mangels äußerer Anregung nahm der Getreidemarkt in einer Stimmung seinen Verkehr auf, welche zwar als fest gelten konnte, der jedoch die Kauflust so sehr abging, daß die Entwickelung der geschäftlichen Umsätze in einem überaus schleppenden Tempo von Statten ging. Weizen: verkehrte in ziemlich fester Stimmung, es machte sich etwas mehr Frage bemerkbar und scheint der Artikel überhaupt mehr die Aufmerksamkeit des Konsums auf sich zu lenken.
Fleisch-Extract
übertrifft trotz billigeren Preises an Nrlhrkraft und Wuhlge.-vlitnack die Liebig’schen Eitracte und ist in allen he-seren Drogen-, Delicatessen- und
' <'1. Lialwaaren-Handlnngen zu haben.
Zur Annahme weiterer Gaben ist die Exped. d. Ztg. gern bereit.
von Magecsfontein antworteten mit einem lebhaften Gewehrfeuer.
Loudon, 30 Dez. Aus Lorenzo Marquez wird gemeldet, daß die Transvaal-Regierung im Besitze vou werthvollen Papieren sei, welche die Engländer bei der Fluch von Dundee zurück- ließen und worin die Beweise erbrach werden, daß England seit drei Jahren den Einfall in Transvaal geplant habe.
Aemste Alichnchtkn vvd TkWMk.
(Originaldepeschen der,Fnldaer Zeitung'.)
Kondor», 30. Dez. Aus Chieveley wird gemeldet: Die Buren haben durch optische Telegraphen Nachricht über die Stellung deS Generals Buller erhalten. Englische Marinegeschütze griffen die Verscha'zungen der Buren an. Auch in der Gegend von" Latyimild dauert das Geschützfeuer an. In Kimberley wurde während emes Ausfalles vom 22. ds. Mts. festgestellt, daß die Buren nur noch drei Geschütze in der Nähe der Stadt haben. Auch die Zahl der vor Kimberl-y bifi.it lichen Buren ist sehr gering. Jndeß sind die Buren m der Lage, in kurzer Zeit größere Verstälknrgen heran- zuziehen.
London, 30. Dez. Telegramme aus Lady- milh bekunden, daß unter den englischen Truppen der Typhus furchtbar herrsche. "Die Stadt wird wieder von d n Buren beschcssen. Ihre Granaten richten große Verheerungen an. Vom Modder River wird untern 27. gemeldet: Gestern Abend um 11 Uhr begannen drei auf Anordnung des Generals Methuen ausgestellte Schiffsgeschütze in Zwischenräumen von einigen Minuten die Burenstellung zu beschießen. Die Buren auf dem Bergrücken
sollen in den Fachvereinen sich die Berufsqenoffen der verschiedenen christlichen Konfessionen zu qe- weivsamer Arbeit vereinigen, da diese Vereine sich mit religiösen und politischen Fragen gar nicht zu befaffen haben. Das Lokal und die Zeit der oben angekündigten Versammlung werden wir tn einer her nächsten Nummern der,Fuld. Zeitung' bekannt geben.
k Der Aochtniächterdienst in hiesiger Stadt geht am 1. April nächsten Jahres in die Hande der königlichen Polizeibehörde über.
4- Der ArSeiterforioildungsverei« hält morgen Nachmittag 4 Uhr im Giesel',chen Saale eine Kinderbescheernng und Abends 8 Uhr eine Abendunterhaltung ob. Bei dieser Gelegenheit wird die Gesangsabtheilung des Vereins das von Herrn Karl Henkel in Frankfurt komponirte und Herrn SamtäiSrach Dr. Schneider gewidmete Volkslied: „Mein stilles Thal der Rhön" zum eisten Male zum Vortrag bringen. — Der SI. AosepHsvereir, katholischer Arbeiter bereuet am Sonntag Nachmittag 4 l-hr den Kmdern der V^einsrnttglieder eine Wnhnachts- J£!er-, ~ mer Iüugkivgsvereirr veranstaltet am Montag Nachmittag ^5 Uhr eine Christbamn- feier in seinem Veieirsiokale. — Der ®nrn- »nb Jechtkluv hält am Neujahrstage im Giesel- fflben Saale eine Festfeier mit Christbaumver- loosung ab.
Verwischtes.
„ X Merlin, 29. Dez. Die Hoppe'sche Maschinen- Fabrrk m der Gartenstroße ist heute Mittag von einer verheerenden Feuersbrunst heimgesucht worden. Das zweistöckige Fabrikgebäude ist vollständig verloren. Die Feuerwehr konnte sich nur auf den Schutz der Nebengebäude beschränken. Der Schaden wird als enorm be- zetchnet. Eine empfindliche Betriebstörung der Ma> schin en bau Anstalt, welche 600 Arbeiter beschäftigt ist unvermeidlich. Soweit bisher bekannt, sind Personen nicht zu Schaden gekommen. Doch ist man wegen des Schicksals einiger Leute, welche zur Zeit nicht aufgcfunden werden können, nicht ohne Besorgniß. Als Ursache des Feuers wird eine kleine Explosion in der Spiritus- kamwer angesehen.
* Merlin, 29. Dez. Was Berlin an Steuern aufbringt. Nach den Mittheilungen der Steuer - deputation über die Ergebnisse des letzten Jahres sind als Reineinnahme verblieben: An Gemeindesteuern 53 441,148 64 M., an Staatssteuern 29,483,409 73 M., | zusammen 82,924,558.37 M. gegen 77,874,010.73 M. im oorjahre, mithin mehr 5,050,547.46 M. des gc summten Steuer-Solls. Das Ergebniß der Steuerein iehung wird in dem amtlichen Bericht als ein befriedigendes bezeichnet. Die bösen Zahler, die mit der Steuer im Rückstände sind oder überhaupt zahlen, kommen hingegen nicht in Betracht. Zur Deckung von Steuerresten ist eine öffentliche Versteigerung von Pfandstücken im Berichtsjahre in 106 Fällen notbwendig gewesen.
+ Eine hübsche Neujahrskarte ist die soeben in 2. Auflage erschienene Ceulrumspostkarte mit der Devise „Für Wahrheit, Frriheit und Recht" und den Porträts von 12 Führern, wodurch der Absender anbeutet, daß er die Grundsätze des Centrvms vom "alten ins neue Jahr übertragen wissen will. Preis 5 Pfg., Wehbergs Verlag, Osnabrück.
* Die Tragik des Todes. In Graz ist der Kaufmann Heiurrch Braun in Folge eines Schlaganfalles plötzlich gestorben. Kaum zwei Stunden später verschied auch seine Gattin; das Entsetzen über den jähen Tod des Mannes hatte bei der Frau einen Schlaganfall zur Folge, dem sie bald darauf erlag. Das Ehepaar hinterläßt vierzehn Kinder;
* Der älteste Setzer dürste wohl in einer Buchdruckerei in Kolmar beschäftigt sein. Es ist dies der Schriftsetzer Montvelier; er ist 85 Jahre alt, schon 70 I hre Setzer und was einzig dasteh n dürfte, die gleiche Zeit, ebenfalls 70 Jahre lang in derselben Offizin, der Firma Decker. Dem Jubilar wurde dieser Tage von feinen Standesgenossen zu Ehren seiner 70jährigen Thätigkeit im Dienste der schwarzen Kunst eine herzliche Feier veranstaltet.
® Die Gefahren des Meeres steigern sich, sobald der Nebel sich herniedersenkt und man oft nicht, im wirklichen Sinne des Wortes, die Hand vor Augen sehen kann. Da laffen dann die in Fahrt befindlichen Schiffe ihre Nebelhörner ertönen, um mit geisterhaft hohler Stimme ihre Gegenwart anzuzeigen und dem Entgegenkommenden ein Warnungszeichen zuzurufen. Doch die auf dem Meeresgründe sich erhebenden Riffe, Sandbänke und dergl. sind schweigsam und erwarten still ihr Opfer, um es hinabzuziehen und selten wieder loszulaffen. Gegen diese gefährlichen Feinde hat sich der Mensch nun geholfen, indem er Lenchtthürme errichtete und Bojen verankerte. Letztere sieht man aber nur bei einigermaßen klarem Welter und Nachts funkelt einem öfter von d esen Bojen ein unscheinbares Lichtchen entgegen. Jrn Nebel verschwand aber olles und das Schiff mußte sich auf „Gut Glück" und die Erfahrenheit seiner Führer verlassen. Seit Kurzem hat man nun nach einer uns zugegangenen diesbezüglichen Mittheilung des Patent- und technischen Bureaus von Richard Lüders in Görlitz (Auskünfte ohne Recherchen werden den Abonnenten der .Fuldaer Zeitung' durch das Bureau kostenfrei ertheilt) in der Nordsee Versuche mit Signalbojen angestellt, bei welchen die Wellenbewegungen auf einen Kolben übertragen werden, der sich in einem Cylinder im oberen Theile der Boje bewegt. Hierdurch wird Luft zusammengepreßt, die in einem Behälter aufgespeichert wird und durch eine mechanische Vorrichtung in bestimmten Zeit-
m- Wett«'.
30. Dezember.
Temperatur 6 Nhr Abends: 2 4° Tels., 1,9 R -.um
„ 7 „ Morg.: 5.8 „ 4, >
„ 12 , Mittags: 6,2° ,, 5,0
Die höchste Temperatur des gestrigen Tages betrag
6,5° Celsius (5,2'- Röü mur)
Die niedrigst« Kempermur m ve«..-,.,>-».<»«, 9m<.- betrug 2,0 Celsius 16 .
Im Monat Dezember erreichte das Thermometer in Fulda den höchsten Stand am 2. Dez. Mittags 1 Uhr mit 8,8° Celsius — 7,0° Reaumur, dagegen lieg das Thermometer am 16. De, Mittags nicht iber—9,5° Celsius - — 7,6°Neauinur. Ten niedrigsten Stand hatte das Thermometer am 15. Dez. Morgens 6 Uhr mit —18,5° Cel — 14.8' Reaumur; diewärurve Nacht war die auf den 7 Dez., Ivo die Queck- tlbersäule nicht unter 1,8° Celsius = 1,4“ Reaumur herunterging.
Für das Jahr 1898 ergibt sich aus unseren Beok- achtungen folgende U* br sicht:
△ AmöveVnrg, 29. Dez. Der Privatier Peter Rhiel von hier, eine aQgetnein beliebte Persönlichkeit, unternahm am Dienstag einen t-uiflug nach seinem ffüheren Heimathsorte Rüdigheim — wo er ehedem Bürgermeister und Landwirth gewesen war — um noch einmal seine alten Freunde aufzusuchen. Als er nun siegen 9 Uhr guten Muthes seinen Heimweg antrat, kamen ihm einige junge Männer am Ausgang des Dorfes entgegen, Überfi len und mißhandelten ihn derart, daß er nur noch mit Mühe das näckstgekegene Haus aufsuchen konnte, wo er nun schwer verwundet zu Belte liegt. Hoffentlich werden die Burschen der gerechten Strafe nicht entgehen.
? Hffenöach, 29. Dez. Nach einer Mit- thnluny der hiesigen Geschäftsstelle des Hessischen Landwirthschaslsraths sind schon über 300 Theil- nehmerkarten zu dem Vortraaskurs für praktische Landwirthe in Mainz gelöst. Es werden auch Theilnehmerkarlen am Eingang Mw Vortragssaal (Konzerthaus zur Siebet täfel in Mainz, Große Bleiche), ousgegeben.
* Mainz, 29. Dez. Das Stadtbauamt hat eine interessante Statistik über die hier Anfangs der 70er Jahre vollzogene Stadterweiterung ausgestellt. Das damals zur Altstadt gezogene Gelände der ehemaligen Festungsanlagen war um die Summe von 4 Millionen Gulden in das E genthum der Stadt übergegangen. Für das ganze Stadlerweiterungsunternedmen sind bis heute 20,991,305 Mk. verausgabt. Bis Ende dieses Jahres betrug der durch das Unternehmen erzielte Geschäftsgewinn 850,473 Mk.
trachten b elen dem Auge ein malerisches Bild. Nachdem die Marklbesucher einige siunben bei fröhlichem Geplauder oder lustigem Tanz verbracht haben, eilen dieselben mit ihren Einkäufen und erleichtertem Geldbeutel in ihre Heimaths- dörfcken zurück.
O- Mardorf, 28. Dez. Am zweiten Weih- nachisftiertage ermahnte unser Herr Kaplan die in der Kirche versammelte Gemeinde zu einem anständigen, sittsamen Betragen an den jetzigen langen Winterabenden und warnte vor dem nächtlichen Umherschwe.fen, Schreien und Joblen, das manchmal bis nach Mitternacht hinein fortdauert; insbesondere verbot er die abendlichen Zusammenkünfte von jungen Leuten beiderlei Geschlechtes in sog. Spinnstuben und den hier noch üblichen „Achtuhrsprung" oder „die Jahd" (Jagd). Dabei ziehen die Burschen den Kittel über den Kops und suchen durch.Pfeifen und allerlei Lockrufe mit verstellter Stimme die in verschiedenen Häusern versammelten Mädchen herauszulocken. Der beabsichtigte Zweck wird meistens erreicht. Was nun geschieht, weiß jeder, der die hiesigen Verhältnisse kennt. In Folge der zum Wohle der Jugend wie zum guten Rufe der ganzen Gemeinde aus iübevollem Herzen gesprochenen Woue wurde in derselben Nacht gegen 1 Uhr in der Nähe des P sarrhauses ein entsetzliches Singen und Brüllen v eranstallet, das alle Nachbarn aus dem Schlafe e rweckke Aehnliches ist auch früher schon vorge- kommen. (Eine exemplarische gerichtliche Bestrafung ° er nächtlichen Ruhestörer wäre da recht am Platze!)
räumen einem Sch alltrichter zugeführt, durch den die Töne erzeugt werden.
* Verfehlte Mahnung. Freund: »Sieb auf, Bummel, die Sonne scheint Dir ja schon ins Bett!" — Bummel (sich auf die andere Seite legend): „Wasthut's — in einer Viertelstunde ist sie wieder fort*
* D erschnappt. Frau: „Kutscher, habe ich nicht gestern in Jbrer Droschke eine Flasche Wein liegen laffen?* — Droschkenkutscher: „Nichts gefunden, Madame.* — Fran: „Hm, ärgerlich. Der Wein hatte fünf Mark gekostet.* — Droschkenkutscher: „Fünf Mark? Na, damit sind Sie aber schön angeschmiert worden, Madame!"
Ein Minimum von 715 mm, am Kanal stünnffche Südwinde verursachend, !,>gt südlich von Irland und beherrscht Wind und Weller von Wttl Eaiopi. Das Hochdruck-Gebiet über Rußland hat an Hö e abgenommen. In Deutschland, wo vielfach geringe Niederschläge staltgefunden haben, ist das Weiter trübe und im Westen regnerisch; die Morgentemperatur liegt im Westen fast überall über dem Gefrierpunkt und dem Mittelwertye. Thauweiter für ganz Deutschland wahrscheinlich,
Barometerstand MttloaS i2 Ul .
am 29 12 l a 30. 12
im Monate
tütb ihr | nisörtgiier
Tu rm Mitterrand (Te üu»)
Januar
7 .0,5“
27.
— 8,8°
Februar
15. 14,5
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März
6. 21,0
25.
— 9,0
April
29. 21,5
23.
— 1.2
Mai
30. 2 ,8
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Juni
21. 34,2
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5,0
Juli
11. 31,0
28.
8.0
August
6 32,5
10
7,5
September
9. 26,0
30.
40
Oktober
1. ISO
26.
— 3.5
Norember
5 19,8
20.
— 4,0
Dezember
2 6,8
15.
-18,5
Wttterungs-Nedrrfii > t
je; Ä rill scheu aetjBurte uuu.
29. Dezember mitgetheilt * .Demtche»
Re ch
gemacht war, daß
Amtliche Arrzeigerr.
Fulda. Erloschen: Die Maul- und Klauenseuche in Opperz und in Besges.
Wenigstens annähernd 200 Wochen- ei.rage geleistet, -also die Wartezeit erfüllt Kar, so soll in Zu- sofern es die v?r,M'aren Mittel "b vo» dieser BediMUng abge- ^yen werden. Die Uebk, V“- der «ranlenfutiorge kann a6T- I *ior-Lann erfolgen, «' itlidjeä Zeugniß zum ;
ktzulda. Während bisher dieUeber- nahme der Krankenfürsorge durch die Jnvaliditäts- und Alters-Berlicherunqs-Anstalt 9 e 1 s e n - N a s j<a u für erkrankte Ver- tzcherte unter Anderen von der Be- omgung abhängiiq Wenigstens annäh,
bracht ist, daß a) bei Nichtübernahme der Sranfenfürforge mit Sicherheit der Eintritt dauernder Erwerbsunfähigkeit zu befürchten, b) im Falle der lieber- nähme der Sranfenfürforge da egen mit Bestimmtheit ober wenigstens mit Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, daß der Eintrilt dauernder Erwerbsunfähigkeit verhütet wird und in ab- sehbarer Zeit nicht zu erwarten ist.
Staffel. Um den mir wiederholt oorgeiragenen Wünschen einige Rechnung zu tragen, will ich von dem im § 6 Absatz 1 der Polizei-Verordnung über die äußere Heilighaltung der Sonn- und Feiertage vom 31, Dezember 1896 (Amtsblatt von 1897 Seite 3) ausgesprochenen Verbot des Aushängens u. Ausstellens von Maaren in den Schaufenstern an Sonn- und Festtagen "•gemein die für den Handel in offenen
Verkaufsstellen an solchen Tagen frei gegebenen fünf Stunden ausnehmen. Ich ersuche, die Ortspolizeibehörden darauf hinzuweisen, daß die Geschäftsinhaber nicht mehr ger-öthigt werden, während der an Sonn- und Festtagen zugelaffenen Geschäftszeit die Schaufenster auszuräumen oder zu verhängen.
Der Regierungs-Präsident von Tlplt zu Solz.
Die städtische Sparkasse zu Hünfeld zahlt vom 1. Januar 1900 ab für Einlagen 3'14.
Zinsen.
Die Direktion
Beutling.
Eine bessere Wohnung, 6—7 Zimmer, für 1. April gesucht. Offert.unt II.and Exp. d. Ztg. erbeten__________[5382
Eine Wohnung
zu vermiethen. [5413
________Ohmstratze 14. Minks Simmet an ein oder zwei junge Leute, mit oder ohne Kost zu v e r - miethen. [5401
Rittergasse 11.
Ja hiesiger Stadt ist ein
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in guter Geschäftslage vom 1. März ab zu vermiethen. Reste! - tauten wollen ihre Adressen unter G. L. in der Expedition dieser Zeitung niederlegen. (5393
Monatsmädchcn
si sucht [5395
Adalbertstraste 6.
EiuLufmrtklMchen
wird für den Nachmittag gesucht.
Leipzigerstraße 571.
Durch häufige Verwechslungen veranlaßt, bitten wir wiederholt bei Briefen, Bestellungen und Rechnungen unsere Firmen genau zu unterscheiden:
1. Adam Clauss
Kohlen- u. Bierhandluug
en grös & en detail.
Lager: Petersdergerweg 27, Komptoir: Kahnhofstr. 1, part.
2 Adam Clauss Sohn (Inhaber: Hans Clauss)
_ Bahnamtliches Rollfnhr- und Speditionsgeschäft.
Komptoir: Am Sahnhof 3.