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Insrr»tt:Di«eM- spalt. Garmond» zeile ober bereu Raum 15 Ps., Reklamen die Petitzeile 25 $f.; bei Medrrholungen wird entsprechen». Rabatt gewährt.
26. Jahrgang.
Irrköa, Samstag, den 21. Oktober 1899.
M 242.
Druck und Verlag der Auldae» Aetieudruckeret peier^aAe llr. 2 (1barM»»ie).
mit Zlnterhakümgs-Aeilage „Mustrirte Somllags-Ieitung"
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Die internationale Friied ensko «f er enz
— Rad-
— Rad-
Jch schlug das erste beste Buch aus. fahrer.
Ich sehe über die Wand zur Decke.
Mri« Fahrrad.
Bon Karl Braun.
Wochen-Rundschau.
(Nachdruck verboten!)
X Fulda, 21. Oktober.
In derselben Sitzung des Kolonialrathes ist auch von der Samoa-Frage die Rede gewesen. Aus dem Kvlonialrathe heraus ist mehrfach der Ansicht Ausdruck gegeben worden, es empfehle sich, die Ansprüche auf die Samoa-Inseln aufzugeben, wenn man ein« vortheilhafte Entschädigung dafür erhalten könnte. Staatssekretär Graf von Bülow ist anderer Ansicht : er will auf dem alten deutschen Standpunkt« beharren und gerade den Hauptbesitz von Samoa für Deutschland erhalten. Es wird vermuthlich noch ! längere Zeit vergehen, bis diese ewige Samoa-Frage Es der Welt geschafft sein wird. Nun über etwas ist bisher wohl allgemeine Uebereinstimmung erzielt, daß nämlich die gemeinsame Schutzherrschaft mehrerer Mächte stets von neuem zu Unträglichkeiten führen muß. , p
lieber Ort und Zeit der geplanten Zusammenkunft zwischen Kaiser Wilhelm und dem Zaren scheint noch nichts Bestimmtes festgesetzt zu sein. Im Laufe der letzten Oktoberwoche will das Zarenpaar in die Heimath zurückreisen; vermuthlich wird also die Zusammenkunft um dieselbe Zeit stattfinden. Ebenso unbestimmt es noch, ob der Kaiser die Reise nach England machen wird oder nicht. Eine solche Reise hat gerade jetzt ihre großen Bedenken, weil dieselbe sicherlich von den Engländern ausgebeutet werden würde als eine deutsche Sympathie-Kundgebung für sie, die Engländer, und man muß sagen, daß gerade jetzt nichts unzeitgemäßer sein würde als eine solche Auffassung bei den Engländern.
Am 17. Oktober find die Neuwahlen zum
vldenburgis chen L and tage Dorgenommen worden. Jni allgemeinen behält der Landtag das alte Berhältniß der Parteien. Nur «erhält er ein neues
Ick und mein Fahrrad, wir sind unzertrennlich. Ins Bureau fahr ich damit, vom Bureau fahr ich damit, in meiner freien Zeit fahr ich erst reckt damit, und meine Geschäftsgänge lege ich natürlich alle per Fahrrad zurück. Ich glaube, ich könnte ohne mein Fahrrad gar nicht leben
„Das glaube ich auch", sagte Freund Fritz, nicht der von Mascagnj, sondern mein eigener. „Das glaube ich auch, und ich wette, Dtt kannst nicht einen Tag leben, ohne auf dem Fahrrad zu sein."
„Na, einen Tag ging es zur Noth."
„Wetten?»
„Wetten !" Und ich schlug ein.
.Also: „Uebermorgen, Sonntag den soundsovielten, verpflichte ich mich kein Fahrrad «zu besteigen, bei Strafe von ..." usw.
Ich unterschrieb. Er-verpflichtete sich natür- lich auch, falls ich meine Wette gewann, fflr den ganzen Klub ein opulentes Souper zu bezahlen.
Sonntag.
ein prächtiges Wetter. Nicht die Spur von Regen. Und ich sollte heut nicht hinaus, oder wie der erstbeste Philister zu Fuß! O. diese Wette, inefe niederträchtige Wette.
lieber bleib ich zn Haus.
Vater der Christenheit Dir in die Seele schaute. Der Zug der Energie um Mund und Kinn vervollständigt diese überaus wohlgelungene Lharak- teristik des hl. Vaters Leo XIII. Unzweifelhaft wird dieses Blld noch nach Jahren al- eines der vorzüglichsten Bildnisse des hl. Vater» von berufenen Kennern bezeichnet werden.
„Und wo ist dieses Bild zu sehen, wo kam, man eine Kopie davon bekommen?" wird der reundliche Leser fragen.
Nun, dieses herrliche Bildniß des heiligen Vaters ist dasselbe, welches der Arbeiterpapst Leo XIII. dem Generalsekretär der katholischen Arbeitervereine, Reichstagsabgeordneten Dr. Hille ür das Leo-Hospiz in Berlin O., Rüders- rorferstraße 45, geschenkt hat.
Ein überaus werthvolles Geschenk! Kenner taxiren den Kunstwerth allein auf zehntausend Mark. Aber viel, viel höher, als dieser in Ziffern auszudrückende Kunstwerth ist der Werth, den das Geschenk dadurch erhält, daß es eine persönlich e Gabe des hl. Vaters Leo's XIII. für dar Berliner Leohospiz ist. Dort, unter den katholischen Arbeitern, im Festsaal des Arbeiterhospizes ist erst das Bildniß des „Arbeiterpapstes" in der richtigen Umgebung. Daß der hl. Vater dieses werthvolle Bild für das Vereinshaus der Berliner katholischen Arbeiter bestimmt hat, ist besonders bezeichnend für die Liebe, die der „Arbeiterpapst" dem Arbeiterstande entgegenbringt, gerade das Beste ist ihm für die Arbeiter gut genug!
Herr Dr. Hille hat dieses Bild in einer wahrhaft künstlerischen Form vervielfältigen lassen, damit es in hunderttausenden von Exem^aren in die ganze christliche Welt hinausgehen solle.
Die Kunstanstalt von Meisenbach u. Riffarth in Schöneberg bei Berlin hat diese Aufgabe glänzend gelöst. Auf dem Wege der Photo- chromographie ist eine sehr getreue Reproduktion des Ugolinischen Bildes zu Stande gekommen, die an sich schon als ein Kunstwerk angesprochen werden muß. Die Größe des Kunstblattes beträgt 45 auf 60 Zentimeter. Das Blatt ist allen Kunstblättern ähnlicher Art, wie z. B. den rühmlichst bekannten Reproduktionen aus der Nationalgalerie, völlig ebenbürtig; der Preis für derartige Bilder beträgt 25—30 Mk. Das Leo-Hospiz hat den Preis, um möglichst weite Verbreüung zu erzielen, auf nur 20 Mk. festgesetzt. Für diesen Preis können gewiß sehr viele sich in den Besitz eines vorzüglichen, durchaus künstlerisch ausgeführten Papstbildes setzen. Zudem bietet sich bald die Gelegenheit, Weihnachtsgeschenke zu machen. Darüber hinaus aber handelt Jeder, der daS Bild kauft, gewiß im Sinne des hl. Vaters, der das Bild dem Leo- Hospiz schenkte, denn der R e i n e r t r a g des Bildes ist sür das Berliner Leo-Hospiz bestimmt. Am Ende des Jahrhunderts ruhen die Blicke der ganzen Welt auf der Gestalt dieses seltenen Papstes, deffen Krankheit erst in diesem Jahre gezeigt hat, wie unendlich groß die Sympathien sind, deren er sich überall erfreut. Das neue Jahrhundert beginnt unter der Aegide des Papstes Leo XIII. mit dem segenbringenden Jubeljahre. Mögen gerade diese Erwägungen dazu beitragen, daß Tausende und aber Tausende sich in den Besitz des neuen Papstbildes setzen und so die Gestalt des greifen Statthalters Christi stets vor Augen haben.*) K-r.
sahrer.
Mein Wort darauf, in den Nischen der Deckenmalerei radelnde Jungfrauen.
Ich trete ans Fenster. Radfahrer.
Ich gehe zurück, leg mich aufs Sopha, es klopft. Herein.
Ein Freund von mir tritt ein. Nicht Fritz, Karl. Karl Stelling. In vollem Radfahrer- Anzna.
„Kommst Du mit?"
„Wohm?"
„Nach Finkenkrug."
„Kann nicht."
„Weshalb?"
Das von der Wette wollte ich nicht sagen. „Bin marode."
„Na siehst nicht darnach aus. Und draußen auf dem Rade wird's sicherlich bester."
„Nein, danke, 's geht wirklich nicht. . . ."
Scheußliches Leben. Ich hätte nie geglaubt, daß einem das Leben fo verleidet werden kann. Und die Sonne ... zu dumm . . . wozu braucht denn die Sonne zu scheinen ... am Sonntag ... wenn man nicht radeln darf.
Im Finkenkrug also? Doch was geht mich der Finkenkrug an. Wenn's noch einer für Gimpel wäre. Ich Esel, so eine Wette einzu
Ganz grimmige Entrüstung hat bei der Press«, die -den Interessen bei großen Unternehmer zu dienen ■pflegt oder unmittelbar in deffen Solde steht, eine Rede hervorgerufen, die der matioi-ialliberale Abg. Bassermannrun 15. Oktober über seine Stellung zur Arbeitswilligen-Bo-rlagr gehalten hat. Herr Bassermanr ist Vorsitzender der nationalliberalen Reichstags-Fräktion und Leiter der geschäftlichen Angelegenheiten der nationalliberalen ■ Partei für ganz Deutschland; deswegen kommt seinen Ausführungen eine besondere Vedeutung zu. Herr Bassermann hat mm festgestellt, daß er nach wie vor zu unbedingten Sjtznern jenes Gesetzentwurfes gehört, und er hat auch einen der Gründe mitgetheitt, die chn in unveränderter Weis« zu dieser ablehnende« Stellungnahme bestimmen: die Freunde ter Zuchthaus-Vorlage in der Großindustrie tot>Sen diese Vorlage weniger im eigentlichen Interesse der arbeitswilligen Arbeiterais vielmehr deswegen zum Gesetze gemacht haben, weil sie dadurch eine StärEung ihrer eignen Stellung gegen die gejammte Arbeiterschaft zu erreichen hoffen. Das ist die Wahrheit. Aber nicht alle Leute können die Wahrheit vertragen; und die Nnternehmerpresse hat Herrn Bassermann imit ganzen Kübeln voll Schimpfereien überschüttet. Herrn Baffewiann wird das vermuthlich recht kalt-lassen. Aber allem'Anscheine nach wird die Frage der Behandlung der .Zuchthaus-Vorlage zu sehr erichlichen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der natwnalltteralen Partei führen.
Der Wau einer Centralbahn durch das deutsche Ostafrika wird vermuthlich den ^Reichstag in seiner bevorstehenden Tagung beschäftigen. Der Kolonialrath hat am 18. Oktober eine außerordentliche Sitzung abgehalten, und in .dieser hat der Vertreter der Regierung mitgetheitt, daß die Reichsregierung selbst den Bau einer solchen-Centralbahn von Dar-es- Salaam aus in die Hand nehmen wolle. Der Kolonialrath hat mit starker Mehrheit sich für diesen Vorschlag ausgesprochen und beantragt eine möglichst hohe erste Rate für den Bau dieser Bahn in den nächsten Etat aufzunchmen.
hat ein erfreuliches Nachspiel erhalten: am 16. Oft. hat der österreichische Vertreter im Ministerium des Auswärtigen im Haag alle Konventionen und Erklärungen unterzeichnet, die von der Konferenz vereinbart worden waren. Nun Oesterreich damit voraufgegangen ist, läßt hoffentlich Deutschland tauch nicht mehr lange auf sich warten.
Seit dem 18. Oktober ist von neuem der österreichische Reichsrath versammelt, nachdem die amtliche .Wiener Zeitung' am Tage vorher die Aufhebung der Sprachenverordnungen des Grafen Badeni verkündet hatte. Bis zu der gesetzlichen Regelung der Sprachenftage, die nach der amtlichen Verkündigung in Vorbereitung ist, sollen vorläufig die Bestimmungen und Grundsätze in Anwendung kommen, die vor dem Erlasse der Sprachenverordnungen maßgebend waren. Das ist bisher die erste Andeutung davon, daß überhaupt die Regierung mit der Vorbereitung eines Sprachengesches beschäftigt ist.
Nächstdem wird sich in Oesterreich ein Ereigniß besonderer Art vollzichen: Kronprinzessin Stephanie, die Witwe des unglücklichen Kronprinzen Rudolf, wird sich mH dem ungarischen Grafen Ekemer Lonyay vermählen, der etwa 15 Jahre jünger als die Kronprinzessin-Witwe ist. Diese letztere muß aber vorher allen Würden und Ansprüchen als Kronprinzessin entsagen. Daß Kaiser Franz Joseph nicht sonderlich erbaut ist von dieser Herrath, kann man sich ohne weiteres vorstellen.
In Belgien haben die Neuwahlen für die Gemeind'eräthe stattgefunden. Kennzeichnend dafür ist das vielfach zwischen Liberalen und Sozial- dernoftaten gegen die Katholiken geschloffene Bündniß, wodurch in einigen Städten die Katholiken Verluste erlitten haben. Man findet aber in keiner einzigen liberalen deutschen Zeitung einen Tadel für diese Bündnisse.
Der Krieg ist nun entbrannt in Südafrika. Man erfährt indessen von den Ereigniffen dort wenig oder nichts. Die Telegramme gehen alle über englische Linie. Und wenn den Engländern eineNachricht nicht paßt, dann wird sie wahrscheinlich geändert oder unterdrückt.
Ganz schüchtern haben nachträglich einige offiziöse Stimmen versichert, es hab« ja niemals eine Meinungsverschiedenheit innerhalb der Berliner Regierung bestanden, alle Minister in Berlin hätten stets immer dieselbe Meinungu«d Herr Minister von Miguel habe nicht, wie angenommen werde, ein Entlaffungsgefuch dem Kaiser eingereicht. Ob wohl jemand in jenen oberen Regionen annimmt, man glaube das alles? Man sollte es kaum sür möglich haften. Aber kennzeichnend anb glaubwürdig ist eine Bemerkung, die in diesen -Sagen so nebenher in einem Betliner Regierungsblatte erschien: man beurtheift, so war darin gesagt, die -Sage falsch, wenn man der Meinung sei, ein einzelner Minister könne in einem Krvnrache durch feinen Einfluß eine Aenderung der Anschauungen und Absichten herbeiführen, wie sie ge- ivöhnlich schon vor dem Äronrath« fertig gebildet vorhanden feien. Das „Eirrschwenken auf Kommcndo wie die Mtteroffiziere", das Fürst Bismarck einmal von den Mitgliedern des hshen Bundesrath-s verlangte, scheint also jetzt auch als -erforderliche EigenMft eines preußischen Ministersrmgesehen zu werden. Uebrigens
Bestellungen find zu richten an das Leo-Hospiz (Dr. Hille), Berlin 0., Rüdersdorferstraße 45.
Da theilt sich die Straße in zwei. Bei her Dunkelheit gar nichts zu sehen. Weit und breit nichts, gar nichts, weil man Überhaupt weit und breit nichts sehen kann.
Also zurück.
„Host Du ihn nicht? Habt Ihr ihn?" „Nein." Ich bin wüthend.
Was thun? Wie komme ich nach Haus?
Na, vielleicht geht noch ein Zug.
Ja. Ein Zug geht. Was will man thun, ich muß mit.
Wuth im Herzen, komm ich nach Hause. Ich schließe meine Bude auf, da . . . was seh ich .... da steht mein Rad! — Ich hatte ja ganz vergessen — daß ich per Eisenbahn auch hingefahren war.
O, ich ....! ich verschweige das andere Wort.
Aber daran ist nur der Wein, das Bier und Lieschen schuld!
O, Lieschen, Lieschen, wenn Du mich hier sähest!
Und Freund Fritz?
Na, natürlich mußte ich erzählen. Ich mußte ihm erzählen, wie man eine Wette gewinnt und dennoch verliert, denn ich hatte auf dem Rade gesessen, um den Dieb zu erwischen, der mir mein Rad nicht gestohlen hatte.
Und das pasfirt mir, mir!
Mir — mit meinem Verstand.
□ Ein neues Papstbild.
Welchem Katholiken auf der weiten Welt ’ wären di« gütigmilden, sinnenden Züge des Antlitzes unseres hl. Vaters Leo XIII. unbekannt? 1 Im Palast« wie in der kleinsten Hütte hat man ' schon einmal das Bild des hl. Vaters gesehen, wenn auch nur im Abdruck eines Kalenderbildes.
Bon seinen Eltern und Verwandten läßt man Bilder anfertigen und verwendet sie zum Zimmerschmuck, damit so oft wie möglich unsere Blicke liebevoll auf dergleichen Andenken haften. Nun: Papst Leo XIII. ist unser aller Vater, er ist der Vater der ganzen Christenheit. Und von diesem verehrungswürdigen Vater ein gutes, ähnliches, womöglich ein künstlerisch werth- volles Bild zu besitzen, das ist sicher das Bestreben der guten Katholiken.
Mancher wird nun sagen: Ja, Papstbilder gibt es doch die schwere Menge. Wenn man nur weiß, wie der hl. Vater ungefähr aussieht, bann tarnt man schon mit einem ganz billigen Bilde zufrieden fein.
Das ist zum Theil richtig, zum Theil aber auch nicht. Von dem großen Papste Leo XIII., der sich die prophetisch ihm beigelegte Bezeichnung „lamen de coelo — Licht vom Himmel" durch fein glorreiches Pontifikat für alle Jahrhunderte wirklich verdient hat; von diesem sozialen Papste, der die sozialen Fragen der Gegenwart, welche die Weltordnung in ihren Grundvesten erschüttern, fast wie kein zweiter erfaßt und verstanden hat, von dem Papste, deffen Pontifikat das Papstthum eine glanzvolle Stellung verdankt, wie es sie seit langer Zeit nicht eingenommen hat: von diesem Papste muß die Mit- und Nachwelt ein Bildniß besitzen, das nicht nur äußere Aehnlichkeit der Züge auf weist, sondern das ganze Wesen des Papstes mit künstlerischer Ties« ersaßt und mit der größten technischen Vollendung in einer massenhaften Reproduktion wiedergibt.
Gibt es denn aber dergleichen Bildnisse des hl. Vaters? Gewiß gibt es ein solches; ja, es find ihrer mehrere, die eine weite Verbreitung verdienen. Viele Maler haben den Ehrgeiz gehabt, das Antlitz des großen Papstes mit Farben auf die Leinwand zu zaubern. Aber nicht allen, ja, man kann sagen: nur wenigen ist es gelungen.
Eines der besten Bilder Leos XIII. ist das letzte hinterlaffene des verstorbenen italienischen Malers Ugo lini, der den hl. Vater mehrfach porträtirt hat. Wir sehen auf diesem Bilde den heil. Vater in voller Figur vor uns auf einem Sessel sitzen. Die in die weiße Soutane gekleidete Gestalt ist von dem purpurnen Mantel, der über die Schultern hängt, nur zum Theil bedeckt. Die rechte Hand mit dem Ringe ruh auf der Kante eines kleinen Tisches, der als Symbol der literarischen Thätigkett des heil. Vaters ein Schreibzeug trägt; die Linke ruht aus der Lehne des Seffels.
Ungemein wirkungsvoll hebt sich von dem dunkeln Hintergründe das dem Beschauer vol zugewandte Antlitz des heil. Vaters ab. Das Gesicht ist ein Meisterstück der Porträtmalerei. Unbeschreiblich mild und liebevoll, gleichsam aus unergründlicher Tiefe kommend, ruht der Bliö des hl. Vaters auf dem Beschauer. Und diese Milde ist gepaart mit einem wunderbar sinnenden Ausdruck, der noch durch die Denkersalte der Stirn verstärkt wird. So erhält das Antlitz gleichzeitig einen tiefernsten Blick; es ist, als ob der gehen. Der ganze Sonntag verpfuscht. Kann angenehm werden. Eine rfette Gegend.
UebrigenS weshalb sollt ich nicht hin? Flotte Gesellschaft. Patente Jungens und — und Lieschen sicherlich mit von der Partie.
Zum Henker, ich geh hin. Ja. Die Wette? Hm, die Wette kann ich trotzdem gewinnen.
Gedacht, gethan; rasch in Staat geworfen und fort.
„Hurrah!" rief Karl, als ich die Gesellschaft im Finkenkrug überraschte. „Also doch wieder mobil? Ist famos von Dir, daß Du da bist, Lieschen — ja, ja, werde nur roth — Lieschen hat auch schon nach Dir gefragt, na geh nur zu ihr."
Und ich ging. Begrüßte sie, begrüßte Alle und setzte mich dann zu ihr hin. Es war famos.
„Na Kinder 's ist Zeit, daß wir aufbrechen." Alle waren rasch reisefertig.
„Kinder," ruf ich und suche, „wo ist denn mein Rad?"
Fort. Spurlos fort. Kein Suchen hilft. Gestohlen. Ganz sicher gestohlen.
„Haben Sie nichts gesehen?"
„Ich?" meint der Aufwärter. „Ja, ein Herr ist eben jetzt mit einem Rade fort.“
„Das ist der Dieb. Kinder ein Rad. Wo fuhr er hin? Dort? Ihm nach!"
Und wups auf das Rad und fort, was das Zeug hielt.
braucht man sich durch alle offiziösen Winkelzüge nicht Element in der Gestalt eines Sozialdemokraten, des m der begrundeten Annahme wankend machen zu Buchdruckers Hug in Bant.
lassen, daß thatsachdch eine Mtyuel-Krtfe be- -- ■ ■ 8 ■• _ . .
standen hat und möglicherweise noch besteht, oder doch nur so oberflächlich zugedcckt ist, daß fie an jedem -Tage wieder hervoickrechen kamt.