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15 Pf., Re-

26. Jahrgang.

Iulöa, Donnerstag, den 28. September 1899.

geile

Raum

müssen die Bestellungen für das 4. Quartal der .Iuldaer Zeitung^

ftorr.cn die Petit« zeile 25 Pf.; bei Wiederbolunge» wird eutiprecheni». Rabatt gewührt.

bei unserer Expedition (Harmonie) erneuert wer­den, damit in der rechtzeitigen Zustellung des Blattes keine Störung eintritt. Jeder Abonnenr erhält bis zum Jahresschlüsse das 470 Seiten starke Bürgerliche Gesetzbuch umsonst.

Druck und Verlag der Fuldaer tlcttendruckrret p-tersgalse Nr. 2 (t-armonie).

Eseln", die die Konservativen sein müßten, wenn sie den russischen Handelsvertrag annähmen; und diesmal, bei der Kanalvorlage, soll Herr v. Mi­quel unter ähnlichen Umständen beim Glase Wem tn ähnlicher Weise über diesen Gesetzentwurf sich

Mit Recht wird es gegenüber dem heutigen Mangel an kleinen, aber für die Bewohner aus­reichenden gesunden und billigen Wohnungen als ein wichtiges soziales Ziel betrachtet, den weitesten Volksschichten die Wohlthaten eines den Anforde­rungen der Menschenwürde und Kultur entspre­chenden eigenen Heims zuaänglich zu machen. In der That ist die Beschaffung eines solchen eigenen Heims auch für die durch die Wohnungs- noth am meisten bedrängten „kleineren Leute", Arbeiter usw., wie überhaupt allgemein ein er- strebenswerthes Ideal. Der Besitz eines eigenen Hauses, vielleicht mit kleinem Garten hebt das

recht, wenn es schreibt:

„Die Lage der Berliner Konfektions-Ar­beiterinnen war elend und jammervoll; wußte der wohlhabende Beamte, der reiche Kaufmann, der möglicher Weise auf der ersten Etage emeS großen Hauses wohnte, wie es der armen Mantel­näherin im Hinterhause erging?"

Einer derartigen „sozialen Mischung ist jedenfalls das abgesonderte Wohnen der minder, bemittelten Bevölkerung in kleinen mit Gärtchen

.Erscheint täglich, Ausnahme der gönn- und Feier- tage. Bierteljährl.

Hrjugsprris ohne Bringerlohn und Bestellgeld in «ulda und aus« LärtsIM.öVPf.

Inserate: Dir eia« spalt. Garmond«

zielt werden soll, jedenfalls die Miethskaserne erst in letzter Linie in Betracht kommen. Eme im Sinne der Wohnungsresorm geübte Bau« thätigkeit soll für die kleinen Leute in erster Linie kleine Häuser schaffen, welche den gesundheitlichen Anforderungen besser Rechnung tragen und mög­lichst jeder einzelnen Familie die Selbständigkeit der Wohnung garantiren können. Man hat ein­gewandt, daß eine derartige Bauthätigkeit in den Städten in zunehmendem Maße, und mehr als es bei Anwendung des Kasernenstils auch seitens der gemeinnützigen Bauthätigkeit vielleicht der Fall wäre, zu einer sozial höchst bedauerlichen Absonderung bestimmter Volksklassen führe, deren Entwickelung allerdings heute schon unverkennbar ist. So lange Arm und Reich unter einen» Dache, wenn auch die einen als Nebenbewohner in den Hofwohnungen rc. wohnten, bestanden doch trotz äußerer Gegensätze mancherlei unsichtbare Fäden zwischen beiden Gruppen, und eine wohl- thätige soziale Mischung fand statt. Die Bedeutung der letzteren soll von uns gewiß nicht unterschätzt werden; in Anbetracht der Nothwen- diakeit einer gründlichen Wohnungsresorm kann dieselbe unter den heutigen Verhältniffen jedoch keineswegs ausschlaggebend erscheinen, auch wenn von denen, welche den Einwand erheben, das thatsächliche Vorhandensein der „wohlthätigen sozialen Mischung" durch die heutigen Wohnver­hältnisse nicht schon weit überschätzt würde. Oder hat nicht ,Arbeiterwohl' (1897, 1—3)

„Sagt' ich es nicht, Mutter!"

„Aber nicht so, wie Du es meinst Kmd, be­lehrte der Pater. „Ich verstehe mich nicht auf das Wie und Warum dieser Erscheinung. Ader ich weiß, daß die Geister der Tiefe Manches zu Stande bringen können, was uns wunderbar scheint, wegen ihrer größeren Kenntniß der na­türlichen Gesetze. Aber gegen dieselben vermögen

gehört, darum soll das Band zerrissen werden, das er selbst geknüpft und dieser Sigurd, fürchte ich, ist anderen Sinnes."

„Das ist aber nicht möglich, daß ich die ge­lobte Treue breche."

Frau Christierna zuckte die Achseln.

„Es sollte nicht sein," sagte sie nach einer Weile, „Indessen, wer will dem Vater wehren, wenn er so thut, wenn er es so besser hält, wenn es so besser ist? Warum sollte der Vater nickt von einem Entschlüsse zurückkommen, den | er bereut?"

„Ich verstehe Dich nicht, Mutter," erwiderte Notburga, „was preisest Du mir an, was mein Gewissen mir deutlich verbietet?"

Abermals zuckte Frau Christierna die Achseln und trat an das Fenster, sinnend über den See blickend. Eine lange Weile herrschte dumpfe Sülle in dem Gemach. Notburga hielt die Arbeit in ihren Händen und blickte stumm darauf nieder, aber kein Finger regte sich, ihre Gedanken waren anderswo.

„Wisingsö hebt sich," sagte plötzlich Frau Christierna. ... . ,

Notburga erhob sich und schntt hinaus auf den kleinen Söller, der balkonartig aus dem Thurme vorsprang. Gegenüber Haus Brankholm weit im See draußen, lag ein Eiland, Wifinghö, so flach, daß man es nur schwer erkennen konnte. Und jetzt würde man es wohl gar nicht gesehen haben, denn über dem See lagerte seit Kurzem ein leichter Dunst. Aber eine sonderbare Er­scheinung trat ein, welche in Folge der dabei wirkenden geheimnitzvollen Mgchte einen erschrecken­den Eindruck auf einfache Gemüther heroor-

c« Minister von Miquels

„Unser Verhältniß zu Herrn von Miquel würde keiner Revision bedürfen; denn ge­traut haben wir ihm niemals", so schreibt die .Deutsche Tageszeitung', das keilende Blatt des Bundes der Landwirthe, nachdem sie der ,Kreuz-Zeitung' eine Aeußerung nachgedruckt hat, worin gesagt ist, daß unter bestimmten Voraus­setzungen „das persönliche Verhältniß des Herrn von Miquel zur konservativen Partei eine Aenderung erfahren und der Vizepräsident des Staatsministeriums dann kaum noch bei einer einzigen der maßgebenden politischen Parteien eine zuverlässige Stütze finden würde." Diese Vor­aussetzungen sind nach einer Ansicht, die die ,Kreuz-Ztg.' „von zuverlässiger Seite" äußern hörte, dre, daß „Herr Dr. von Miquel und nicht der Fürst Hohenlohe es gewesen sei, der zur Zu­spitzung des Gegensatzes zwischen den Konser­vativen und der Staatsregierung beigetragen habe". Auch soll nach dieser „Ansicht" nament­lich Herr von Miquel es gewesen sein, der inner­halb des preußischen Staatsministeriums die Maßregelung derjenigen politischen Beamten be­trieben habe, die als Mitglieder der konservativen Fraktion des preußischen Abgeordnetenhauses gegen die Kanalvorlage gestimmt hatten.

Herr v. Miquel hat es stets meisterhaft ver­standen, die Welt im Unklaren zu lassen über vvs, was er eigentlich denkt und will. Und so weiß man ja eigentlich bis zum heutigen Tage nicht recht, ob der Herr Minister damit zufrieden ist, daß die Kanal-Vorlage im preußischen Abge­ordnetenhaus« fiel, oder nicht. „Wenn ich Herrn Minister v. Miquel recht verstanden habe, so hat er für die Vorlage gesprochen..." Dieses Wort des Grasen Kanitz bei der ersten Berathung der Kanalvorlage kennzeichnet dies so scharf und^treffend, wie schärfer und treffender nicht gekennzeichnet werden tann" Niemand weiß so recht, wie er mit Herrn v. Miquel daran ist; und diese Erfahrung haben auch schon sehr oft die Minister um ibn herum machen müssen. In allgemein frischer Erinnerung ist die eigenartige .Haltung, die Herr v. Miquel zu den Handels­verträgen, namentlich zu dem russischen Handels­verträge einnahm: während der Kaiser und der Reichskanzler den allergrößten Werth legten auf das Zustandekommen dieser Handelsverträge, ent­schlüpfte Herrn v. Miquel in einem vertraulichen Augenblicke das bekannte Wort von den „größten

bekämvfen wollte. ihre Aiiwendvarreil rönnen wer qcei

Von wirthschaftlichem Standpunkte ist daher besprechen. Sie alle aber stellen in wett höherem wenigstens in den Städten für „kleine Leute" Grade das Ziel der Wohnungsreform dar, c(8 immer noch das Mieth sh aus vorzuziehen, so- die Miethskaserne, selbst bei> erner z. B. rnfolge fern der Miether unter gewissen Voraussetzungen größerer gemeinnütziger Bauthaügkett emtreten e lErkülluna seiner Verpflichtungen und Jnnehal- Mietheverblllrgunq und möglichst guter Beschaff tuna der ^Hausordnung), wie z. B. beim Han- heit derselben. Die möglichst mit abgeschlossenen noverschen Spar- und Bauverein, gegen Kündi- Etagen versehene Miethskaserne wird zwar nicht aus

muwwn.r.9 g-stch-r. ifi und sich ben «täten, auch «V",a„± ”Za® ri» »tto in einem gewissen «kbp-chl-o-rhällmß be. »eilen g-n, verschwinden »men. jumal eine findet Für solche Miethswohnungen Minder- Reche von Leuten nicht tn der Lage si"d. wnt bemittelter kann aber, wenn eine möglichst durch- ab von ihrer Betnebsstatte und vom «tunt greifende Besserung der Wohnungsverhaltmsse er- der Stadt zu wohnen. Wohnm^doch^au^ote brinaen wußte Die flache Insel schien sich lang- nicht glauben. — Euch schickt der Himmel, ehr­sam^ ru§ ’ dem See zu heben; hoch und höher, würdiger Pater/' fuhr sie plötzlich ln anderem immer höher, bis sie endlich wie eine drohende Tone^fortz treibt dock> dem Mädchen Angst thurmhohe Klippe aus dem Dunste herausschaute, vor den Geistern der Tiefe aus dem Kopsei Dazwischen hörte man von Zeit zu Zeit ein Der Thürvorhang hatte sich gehoben, und hohles Rauschen in der Luft, halb wie das Heulen unter der Thüröffnung war etn ^of)er ®r.e^ ‘ des Sturmes, halb wie das Anprallen mächtiger der Tracht der Bugittmermönche erschienen. Woaln I Pater Heribert, der Gewiffensberather der Frau

„Das sind die 'Geister vom Wetternsee!" Christierna und ihrer Tochter. _ Iolbald Not-

I sagte Notburga tonlos; „das deutet mir Unglück." burga den Pater bemerkte lchrMlie bescheiden

Aber Kind," meinte Frau Christierna, „wir auf ihn zu und beugte das Haupt. Der Pater

haben das Steigen schon öfters gesehen und Hal legte segnend die Hand auf den blonden Locken-

uns niemals ein Unglück getroffen." köpf und sagte lächelnd :

Dann traf es einen Anderen, aber diesmal „Beruhige Dich, mem Kmd. Die Geister der ailt es uns " Tiefe haben keine Gewalt über die Herzen, dre

„O geh', Kind! Des Unglücks gibt es so viel, sich zu Gott erhoben haben Sie herrschen nur daß man Alles auf Unglück deuten kann! Die über den, der von ihnen beherrscht sein will. Geister des See's sind machtlose Schemen unserer »Wisingsö hebt sich, das deutet sie aus @inb@pUotte nicht der Geister der Tiefe, Mutter!" U %er Pater ließ sich, ohne dazu aufgefordert sagte Rotburqa.erschrocken, „Hilda hat mir er- zu sein, auf emen plumpen Sessel nieder, wie zählt, wie einst sechs Männer hinaussuhren, die solche mehrere tut Gemache standen, .""d lud die Wasser zu ergründen, trotzdem die Anwohner des Frauen mit einer Handbewegung em, ebenf I See's ihnen das Unterfangen abriethen. Und Platz zu nehmen. So forderte es dte Sitte der vom Ufer sah man, wie der Kahn plötzlich in Zeit und des Landes.

die Tiefe gezogen wurde von unwiderstehlicher „Wisingsö steigt! „ sagte er langsam. „Ja, Gewalt. Von den Männern hörte man nie mehr das bedeutet ^Unglück^^ etwas; aber der Kahn kam am andern Tage kieloberst zu Land, und man fand noch die Leine um die Bank geschlungen. Und als man sie anzog, kam am anderen Ende ein daran geknüpfter Pferdeschädel zum Vorschein."

„Hilda hat Dir den Kopf verrückt gemacht mit alten Heidensagen, ich werde das Mädchen I ernstlich verweisen. Du sollst auch solche Dinge

geäußert haben. .

Diesmal sind namentlich die Konservativen von Herrn von Miquel recht artig an der Nase herumgeführt worden. Die Konservativen glaub­ten nichts Anderes, als daß Herr von Mquel mit der Kanalvorlage ein wenig Komödie spiele; sie dachten nicht, daß er es ernst meine damit, und vielleicht meinte er es auch gar nicht ernst bis zu dem Augenblicke, in dem er entdecken mochte, daß es sich dabei gleichzeitig um das Minister sein oder nicht handelte. Da mußten dann die Konservativen entdecken, daß sie in eine enge Gasse gerathen waren, in der es ..— -------- — ... ,

kein Zurück mehr gab; und daß sie nicht zu Bewußtsein, das Gefühl der Selbstärwigkeit, rechter Zeit aufgeklärt worden waren, mußten sie gibt der Familie Halt und Festigkeit, macht ton» Heren von Miquel zuschreiben. Nun soll es gar servativ. Der Hauseigenthümer hat etwas zu noch derselbe Herr von Miquel gewesen sein, der verlieren, gewinnt Jnlereffe für die bestehende im Staatsministerium vornehmlich „die Zu- Ordnung; die Kinder haben ein „Vaterhaus , an spitzunq des Gegensatzes zwischen den Konserva- dem sie hängen, an das sie mit Dank und Freude troert und der Staatsregierung betrieb" und die denken. Kurz, man ist nicht mehr P oktarier, Maßregelung der kanalgegnerischen Beamten be- nicht mehr heimathlos, hat wieder ernen festen, sürwortete — kein Wunder, wenn nun auch die häuslichen Herd, kann Haus und Hof fern „Eigen Konservativen am Ende ihrer Freundschaft für nennen.

Herrn von Miquel angelangt sind und ihm das Jndeß stehen der Beschaffung eines eigenen Vertrauen aufkündiqen, trotz aller demüthigen Hauses, so schön dieses Ziel ist, vielen Verbeugungen der Regierungspresse vor den Kon- Fällen unter den gegenwärtigen Verhältnissen servativen und der immer wiederholten Versiche- auch gewisse Bedenken entgegen, die sich be» runq es sei ja vorher gar nicht so schlimm ge- sonders aus der unsicheren Lage der Arbetter meint gewesen. und kleinen Angestellten ergeben. Solche Be-

A bisserle Falschheit" stellt sich gar denken sind u. a. die Gefahr der Gebundenheit leicht bei der Politik ein; und wenn es bei dem an einem Beschäftigungsart und die ber bauern» Bifferle" bleibt, bann pflegt man zu verzeihen, den Verschulbung, bie Schwierigkeit der Erb- Äb-r wenn alles und alles nur Taktik, nur cheilung, die Schwierigkeit der Anpassung (bezt. schlaue Berechnung ist, wenn gar kein „bifferle Größe rc.) an die wechselnden Bebürsntffe der Lieb'" und gar kein „bifferle Treu'" und auch Familie. Da ferner der Kostenpunkt dieHer- aar kein bifferle ehrlicher, fester Ueberzeugungs-1 st-llung von sogen. Ein fam ilie n - Hausern er-. ..............- ober in

grundsatz sich geltend macht, dann rädert sich das schwert, ergibt sich vielleickt dre Nothwendigkeit ^sehensF Hauschen vor ber °* cbe l Uhrwerk einer solchen Politik schließlich zu Tode, b7r Abvermiethung von Theilen des eigenen schmalen Wohnstraßen vor der Stadt vorzu rnaa der Uhrmacher noch so fein angelegt sein. Hauses mit all ihren Schattenseiten, oder es be- ziehen.

Das Centrum, die deutschen Katholiken haben ^t wenigstens die Versuchung hierzu, oft genug Für solche kleinen Hauser kommen Ält b«? gertogft. Jm-«ss° d-.-n, b°ß H.rr U’fHrti durch geringe« B-rssäubniß der B-. uerschi-b-ne Bauart«. « a.tra« tommen. d Micmel im Amte bleibe. Er war es, der seinerzeit I wohner eines „eigenen Heims" für die Vorzüge freistehende Ein ^amilie nh»au , e » - - hauptsächlich im preußischen Staats Ministerium | desselben, so daß die gute Wohnung sich leicht Doppelhäuser (zwei aneinandergebaute E bas vorn Abqeordnetenhause angenommene vor- wieder ins Gegentheil verwandelt. Auch hat farnillenhauser), beide Aoch im llg keffliche S»Le°ed be« Sraft/g-blitz M Fall man -iess-ch dte Erschrung , g-machtbaß bte bei läubllche» - J“*»**’ brachte. Er ist es — darauf hat jetzt in Mainz öcn Arbeitern erworbenen Hauser oft schon nach nut niedrigen ^odenprersem fern tz von neuem Abg. Dr. Lieber hingewiesen - der kürzester Zeit in andere Hände Überg,ngen, Häuser nut

seinem iniimsteu Gegu» wahrhaftig -.in- rhräue Aufnutzung von Mielheru trieb, die man eben !* nicht näher

einer vorhandenen Miquel-Krise nichts zu geben. Jetzt aber könnte die Sache vielleicht anders liegen; und sollte es sich nach der Rückkehr des Kaisers nach Berlin Herausstellen, daß Herrn v. Miquel's Gesundheit die schwere Bürde seines ■ Amtes nicht langer zu tragen vermag, nun wohl, i die deutschen Katholiken würden dem scheidenden . Herrn v. Miquel keine Thräne nachweinen. Wir i sprechen mit der .Deutschen Tageszeitung': Unser i Verhältniß zu Herrn v. Miquel würde keiner

Hit Rose mm Wttlnnstt.

Historischer Roman von Philipp Laicus.

-7 (Nachdruck verboten.)

„Und doch fürckte ich, daß das bitterer Ernst ist," meinte Frau Christierna sorgenvoll. „Ich ahnte fast, daß es einmal so kommen würde."

„Es kann das nicht geschehen, Mutter, weil es nicht geschehen darf," bemerkte Notburga ent­schieden. Ihr blaues Auge begann sich zu beleben.

„Kind," erwiderte die Mutter trübe lächelnd, „es geschieht gar viel, was nicht geschehen dürfte. Wäre doch der Vater hierher zurückgekehrt," fuhr sie nach einer Pause fort, „nachdem der Sieg errungen war. Hier wäre Alles gut geworden; kein Zweifel hätte seine Seele getrübt, und er hätte von Dir kein Opfer gefordert, das Du nicht bringen willst und," fügte sie leise bei, „nicht bringen kannst."

„Du hast recht, Mutter, nicht bringen kannst! So ist es; ich habe keine zwei Zungen, von denen die eine ja, die andere nein sagen kann, ich habe keine zwei Herzen, von welchen ich das eine Diesem, das andere einem Anderen schenken könnte."

„Und Du hast keine zwei Götter, zu denen Du abwechselnd beten könntest."

„Wie?" fuhr Notburga erschrocken auf, „Du meinst?" .

„Ich fürchte und bete. Es weht eme böse Luft am Hofe des Reichsverwesers. Und was der Vater schon früher über den Bischof von Linköping schrieb, hat mich mit bangen Sorgen erfüllt. 'Das ist es, was er gegen Erik Axelson hatte, daß er zu den Sippen des Bischofs Brask

Revision bedürfen; denn getraut haben wir ihm niemals!

rt Ziele der Wohnungsresorm.

' mit Zlnterhattiings-Aeikage „Iflustrirte Sonntags-Heitung.