26. Jahrgang.
Iutöa, Donnerstag, den 20. April 1899.
1895 nebeneinander stellen.
wir daraus schließen, daß
von
$nuf ttnb Vertag bet Fuldaer Xmenörutfer« petertgaSe R*. n (ftarnwuie).
sächlich nach einer Erhebung von 1895, die in besonders Lusgewählten Theilen des Reiches speziell über das Handwerk — als Vorarbeit für das neue Handwerkerschutzgesetz vom Jahre 1897
ebenfalls auf eine Lohnbewegung abzielten. Aber es ist nichts daraus geworden. Man muß einen Ausstand für aussichtslos und für ungeeignet gehalten haben, und er ist deswegen unterblieben. Auch jetzt ist nicht anzunehmen, daß die belgische Lohnbewegung nach Deutschland übergreifen werde; und thatsächlich kann man die Bewegung der Löhne der deutschen Kohlenbergleute kurz mit wenigen Worten kennzeichnen: steigende Löhne bei abnehmender Leistung. Im Vergleiche zu der Lage der Kohlenarbeiter anderer Länder haben die deutschen keinen Grund zur Klage, und namentlich im Vergleiche zu den belgischen Be- russgenoffen stehen sie glänzend da. Alle Erhebungen und Berechnungen über die in Deutschland gezahlten Löhne ergeben eine fortgesetzte Steigerung derselben, auch vom Jahre 1898 bis zu diesem Jahre, und zwar in ziemlich gleichmäßiger Weise in allen Kohlenrevieren des deutschen Reiches. Man braucht demnach kaum mit der Möglichkeit zu rechnen, daß die belgische Bewegung Nachahmung in Deutschland finden könnte.
Noch ist der Ausstand in Belgien nicht allgemein. Aber er umfaßt bereits den erheblich größeren Theil der Grubenbelegschaften, und er wird, wenn nicht alle Anzeichen trügen, bald ein allgemeiner sein. Möge er vorübergehen ohne die Wiederholung der Schrecken von 1886!
a Heber die Lage des deutschen Handwerkes
blieben ist wie damals.
Stach diesen Zahlen unterliegt es keinem Zweifel, daß die größeren Handwerksbetriebe stark zugenommen haben auf Kosten der kleineren. Denn wenn die Zahl der Meister abgenommen hat, und die der Gehilfen die gleiche geblieben, liegt die Annahme nahe, das viele Meister bedeutend mehr Gehilfen wie früher beschäftigen. Durch andere Ergebnisse der Erhebung von 1895, die wir nicht im einzelnen anführen wollen, wird diese Annahme bestätigt, ebenso wie die fernere Thatsache, daß die Mehrzahl der Handwerksbetriebe einen geringeren Umfang hat als früher und die Alleinmeister sich vermehrt haben und zwar meist auf dem Lande.
Wie bedeutend sich im Handwerk das Ver- hältniß zwischen Meistern und Gehilfen verschoben hat, zeigt sich besonders deutlich in der Feststellung, daß auf je 100 Selbständige 1816: 56, 1834:60, 1846:84, 1861: 104, 1895:113 Abhängige gezählt wurden.
Nach diesen vorläufigen kurzen Umrissen werden wir das Bild von der Entwicklung und Lage des deutschen Handwerks in einigen folgenden Artikeln zu vervollständigen suchen.
in ihm errechte, erfüllt waren. Er sprach schnell, aber seine Sprache war zusammenhängend, wie sein Traum, und er berichtete ihn vollständig, von Anfang bis zu Ende, so genau, wie man nur Thatsachen erzählen kann, die sich der Seele tief eingeprägt haben.
Und als er mit der Beschreibung der Stellung seiner Geliebten auf der Insel endete, fuhr er auf und breitete seine Arme, wie in unbewußter Nachahmung der leidenschaftlichen flehentlichen Geberden, aus und brach in Schluchzen aus, während seine Augen fieberhaft glänzten,
Der Oberförster hatte aufmerksam zugehört. Er hätte vielleicht mehr in der Erzählung gefunden, hätte nicht der heftige Ausbruch Forsbergs den Schluß so dramatisch gestaltet. Dadurch erhielt er für den Augenblick den Eindruck einer heftigen Nervenerschütterung des jungen Mannes, die er auf den Kummer über die Trennung von Agathen zurückführte und auf den Mangel an Geistesstärke, dem Einflüsse dieses unzweifelhaft schmerzlichen Traumes Widerstand entgegenzusetzen. Er sagte zwar gütig, aber mit der Erfahrung des Mannes, dem folche Stimmungen bekannt sind und der sich daher auch berufen hält, den Andern über feine Täuschung aufzuklären:
„Sie dürfen einem Traume wirklich nicht so großes Gewicht beimessen. Ueberlegen Sie doch: Was ist ein Traum? Sie können sich Ihren Traum leichterklären. Sie haben viele Tage lang nur an Agathe gedacht und sich mit den Gedanken an die Gefahren, denen sie auf dem Meere ausgesetzt ist, gequält. Gestehen Sie nur, Herr Forsberg!"
Der junge Mann nickte stumm.
Die gelbrot fioffnnng
Roman von W. Clark Rnssel.
halten, dennoch möchte ich durch Mittheilung mein Gefühl erleichtern und sie könnten mir vielleicht etwas sagen, das geeignet wäre, mich zu beruhigen."
Der Oberförster war ganz betroffen. Forsbergs Wesen war so sonderbar, so unruhig fast fieberhaft, ihm ganz ungewohnt.
„Was ist es denn?" fragte er.
„Ein Traum," antwortete Forsberg, „Hören Sie nur Herr Klette —" er erhob leicht die Hand, wie um ein Lächeln zu entschuldigen, _ba§ mehr eine Erleichterung als Fröhlichkeit ausdrückte — „einen so seltsamen, wunderbaren Traum, daß wenn derselbe nicht unmittelbar von Gott kommt, nicht Seine Stimme es ist, die zu mir im Schlafe geredet hat, ich kaum mehr an die Gesichte der alten Seher glauben möchte."
Der alte Forstmann sah den jungen Mann erstaunt an:
„Mein lieber Forsberg, bitte, bedenken Sie," rief er aus. „Könnten Sie gewillt fein, Ihren Glauben an göttliche Eingebungen dadurch zu gefährden, daß Sie ihn auf die Wahrheit eines ihrer Träume hin aufs Spiel setzen, — eines Traumes, der ganz gewöhnliche Ursachen haben, sogar von sch echter Verdauung herrühren kann?"
Ohne zu antworten zog Forsberg die Blätter Papier, welche die Skizze der Insel und seine Aufzeichnungen des Traumes enthielten, aus der Tasche. Er sann einige Augenblicke darüber nach, dann suhr er plötzlich wieder auf und seufzte tief. Er heftete feine Augen auf den Oberförster und erzählte ihm fein Traumgesicht, ausführlicher, als es hier niedergeschrieben ist, und in Worten, die von den Empfindungen, welche seine Erzählung
Mit Genehmigung des Verfassers frei bearbeitet A. E. Wirz.
$ ------(Nachdruck verboten.)
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Forsberg war zu dem Entschluß gelangt, dem Oberförster seinen Traum zu erzählen, um sein Herz zu erleichtern, obwohl er fühlte, daß es für ihn keine Gemüthsruhe geben könne, bis er Agathe wieder in seinen Armen hielte.
Er fand Herrn Klette allein in feinem Studierzimmer, dessen offenes Fenster, von Bäumen beschattet, die milde Lust und den lieblichen Wohlgeruch der vielen Gartenblumen hereinströmen Ueß.
Der Oberförster bemerkte sogleich den eigen« thiimlichen Ausdruck in dem Antlitz des jungen Mannes, besonders fiel ihm der fieberhafte Glanz seiner dunklen Augen auf. Forsberg glaubte, sich nun doch endlich einmal beherrscht zu haben und wie gewöhnlich auszusehen.
In Wirklichkeit aber war er feit gestern so verändert, als ob er vierzehn Tage krank gewesen sei.
Der Oberförster machte ein erstauntes Gesicht.
„Was in der Welt fehlt ihnen, Herr Forsberg ? rief der Oberförster aus, indem er seine Brille aussttzte und ihn betrachtete. „Doch kein schlimme Nachricht hoffe ich?"
„Etwas sehr Merkwürdiges ist mir begegnet," erwiderte Forsberg. „Es hat mich so gewaltig aufgeregt, daß ich an nichts anderes denken kann. Vielleicht wäre es das Beste, es für mich zu be-
«L Großer Ausstand in Belgien.
Wenn in dem gewaltigen Kohlenbecken von Mons und Charleroi die Tausende der arbeitsharten Männer die Arbeit niederlegen, deren Aufgabe es ist, die schwarzen Diamanten aus der Tiefe der Erde an das Tageslicht zu befördern, dann blickt die Welt mit einer gewissen Aengst- ichkeit nach dem belgischen Kohlenbecken. Denn chon zu sehr bösen Ausschreitungen haben ähn- iche Vorgänge in demselben Kohlenrevier geführt, zu Ausschreitungen, bei denen auch die Brand- ackel eine unheimliche Rolle spielte und vieler Internehmer und unbeliebter Grubenleiter Eigen- hum zerstört wurde. Das war im Jahre 1886, als der Würgengel des bittersten Hungers unter den ausständigen Kohlenarbeitern zu wüsten >egann und diese, von Verzweiflung getrieben, durch gewissenlose Verführer zu den schlimmen Thaten der Schreckenstage von Lüttich und Lharleroi sich hinreißen ließen, die noch lebhaft n aller Erinnerung dastehen. Erst Bajonett und Flintenkugel konnten damals im belgischen Kohlenbecken Ruhe schaffen; und Lohnbewegungen, )ie auf solche Weise durch äußere Gewalt unterdrückt werden, pflegen nicht wirklich aus der Welt geschafft zu sein. Unter der Asche glimmt >er Funke weiter und schlägt bei jeder neuen Gelegenheit zu Hellen Flammen empor.
So ist es in Belgien die ganze Zeit hindurch gewesen. Größere und Heinere Ausstände haben ich dort fortgesetzt in unliebsamer Weise bemerkbar gemacht; aber seit 1886 war kein so allgemeiner Ausstand mehr ausgebrochen wie diesmal.
Die belgifchen Kohlenarbeiter haben kein so g utes Verdienst wie diejenigen anderer Länder, beispielsweise also wie die deutschen Kohlenbergleute. Das ist heute noch ebenso wie vor dreizehn Jahren, und deswegen ist anzunehmen, daß bürgerliche Elemente heute ebenso wie damals zahlreich auf der Seite der ausständigen Arbeiter stehen und diesen im stillen und laut durchschlagenden Erfolg ihrer Bestrebungen wünschen. Deswegen könnte es wohl auch fein, daß dem Ausstande dieser Erfolg bis zu gewissem Grade nicht ausbleibt. Die aufge- speicherten Kohlenvorräthe sind gering. Die Industrie aber erfreut sich gegenwärtig in Belgien desselben Aufschwunges wie bei uns in Deutschland und braucht deswegen mehr Kohle als jemals vorher. Also auch insofern sind die Aussichten für die Ausständigen im belgischen Kohlenbecken nicht ungünstig. Die Arbeiter verlangen eine Erhöhung des Lohnes um 20 vom Hundert; und auch bann, wenn sie diese Lohnerhöhung ertrotzen sollten, würden sie sich im allgemeinen noch nicht so gut im Lohne stehen wie die entsprechenden Arbeiter bei uns in Deutschland. Gerade zu verwundern ist es also nicht, wenn die schwarzen Männer von Mons und Lüttich die augenscheinlich günstige Gelegenheit benutzen und ihre Lage, die nicht beneidenswerth ist, verbessern wollen.
In den beteiligten deutschen Kreisen verfolgt man die Entwickelung der belgischen Lohnbewegung naturgemäß mit lebhaftem Interesse. Schon vor längerer Zeit gingen unter den deutschen Kohlenbergleuten Umtriebe um, die
Jedenfalls können , . .
die Zahl der Handwerksmeister, welche früher langsam gestiegen war, zwischen 1861 und 1895 im Verhältniß zum Bevölkerungszuwachs nicht gewachsen ist, während die Zahl der Gehilfen — bis 1861 rasch zunehmend — heute noch im Vergleich zur Bevölkerung dieselbe ge-
— veranstaltet wurde.
Nach einer „Stichprobe" hätten wir in Deutschland auf je 1000 Einwohner durchschnittlich immerhin noch 57 eigentliche Handwerker. Diese Zahl gewinnt dann noch an Bedeutung, wenn wir sie mit denjenigen früherer Jahre vergleichen. In Preußen kamen z. B. auf je 1000 Einwohner 1816: 39, 1834: 42, 1846: 52, 1861: 59 Handwerker. (Seit 1861 haben wir keine Sonderzählung der Handwerker mehr.) Freilich sind die deutschen Gebietstheile, welche die obengenannte Verhältnißzahl (57) geliefert haben, nicht direkt mit dem Königreich Preußen zu vergleichen. Da dieses im Durchschnitt viel dünner bevölkert ist, als jene, müßten wir heute wohl die Zahl 57 etwas herabsetzen, um sie mit den Zahlen von 1816—1861 vergleichen und so die Verluste des Handwerks genauer beurteilen zu können. Beträchtlich im Vergleiche zur Bevölkerung würde die heutige Gesammtzahl eigentlicher Handwerker aber auch dann noch sein.
Mit demselben Vorbehalt, daß der Vergleich nicht ganz genau sein kann, wollen wir noch die Zahlen der selbständigen bezw. abhängigen Handwerker aus den früheren Jahren und jene von Auf je 1000 Ein-
4» in den letzten Jahren Vieles geredet und getrieben worden. In der TageSpreffe ist babet Itorroiegenb bie eine Seite ber Handwerkerfrage Lartert worden, nämlich mit welchen gesetz- licben und genossenschaftlichen Hilfs- Jnitteln das Handwerk am besten in feinen^n- ™ ffen gefördert werden könne. DieHandwerker- Qnnung§° und Genossenfchafts-Bewegung ist da- durck kräftig angeregt worden, vielfach schon mit anerkennenswerthem Erfolge. Mancher Handwerker ist dadurch aufgerüttelt, der bisher über allgemeine Klagen nicht hinauskam. Das allgemeine Interesse ist aber auf den Stand der wirth- -schaftlichen Verhältnisse im Handwerk gelenkt, insbesondere auf die großen wirthschaftlichen Veränderungen ber neueren Zeit unb ihre theus unaufhaltsamen, theils burch eine gefunbe Sozialpolitik hemmbaren Wirkungen auf bie Stellung jtnb Lage des Handwerkes.
Wenn die Kenntnisse der Grundlagen und Tendenzen der gegenwärtigen Wirthschafts - Entwickelung die Voraussetzung für eine wirksame Sozialreform ist, muß es für die Handwerker von großem Werthe fern, die Entwickelung der heutigen Gewerbeverhältnisse zu verstehen. Die darauf fußenden gesetzlichen Reform- mittel des Handwerkerschutzes und die Organisations-Bestrebungen wird er dann mehr zu würdigen wissen und sie auch zuversichtlicher benutzen. Je größer der Gesichtskreis des Einzelnen, um so größer auch die Antheilnahme an den alle berührenden Interessen, um so energischer, weil ver- ständnißvoller und zielbewußter die Thätigkeit zur Hebung der eigenen Sage.
Das Handwerk hat im heutigen Wirthschafts- leben eine andere Stellung wie früher eingenommen. Diesen Satz möchten wir an die Spitze stellen. Und jeder verständige Handwerker wird uns darin beipflichten, daß das, was manche im Unwillen gegen bie gewerblichen Umwälzungen ber neueren Zeit thun, unnütz ist, nämlich statt die Entwickelung zu verstehen unb in einer anbern Stellungnahme sie auszunutzen suchen, nach ber Wiederbelebung längst vergangener, heute unmöglicher Zustände zu streben. Nein, zu erfolgreicher Selbsthilfe thut vor Allem ein klarer und offener Blick auf bas Terrain noch, bas heute bem Hanb- werk für eine gefunbe Lebensfähigkeit Platz läßt. Wenn sich bann ein Bilb mit vielfach verändertem Gesichte zeigt, fo bietet es doch auch gute Seiten und ist jedenfalls nicht entmuthigend.
Zunächst müssen wir aber die Umrisse dieses Bildes feststellen, indem wir uns eine ungefähre Vorstellung davon verschaffen, wie groß in Deutschland die Zahl der Personen ist, die man noch als eigentliche Handwerker bezeichnen kann, und wie sich diese Zahl bezw. ihre Zusammensetzung in den letzten Jahrzehnten gewandelt hat. Wir sagen, eine ungefähre Vorstellung; denn weil es heute unmöglich geworden ist, zwischen Handwerk und Fabrik eine allgemein giftige Grenze zu ziehen, konnten auch die neueren Berufszählungen nicht mehr die genaue Zahl der deutschen Handwerker feststellen. Man ist also vielfach auf Schätzungen angewiesen, so haupt-
1861
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Deutsches Deich.
Berlin, 19. April.
* Der .Reichs- und Staatsanzeiger' veröffentlicht in seinem nichtamtlichen Theile eine Krmahnu«g «n die ZLeamle«, die folgendermaßen lautet:
Einige von Be amtend es Reichs und Preußens gebildete Vereine haben eine bedauerliche und bedenkliche Haltung angenommen. So fern auch der Reichsregierung und der preußischen Regierung die Absicht liegt, den Beamten die Bildung von Vereinen und Gesellschaften zur Verbesserung ihrer wirthschaftlichen Lage, zur Hebung der geistigen und sittlichen Ausbildung der Mitglieder und zur Förderung ihrer Standestnteressen zu verwehren oder sie in ihrem Petitionsrecht zu beschränken, so bestimmt muß doch von den kaiserlichen und königlichen Beamten erwartet und verlangt werden, daß sie dabei diejenigen Schranken innehalten, welche für alle Beamten durch ihren geleisteten Eid und ihre amtliche Stellung gegeben sind. Die Theilnahme an Vereinen, welche hiermit in Widerspruch stehende Bestrebungen verfolgen und insbesondere beabsichtigen, durch den massenhaften Zusammenschluß von Vereinsmitgliedern einen Druck behufs Durchsetzung ihrer Forderungen auf die obersten Reichs- und Staatsbehörden zu üben, und die Errichtung ihrer Forderungen nicht von der Fürsorge des Reichs oder des Staats erwarten, sondern diese zu ertrotzen unternehmen, deren offizielle Organe sich einer unzulässigen und ungehörigen Sprache bedienen, die Unzufriedenheit schüren, das Vertrauen zu den Vorgesetzten untergraben und sogar durch eine fortgesetzte Herabsetzung der Achtung vor den letzteren die Disziplin gefährden, — ist, wie die Beamten bei objektiver Prüfung selbst einsehen müssen, für sie nicht statthaft. Die kaiserlichen und königlichen Beamten werden, wie die Reichs- und Staatsregierung zuversichtlich vertrauen, auch ohne daß sie von den vorgesetzten Behörden aus die Unzulässigkeit eines solchen Verhaltens besonders aufmerksam gemacht werden, sich von derartigen Bestrebungen fern halten und, falls das Bewußtsein ihrer Beamtenpflicht sie vor der Theilnahme an denselben bisher nicht ohnehin bewahrt hat, in Zukunft die bezeichnetenVereine meidenunddre
„Unb sollten ihr auch Gefahren brvhen," fuhr Klette fort, „so kann doch bas Schiff, auf bem sie sich befindet, bieselben bestehen. Tausenbe fahren sicher über ben Ojean. Warum sollte es bei Agalhe nicht so fein?"
„Es ist wohl wahr," sagte Forsberg matt, „baß ber Traum sich nur auf bas, was Sie Gefahren zur See nennen, bezog. Aber kann er nicht eine Prophezeiung fein?"
„Wovon?"
„Von einem Unglück, welches bem Schiffe unb Agathe zustoßen wird? Daß sie auf eine einsame, unbewohnte Insel verschlagen wirb?"
„Was für eine Insel könnte bas sein? Sie sagen in ben Tropen. Aber, lieber Forsberg, bas Schiff ist erst einen ober zwei Tage auf ber Ausfahrt begriffen?"
„Was für eine Insel es fein könnte?" rtef Forsberg aus, indem er bas Papier ansah. „Das weiß ich nicht. Hier ist sie — sie existirt ebenso gewiß, wie Sie da vor mir sitzen. Eine solche Insel könnte ich mir weder im Wachen noch im Schlafen einbilben. O, sie existirt wirklich. Man muß nur wissen, unter welchem Längen- unb Breitengrabe."
Jnbem er sprach, heftete er seine Augen auf
Der^ Oberförster warf ein: „Soll bas soviel heißen, als baß Sie bie Insel ba haben?"
Fprsberg reichte ihm bie Zeichnung von ber seltsamen Insel. Der Obersörster betrachtete sie neugierig. „Warum haben Sie bies gezeichnet? Um bie Insel Ihres Traumes ihrem Gedächtniß einzuprägen?" fragte er, indem er ihn aufmerksam über seine Brille ansah, denn bie Skizze gab ihm
mit Ilnterhattungs-Meitage „Mustrirte Sonntags-Zeitung
Ny Inserate: Dieeisc
, ▼ . j. ▲ ▲ a spalt. Garmond-
Rabatt gewährt.
1834
26
16
wohner entfielen: 1816
Handwerksmeister: 25
Gehilfen: 14