Druck und Vertag der Luldaer Acttendruckeret
petersgaSe llr. 2 (tjarmonk).
26. Jahrgang
Iukda, Samstag, den 1. April 1899
M 71.
[] Ein glückseliges Alleluja!
nung.
sonst nicht!
Sieges über Hölle und Tod.
die Seite gelegt hatte.
Ein teuflischer Triumph blitzte aus den Augen des Banditen. Schnell enlkorkte er sein Fläschchen und hielt es dem anscheinend im tiefsten und ruhigsten Schlaf Liegenden vor Nase und Mund, bis der Geruch schließlich auf ihn selbst betäubend zu wirken anfing, dann öffnete er rasch ein paar Fenster und kehrte in das eigene Zimmer zurück, wo man ihn m't ängstlicher Spannung empfing.
„Der Bursche hal genug«, stieß er mit gräßlichem Lachen leise hervor. „Nun an die Arbeit. In einer Viertelstunde ist alles gethan. Bringt | hervor.
hatte er seine Absicht erreicht.
Ein Freudenruf entfuhr fast feinem Munde bei dem Anblick, der sich seinen Augen darbot. Der Koffer war mit losem Gelde, Rollen und Banknoten gefüllt. .
Auch der Lord, welcher eine große Reisetasche trug, und die Tochter waren leise hineingeschlichen und betrachteten mit gierigen Blicken den reichen Schatz.
Unwillkürlich streckte Ellen ihre Hande aus, ergriff eine Rolle um die andere und steckte sie in ihre Tasche. , ...
In ihrem Eifer hörten die Diebe nicht, wie seitwärts die Thüre aufging. Sie bemerkten auch nicht die Gestalt des Amerikaners, der, tn jeder Hand einen schußfertigen Revolver haltend, leise das Zimmer betrat.
Durch das Knacken des Hahnes wurde die Aufmerksamkeit Seiner Lordschaft geweckt und er
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die Gewißheit unseres Glaubens, ebenso rote sie aufs neue unsere Hoffnung und unsere Liebe nährt und kräftigt. Wir haben erschüttert gestanden am Kreuze und am Grabe des Erlösers, erschüttert nicht nur durch den qualvollen Tod unseres Herrn und Meisters, sondern auch durch unsere Sünden, durch unsere und unserer Zett Mängel an Glaube, Hoffnung und Liebe, und voll Reue haben wir im Richterstuhl der Buße Besserung gelobt für uns, Besserung auch erfleht für unsere Mitwelt. So dürfen wir gereinigt, mit neuer Hoffnung, befestigt im Glauben und
eine der leeren Taschen herbei, damit unsere Beute gleich ordentlich verwahrt werden kann."
Er begab sich zu dem das Geld enthaltenden Behälter des Amerikaners, begann möglichst vorsichtig und geräuschlos mit seinem Dietrich zu arbeiten und ehe eine halbe Minute verging,
Weqen des hl. Osterfestes wird die ajJfte Nummer unseres Blattes erst am Dienstag ausgegebeu.
der Lob gesang, in dem wir der göttlichen Allmacht und Allgüte huldigen, der Hymnus des
Richtungen hinaus.
Er hätte, alle Vorsicht vergessend, vielleicht laut aufgeschrieen, aber vor Schrecken brachte er nur ein unartikulirtes Gurgeln aus seiner Kehle
setzentrourf gar nicht am Platze. M,t schonen Worten kargen die Offiziösen niemals; aber sehr oft fehlt es hinterher an den entjprechenden schönen
Glaube!« „ ,
Wie ganz anders wirkt aus den gläubigen Christen das feierliche Ostergeläute, der frohe Alleluja-Sang: er hört die Botschaft und — Gott sei Dank! ihm fehlt nicht der Glaube! Ja
Dem übermächttgen Eindrücke dieses gewaltigen Triumphgesanges kann sich selbst der Zweifler und Ungläubige nicht ganz entziehen. Läßt doch selbst Göthe, dieser Hohepriester des Neuheidenthums, seinen Faust, der aus Verzweiflung über die Erfolglosigkeit seines rem menschlichen Erkenntnißringens den Giftbecher an die Lippen setzt, durch das Geläute der Osterglocken wunderbar gerührt vom Selbstmorde zurückschrecken und wehmuthsvoll der gläubigen Kindheit sich erinnern. Freilich, zu reiner heiliger Freude läßt der Ruf der Osterglocken den Ungläubigen nicht gelangen; ihm offenbaren sie auch die Oede seines von der Gnade verlassenen Herzens, seines dem Glaubensleben entfremdeten Verstandes, und — ob eingestanden oder nicht! — mit Schmerz und Grauen muß er sich innerlich mit Faust das trostlose Wehewort sagen: „Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der
drehte sich um.
Er sah den Eingetretenen. In jähem Entsetzen ließ er eine Rolle, die er soeben dem Behälter entnommen, fallen. Sie zerplatzte am Boden und die Goldstücke kugelten nach allen
Mittheilung nichts an; und bevor dies nicht geschieht, ist natürlich jede wirkliche Hoffnung auf eine durchgreifende Reform durch den neuen Ge-
sind die dienstpflichtigen Mannschaften verpflichtet schon nach öffentlicher Aufforderung auf Grund von ihnen bereits im Frieden ausge- händigten Gestellungsbefehlen („Kriegsbeorderungen") sich zu gestellen. Diejenigen Dienstpflichtigen, welche einen besonderen Befehl noch abzuroarten haben, erhalten statt ber, „Kriegsbeorderung" im Frieden eine „Paßnotiz", roeld)e im Wesentlichen besagt, daß ein besonderer Befehl abzuroarten ist. Kriegsbeorderung und Patznotiz können in den Militärpaß eingeklebt werden. Nach diesem neuen Verfahren muß sich jeder Mann bei den Kontrollversammlungen im Besitz einer Kriegsbeorderung ober einer Paßnotiz befinden, sodaß Jrrthümer sofort bemerkt werden. Bei dieser Gelegenheit ist das richtige Emkleben zu prüfen. Da die Mannschaften der Landwehr zweiten Aufgebots nicht zu Kontrolloersammlungen herangezogen werden können, so wird zwischen den Bezirkskommandos und den Ortsbehörden vereinbart, in welcher Weise seitens dieser eure Kontrolle ausgeübt werden kann. Die im Falle der Mobilmachung zu erlassenden öffentlichen Bekanntmachungen lagern bereits im Frieden unter Verschluß von Offizieren. Bei Eingang des Mobilmachungsbefehls erfolgt die Eintragung des Datums der fünf ersten Mobilmachungstage in die Bekanntmachungen und die Versendung der letzteren an die Ortsbehörden. Der Mobilmachungsbefehl wird außerdem durch die Reichs- telegraphie in offizieller Weise allen, auch den nicht an das Telegraphen-Netz angeschlossenen Ortschaften des ganzen ReichstelegraphengebieteS mitgetheilt. Für diejenigen Ortschaften, welche an den Reichstelegraphen nicht angeschloffen find, erfolgt die Benachrichtigung über die Mobilmachung durch Boten, welche bereits im Frieden für diesen Dienst bestimmt werden.
4- Mit stiller ober beinahe vielmehr mit lauter Heiterkeit lieft man .in deutschen liberalen Blättern die Mär, Kardinal Parvcchi habe einem französischen Zeitungsmanne die tiefsten ©ebeintniffe und vertraulichsten Aukuuflspkäue der vatikanische« N-titik enthüllt. Danach vllte im Vatikan der Wunsch bestehen, Italien möge zu einer Vereinigung von Republiken werden, in der dann der wiederhergestellte Kirchenstaat die führende Rolle spielen könnte, und deutsche liberale Blätter — „große" nennen te sich! — stellen sich an, als nähmen sie diesen Insinn ernst und als hätte man es mit einer roßen politischen Entdeckung zu thun. Erstens aber will jeder wahre Katholik, daß dem Papste >ie ihm gewaltsam geraubte weltliche Herrschaft wiederhergestellt werde, und jede deutscheKatho- liken-Versammlung faßt aufs neue einstimmig einen entsprechenden Beschluß. Zweitens aber sollte man es nicht für möglich halten, daß „große politische Blätter int Ernste daran glauben können, irgend ein Zeitungsmann werde im Vatikan in reffen allervertraulichste Angelegenheiten eingeweiht werden, ganz abgesehen davon, daß dieser hier gekennzeichneten Mär das Brandmal vollkommenen Unsinns für jedermann sichtlich ausgedrückt ist. Blätter, die solche Enten weiterflattern lassen, können auf das Beiwort „groß" nur Anspruch machen für ihre Leistungen int Unsinn;
Durch diesen Laut wurden auch die Genossen erschreckt. Sie blickten rückwärts. Da erfolgte wirklich ein Schrei, der Bärtige hatte ihn aus- gestoßen. „Ha, Theodor Meinhold", knirschte er und schnellte wie ein Tiger auf. Er stürzte sich auf den Zimmerherrn, der immer noch unbeweglich wie eine Statue auf seinem Platze stand.
Der Angreifer hatte sich jedoch verrechnet. Als er mit einem halblauten Fluche nach der Kehle des Amerikaners greifen wollte, erhielt er mit dem Pistolenlauf einen Schlag auf den Kopf, daß er stöhnend zusammenbrach.
„Elende Räuber- und Mörderbande«,- stieß Theodor mit gedämpfter 'Stimme hervor, „diesmal seid Ihr in die Falle gegangen und habt an einer ins Bett gelegten Puppe statt an mir Euer ruchloses Kunststück versucht."
Der Ausruf des bewußtlos am Boden Liegenden hatte eine ungeheure Wirkung auf den Lord und die Tochter geübt. Sie zitterten am ganzen Leibe und waren todtenblaß.
Gleichzeitig erschien eine weitere Person in der Szene: Anton Sepp, der ebenfalls eine Schußwaffe in der Hand hielt. Er eilte nach den Gemächern Sr. Lordschaft, verschloß, ohne der auf das Sopha gekauerten Mylady eine Beachtung zu schenken, alle Thüren, dann kehrte er wieder zurück. In diesem Augenblicke stand der Bärtige, welcher sich erholt hatte, auf, aber ohne feine brandrothe Gesichtszierde, die sich bei dem Fall losgelöst hatte. .
Sepp fchaute ihn an. Mit zwei Schritten I stand er vor ihm und preßte ihm die Arme mit I feinen Händen zusammen, wie ein Schraubstock. I „Da finde ich doch endlich den Hollenbrand",
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Thaten.
Der Ileichskanzler Iürst Kohenkohe feiert heute, am 31. März.seinen 80. Geburtstag. Es ist billig und recht, daß die Presse diesen Tag nicht ohne Worte der Anerkennung für den greifen Staatsmann vorübergehen läßt. Schon daß er noch im hohen Alter, wo andere sich meist langst zur Ruhe gefetzt haben, den Muth und bte Opserwilligkeit besaß, den schwierigen Posten des Reichskanzlers zu übernehmen, verdient Anerken-
Daß er ihn bereits 4‘/« Jahre behauptet
Ein herrlicher Gruß, inniger und finniger als mancher andere Gruß, der am Alltag des Lebens mit größerer oder geringerer Aufrichtigkeit von Mund zu Mund geht; ohne Gleichen auch darin, daß er nicht blos dem Empfinden des E i n z e l n e n, sondern zugleich der Jubelharmonie einer großen, fa der größten und erhabensten Gemeinschaft, der christlichen nämlich, einen so lieblichen Ausdruck verleiht. Ein Gruß, den nicht nur menschliche Lippen, sondern auch der metallene Mund der Glocken gewaltig über die Lande trägt; ein (Srufe den die ganze Erde widerklingt und । ««« ■?- - '-4 . <. - . „„ ..
hinaufsendet zum Himmel, wo ihn die Heer- gerade diese Botschaft belebt unb ^^t aufs ne Ichaaren des Weltenherrn jubelnd aufnehmen, so ' nnfpr‘‘8 Glaubens, ebenso f
die ganze Schöpfung, die körperliche wie die aeistige vereinigend in einem einzigen, über- -wältigenden Jubelakkorde: Alleluja, Christ ist erstanden!
O du reine Osterfreude! Wonnevoller und herzerquickender weht nicht der Frühlingshauch durch Gottes Welt unb schafft sie aus einem erstarrten Erbreich in einen wundervollen Garten um, als bie frohe Osterstimmung unsere Herzen
«greift, wenn zum ersten mal nach den ernsten, traurigen Tagen der Charwoche, an denen wir,.».. v-u-—---
die tiefste Erniedrigung des Welterlösers im erfüllt von Liebe zu Gott und zu unseren Nächsten frommgläubigen Geiste geschaut und wieder — nicht am wenigsten zu denen, deren Herz miterlebt haben, das feierliche Alleluja in der leider der wahren Osterfreude verschlossen bleibt Kirche erschallt. Wie es in den verschiedensten - herantreten zum offenen Grabe, besten Bande Formen und Weisen jubelnd durch die Hallen der Heiland in glorreicher Verklamng gebrochen, -es Gotteshauses tönt, so weckt es auch in uns um mit den heiligen Frauen die frohe Botschaft Wunderbar tröstliche und erhebende Seelen- des Engels zu vernehmen: Er ist wahrhaft fhmmungen, einer großen himmlischen Harmonie | auferstanden; Alleluja.
fj&tint täglich, I«usnahme der Snitit- und ^ae.Lierteliährl.
ohne Bringerlohn ,,nd Bestellgeld-n und aus.
ZrtriM.svP-
Erschrockenen zu, „Gregori Allan; ich habe einmal geschworen. Dir alle Rippen zu zerbrechen, wenn ich Dich treffe, aber durch die Hand eines ehrlichen Menschen zu sterben, bist Du gar nicht werth. Deine Mucken also will ich Dir vertreiben. Komm' nur da herein."
Als sei er ein Kind, hob er den Serben tn die Höhe und trug ihn fort. Nach wenigen Minuten brachte er ihn schon wieder und legte ihn auf den Boden. Hände unb Füße waren dem Elenben fest zusammengeschnürt. Sepp trat zu ber Verbindungsthüre und stellte sich vor derselben aus. Durch die Fenster konnte Niemand entspringen. Ein solches Wagniß hätte unrettbar ins Verderben geführt. .
Dies alles war, obgleich noch viel schneller, als man es beschreiben konnte, natürlich nicht ohne Geräusch vor sich gegangen. Einzelne Gaste in den angrenzenden Zimmern hatte bte Unruhe aus bem Schlafe geweckt. Einer berfeiben öffnete die Thüre feines Zimmers unb fragte, was eS gebe. Niemand antwortete ihm.
Indessen hatten der Lord und bte Tochter, von denen Theodor nunmehr auch erkannt worden war, sich einigermaßen von ihrem Schrecken er^°®a6 von dem Bestohlenen kein Lärm gemacht wurde, weckte in dem Kopfe der letzteren eine Idee. Sie trat auf den Amerikaner zu, sie fiel ihm zu Füßen und hob bittend die Hände empor.
Du bist es Theodor, Du?" schluchzte sie. „So müssen wir uns Wiedersehen? O wenn Du wüßtest, wie schwer ich für die an Dir verübte Treulosigkeit bestraft worden bin! Wir sind un-
Ei» Sutil.
Roman der Gegenwart von Max Benno.
30 (Nachdruck verboten.)
Der Bärtige setzte, nachdem er die Stiesel ausgezogen, den Schlüssel an. Er drehte und lautlos ging die Oeffnung vor sich. Er drückte die Thüre vorsichtig auf. Vollständiges Dunkel herrfchte in dem Gemach.
Unhörbar, wie ein Raubthier feine Beute beschleicht, bewegte er sich vorwärts. Seine Augen glühten. Ein Fläschchen hielt er krampfhaft mit den Fingern umspannt.
Er hatte die Bettstelle erreicht. Einen Augenblick blieb er stehen und horchte. Nichts regte sich. Er vernahm nicht einmal mehr einen Athemzug. Ein unbehagliches Gefühl beschlich ihn. Er zog die Vorhänge auseinander und schaute hinein.
Bei dem Zwielicht sah er zwischen den Kissen, fast vergraben, einen Theil des Gesichtes des Amerikaners, der sich nach der Wand hin auf
vergleichbar, die Überall in den Christenherzen j ~
ein freudiges unb hoffnungsvolles Echo findet. Uetdh
Wie die heiligen Schriften erzählen, fangen 9 Berlin 31 März
schon im alten Bunde die frommen Juden das | J . n
„Hallelu-jah" (lobet Jehova) am Anfänge ober + Die halbamtlichen -Berl. Poltt. Nachr. Schluß ihrer Lobpsalmen, und so feiern auch die bringen eine neue Mittheilung über den ange- chimnttischen Heerschaaren den Fall der großen kündigten und schon im Voraus viel |unb eifrig Babel, der Feindin Gottes. So nahm denn auch besprochenen Entwurf eines neuen preußischen bie Kirche diesen uralten Ausdruck der Freude, Gemeinde-Wahlgesetzes, der nun allem An- des Dankes, der Lobpreisung und der Siegesge- scheine nach wirklich bald nach Ostern iw preu- wißheit in ihre geweihten Handlungen, ihre Ge- ßischen Landtage emgebracht werden soll. Wiese sänge und Gebete auf, in Ehrfurcht feine ur- neue offiziöse Kundgebung stellt mit erfreulicher sprüngkiche Form bewahrend. Auch uns ist dieser Klarheit fest, daß die l e tz t e n G e m e i n d e w a h t e n alte und doch ewig junge Jubelklang der Aus- den Beweis geliefert haben, daß „m melen -ruck der reinsten Freude und insbesondere der Gemeinden das Kommunal wähl re cy. 0 es Osterfreude über die Auferstehung unseres ge- Mitte 1 standes und ber bretieren Schichten liebten Heilandes von den Todten, der Ausdruck d er Bevölkerung empfindlich gef chaoigt ber innigsten Dankbarkeit für diesen glor- rootben ist". Aber barüber, was ber neue Cnt- __I-X*— Kam fBoffAHKiiMA SaR rCfTÄfttrtmitvf ntr 9
«.beertli*: F»r die Redaktion Ios. San«, ^^Inserate I. Parzelle» in Saida.
hat, zeugt von mehr Klugheit, Geschastsgewanbt- heit unb Menschenkenntniß, als mancher sich träumen lassen mag. Weil er im Reichstage keine großen Reben hält, in ben Parteien nicht Streit unb Verwirrung anrichtet, überhaupt wenig hervorttitt, so glaubt man gern, er „thue nichts« unb lasse es laufen, wie es laufen will. Nichts falscher als bas. Er entwickelt eine ganz be» beutenbe Thätigkeit unb übt auf ben Gang ber Politik einen starken Einfluß aus, unb zwar, was besonbers hoch zu schätzen ist, einen beruhigenden und mäßigenden. Wenn die letzten Jahre bei uns recht ruhig, ohne „Krisen" und Katastrophen verliefen, fo verdanken wir das in allererster Linie dem jetzigen Reichskanzler. Man hat daher allen Grund den aufrichtigen Wunsch zu hegen, daß er noch lange an der Spitze der Regierung bleiben möge. Er hat es verstanden, fein hohes Amt unter schwierigen Verhältnissen so zu führen, daß trotz ihrer Gegensätze alle Parteien in der Werthschätzung des leitenden Staatsmannes sich vollkommen einig sind. Wir wissen uns mtt unfern Lesern eins, wenn wir dem hohen Staats- manne den herzlichsten Glückwunsch zum heutigen Ehrentage aussprechen, und bsran die Hoffnung knüpfen, Gott möge ihn in seinem weiteren Schaffen feanen, damit er wirke wie bisher:
Ft". Ader varuver, was oer neue ll . • ° ' ,___s.a
reichen Beweis der Vollendung des ErlösungS-1 wurf zur Besserung dieser unerquicklichen Zustande Allezei reu
weites und der Göttlichkeit. unseres Glaubens, > vorschlägt, deutet. I . A N-fch-emügM.- einer Mobil-
machnng sind jetzt nach der,Rhein.-Westf. Ztg/ neue Einrichtungen getroffen worden; darnach
KnldaerMZertung
mit Nnterhattungs-Meilage „Muffrirte Sonntags-Zeitung? “