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26. Jahrgang

Iuröa, Aiontag, den 30. Januar 1899

Inserate: Die ein- spalr. Garmcnd- zeile oder deren Raum I5Pf.,Re- klar.een die Petit­zeile 25 Pf.; bei Wiederholungen wird entsprechens. Rabatt gewährt.

Druck und Verlag der Fuldaer «ctiendruckeret petersgah'e Ur. 2 (tiarmonü).

Ersparnisse durch Vermittelung der Konsulate nach Deutschland übermiesen.

* Die russische Warineverwaktnug hat den Bau von 7 Kriegsschiffen, nämlich 3 geschützten Kreuzern und 4 Torpedoboots- zersiörern, an deutsche Werften vergeben. Von den Bauaufträgen zur Vergrößerung der russischen Flotte ist somit ein erheblicher Theil der deutschen Industrie zugefallen. Die Kruppsche Germaniawerft bei Kiel, der „Vulkan" in Stettin und die Schichauwerft bei Danzig bauen je einen stark armirten Kreuzer von großer Geschwindig­keit. Die letztgenannte Werft erhielt außerdem einen Bauauftrag für 4 Torpedobootszerstörer. Die 3 Kreuzer, deren Deck stark gepanzert wird, sollen bei einem Deplacement von je 6250 Tonnen 23 Seemeilen in der Stunde laufen können. Das Aeußere der Schiffe, welche eine Länge von 135 Metern erhalten, wird durch 5 Schornsteine be­sonders charakteristisch sein. An Armirung erhält jedes Schiff 24 Schnellfeuerkanonen verschiedener Größe und 6 Maschinengewehre. Die 4 Torpedo­bootszerstörer werden ein Deplacement von 350 Tonnen haben. Da Fahrzeuge dieser Art von ganz besonders großer Geschwindigkeit sein müffen, wenn sie mit Erfolg operiren sollen, ist eine Durchschnittsqeschwindrgkeit von 27 Seemeilen in der Stunde mit der deutschen Werft verein­bart worden. — Alles zur Sicherung des Frie­dens.

in der richtigen Erkenntniß der Vortrefflichkeit dieses einen Mittels hat beispielsweise auch die Bres- auer Versicherungs - Anstalt einen bedeutenden ährlichen Kredit zur Verfügung gestellt zu dem Zwecke der Erbauung geeigneter Arbeiter-Woh­nungen. Aber auf keinen Fall kann der Noch mit diesem einen Mittel gesteuert werden. Wenn man gesehen hat, wie erbärmlich die Wohnungen manch­mal oeschaffen sind, die in den Zuckerrüben-Ge- genden von Sachsen und Anhalt ec. für die frem­den Arbeiter aus dem Osten zur Verfügung ge­stellt werden, und wenn man dann sieht, wie dennoch Jahr aus Jahr ein im Frühlinge die männlichen und weiblichen Arbeiter von Osten her in stets wachsender Masse angerückt kommen, dann weiß man ganz genau, daß mit diesem einen Mittel allein nichts zu machen ist. Elendere Wohnungen können die Leute daheim in Ober­schlesien und im Posen'schen auch nicht haben; gewöhnlich werden sogar ihre Wohnungen dort besser sein. Und dennoch kommen die „Sachsen­gänger" immer wieder!

Ganz wunderlich aber ist es, wie Jemand Hebung der Leutenoth erwarten kann von der „Hebung derJndustrie" in bisher rein länd­lichen LandeStheilen. Wohl kann durch eine Ent­wickelung der Industrie in Gegenden, wo eine solche bisher nicht vorhanden war, ein besserer und vortheilhasterer Absatz für landwirthschaftl. Erzeugnisse geschaffen werden. Aber daS ist doch sonnenklar, daß alsdann, nach Einführung der Industrie, noch mehr Menschen gebraucht werden als vorher; und hernach wird es und muß es unbedmgt der Landwirthfchaft auch noch, mehr an Leuten fehlen als bisher, wenn nicht in­zwischen ein durchgreifendes anderes Mittel ge­funden worden ist, um erneu Zuzug von Arbeitern und Gesinde zu veranlaffen.

„Nationale und kulturelle Rück­sichten — so läßt sich neuerdings die freckon- seroatioe Berliner «Post' vernehmen — stehen der Anwendung dieses Hilfsmittels (nämlich Zuzug von Arbeitern aus Rußland und Galizien) gleich stark entgegen." Ist denn aber das Ge­deihen unserer Landwirthfchaft nicht eine noch viel wichtigere nationale und kulturelle Frage? Sicherlich. Und sicherlich wird es für das allgemeine Wohl besser sein, wenn die Landwirthfchaft mit fremden Arbeiterelementen bestehen kann, als wenn sie ohne diese Hilfe langsam, aber sicher zu Grunde geht. Im preußischen Ab­geordnetenhause hat, wie bekannt, der Centrums­abgeordnete Szmula eine Interpellation darüber eingebracht, wie die Regierung zu dieser Frage sich stellt. Auf die Antwort der Regierung muß man im höchsten Grade gespannt sein.

Erfcbeint täglich, m. Ausnahme der Sonn- und Feier­tage. Bierteljährl.

Dexugspreis ohne Bringerlohn und Bestellgeld in Fulda und aus­wärts IM. 50 Pf.

Z Tie Leutenoth auf dem Laude. '

In großen Bezirken des Reiches ist zu der ’ wirthschaftlichen Nothlage, unter der die Landwir'thschaft nun schon lange zu leiden hat, nun auch die Leutenoth gekommen, der Mangel an geeigneten Arbeitskräften für Feld, Hof und Haus; und diese Roth hat sich während der allerletzten Jahre fortgesetzt so gesteigert, daß man sich der Einsicht nicht mehr verschließen kann, hier vor einer schweren Landes­kalamität zu stehen. Wie ungemein stark diese Kalamität in manchen Landstrichen hervortritt, das gebt so recht deutlich für jedermann aus der an dieser Stelle bereits kurz erwähnten Statistik hervor, die ein Gutsbesitzer im schlesischen Kreise Neiße für diesen Kreis angestellt hat: danach fehlen in diesem Kreise allein 1015 Dienstboten, und von den gemietheten Dienstboten sind 135 beim Jahreswechsel gar nickt in ihrer neuen Stelle angezogen! Solche Ziffern reden eine so außerordentlich deutliche Sprache, daß hoffentlich auch recht bald die- senigen Leute eines Beffern sich belehren laffen, die noch immer nicht an eine wirkliche Leutenoth glauben wollen und noch imnter gar zu gern von einer „sogenannten" Leutenoth reden und schreiben.

Auch'die falsche Annahme ist längst widerlegt, daß nur die Gro ßzrundbesitzer unter der herr­schenden Leuteum h zu klagen haben. Dem kleinern Besitzer geht es ganz genau ebenso und in vielen Fällen noch schlimmer als dem großen.

Die am nähsten liegende Hilfe gegen Die Leutenoth würde ohne Zweifel die Heranziehung von Arbeitern aus dem Auslände sein, in den östlichen preußischen Provinzen zmn Bei­spiel auS Rußland und aus Galizien. Aber die Regierung und die ultranationalen Politiker wehren sich mit Händen und Füßen gegen die Heranziehung und namentlich gegen die dauernde Ansiedelung polnischer Arbeiterelemente; schon sieht man im Geiste das ganze Staatswesen be- droht durch einen solchen Zuzug. Was aber will man wohl sonst als Hilfsmittel in Vorschlag bringen? . , _ „

„Beschränk ung der Freizügigkeit wird feit Jahr und Tag in einigen konservativen Organen als das beste und sicherste Mittel gegen die Leutenoth empfohlen. Aber wenn man nun die Herren scharf aufs Gewiffen fragen wollte, wie sie sich denn wohl die praktische Ausführung dieses ihres Vorschlages vorstellen, so würden sie ohne Zweifel sehr in Verlegenheit kommen — ganz zu schweigen davon, daß solche verfassungs­widrige Zwangsmittel, niemals die Billigung einer Parlamentsmehrheit finden würden. Schließ­lich würden auch die Folgen verhängnißvoll sein, wenn man es wirklich mit solchen Zwangsmitteln versuchen wollte: es würde eine Unmenge von Unzufriedenheit auf dem Lande erweckt werden, und der Ausfall der Wahlen würde alsdann zeigen, daß man wieder einmal ein herrliches Futter für die Sozialdemokratie zurecht gemacht hätte.

Ohne Zweifel klingt es schon bester, wenn man empfiehlt, demLandarbeiter sein Heim -so angenehm wie möglich zu gestalten; und

selbst den Trinksvrucd auf Papst und Kaiser aus-1 brachte. Nun kann sich der sogenannte Evan­gelische Bund von frischem beim Reichskanzler beschweren, und Herr von Eynern mag aus dem Vorgehen des preußischen Gesandten beim Vatikan selbst entnehmen, wie angenehm — oder unangenehm fein Antrag auf Aufhebung der preußischen Gesandtschaft beim Vatikan an leiten­der Stelle in Berlin empfunden wird.

ü Einen sehr poktttscheu Grinkspruch hat beim Festmahle an Kaisers Geburtstag der Ober­bürgermeister von Posen ausgebracht, Herr Wltting. Dieser bezeichnete die neue Polen­politik, also nach dem amtlichen Ausdrücke die Poitck zur Hebung des Ostens als „persön­liche, als eigenste Politik Sr. Maj. des Kaisers, an deren Anfang wir erst stan-1 den. Sie solle alle Stände und Berufe zu ge­meinsamem Wirken im Dienste des Deutschlhums , vereinigen".

O In der Wekfeufrage nimmt nun auch das Wort der .Braunschweiger Anzeiger', der das amtliche Organ der braunschweiger Regie­rung ist. In einer langem Darlegung findet sich der Satz, daß „seit 1885 kein einziger Fall bekannt sei, in dem im amtlichen Organ des Reiches und Staates klar und bestimmt Stellung zu der braunschweigischen Frage genommen würde," obwohl es sich „hierbei um eine preußische, auS dem Verhältnisse Preußens zum ehemaligen hannoverschen Königs- Hause entspringende Frage handelt". Das klingt wie ein V orwurf mit der Spitze gegen Berlin. Wird von Berlin aus geantwortet werden? Schwerlich. Aber die braunschweiger Kundgebung verdient große Beachtung!

+ Nach Mittheilungen, die ganz augenschein­lich aus amtlicher Berliner Quelle stammen, haben die betheiligten Mächte (Deutschland, England und Nordamerika) noch nicht über einen Plan der Wetturg der Samos-Iuser« verhandelt. Vor­läufig wird unbedingt die im Jahre 1889 zu Ber­lin vereinbarte Samoa - Akte als die Grundlage der Rechte und Pflichten der beteiligten Staaten betrachtet werden. Alles Andere sei „Fabel". Es ist sehr zu bezweifeln, daß man auf diese Weise der öffentlichen Meinung imponirt. Die Verein­barungen von 1889 haben fick als unpraktisch erwiesen und bedürfen ganz entschieden der Aende- tung und Aufbesserung. Erfreulicher ist der an­dere Theil derselben offiziösen Meldung, daß näm­lich „von einem Konflikte der drei Interessenten in dieser Angelegenheit gar nicht die Rede fern könne". Aber das wußte man bereits. Kriegs­schiffe sollen nach der Vereinbarung der drei Mächte zunächst nicht mehr nach der Südsee ent-

x Der eifrigste Vorkämpfer für die Idee des vom Zaren angeregten Iriedevs Kongresses ist in England der bekannte und vielfach verdiente Schriftsteller W. T. Stead. Dieser hat ein Schreiben vom Kardinal-Staatssekretär Ram- polla erhalten, in dem ihm der Kardinal seine volle Anerkennung ausdrückt. „ . . . Die Er­haltung des Friedens — so heißt es in dem Schreiben des Kardinals — ist das höchste Ziel, das die Humanität anzustreben vermag. ES kann daher keinem Zweifel unterliegen, daß der hl. Stuhl, getreu feinen uralten Ueber= liefeiungen, keinen innigem Wunsch hegt, als alle Nationen in brüderlicher Freundschaft durch die Bande des Friedens geeinigt und Gerechtigkeit in den internationalen Beziehungen wieder walten zu sehen . . . Jeder Meüsch von ehrlicher Gesinnung und jeder wahreFreund des Fortschrittes muß den glüh enden Wunsch hegen, daß unser Jahrhundert . . . der Nach­welt ein edles Denkmal seiner Zeit zurücklassen möge, ein Denkmal, daß den Dank der Humanität verdient . . ."

-f- Der „Bund der Handels- und Gewerbe­treibenden in Berlin" hat eine Denkschrift über die ISaareuharis - Ilmsatzsseuer erscheinen lassen. Die genannte Körperschaft besteht der Hauptsache nach aus kleineren Kaufleuten; die Denkschrift ist darum beachtenswecth. Die Haupt- ! fache darin ist der Vorschlag, eine Branchen-

„Nicht Übel ersonnen," bemerkte der Admini­strator nach langer Pause.

„Ich hätte vorher um Erlaubniß nachgesucht ; aber, gnädiger Herr, wie war es möglich, daß Ihr eine solche Erlaubniß gäbet? Ihr hättet Euch vor mir zu Unrecht bekannt, und da ist es doch beffer, ich bekenne mich vor Euch zu Unrecht.

Der Brandenburger schritt im Zimmer nach­denklich auf und nieder, endlich blieb er an einem der hohen Fenster stehen, trommelte mit den Fin­gern an der Scheide und blickte sinnend auf den Domplatz, der weithin sich vor ihm ausdehnte.

„Er hat Recht," murmelte er vor sich hin. „Gilden ist fort .... Was sollte ich mit ihm l anfangen . . . Hier hätte er immer eine Partei gehabt, die hinter ihm gestanden . . . draußen I bat er keine Partei . . . und feine Partei hat

„Seinen Namen kenne ich nicht. Ich weitz nur," daß er Eurer Gewalt längst entrückt ist!"

„Ah!" bemerkte der Brandenburger lächelnd. Du" willst mich auf die Suche nach dem Unbe­kannten schicken? Werde erst reifer, ehe Du einen Brandenburger durch Kniffe hinter's Licht führen willst."

„Ew. Gnaden sind in der beneidenswerthen Lage, keinen Widerspruch fürchten zu müffen."

„Widerspreche! Ich befehle es Dir!" bemerkte der Administrator aufgebracht.

„Wem möchte es beifallen, ein Glied des Kurhauses Brandenburg durchKniffe überlisten zu wollen, da doch Jedermann sicher wäre, seinen

ftbtr, Schurrt und Fackel.

gine Erzählung aus der Geschichte der Stadt Magdeburg.

Von Philipp Wasserburg (Laicus).

------ (Nachdruck verboten.)

„Ihr habt schöne Geschichten angefangen, Junker," sagte Geheimschreiber Meyer, sich den Schweiß abwischend, während man den Jüngling der Feffeln entledigte; „aber ich hab' es Euch schon damals verdacht, daß Ihr diesem Gilden die Stange hieltet."

„Ja, Herr Sekretarius," erwiderte der Junker, indem er zornig die Spuren der Fesseln betrach­tete, die sich am Handgelenke in seiner Haut aus­geprägt hatten, „Ihr gehört zu jenen Leuten vorn grünen Tische, die das Gras wachsen und die Flöhe husten hören; wär es nach Euch gegangen, wahrhaftig, wir säßen noch an der Ostsee, ge­wärtig, jeden Augenblick nach Schweden zu ent­fliehen, wenn nur jetzt nicht im Gefolge des Schwedenkönigs ein warmes Plätzchen gefunden. Ich bin zwar kaum fünfzehn Jahre alt, und Ihr zählt fünfzig. Aber von Eurer Regierungsweis­heit thätet Ihr am besten zu schweigen."

Ruhig, Bursche!" schnauzte der Rottmeister, der 'ihn mit sechs Mann hierhergebracht, seinen Gefangenen an. „Sorge, daß Dir da drinnen das Mundwerk nicht fehle."

Damit deutete der Rottmerster auf eine Thür, die sich in demselben Augenblicke öffnete. Der Administrator erschien auf der Schwelle.

Christian Wilhelm von Brandenburg hatte sich in der Eile nur notdürftig angeHeibet und

sandt werden.

* Seit einer Reihe von Jahren ist vom Aus­wärtigen Amte die Einrichtung getroffen, daß f*pgrmCfs^durch^Vemütttlunq^"der deutschen I ©Teuer einzuführen. Em Kleinhandels-Geschäft Konsulate kostenfrei in die Heimath gelangen soll steuerfrei bleiben, wenn es nur bi« au bret lassen können.' Diese Einrichtung hat sich bewährt Branchen hat, ohne Rücksicht auf den Umfang und die Seeleute haben von der ihnen gewährten seines Umsatzes. Erst wenn!Waaren einer vierten Vergünstigung in immer zunehmendem Maße Ge- Branche hinzukommen, soll eine staffelförmige brauch gemacht. Im Jahre 1878 wurden nach Umsatzsteuer je nach der Zahl der Branchen und der Nardd Allgem. Zig.' gegen 36,000 Mark der Höhe des Umsatzes eintreten. Der Vorschlag unb im Jahre 1898 über 176,000 Mark solcher ist sicherlich sehr beachtenswerth.

Derrtsches Keich.

Berlin, 28. Januar.

X Auch in diesem Jahre hoben die deutsche« KathotiKea i« Itom den Geburtstag des Kaisers in festlicher Weise begangen. Aus die Einladung des preußischen Gesandten beim Vatikan, des Freiherrn von Rotenhan, hat ein Festmahl stattgefunden, bei dem der Gesandte trug noch einen Schlafrock von violetter Seide, in welchen er seine ganze Gestalt hüllte. Im Anfänge war er heftig erschrocken, als man ihm die Nachricht brachte, Gilden sei ausgebrochen. Er meinte, einen Ausstand sich entzünden zu sehen, der ihn seine kaum erlangte Herrschaft kosten könnte. Als aber Alles in der Stadt ruhig blieb, wurden auch Se. Gnaden ruhiger, und erwarteten mit zorniger Ungeduld ihren Pagen, besten Vorführung er befohlen hatte.

„Hierher, Junker!" rief bet Administrator mit drohenber Stimme, während auf feiner Stirne tiefe Falten entstanden. „Was habt Ihr Euch unterfangen ?"

Der Jüngling trat ein. Die Thüre schloß sich hinter ihm.

„Sprecht!" fuhr der Administrator ihn aus's Neue an. „Wie habt Ihr Euch unterstehen können, diesem Gilden aus dem Gefängnisse zu helfen?" _ _____

„Herr Administrator," sagte der Page furcht­los, indem er seine Hände seinem Herrn hin- streckte. „Betrachtet diese Hände; noch kein Mansfeld hat Feffeln getragen, unb wenn ich mein Leben behalte, so werbe ich tiefe Fesseln rächen!"

„Das wird eben die Frage fein/1 meinte der Administrator scharf. „Auf keinen Fall werden große Worte zur Sicherung Eures Lebens bei­tragen."

„Nun, wenn Ihr mich töbtet, erweiset Ihr Niemanden einen schlimmeren Dienst als Euch; Ihr töbtet Euch einen ergebenen Diener, und muß ich doch einmal sterben, bann will ich ben

To^kmpfängen^wie mein Vater ihn empfangen Meister zu finben!" antwortete der Jüngling ^at' Ei"/ Mansftld'^bi'ft^Du^^a,"' bemerkte ber ^Der Administrator biß sich auf die Lippen. Brandenburger etwas milder. „Ob ein ergebener „Nun!" meinte er kurz; „was soll das Diener 2" , heißen, daß ein Anderer den Anschlag angestiftet ?

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, „Das soll heißen, daß Gilden mit. und ohne fürstliche Gnaden, die Flucht Gildens würde meine Mitwirkung befreit worden wäre, diesen Beweis liefern; und wenn ich nicht in „Befreit Dich diese Thatfache von der Schuld Last genommen worden wäre, so würde ich um ber Beihilfe?" . .

Audienz gebeten, und meinen Lohn gefordert „Nein; aber sie drängt die "ach der Sn"? 8 I Schuld zurück; es fragt sich ob es in Eurem

9 Der soll Dir werden, Bursche!" antwortete Interesse lag, daß Gilden durchkam oder nicht, der Administrator und ließ sich auf einen Sessel „Wahrhaftig, Bursche," meinte der Adnnni- nieber Sprich, was hast Du zu Deiner Ver- ftrator erstaunt nach langem Schweigen, „das theidiqun'g zu sagen. Man soll mir nicht nach- ist eine neue Seite der Frage Du hast Recht...

d°ß ich Ach ungchörl oerurlheitt. Spnch Im ®runb« ta «M* bog

Il'L 'ÄÄ"'" । DAS- d.r Admim.

„Wer ist der Anstifter?" fragte der SKbmini»

mit Itnterhaürmgs-Aeikage „IMItrirts Sonntags-Aermng.