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mit Nnterßaktungs-Meikage „ZssuKrirte Sonntags-Zeitung!'

JE 278.

Justöa, Dienstag, dm 6. Dezember 1898.

25. Jahrgang.

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und mit Orden ausgezeichnet worden. Dann aber war eine schlimme Zeit gekommen: in schlechte Hände gerathen, hatte er die tollsten Streiche be. gangen, und es war sogar die Rede davon ge­wesen, ihn mit schlichtem Abschied zu entlassen. Seiner Mutter, einer kränklichen Frau, die nur in dem Sohn lebte, war darüber das Herz ge­brochen. An ihrem Sterbebett aber hatte er ihr und sich Umkehr gelobt und dann mannhaft sein Wort gehalten. Ein gebesserter, aber ernster und stiller Mann war er aus den inneren Kämpfen hervorgegangen.

Schroff im Wesen, scharf im Urtheil, war Lieutenant Lovelace im allgemeinen mehr gefürchtet als geliebt; die wenigen aber, die ihm nahe standen, versicherten, daß wahre Schätze an Herzensgüte im Grunde des anscheinend rauhen Gemüthes schlummerten. Daß eine so innerliche, verschlossene Natur dem in Aeußerlichkeiten aufgehenden Hohen- bruck zuwider sein mußte, war zu erwarten. Daß die Abneigung gegenseitig war, bewies der kühle Gruß, den beide austauschten.

Von Graf Durbach mit auffallender Freund­lichkeit empfangen, ritt Ludwig an Mathilde heran. „Ich bin hocherfreut, daß mir das Glück zu Theil wird, an Ihrer Seite zu reiten, gnädige Gräfin."

„Wenigstens reiten wir alle einen Weg." „Aber die besten Reiter und die besten Pferde finden sich doch immer wieder zusammen."

„Bescheidenheit ist eine Zier!" rief eine lustige Stimme aus dem Kreise, der sie umgab.

Alles lachte, nur Hohenbruck blickte finster drein. Ehe er die vernichtende Antwort, nach der er suchte, gefunden, hatte Graf Durbach sich in's Mittel gelegt.

Durch diese letzteren erreicht der Unterbeamte erst mit dem 21. Anstellungsjahre das höchste Gehalt. Wenigen Militäranwärtern wird es nach ihrer Dienstzeit von 12-14 Jahren beim Militär noch vergönnt sein, dieses Alter und damit die höchste Gehaltsstufe zu erreichen. Auch den höheren Beamten ist vor einigen Jahren die Aufrückungsfrist um drei Jahre abge­kürzt worden. Es wäre darum nur recht und billig, daß dasselbe nunmehr auch bei den Unter­beamten geschähe, und überall in den Kreisen der Unterbeamten hegt man recht lebhafte Wünsche danach. Das 15. Anstellungsjahr sollte dem Unterbeamten die höchste Gehalts­stufe bringen — so meinen die Unterbeamten und man kann ihnen darin nur recht geben. Erreichen sie nicht rechtzeitig die höchste ihnen verheißene Gehaltsstufe, dann steht diese letztere ja nur auf dem Papiere, ohne dem Unterbeamten auch nur das Geringste zu nützen; und eine solche Wirkung kann unmöglich in dem Sinne und Willen eines gerechten Gesetzgebers liegen.

Allgemeine Aufbesserung des festen Gehaltes; Erhöhung des Wohnungsgeld- Zuschusses, der gegenwärtig in allen Orten mit hohen Miethspreisen unzulänglich und nament­lich für die Unterbeamten ganz unzureichend be­messen ist, und endlich rechtzeitiges Er­reichen der höchsten Gehaltsstufe: das sind die drei berechtigten Forderungen der Unter­beamten, deren Erfüllung ihnen vom Standpunkte der ausgleichenden Gerechtigkeit aus recht sehr zu wünschen ist.

| ließ sich gern mit dieser „Eroberung" necken, und aufmerksame Beobachter klügelten heraus, daß des Mädchens Freude am Reitsport — das einzige wofür bisher ihre kalte Natur sich erwärmt — in letzter Zeit noch gewachsen sei: ein weiterer Verdachtsgrund, der auf ein Interesse für den glänzenden Reiter schließen ließ.

„Wo bleibt nur unser Lovelace?" fragte einer der mitrestenden Offiziere, als die zur Zusammen­kunft bestimmte Stunde geschlagen hatte. „Sollte er mit der Verschönerung seiner Person noch nicht zu Ende sein?"

„Nennt man den Wols usw," lachte ein anderer “nb w die Ferne, wo Hohenbruck aus seinem Vollbluthengste angeritten kam.

Er mar augenscheinlich sehr guter Laune und trug eine wahre Triumphator-Miene zur Schau Die Wahrnehmung, daß er besser beritten sei als irgend einer der Gesellschaft, erfüllte sein Gemüth mit Freudigkeit. Dazu kam noch, daß er in der Reiterschaar keine mißliebige Person entdeckt hatte, bis auf Rittmeister von Knorring: den allerdings wünschte er weit fort, an das Ende der Welt.

Einem voran heilsfreiem Auge mußte indessen der viel besprochene Mann als die bedeutendste Persönlichkeit des Kreises erscheinen. Er war schlank und hochgewachsen und hatte geistreiche wenn auch unregelmäßige Züge; der tiefe Ernst, der darauf lag, bildete für sinnige Menschen nur einen weiteren Reiz. Wie Baronin Hohenbruck hämisch bemerkte, hatte Knorring thatsächlich eine etwas stürmische Vergangenheit hinter sich. Als blutjunger Fähnrich im deutsch-französischen Kriege '"das Heer eingetreten, halte er sich in demselben rühmlich hervorgethan, war zum Offizier befördert

0 Berechtigte Klagen der Unter­beamten.

Die Lage der Unterbeamten ist ein Thema, das schon sehr oft erörtert worden ist. Aber leider ist dies noch lange nicht oft genug ge­schehen ; denn nach wie vor hat ein großer Theil der Unterbeamten unleugbaren Grund zu Klagen und Beschwerden mancherlei Art. Gleichzeitig ist es für die Unterbeamten schwerer als für andere Berufsarten, ihre Jntereffen zu verfechten und Beschwerden oder Petitionen an die Parlamente gelangen zu lassen; denn wenn sie derlei thun, wird ihnen das übel vermerkt, und noch unter den allerletzten Berathungsgegenständen des letzten Reichstages spielte das Petitionsrecht der Be­amten eine bedeutsame Rolle. Gewisse Beamten hatten eine Petition an den Reichstag gelangen lassen; ihre vorgesetzte Staatsbehörde aber hatte Abschrift von dieser Petition und auch von den Unterschriften nehmen lassen, die darunter standen, und hatte dann die Beamten, die unterschrieben hatten, gemaßregelt. Abg. Gröber vom Centrum nahm sich der Unterbeamten an, und auf seine Anregung hin dürfen in Zukunft die Unterschriften von Petitionen, die an den Reichs­tag gelangen, nicht mehr anderwärts mitgetheilt werden.

Deutsches Deich.

Berlin, 5. Dezember.

* Die ,Deutsche Tageszeitung' meldet aus an­geblich unterrichteter Quelle, daß der Kaiser im nächsten Monat April mit der Königin von EnglandinKoburg zusammentreffen werde. — Für den Frühling hat der Kaffer eine Einladung des Königs Humbert von Italien zum Besuche Italiens angenommen. Schon jetzt werden bei Hofe Vorbereitungen für die italienische Reise getroffen, welche jedoch die Kaiserin nicht mit- machen wird.

* Das preußische Staatsmiuifferium hat am heutigen Montag unter dem Vorsitze des Fürsten zu Hohenlohe eine Sitzung abge­halten.

x Herr Professor Areißerr v. Kerlkiug hat emen Ruf als ordentlicher Professor an der Universität Bonn erhalten und angeblich auch angenommen. So wenigstens wird übereinstimmend in mehreren Blättern berichtet. Herr Freiherr v. Hertling gehörte bekanntlich schon früher der Bonner Universität als Prioatdozent und außer­ordentlicher Professor an. Aber es ist doch wohl sehr zweifelhaft, ob Herr Freiherr v. Hert­ling diesen Ruf annimmt. Nach der ganzen Lage der Verhältnisse sollte man meinen, er werde diesen Ruf ablehnen.

* Die Gerüchte über einen bald bevorstehen­den Rücktritt des Herrn v. Lucauus werden nunmehr von einer Seite als „müßiger Klatsch" bezeichnet. Eine etwas weniger heftige Aus- drucksweise würde der Behauptung mehr Nach-

„Kehren Sie sich nicht an die Spötter, Hohen­bruck. Wer zuletzt lacht, lacht am besten, und das werden Sie sein. Ich wette. Sie beweisen heute noch die Richtigkeit Ihrer ganz unanfechtbaren Behauptung."

„Herr Graf wetten es, und ich will es hoffen. Und Sie, gnädigste Komteß, wie denken Sie darüber?"

Sie fühlte, daß vieler Augen auf sie gerichtet - waren, und das Blut stieg ihr bei der kecken Frage m die Wangen. „Ich überlasse es dem Schicksal ohne weiteres Nachdenken," war ihre gemessene Antwort

„Nun Hohenbruck, diesmal sind Sie gehörig abgeblitzt," flüsterte ihm schadenfroh der Kamerad zu. „Gräfin Mathilde war ungnädig."

„Warum nicht gar!" erwiderte der Lieutenant mit unerschütterlichem Selbstvertrauen. „Mädchen- launen! genau wie April-Grillen; vorübergehend beide. Sehen Sie denn nicht die Purpurwelle auf den Wangen?"

„O Sie Schwerenöther!" Der Kamerad lachte aus vollem Halse. „Möchte wohl sehen, was Ihre Zuversicht erschüttert!"

„Setzen wir uns in Bewegung!" ließ der Oberst sich vernehmen. „Die Wagen müssen sich natürlich an die Landstraße halten; wir aber suchen uns einen reizvolleren Weg. Knorring", wandte et sich an den Rittmeister, „Sie sind ja ein großer Stratege und haben gewiß den schönsten und besten Weg nach Rodenhagen genau im Kopfe. Zeigen Sie Ihr Können, führen Sie uns an."

Der junge Mann richtete sich im Sattel auf: „Zu Befehl, Herr Oberst," antwortete er auf die nicht im freundlichsten Ton gegebene Weisung und setzte sich an die Spitze des Reiterzuges.

Lieutenant Loveiaee.

Bon L. von Neid egg.

------- (Nachdruck verboten.)

3.

Eine zahlreiche Gesellschaft zu Wagen und zu Pferde hatte sich vor der Wohnung des Obersten Grasen Durbach zusammengefunden. Diese bildete den Sammelpunkt, von dem aus jener von Ludwig besprochene Ausflug auf's Land unternommen werden sollte. Der lebensfrohe Herr liebte es, solche Unterhandlungen anzuregen; die Lobsprüche, die er als geschickter Organisator, als liebens­würdiger Gesellschafter dabei erntete, schmeichelten feiner Eitelkeit. Zugleich war ihm damit die Mög­lichkeit gegeben, die Talente seiner Mathilde als unerschrockener Reiterin in das rechte Licht zu setzen, eine Gelegenheit, die er sich nie entgehen ließ' Dem leichtlebigen Wittwer war die Anwesenheit der Tochter in seinem Hause eine Last, deren er llch M entledigen suchte. Sein Bestreben ging dahin, sie zu oerheirathen, und zwar, da et selbst unbe- nuttelt war, an einen möglichst reichen Mann.

Kühl, zurückhaltend und unnahbar wie eine Diana, wie ihre Freunde sagten — steif und hoch- müthig. wie ihre Feinde sich äußerten — erleichterte Mathilde des Vaters Bestrebungen nicht. Erst in ^tzter Zeit war eine Veränderung über sie ge­kommen ihre frostige Art hatte sich gemildert, sie gab stch liebenswürdiger, freundlicher. Man brachte diese Wendung mit einer aufkeimenden Heizung für Hohenbruck in Verbindung, der vom Vater ganz auffallend begünstigt, der Tochter gewiß nicht gleichgiltig war. Der junge Mann

I angekündigten Vorlage an den Reichstag führt. Aber leider entstehen gleichzeitig mit dieser Aner­kennung verschiedene und zum Theil sehr erhebliche Bedenken. In einer Kundgebung der offiziösen,Berliner Politischen Nachrichten', die bekanntlich unter dem Einflüsse des Staats- ministers von Miquel stehen, wird nämlich ausgeführt, daß mit diesen Vorlagen an Reichs­tag und Landtag „die Gehalts-Regulirung zum endgiltigen Abschlüsse gebracht werden" solle. Gleichzeitig wird doch aber, wie schon er­wähnt, nur von „einer großen Zahl von Unter« beamten" gesprochen, die eine Aufbesserung erhalten sollen. Es werden also so und so viele Unter» beamten unberücksichtigt bleiben, und für diese würde es dann eine ganz offenbare Un­gerechtigkeit bedeuten, wenn auch für sie die Sache damit „zum endg lügen Abschlüsse gebracht", sie also für alle Zeiten von der Aussicht auf Ver­besserung ihrer Sage abgeschnitten sein sollten.

In der Vorlage an den Reichstag handelt es sich, wie erwähnt, um die Unterbeamten in der Postverwaltung. Außerdem hat die Re­gierung, wie wir vernehmen, von anderen Unter» beamten diejenigen bei der Eisenbahn und bei der Polizei für Aufbesserungen im Auge, und diese letzteren beiden Beamtenklassen fallen ja selbstverständlich unter die Zuständigkeit des preußischen Landtages. Was aber wird nun mit den anderen Unterbeamten?

Das zweite und ebenso lebhafte Be­denken, das durch die halbamtlichen An­kündigungen erregt wird, richtet sich gegen das System der widerruflichen Stellenzu­lagen und gegen den ganzen Grundsatz der Stellenzulagen überhaupt. Die Stellenzulagen sind nichts Festes, nichts Be­stimmtes; und außerdem unterliegt ihre Ver- theilung und Verleihung in hohem Grade der Gebelaune vorgesetzter Behörden. So kann es wohl kommen, daß einem untüchtigen, aber vor dem Vorgesetzten recht demüthigen Beamten eine Stelle mit einer netten Zulage in den Schoß fallt, der tüchtigere, aber weniger streberhafte Beamte dagegen leer ausgeht. Bei mehreren Beamtenkategorien gibt es schon seit 10 Jahren bte Stellenzulagen, und die Erfahrung, die damit

druck verliehen haben. Herr von Lucanus ist 68 Jahre alt; warum sollte er kein Bedürfnis nach etwas mehr Ruhe fühlen?

* Für das Nräfidmm des Aleichstages soll, wie gerüchtweise verlautet, von den Konser­vativen als erster Vizepräsident Herr Dr.v. Fr eg e, von den Nationalliberalen als zweiter Vizepräsident Herr Bassermann ausgestellt werden. (Beide Namen haben wir bekanntlich in der,Fuldaer Zeitung' in demselben Sinne schon vor einiger Zeit genannt. D. Red.)

x Die offiziöse,Nordd. Allgem. Zeitung" bringt eine K««dgeöu»g a« die Adresse des Reichstages. „Wichtige Aufgaben — fo heißt es da — harren feiner (des Reichstages) auf faft allen Gebieten der Gesetzgebung. Es wird eifriger Schaffenslust, aber auch eines weisen Maßes der Selbstbeschränkung bedürfen, wenn die Volksvertretung die Arbeiten erledigen will, die ihr zugedacht sind. Die verbündeten Re­gierungen und das deutsche Volk dürfen sich aber wohl der Erwartung hingeben, daß der Reichs­tag, seiner Stellung und Aufgabe be­wußt, sich mit den anderen gesetzgebenden Fak­toren zu einem ersprießlichen Wirken zusammen- stnden wird, für welches das Wohl des Vaterlandes allein Richtschnur und Ziel ist." Den Worten des offiziösen Blattes kann man voll und ganz beistimmen. Aber es ist bie (frage, ob das auch aus dessen Gedanken zutrifft; denn die Ansichten darüber, was das Wohl des Vaterlandes erheischt, sind bekanntlich ein wenig und mitunter sogar sehr verschieden. Niemals auch darf der Reichtag vergessen, daß zu seinen Hauptaufgaben die Vertretung der Rechtebes Volkes gehört. Meint die,Nordd. Allgem. Ztg.' dieses, dann darf sie dafür auf den Beifall weitester Kreise rechnen.

+ 3" der Besprechung des kippe'sche» gtreitfatres werden von derjenigen Presse, die den gegenwärtigen Zuständen in Lippe-Det­mold feindlich gegenübersteht, im Uebereifer so - sonderbare Behauptungen ausgestellt, daß man un­möglich glauben kann, es sei alles ernsthaft so gemeint, wie es da geschrieben wird. Jetzt stellt sich die ,Kölnische Zeitung' so an, als gefiele ihr der Gedanke ausnehmend, daß der Bundes­rath über die Thronfolge in Preußen entscheiden solle, wenn diese etwa in Frage kommen würde, nur um einen passenden Hinter- - gründ ihrem Vorschläge zu geben, daß der Bundesrath jetzt über den lippe'schen Fall ent­scheiden soll. Mit solchen Mitteln sollte man doch , lieber nicht für eine Sache fechten, namentlich . bann nicht, wenn in Monarchen-Zusammenkünften bte leitenben Grundsätze für bie Behandlung des Falles bereits festgestellt wurden. Oder ist dieses Letztere vielleicht doch nicht der Fall und ist die Meldung falsch gewesen, daß nunmehr der un­erquickliche Streit aus der Welt geschafft und die ganze Sache „nach großen nationalen Gesichts­punkten geregelt" werden sollte? Nichts würde mehr zu bedauern fein als dieses!

h Mit den sogenannten deutschen National - fcpctt scheint es gar nicht vorwärts gehen zu wollen. Jetzt hat der Vorstand des „Reichs- Ausschusses" für diese Nationalfeste wieder eine Sitzung im Reichstagsgebäude abgehalten und

Daß die Lage der Unterbeamten allgemein als verbefferungsbedürstig angesehen und anerkannt wird, das geht am besten hervor aus der Haltung des letzten Reichstages zu der Forderung der Reichsregierung, die Bezüge einiger Staats­sekretäre zu erhöhen. Unter der Führung des Centrums und namentlich des Abg. Dr. Lieber wurde diese Forderung mit der Begründung ab- gelehnt, daß die Unter beamten die Auf­besserung nöthiger haben als die Staatssekr etäre und daß die Zulage für die Staatssekretäre nicht eher bewilligt werden würde, als bis auch besser für die U n ter= beamten geforgt fei.

Dieses Vorgehen des Reichstages ist nicht ohne die gewünschte Wirkung geblieben. Denn nunmehr endlich ist durch die Offiziösen ange- »ünbigt worden, daß dem Reichstage und dem

( Landtage Vorlagen zugehen würden,, wnumguiuytu, unu oie ycnanrunq, Die Damil etne Reihe von Unter- gemacht worden ist, lehrt sehr deutlich für jeden ht,f,En • b £9en J00/*' und zwar dadurch, daß der die Verhältniffe kennt, daß durch bas Snstem tablreithp aufgebessert und baß ber Stellenzulagen unter benUnterbeamten ^on

A^iche weitere Stellenzulagen eingeführt sehr oft böses Blut unb schwere Ge- roerben sollen. Es ist auch bereits mitgetheilt hässigkeiten wachgerufen worden ftnb Besser "urden, was für bte Unterbeamten ber Post- wäre es, bieses System nicht noch weiter auszu- u«b Telegraphen-Ver waltung an Auf- bauen, am besten aber, es nach unb nach ganz befferungen in Aussicht genommen ist: das End- zu beseitigen. Aufbes erunq am festenG? ?Snt$mberftßai,totieftS!r so« °°n 900 auf halt und ausreichender Wohnunqsqeld- 1000 Mk. steigen, der Anfangssatz für die Klasse Zuschuß dort, wo die theueren Miethsvreise ^.Postschaffner von 800 auf 900 Mk. erhöht das besonders nöthig machen, das sind vielmehr werden. Außerdem sollen für etwa 5000 Stellen die beiden Dinge, auf bie es dem Unterbeamten in derselben Verwältung widerrufliche Stellen- am meisten antommt

Zulagen bis zu der Höhe ®on 300 Mk. ausge- Endlich ist noch ein dritter Punkt besonders worfen werden, und bei den Reichs-Eisen- zu beachten: basistdieZeit dauer inner- bahnen sollen für den fehlenden pensionsfähigen halb deren die Unterbeamten die böckste »°hmmgSg-^Zu,chuß 12« 3M. hiqutr-I-n | -rr-ichVn '

Für diejenigen Unterbeamten, die es trifft. Vor etwa acht Jahren sind die Unterbeamten und Ausbesserung natürlich nur er- ein wenig im Gehalte aufgebessert worden. Aber

fe5r rott? allgemein die diese Aufbesserung wurde wieder abgeschwächt gi^Abs^ch^anerkannt werden, die zu der durch neu eingeführte Gehalts-Altersstufen.