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FuldaerMMtung

M 270.

Jutöcr, Samstag, den 26. November 1898.

25. Jahrgang

unter dem Kultusminister von Falk im August

Er wurde unterbrochen. Senzchen konnte nicht länger an sich halten. Sie umschlang Oskar mit den Armen und schmiegte sich zärtlich an ihn. „Bruder, Bruder," flüsterte sie, „o, jetzt verstehe ich auf einmal das Gefühl, welches mich so mächtig zu Dir hinzog, aber doch mein Herz oft beben machte, namentlich als ich von Anna Deine Absicht erfuhr. Allmächtiger Gott, was wäre aus uns geworden, hätte nicht die gütige Vor­sehung mich und Dich vor dem unseligen Schritte bewahrt."

„Es war das ruchlose Rachewerk eines Un­

Dieser Fall erregte nun doch auch die Auf­merksamkeit der Regierung. Der Fall war allzu drastisch, und die konservative Presie wurde seiner habhaft, so daß die Regierung nicht mehr gut anders konnte, als sich ein wenig genauer als vorher um das Berliner Schulwesen zu be­kümmern. Zunächst ordnete der Kultusminister an, daß jeder jüdischen Lehrkraft mindestens 12 jüdische Religionsstunden zu ertheilen und anderer Unterricht nur so weit zu überweisen sei, als die Lehrkraft dadurch nicht in der Zahl ihrer Pflichtstunden ausgenützt wird. Auch über die Führung von Klassenordinariaten durch jüdische Lehrkräfte erging eine einschränkende Anordnung des Ministers. Es hat sich aber herausgestellt, daß diese Anordnung noch nicht die gewünschte Wirkung ausübte, und somit erging im April dieses Jahres eine neue Verfügung des Provinzial-Schulkollegiums, wonach möglichst bis zum 1. April 1899 die jüdischen Lehrkräfte aus

1875 durch das Provinzial-Schulkollegium be­stimmt, daß an den Berliner Gemeindeschulen neben dem protestantischen auch katholischer und jüdischer Religionsunterricht durch Lehr­kräfte desselben Bekenntniffes zu ertheilen sei. Seitdem gibt es nun verschiedenen Religionsunter­richt. Wie es aber unter dem Berliner Freisinns- Regimente damit zugeht, das erhellt recht deutlich und drastisch jener einzelne, bekannt gewordene Fall. Es war eine Lehrerin, die protestantische Religionsstunden zu ertheilen hatte, erkrankt; und da ordnete der Rektor der betreffenden Gemeinde­schule an, daß eine jüdische Lehrerin die erkrankte Kollegin indiesem protestan­tischen Religionsunterrichte zu vertre­ten habe! Sicherlich mag das einer derjenigen Rektoren gewesen sein, die „nicht mehr an das Märchen von Christus glauben". Und solche Maß­regeln finden ihre Vertheidiger in der Freisinns- Presse, nicht nur in kleinen Winkelblättchen, sondern beispielsweise auch in der freisinnigen Wochen­schrift ,Nation', die sich außerordentlich viel auf ihre sogenannte „Vornehmheit" einzubilden pflegt!

holds," sagte Oskar mit dumpfer Stimme, „mit dem die göttliche Gerechtigkeit bereits ins Gericht gegangen ist. Es war der verbrecherische Plan des Kastellans Anton Hauber. Er ist tobt."

Der Graf erzählte die grauenvollen Vorgänge des Abends, sowie das Geständniß des Ver­storbenen. „Auch unser Glaube an die Unschuld Raimunds hat sich bewährt," fuhr er fort. „Der arme Freund wurde ebenfalls durch Hauber und deffen Helfershelfer, die man auffinden wird, aus Haß gegen den Vater ins Unglück gestürzt. Gleich morgen reife ich zum Staatsanwalt. Er wird alle Hebel in Bewegung setzen, und gewiß ist es eine Genugthuung für ihn, wenn er das schreiende Unrecht, das man dem Venirtheilten gethan hat, wieder gut machen kann."

In gehobener Stimmung blieb die kleine Ge­sellschaft noch lange beisammen, wobei man die nunmehr einzuschlagenden Schritte besprach.

Erst nach Mitternacht trat Oskar den Heim­weg an.

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Sie wurden durch die späte Ankunft des Grafen offenbar in große Bestürzung versetzt.

Dieser kehrte sich jedoch nicht daran.

Er trat auf das Mädchen zu und schloß es stürmisch an seine Brust. „Schwester, Schwester", rief er, „o, nun wird Alles gut! Der liebe Gott selbst hat uns geholfen und all die entsitzlichen Räthsel gelöst.«

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Er gab Freihofer, der ihn vorwurfsvoll an­geblickt hatte, während Senzchen in ihrer be­greiflichen Verwirrung kein einziges Wort fand, das Tagebuch in die Hand und zeigte mit dem Finger auf eine Stelle.

«Lesen Sie, lesen Sie „laut!" mahnte er. »Ihr dürft es Alle hören, denn es geht Euch Alle an, nicht nur mich. Mein Vater schrieb es!"

Aller Augen hingen an Freihofer's Munde Und dieser las: „In einem Punkte verschwieg ich

Der Staatsanwalt Röm.r saß an seinem Schreibtische und hatte einen Stoß Akten vor sich. Sein Gesicht verrieth, daß er sich in einer gewissen Aufregung befand.

„Man kann doch niemals zur Ruhe kommen," brummte er ärgerlich. „Kaum ist der Haberer- prozeß beendigt und schon liegt wieder ein neuer verwickelter Fall vor: ein schwerer Einbruchsdieb­stahl in ein Postgebäude, der jedenfalls von ganz geriebenen Gaunern verübt worden ist. Doch — unsere Polizei ist findig. Ich hoffe, daß man die Hallunken erwischt."

Er wurde durch einen Besucher gestört. Der Graf Oskar von Waldheim trat bei ihm bei.

Der Beamte erriet!) sofort aus den Mienen des jungen Mannes, daß er durch eine besondere Veranlassung zu ihm geführt worden war.

Das aber hätte er sich doch nicht träumen lassen, was er nunmehr von dem Grafen erfuhr.

„Es ist ja ganz unmöglich," erklärte der Staatsanwalt, „Hauber war sicherlich gar nicht mehr zurechnungsfähig, die Schmerzen haben ihn halb wahnsinnig gemacht."

Oskar schüttelte den Kopf. „Sie täuschen sich, Herr Staatsanwalt," hielt er entgegen, „wofür Ihnen der Arzt den Beweis liefern wird. Der Alte hat bei völlig klarem Verstände gesprochen und als Handlanger und Werkzeug sogar seinen Neffen Leonhard Bräuning genannt."

Römer wurde aufmerksam. „Leonhard Bräu­ning", wiederholte er, „wo habe ich nur diesen Namen schon gehört? Er ist mir nicht unbekannt!"

Rasch schritt er in das anstoßende Zimmer und kam mit einem Aktenstücke wieder zurück. Eine unverkennbare Bestürzung hatte sich seiner bemächtigt.

„Da habe ich den Burschen", sagte er; „er stand vor einigen Jahren wegen Diebstahls vor Gericht und kam auf zwei Jahre nach Au ins Zuchthaus. Es wird wohl der Nämliche sein. Herr Gott im Himmel, wenn Sie Recht hätten? Wenn wir durch einen nichtswürdigen Ränkeschmied so schändlich in die Irre geführt worden wären, wie es mir nun fast vorkommen will."

Ein heftiges Geräusch von außen bewirkte, daß er ans Fenster trat und hinausschaute.

Volksschulen nach liberalen Rezepten.

In der Stadt Berlin kann man gut das Volksschulwesen studiren, wie es nach liberalen Wünschen überall eingerichtet sein sollte. Die Stadt Berlin steht, wie sattsam bekannt, fast aus­schließlich unter freisinniger Verwaltung. Da kann der Freisinn seine Fittige ausbreiten und zeigen, wie er wirthschaften würde, wenn er am Staatsruder wäre; und namentlich im Berliner Volksschulwesen — oder Gemeindeschulwesen, wie man in Berlin sagt — prägt sich so recht der Charakter des Freisinns und überhaupt des Liberalismus aus.

Konfessionelle Volksschulen kennt das Berliner Gemeindewesen überhaupt nicht. Es gibt zwar in Berlin im ganzen sechs katho­lische und vier protestantische Volksschulen; aber das Dasein dieser Schulen beruht auf Stiftungen und ist also nicht als eine Schöpfung der Ber­liner Gemeindeverwaltung zu betrachten. Die Riesenmaffe der übrigen Gemeindeschulen mit ihren 3600 Schulklassen nimmt auf die Konfession der Kinder nicht die geringste Rücksicht. Ob sie I nun katholisch, protestantisch oder jüdisch sind, sie werden dort eingeschult, wohin sie nach der Lage ihrer Wohnung gehören.

Was für die Konfession der Schüler gilt, gilt auch fürdieKonfession der Lehrer. Darauf wird gar keine Rücksicht genommen, als nur die eine, daß man nach Möglichkeit solche Lehrer von den Berliner Gemeindeschulen fern zu halten sucht, die einen positiv christlichen Glauben haben; und es ist thatsächlich vorgekommen, daß ein Mitglied der städtischen Schuldeputation an einen

Lehrer, der als Schulrektor angestellt werden

KV-' tid)te£l OfL " "denn noch an ! 'dem OrdstimiateH 42 Klaffm zu Entfernen sind, Kns und ein besonderer Freund des Abg. ! Auch diese Verordnung des Ministers ist sehr Richter, nämlich Herr Dr. Hermes. Die Ber- mild Denn nack ibrer AuEbruna bleibt in auck i^meindeverwaltung stellt also natürlich jüdischen Händen ^da? Ordcharia? von 12 Schul- roÜrbe ^ren klassen, in denen auch nur je 10 bis 26 jüdische wenn nicht Kinder sich befinden. Dennoch tobt der Berliner ^e preußische Staatsreglerung als Oberbehörde Freisinn von neuem dagegen, und in der nächsten d?,^öen einen Riegel vorschobe. Aber: auch so Stadtverordneten-Versammlung soll ein gibt es im Berliner Gememdeschulwesen nicht Antrag berathen werden, der sich gegen diese neueste ^^als^Klassen-Ordinanate ln den Händen I Verfügung der Regierung wendet. Die Sache Mischer Lehrkräfte, und die Berliner Frei- ^nn interessant werden und verdient aufmerksame sinnspresse ohne Ausnahme tobt förmlich Beachtung wegen ihrer allgemein grundsätzlichen dagegen, daß die Regierung hierin nicht der Bedeutung. Aber wenn es etwas bei uns gibt, Berliner Stadt-Verwaltung vollkommen freie daß so recht deutlich die Nothwendigkeit einer Hand laßt. Reform des preußischen Volksschulwesens und

Zn welchen Folgen diese Grundsätze liberaler des Volksschulwesens überhaupt auf konfessioneller Schulverwaltung führen, ging recht deutlich aus Grundlage darlhut, so ist es vor allem Anderen einem Falle hervor, der sich vor einigen Jahren das Berliner Gemeindeschulwesen, aufgebaut auf ereignete. In ganz früheren Zeiten gab es an den waschecht liberalen Grundsätzen, mit seinen Berliner G°meindeschulen nur einen Religions- schreienden Mißständen.

unterricht, nämlich den protestantischen. Da wurde

De«1sches Reich.

Berlin, 25. November.

* Nach einer Mittheilung des ,Reichsanz/ hat das Staatsministerium „beschlossen, den von dem Domkapitel in Osnabrück zum Kapitular- Vikar gewählten Domkapitular Sohkmarm zur Ausübung der ihm als Kapitular-Vikar znstehen- den bischöflichen Rechte und Verrichtungen zuzu­lassen."

x Auch in der Nummer von Freitag-Abend enthält der .Reichsanzeiger' noch nicht die Kiu Verufuug des Reichstages. Danach kann man mit einiger Sicherheit annehmen, daß die Er­öffnung des Reichstages für die nächste Woche noch gar nicht in Aussicht genommen ist, sondern erst für die übernächste Woche. Ebenso ist es sehr wahrscheinlich und fast selbstverständlich, daß nun­mehr der Tag für die Eröffnung des Reichstages erst nach der Rückkehr des Kaisers erfolgen wird. Diese Rückkehr erfolgt, wie bekannt, Samstag Abend.

+ Vor einigen Tagen wurden, wie berichtet, einige einzelne Ziffern aus der mit Spannung erwarteten «eue» Mikitärvorkage bekannt. Die ,Freis. Ztg.' des Abg. Eugen Richter, der in der Witterung und Berechnung solcher Dinge sehr geübt und bewandert ist, berechnet aus diesen einzelnen Ziffern, daß es sich bei der neuen Militärvorlage um eine Erhöhung der Friedensstärke des Heeres von etwa 12000 Mann handeln würde. Die »Freis. Zeitung' gelangt zu diesem Ergebniß durch einen Vergleich der ge­forderten Erhöhung der dauernden Ausgaben jetzt mit der Erhöhung derselben durch die Militär­vorlage vom Jahre 1893. Aber es fragt sich noch, ob denn die neulich ausgegebenen einzelnen Zahlen wirklich richtig waren. Sollte es so sein, so würden wir es ja immerhin mit einer Er­höhung der Friedensstärke des Heeres zu thun haben, die sich in erträglichen Grenzen hält. Besser freilich würde es sein, wenn wir mit solchen Erhöhungen ganz verschont bleiben könnten.

0 Die Konferenz gegen de» Anarchis­mus ist programmmäßig am letzten Donnerstag in Rom eröffnet worden. Sie zählt etwa 40 Mitglieder und voraussichtlich werden ihre Ar­beiten etwa die Dauer eines Monats in An­spruch nehmen.

x Bekanntlich ist die neue Mikitärstraf- Prozeßordnung noch nicht als Gesetz publizirt worden. Wohl mit Recht hat man dies daraus zu erklären gesucht, daß bisher noch immer nicht die Frage von dem bayerischen Obersten Militärgerichtshofe gelöst worden ist. Jetzt wird berichtet, daß während der Anwesenheit des Kaisers am letzten Donnerstag in München durch Besprechung zwischen ihm und dem Prinz- Regenten Luitpold von Bayern volle Verständigung darüber erzielt worden sei. Der Prinzregent soll in die Errichtung eines bayerischen Senats beim Obersten Reichs- Militär-Gerichts Hofe mit dem Sitz in Berlin gewilligt haben; dagegen soll der Kaiser dem Prinzregenten das Recht eingeräumt haben, den Vorsitzenden und den Militäranwalt für diesen besonderen bayerischen Senat zu ernennen. — 1 Es würde ohne Zweifel rrcht erfreulich sein, wenn ,

diese Nachricht, die auch vom Wolff'schen Bureau weiter verbreitet wird, sich bestätigen und damit die Streitfrage aus der Welt verschwinden würde. Aber zunächst bleibt noch abzuwarten, ob diese : Nachricht, die mit verdächtiger Schnelligkeit in der Preffe erscheint, auch wirklich das Rechte trifft.

X Am Donnerstag hat in Danzig ein Festmahl der westpreußischen Landwirth- schaftskammer stattgefunden, und bei dieser Gelegenheit hat sich Herr Oberpräfident v. Goßler von neuem über seine Pläne zur Keöung der wirltzschaftkiche« Lage Westpreußeus ge­äußert. Danach geht Herr v. Goßler von der richtigen Ansicht aus, daß in neuerer Zeit die Landwirthschast gegenüber die Industrie zu kurz gekommen sei und daß man jetzt an die Lösung der Aufgabe Herangehen müffe, die für die Land­wirthschast entstandenen Nachtheile auszugleichen. Die Industrie müsse herangezogen werden, um der Landwirthschast bessere Gelegenheit zum Ab­sätze ihrer Erzeugnisse zu geben; und Herr o. Goßler äußerte, er fei gewiß davon Überzeugt, daß die Landwirthschast in Wefipreußen durch Einführung der Industrie vermehrten Absatz finden werde. 9lun, daran hat noch niemand gezweifelt. Es stägt sich nur, ob dieser Nutzen nicht etwa übertroffen wird durch andere Nach­theile. Jedenfalls wird man in der Auswahl der Industrie-Zweige sehr vorsichtig sein müffen.

* Wie bekannt, soll dem Reichstage eine Vor­lage zugehen Über die Regelung der Stellung der ^ateutauwätte. Der Entwurf dieser Vor­lage ist nunmehr im Reichsamte des Innern fertig gestellt.

0 Die Geschicke des Gesetzentwurfes zum Schutze der ArSeitswiMge« beginnen allge­mach denen der altberühmten Seeschlange ähnlich zu werden. Jetzt „konstatirt" wieder die offi­ziöse »Nordd. Allg. Ztg/ gegenüber anders lauten­den Nachrichten, daß „ein Gesetzentwurf zum Schutze der Arbeitswilligen dem Bundesrathe bis jetzt noch nicht zugegangen ist".

0 Die neulich an dieser Stelle geäußerten Zweifel an der Wahrheit der Meldung, daß diplomatische Unterhandlungenstattfinden zwischen Deutschland und Frankreich wegen derSchntzyerrfchaft Sverdie deutsche« Kattzo- ttke« im Hrieut waren augenscheinlich begrün­det. Auch die Berliner freikonservative,Post' stellt fest, daß keine solchen Verhandlungen in Paris stattfinden, weil es allein Sache des deutschen Reiches sei, ob es seine Unter- thanen in der Fremde beschützen will oder kann. — Uebrigens ist anscheinend die Frage von der Schutzherrschaft über die deutscher Katholiken int Orient für immer ans den Welt geschafft. Wenigstens wird ans scheinbar zuverlässiger Quelle berichtet, daß die franzö­sische Regierung an zuständiger amtlicher Stelle in Berlin die bestimmte Erklärung abgeben ließ, sie verzichte ein- für allemal auf alle Schutzrechte über die Katho­liken anderer Nationen, habe also nicht die Absicht, Deutschlands Bestrebung.n in dieser Richtung in irgend einer Weise zu hindern. Wahr­scheinlich trifft auch die Vermuthung das Rechte, daß in Folge der veränderten Stellung der fran­zösischen Regierung zu dieser Frage der franzö-

mit Zlnterhattungs-Meikage „Mnllrirte Sonntags-Zeitung"

31 meinem treuen Theodor die Wahrheit, weil ich

0?** (S/VUm* befürchtete, er möchte, wenn er diese erfahren

Kriminal-Roman von Mar Benno würde, nicht so handeln, wie es meiner Absicht . entsprach. Ich sagte ihm, Creszentia sei das _. n, ’ Kind eines lieben Freundes und von diesem als

Die Uhr schlug bte zehnte Stunde. Oskar theures Vermächtniß war es allerbings, welches erhob sich. Er besann sich eine Sekunbe lang, mir meine unvergeßliche Gattin Maria hinter­bann steckte er rasch bas Buch in bie Tasche unb lassen, mein eigenes leibliches Kinb! Die Mutter stürmte bie Treppe hinab. war am Heimweh nach ber Natur unb Freiheit

Er schlug den Weg nach ber Stabt ein. Hier gestorben; in ber Besorgniß, es möchte sich bavon

betrat er das „Schwert", durch dessen Wirths- etwas auf die Tochter vererbt haben, beschloß ich

stubenftnster er einen matten Lichtschein in bie biefe von bem geräuschvollen Leben unb Treiben stille Nacht herausschimmern sah. ber großen Weit ferne zu halten, unb beshalb

roaren keine Gäste mehr ba. Dagegen übergab ich sie Freihofer, ber mir sie in länb-

fafjen Frechofer, Ottilie, bie Tante unb Senzchen kicher Einfachheit zu erziehen versprach. In meiner am Tische unb führten augenscheinlich ein ernstes Nähe aber wollte ich bas Kind doch haben, unb Gespräch. | aus biefent Grunbe würbe Theodor von mir zu

Ueberfteblung nach Waldheim bestimmt. Senzchen ist also, wenn sie auch eine anbere Mutter gehabt hat als Du, mein lieber Sohn, Deine leibliche Schwester unb Du wirst nun begreifen, warum mich Eure gegenseitige kinbliche Zuneigung ge­freut hat."