KuldaerMIerkmg
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mit Unterhaltungs-Beilage „Mustrirte Sonntags-Zeitungs
M 247.
ItuLöcr, Freitag, den 28. Oktober 1898.
25. Jahrgang.
Deutsches R^rch»
Berlin, 27. Oktober.
0 Ein neues kaiserliches Schloß soll nach einer vereinzelten Zeitungsmeldung für die jüngsten kaiserlichen Prinzen in der Nähe der Bahnstation Grünewald bei Berlin errichtet werden. Es gibt so viele andere Schlösser in der Nähe von Berlin, daß diese Nachricht wohl mit einiger Vorsicht aufzunehmen ist und einiger Bestätigung bedarf, ehe man sie als wahr annimmt.
* Die ,Nordd. Allgem. Ztg/ meint zu der Meldung, daß der Reichstag am 29. November eröffnet werden solle, es sei „wahrscheinlich, daß die Eröffnung des Reichstages ungefähr zu dem gleichen Zeitpunkte, an welchem die letzte Session ihren Anfang nahm, 30. November erfolgen werde." — Daran hat bisher auch noch niemand gezweifelt.
x Eine neue Kennzeichnung des sogenannten „MohtWolkens", das der preußische Herr Kultusminister für die preußischen Katholiken und sür die katholische Kirche überhaupt empfindet,liefert eine Meldung der,Germania' aus Neiße. Danach ist es den Steyler Missionaren in Neuland bei Neiße untersagt, schulpflichtige Knaben in ihre Anstalt aufzunehmen.
0 Der ,National!. Korr.' zufolge soll die Nachricht unzutreffend sein, daß gegenwärtig im preußischen Handelsministerium ein Gesetzentwurf ausgearbeitet werde zur Ausführung des neuen Kandeksgefetzöuches. Es soll sich vielmehr nur um den Erlaß von Ausführungs- Bestimmungen zu § 4 des Handelsgesetzbuches handeln, wofür die Landesregierungen zuständig sind. Danach würde es sich dabei um die Feststellung der Grenze handeln, wo das Kleingewerbe aufhört und das Großge- werbe anfängt, und man scheint diese Grenze nach den Steuersätzen ziehen zu wollen, die den Umfang des Geschäftes kennzeichnen. In Preußen soll beabsichtigt sein, alle diejenigen Betriebe zum Großgewerbe zu rechnen, die einen Jahresertrag von mehr als 4000 Mark abwerfen. Die Handelskammern sind zur Abgabe von Gutachten bis zum nächsten 1. Januar aufgefordert worden.
X Es war von einigen Blättern berichtet worden,daß der Entwur feines Kypolßekeukauk- Gesetzes bei seiner Fertigstellung für die Be- rathüngen des Bundesrathes „unerwarteten Anständen" begegne. Diese Meldung ist nach halbamtlicher Meldung nicht richtig. Richtig ist nur, daß die Vorarbeiten im Reichsjustizamte noch nicht beendet sind; das aber soll nach der Meldung gar nicht den ursprünglichen Dispositionen widersprechen. Es haben sich noch nicht alle Bundesregierungen zu dem Entwürfe geäußert. Uebrigens soll der Entwurf an den Reichstag nicht bald nach deffen Eröffnung gelangen.
Ergebnisse der Landtagswahl.
So weit die Ergebnisse der gestrigen Urwahlen oorliegen und einen sicheren Schluß auf die Hauptwahl gestatten, hat die C e n t r u m s p a r t e i die Wahlkreise Köln-Stadt, Köln-Land-Bergheim- Euskirchen, Mülheim-Gummersbach-Wipperfürth, Düren, Aachen, Koblenz, Bonn, Rheinbach, Schleiden-Malmedy-Montjoie, Merzig-Saarburg- Saarlouis, München-Gladbach, Rees, Krefeld, Neisse behauptet. — In Kassel wurde die vereinigte konservativ-nationalliberale Wahlmänner- Liste für Endemann gewählt. In Elberfeld- Barmen ist die Wiederwahl der Kartell-Kandidaten Weyerbusch (freikons.) und v. Knapp (ntl.) sicher. In H a g e n siegte der Freisinn, inMagde- burg und Hildesheim die Nationalliberalen, in Frankfurt a. M. die demokratisch-freisinnige Partei, in Stettin die freisinnige Vereinigung.
Ausland.
* Mier», 27. Okt. Für die katholische Volkspartei in Oesterreich hat eine Pastoralkonferenz des Dekanatsklerus Bergheim bei Salzburg in einer Resolution Stellung genommen, welche sich gegen die ungerechtfertigten Angriffe und Verleumdungen seitens christlicher Blätter, wie der ,Reichspost', wendet, dem früheren Führer der Partei, Baron di Pauli und Herrn Dr. Fuchs das vollste Vertrauen ausdrückt und ihnen für ihr Verbleiben in der Majorität dankt.
* London, 27.Okt. DieKaiserin Friedrich beabsichtigt einen längeren Aufenthalt in England zu nehmen und hat für mehrere Monate das dem Herzog von Buccleuch gehörende Land
gut „Dition Park" gemiethet. Das Wohngebäude ff geräumig und bequem; es wurde Anfangs )es Jahrhunderts von Lord Montagu, dem Freund des Sir Walter Scott, gebaut an Stelle eines durch Feuer zerstörten Palastes. Der Park ist nicht sehr ausgedehnt, aber von herrlichen alten Bäumen bestanden. Das Landgut liegt in dec Nähe des Schlosses Windsor.
* Atom, 27. Okt. Das nächste päpstäche Konsistorium wird gegen Ende November stattfinden. Das Datum wird erst nach Eingang der die Wahl des Patriarchen von Syrien, Msgr. Rihmari, betreffenden Akten — derselbe ist soeben von den Bischöfen gewählt worden und seine Wahl wird in dem Konsi- torium bestätigt werden — fixirt werden. In ;ut unterrichteten Kreisen glaubt man, daß in >em nächsten Konsistorium keine Kardinäle creirt würden. Ein französischer Kardinal de curia oll in dem ersten Konsistorium gewählt werden, in welchem Kardinalsernennungen vollzogen werden sollen.
* Jerusalem, 27. Okt. Die Theilnehmer an der offiziellen Festfahrt besichtigten in programmmäßig vorgesehener Weise die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die außerordentliche Hitze und der Staub haben den neu errichteten Gebäuden vielfach Schaden zugefügt. Immerhin macht das Ganze einen prächtigen Eindruck. Vor )er vollendeten Kirche ist ein Triumphbogen errichtet, welcher die Häuser überragt. Die Stadt ist reich mit türkischen und deutschen Fahnen geschmückt, der Fremdenzufluß ist gewaltig.
Lokales.
Fulda, 28. Oktober.
inj Die an der heute Abend 8 Uhr stattfindenden Serenade theilnehmenden Sänger versammeln sich um halb 8 Uhr in der städtischen Turnhalle, von wo aus sie in Begleitung der Feuerwehr und mit Musik nach dem Bischöfl. Palais ziehen. Nach der Serenade begeben sich die Sänger gemeinsam zu einem Kommers nach der Giesel'schen Brauerei.
* Das Itegrütznngs - Schreibe« unseres Kochw. Kerrn Kischofs an seine Diözesanen, das kommenden Sonntag von den Kanzeln verlesen wird, werden wir nächsten Montag in einer besonderen Beilage unseren Lesern zur Kenntniß bringen.
Zur gestrigen M. ^.-Versammlung hatten sich außer einer großen Anzahl von Mitgliedern auch die aus Anlaß der Bischofsweihe in unserer Stadt weilenden geistlichen Herren und Gäste von auswärts sehr zahlreich eingefunden. Der Präsident des Vereins, Herr Dr. Raabe, widmete den Gästen einen herzlichen Willkommengruß mit einem Hoch, worauf Herr Dechant Kräh-Amöneburg in launiger Rede, Namens der Gäste, dankte und dem M. N. ein Vivat floret creacat zurief. Ernste und launige Worte in gebundenen und ungebundenen Reden wechselten in schönster „Harmonie". Wie bekannt, veranstaltet der M. N. heute Abend nach der Serenade im großen Saale der „Harmonie" einen Festkommers, zu welchem Gäste willkommen sind.
A Freunde kirchlicher Kunst möchten wir aufmerksam machen auf vier Statue», die heute im Schaufenster der Frau Wittwe Bildhauer Fleck dahier ausgestellt sind: zwei lebensgroße Figuren, nämlich Herz-Jesu- und Herz- Maria-Statue, sowie zwei etwas kleinere, darstellend den hl. Bonifatius und die hl. Elisabeth von Thüringen. Alle vier Bildnisse sind aus Lindenholz gearbeitet und reich in Gold und Farbe gefaßt, vor allem die beiden erstgenannten, bei denen der Goldsaum des Oberkleides überdies mit farbigen Steinen verziert ist. Die Kirche von Oberbimbach erhält in diesen trefflich ausgesührten Bildnissen von recht ansprechender Haltung und edlem Ausdruck einen neuen des hl. Ortes würdigen Schmuck.
Aus dem Nachbargebiet.
-j- Ailgerzetk, 28. Okt. Der Lehrer Ehr. Both, seit 1. Oktober 1889 Inhaber der ersten Schulstelle Hierselbst, wurde aus sein Ansuchen von königlicher Regierung vom 1. Januar 1899 ab an die mehrklassige Schule in Großkrotzenburg, Kreis Hanau, versetzt.
Q Melkers, 27. Okt. Gestern wurde nach langen Vorbereitungen der erste Spatenstich zur neuen Kapelle dahier gethan. Der Rohbau ist einem jungen, aber sehr strebsamen Maurermeister von Rönshausen übergeben worden. Diesen Herbst sollen noch die Fundament- und Sockelarbeiten fertig werden, und nächsten Sommer dann die Kapelle dem gottesdienstlichen Gebrauche übergeben werden.
* Gelnhausen, 27. Okt. Die heutige Urwahl zum Abgeordnetenhause ergab die Wahl der vorgeschlagenen Wahlmänner, so daß die Wieder
wahl des Herrn Abg. Amtsrichter Zimmermann gesichert ist. Die Betheiligung seitens der Wähler war gering.
* Kassel, 27. Okt. Der Kommandeur der 21. Division, Generallieutenant Perthes, läßt den Bewohnern des Kreises Kirchhain, Marburg, Ziegenhain, Frankenberg, Fritzlar und Hanau ür die den Truppen bei den diesjährigen Divi- ionsmanövern bereitete gute Aufnahme und Verpflegung durch die Kgl. Regierung zu Kaffel feinen Dank aussprechen.
Weustadt (M.-W.-B.), 27. Okt. Der hiesige Radfahreroerein „Ueber Berg und Thal" wird am kommenden Sonntag den 30. d. Mts. im Restaurant „Zur Krone" seine erste Vereinseier, bestehend in einer theatralisch-musikalischen Abendunterhaltung, abhalten.
* Maröurg, 27. Okt. Auf dem hiesigen Bahnhofe waren heute Morgen mehrere Arbeiter mit den Abladen von schweren Ballen beschäftigt und aus Gefälligkeit half hierbei auch der in der Nähe befindliche Telegraphenarbeiter Daniel Schwick aus Kappel. Plötzlich kam ein Ballen ins Rutschen und fiel dem Genannten derartig auf die Beine, daß ihm ein Bein unter dem Knie brach. Der Verletzte wurde sofort in die Klinik gebracht.
* Limvurg, 27. Okt. Ein stattlicher Leichenzug von Laien und geistlichen Herren aus verschiedenen Theilen der Diözese bewegte sich gestern Vormittag nach dem neuen Friedhöfe, um dem verstorbenen Herrn Domkapitular und Geistl. Rath Eiffler das letzte Geleit zu geben. Um 10 Uhr celebrirte der Hochw. Herr Bischof für den Dahingeschiedenen im hoben Dome das Traueramt. Die Trauerrede hielt Herr Domkapitular Dr. Höhler.
* Kissinge», 27. Okt. Gestern Nachmittag brach in dem Nachbarorte Nüdlingen eine große Feuersbrunst durch unvorsichtige Handhabung der Dampfdreschmaschine aus.
* Meininger», 27. Okt. Ein Rekrut von der 11. Kompagnie des hiesigen Infanterie-Regiments hat einen Selbstmord - Versuch dadurch begangen, daß er aus dem Fenster der Kaserne sprang. Der Unglückliche hat die Beine gebrochen und noch erhebliche Verletzungen am Kopfe davongetragen, so daß wohl an seinem Aufkommen gezweifelt werden darf. Die Freude am Militärleben hat ihn gewiß nicht zu diesem verzweifelten Schritte getrieben.
Vermischtes.
* DuisSnrg, 27. Okt. Amtlich wird gemeldet: Gestern Abend 6 Uhr 30 Min. fuhr ein Wagen der elektrischen Straßenbahn Duisburg—Ruhrort durch die geschlossene Schranke eines Ueberganges der Stadt- Duisburg'schen Hafenbahn an der Ruhrorter Straße unter Zertrümmerung der eisernen Schranke. Der Straßenbahnwagen wurde von dem ersten Wagen starken Rangierzuges erfaßt und bei Seite geschoben. Get öd et wurde ein Kind und ein Kindermädchen, verletzt wurde eine männliche Person durch Ueberfahren eines Fußes. Soweit festgestellt, trifft die Schuld den Wagenführer der elektrischen, Bahn, welcher verhaftet ist.
C) Kleine Wachricyle«. Wien. Es haben sich vor einigen Tagen z w e i P r i e st e r zur Verfügung gestellt, welche sich freiwillig bereit erklärten, den vollständigen Seelsvrgedienst bei den Pest kr an k en zu übernehmen. — Hamburg. Der Senat beantragt die Herstellung eines neuen Hafens für die Hamburg-Amerikalinie auf dem Kuhwärber; die Kosten für denselben sind auf 20,600,000 M. veranschlagt. — London. Einer Lloydmeldung zufolge stießen die Dampfer „Miyagala" und „Kimshiu" vor Kobe zusammen; der erstere sank. Hierbei ertranken 60 Personen, sämmtlich Japaner. — Mes chede. Hier wurde kürzlich eine Postanweisung aufgegeben von Herrn Meschede an Herrn Meschede in Meschede. Expedirt wurde sie von dem Postbeamten Herrn Meschede und befördert von dem Postboten Meschede, alle verschiedene Personen. Da scheint in Meschede halb Meschede Meschede zu heißen. — Ver- viels. In der ras Bellevue spielten Kinder mit zwei altenPiftolen,wovon die eine geladen war. Ein Schuß entlud sich und die Kugel traf den Jüngsten, der to dt zusammenbrach. Die Waffe soll mindestens 150 Jahre alt sein, und man begreift kaum, wie dieselbe geladen war. — Berlin. In Bibielle, Kreis Tarnowitz, wurde ein preußisch er Unterthan von einem russis ch en Grenzsoldaten erschossen. Die Ursache ist bis jetzt noch nicht festgestellt — Straßburg. Ein Gensdarm erschoß in der Nähe des Bahnhofes den w e g e n B r a n d - stiftung verfolgten Ackerer Fissirt, welcher sich der der Verhaftung widersetzte. — Paris. Nach dem Streik. Der kleine Toto, welcher üch kürzlich von seinem Vater erklären ließ, weshalb die Schreiner-Werkstätten militärisch besetzt seien, kommt in den Salon gelaufen und ruft: „Mama, Mama! Die Köchinnen streiken." — „Was?" sagt die Mama erschrocken. „Ich habe soeben einen Soldaten in der Küche gesehen. Er ist sicher da, um die Köchin zur Arbeit anzuhalten!" — Mainz Hier wurde ein Schneider verhaftet, der wegen Doppelmord zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurtheilt war. Er war einer Irrenanstalt entsprungen, in der er zur Beobachtung untergebracht war. Der Verhaftete wohnte schon seit l'sJahren unter falschem Namen und mit falschen Papieren in unserer Stadt. — Bingen. Bei der Station Sprendlingen wurde der Weichenwärter Kirchhof beim Barrie re- schließen überfahren. Dem Unglücklichen wurden beide Beine abgefahren; bald darauf verstarb er. — Hennef. Vor Kurzem wurde ein junger Mann Nachts auf dem Tanzboden erschlagen. — Harburg. In der Haale fand ein Duell mit Schußwaffen statt, worin ein bei dem Harburger Brückenbau beschäf
tigter Ingenieur fiel. — Rath bei Bedburg. Zwei auf dem Felde beschäftigte Brüder geriethen in Streit. Der ältere schlug mit einem Steine den jüngeren Bruder zu Boden und versetzte ihm mit einem scharf geschliffenen Rübenmeffer mehrere Stiche in den Kopf. Als der Unmensch noch Lebenszeichen bemerkte, durchbohrte er sein Opfer mit einer Heugabel. Der Stich ging durch die Rippen und die Lunge in's Herz. Nach einer qualvollen Stunde verstarb der 25jährige Mann. Der Brudermörder wurde alsbald verhaftet.
* Trauriges Symptom. Kraxenbauer: „Ja, ja, i' spür's, daß i' alt werd'! Früher, da war mir's ein Leicht's, sechs Leberwürst' hintereinander zu verschlingen — jetzt hingegen muß i' schon eine große Schüssel Sauerkraut dazu essen!"
Auszug aus Leu Registern des Standesamts F«ld> vom 21. bis 27. Oktober 1898.
Anfgevoke.
27. Oktober. Wagner Johann Joseph Schäfer von Neuenberg und Veronika Diegelmann von Gläserzell.
Kheschkießnnge«.
22. Oktober. Dekorateur Wilhelm Paul Friedrich Heinrich Duwe von Bielefeld und Elise Quirin von hier. 22. Hilfsweichensteller August Krieger von Steinau und Branziska Elisabeth Müller von hier. 24. Ziegelarbeiter einrich Jakob Lenz von Trohe bei Alten - Buseck und Barbara Bug von Petersberg. 25. Handelsmann Simon Rosenstock von Eiterfeld und Cilla Kahnlein von Reyers- bach. 27. Schreiner Mathias Möres von Walheim und Elisabeth Schuchert von Geblar.
Hevnrte«.
21. Oktober. Joseph Leopold, S. des Bierbrauers Hilarius Hcrget. 21. Anna Maria, T. des Fabrikarbeiters Karl Joseph Kümmel. 21. Franz Joseph, S. des Schmieds Joseph Hillenbrand zu Ziehers. 21. Elisabeth, T. des Bremsers Wilhelm Friedrich Glotzbach. 22. Anna Luise, T. des Cigarrenmachers Joseph Stock. 22. Max, S. des Kaufmanns Emanuel Stern. 23. August, S. des Wagners Bernard Fischer zu Neuenberg. 26. Gottfried, S. des Sekretariats - Assistenten Joseph Valentin Beitz.
SlervesLIle.
21. Oktober. Privatin Therese Jehn, 78 I. 11 T. 21. August, unehel. S. einer Ausw., 1 M. 14 T. 22. Hermann Gregor, S. des Fabrikarbeiters Adam Joseph Trapp, 2 M. 6 T. 22. Adelheid Anna Elisabeth, T. des Schriftsetzers Wilhelm Weber, 1 M. 9 T. 23. Todtgeb. S. des Jnstrumenten-Schleifers Adalbert Kümpel. 23. August Friedrich, S. des Maschinenschlossers Sebastian Erasmus Schwing, 6 T. 24. Auszüger Johannes Neuland, 77 I. 7 M. 14 T. 24. Franz Joseph, S. des Schmieds Joseph Hillenbrand zu Ziehers, 3 T.
Lircheukalender.
Samstag, 29. Okt. Der hl. N a r c i s s u s, Bisch. Narcissus, der dritte Bischof von Jerusalem, war ein heiligmäßiger Mann und wirkte viele Wunder. Er wurde 116 Jahre alt und trug 80 Jahre lang die Bischöfliche Würde und Bürde. Sein Todesjahr fällt in das Jahr 212.
«eschichts-KMe«öee.
29. Oktober.
1634 Wiedereinzug der Jesuiten in Fulda.
1870 Besetzung von Metz durch deutsche Truppen.
1888 Großer Brand zu Hünfeld, dem 213 Gebäude zum Opfer fielen.
Der Postdampfer „Noord la.nd" der „Red Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am 26. Oktober wohlbehalten in New-York angekommen.
m Wetter-Keolmchtimse».
28. Oktober.
Temperatur 6 Uhr AbendS: 8,6° «elf., 6,9' Riaum
„ 7‘/i „ Morg.: 4,0° , 3,2° .
, 12 „ Mittags: 8,5° „ 6,8° ,
Diehöchste Temperatur des gestrigen TageS betrug 13,0 ° Celsius (10,4 ° RSaumur).
Die niedrigste Temperatur in vergangener Nacht betrug 3,5° Celsius (2,8° RLaumur).
Witterung- - Uebrrftcht der Deutschen Krrwarte v-m 27. Oktober, mitgetheilt dem Deutschen ReichSan,ei,ei:
Das Hochdruckgebiet hat sich über ganz Mittel- und Süd-Europa ausgedehnt; Depressionen lagern an der mittleren norwegischen Küste und über Nordwest-Rußland. Ueber Nord-Europa ist das Barometer allenthalben wieder gestiegen. In Deutschland, wo vielfach etwas Regen gefallen ist, ist das Wetter andauernd mild und trübe, bei meist schwachen Winden aus vorwiegend westlichen Richtungen. Memel hatte am Abend Weststurm.
Barometerstand Mittags 12 Uhr
770.
760.
750.
740.
am 27./IO.
730.
720
710.
am 28./10.
.770
.760
.740
.730
.720
710
750
Regen (Wind)
Viel Regen Sturm
Sehr trocken Beständig
Schön Veränderlich
Muthmaßlichr Witterung für den 29. Okt.: Unver, ändert.