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"TäRY'.ä'ä"' mit Anterhallungs-Aeitage „Mustrirte Sonntags-Aeitung"

jfä 243 Julöa, Moniag, den 24. Oktober 1899. 25. Jahrgam.

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seinem Rücken trug er einen Schulranzen. Er

Folgen der sozialen Kämpfe und diese selbst zwar nicht beseitigt, aber wesentlich abgeschwächt werden — das ist einer der allgemeinen Grundgedanken, auf denen Herr Brandts in jener Versammlung seine Dar­legung aufbaute; und jeder vorurtheilslos denkende Mensch muß ihm ohne Weiteres beistimmen. Und aus den Ausführungen von Herrn Professor Hitze über die Organisation solcher Arbeits- Kammern sei ganz kurz das Nachfolgende aus-

der ASruKungs-Kousercuz wird der ,Krenz- Ztg/' aus Petersburg geschrieben, daß diese Zu­sammensetzung in anderer Weise erfolgen solle, als dies bisher bei solchen Konferenzen übl'ch war. Zunächst soll nicht nur eine diplomatische, sondern auch eine Vertretung der Kriegsverwaltungen der verschiedenen Staaten beabsichtigt fein; und außerdem soll auch die Heranziehung von Männern drr Wissenschaft, hervorragenden Völker­rechts lehre rn, in der Absicht liegen. Sicher­lich würde beides im Interesse einer gründlichen Arbeit derselben nur mit Freude zu begrüßen sein. Fragen, durch die die gegenwärtigen politischen Verhältnisse in Europa berührt werden können, sollen in der Konferenz gar nicht berührt werden; vielmehr soll es sich angeblich nur um das a k a- demische Problem handeln, wie die weitere militärische Belastung der Völker vermieden werden könnte . . . Aber das wäre gar nicht mit Freude zu begrüßen. 2Ba§' soll eine „rein akademische" Behandlung wohl nützen?

übergab er dem Bürgermeister.

„Mein Zeugniß, Vater," sagte er, und eine stolze Freude glühte dabei aus seinen Augen, „nun bin ich doch Erster geworden, wenn Du es auch nicht geglaubt hast."

Erdmann warf einen flüchtigen Blick auf das Geschriebene. Sein finsteres Gesicht heiterte sich ein wenig auf, aber ganz verschwanden die Spuren der hochgradigen Verstimmung doch nicht.

„Das ist recht schön von Dir, Raimund," lobte er und gab das Zeugniß dem Bübchen wieder zurück „Sorge nun nur dafür, daß Du auf Deinem Platze bleibst."

Der Kleine hatte ohne Zweifel eine etwas lebhaftere Anerkennung erwartet. Mit enttäuschter Miene schaute er zu dem Vater empor. Er hatte ja keine Ahnung davon, was in dem Gemüthe des von Gewissensbissen gefolterten Mannes

der Staat tragen.

Dieser Plan ist so klar, so folgerichtig durch- . ..... . .. . - .

dacht, daß man meinen sollte, kein wohlmeinender Vorhandensein eines Mordplanes gegen das Politiker könnte sich seiner überzeugenden Kraft deutsche kaiserliche Paar als erwiesene Tyalsache entziehen. Aber leider scheint ja bei ben ©pi^en der Reichsregierung, wie erwähnt,' nicht einmal Sinn vorhanden zu sein für die Vorzüge eines Reichsarbeitsamtes. Das Cent rum dagegen! hat schon mehr als einmal bewiesen, daß es Mühen, Widerwärtigkeiten und anfänglichen Wider- tand der Regierungen und anderer Parteien nicht scheut, wenn es gilt, auf der Bahn gesunder Sozialpolitik vorwärts zu streben. Das hat es durch mehr als eine Interpellation im Reichstage dargethan, so namentlich in seiner Interpellation vom 31. Januar 1895. Mindestens aber ist es durchaus unberechtigt, wenn jetzt angesichts der Vorschläge der Herren Brandts und Prof. Hitze sozialdemokratische Blätter sich anstellen, als ob dieselben mit ihren Anschauungen vereinzelt inner­halb der Centrumspartei daständen.

Herr Professor Hitze hat in jener Versamm­lung gesagt, es sei an der Zeit, alle Mittel anzuwenden, um auch in Deutschland das erstrebenswerthe Ziel der Errichtung von Arbeiter-Kammern zu erreichen. Möge je länger, desto allgemeiner und kräftiger

die Ueberzeugung sich Bahn brechen, daß der um unsere Sozialpolitik so hoch verdiente Abge­ordnete wieder einmal den Nagel aus den Kopf getrosten hat; möge der neue Reichstag unter der Führung der Centrumspartei recht bald zu fördersamen Berathungen und zu heilsamen Be­schlüssen gelangen über die Errichtung von Arbeiter- Kammern. Endlich wird doch die Zeit kommen, in der auch die Regierung einsieht, daß nur auf solchem Wege die Aussöhnung der sozialen Gegen­sätze erfolgen kann, die jetzt so fchars in unser öffentliches Leben eingreifen; nicht aber durch den Polizeibüttel und immer härtere Strafbestim­mungen, und namentlich nicht durch Beschränkungen der Koalitionsfreiheit der Arbeiter, zu denen man augenblicklich so große Lust zu haben scheint.

.Reichsanzeiger' publizirt.

tz Der amtliche ,Reichs-Anzeiger' druckt die Miltheilungen der ,Nordd. Allg. Ztg.' üb-r die anarchistischen Umtriebe in Alexandria ab und fügt aus Eigenem die Bemerkung hinzu: „Die aerichtliche Untersuchung wird von dem italienischen Konsulargericht in Alexandrien weiter- gesührt. Auch das'amtliche Organ spricht von einem „anarchistischen Mordan.schlage gegen die kaiserlichen Majestäten". Daraus ist zu schließen, daß mau in den Berliner amtlichen Kreisen das

4- Zur Vollständigkeit ist noch zu verzeichnen' was die diplomatisch-osfistöse Wiener politische Korrelp.' zu der Frage von der frauzöftsche« Schutzherrschaft über die Katholiken im Grient bemerkt. Nach den Anschauungen des Vatikans — so berichtet das genannte Organ — bezieht sich die französische Schutzherrschaft nur auf Niederlassungen von allgemein katholischem Charakter, während der Vatikan es als selbstver­ständlich betrachtet, daß Deutschland nur das Schutzrecht über alle Niederlassungen rein deutschen Charakters unbestritten bleibt. Auch wenn ein deutscher Missionar in einer Niederlassung sich aufhält, die unter französischer Schutzherrschaft steht, kann Deutschland nach der Auffassung des Vatikans zugleich mit Frankreich das Schutzrecht ausüben. Ausführlich läßt sich, wie schon berichtet, nun auch der .Osservatore Romano' aus, ein Organ der päpstlichen Kurie. Das Blatt bestätigt, daß volle Verständigung über den Fall erzielt ist und entkleidet auch die Abberufung des Herrn von Bülow jeglichen Anstriches von Sensation. Nach der Mittheilung des,Osservatore Romano', hat Herr von Bülow schon vordem Beginne seines Urlaubes in Rom erklärt, daß er feinen Abschied wünsche, um sich nicht von seiner Tochter zu trennen, die sich kürzlich verheirathet hat und deren Gatte in Innsbruck ansässig ist.

© Nach übereinstimmenden Meldungen wird im preußischen Handelsministerium „ein Gesetz­entwurf ausgearbeitet zur Ausführung des Kandelsgefetzvnches. Die Handelskammern sind bereits zu gutachtlichen Aeußerungen aufge­

meiner unverzeihlichen Verirrung und Unvorsichtig­keit über mich hereinbrächen! Seine ganze Zu­kunft wäre wahrscheinlich vernichtet und ich risse ihn, den Schuldlosen, mit mir ins Unglück hinein! Deßhalb kann ich auch die Ketten nicht zerbrechen, die mich an den Unhold da oben im Schlosse fesseln; ich muß sein Sklave bleiben mein Leben lang, dem Sohne zu lieb."

Er suchte zu arbeiten, aber immer kehrten die Gedanken wieder zu den peinlichen Sorgen zuttick.

Mittlerweile brach die Nacht herein. Erd­mann nahm mit Raimund und einer älteren Frau, die ihm an Stelle der vor zwei Jahren verstorbenen Gattin den Haushalt führte, das Abendbrod ein. ,

Dann verließ er, da es ihm tn dem Zimmer zu eng wurde, das Haus und begab sich ms Freie. Ec hatte die Absicht, um sich zu zer­streuen, zu ein paar Glas Brer ins .Schwert' zu gehen, besann sich jedoch eines Anderen und schlug den Weg nach dem Wiesengrunde und dem nahen Walde ein. .

Er dehnte den Spaziergang ziemlich weit aus und hörte vom Kirchthurme herab den elften Glockenschlag, als er noch ziemlich weit von feiner Wohnung entfernt war. ,

Nach einer Weile erreichte er die ersten Hauser des Städtchens und bog in die an dem großen Baumgarten des Schwertwirthshauses vorbei- führende Gaffe ein, als feine Aufmerksamkeit durch das Klirren einer Kette und lebhaftes Hundegebell geweckt wurde. Sollte es ihm gelten? Das schien nicht wohl möglich, denn er war mit dem Hofhunde des Gasthauses seit langem gut Freund.

zum Gleichmuth zwingend, „ich aber gebe Dir blondem Kraushaar und frischen Wangen. 2lus die Versicherung, daß Du mit Deinem Verdachte f:;-™ Rücke- “ **’

gegen mich gewaltig auf dem Holzwege bist. Ich hielt ein Blatt Papier in der Hand. Dieses that zu Deinen Gunsten wahrlich mehr, als ich 1 verantworten kann. Uebrigens, warum hast Du Freihofer nicht überboten? Der Ausrufer ließ Dir noch Zeit genug."

Hauber knurrte wie ein Hund, dem man em vorgehaltenes Stück Fleisch vor den Zähnen

geführt:

Die Arbeitskammern beschränken sich auf die Arbeiter und Arbeitgeber der Großindustrie, d. h. also Fabriken mit mindestens 20 Arbe tern. Wo eine starke, geschlossene Hausindustrie vorhanden ist, soll auch diese betheiligt werden. Arbeitskammern sollen nach den Vorschlägen von Herrn Prof. Hitze zunächst für größere Gemein­den ober Kreise als örtliche Grundeinheiten ge­bildet, und diese sollen dann wieder für größere Bezirke in Bezirkskammern zusammengefaßt werden. Als Spitze der gesammten Organisation ist ein Reichs-Arbeitsamt gedacht. Den Ortskammern soll die Berichterstattung und Er­mittelung der Arbeiterverhältniffe ihres Bezirkes zusallen, ebenso die Ausarbeitung von sozial­politischen Vorschlägen an die Gemeinde und an die Polizeiverwaltung, sofern dieser soziale Auf­gaben zugewiesen sind. Die Arbeiten der Be- zirkskammern bewegen sich in derselben Richtung; nur sollen diese sich an die Bezirksregierungen, an die Staats- und Reichsbehörden und an die gesetzgebenden Faktoren (Parlamente, Bundesrath u. s. w.) sich wenden. Die Berathungen der Kammern sollen in der Regel öffentlich sein. Der Vorsitzende einer Kammer soll zwischen Unter­nehmer und Arbeiter eine neutral? vermittelnde Stellung einnehmen: nach dem Plane des 2lbg. Hitze sollte das am besten der Gewerberath ober Fabrikinspektor sein, unb er sollte von ber Staats­regierung ernannt werben. Die Kosten sollte

betrachtet.

-y lieber die' mutllmaßl'Äe Zusammensetzung

vorging.

Da tiefer sich vollenbs, ohne em weiteres Wort zu sprechen, abwandte und sich an seinem Schreibtische zu schaffen machte, schlich Raimund, nicht mehr halb so gut gelaunt, wie er gekommen, davon. , , ±

Der Bürgermeister nahm seinen gewohnten Gang durchs Zimmer wieder auf. Nun kamen die Gedanken, welche der Anblick seines Söhnchens in ihm geweckt hatte, in halblautem Selbst­gespräche über die Lippen bervor. „Der arme Schelm," seufzte er. . Raimund ist talentvoll unb i sein Fleiß berechtigt zu ben schö iften Hoffnungen, | aber, was würbe wohl aus iym, wenn die Folgen

besprochenen „Februar-Erlasse". Aber freilich, bie schöne Zeit, die selige Zeit tiefer Februar-Erlasse liegt uns trotz ber wenigen Jahre, die seit ihrem Erscheinen verflossen sinb, schon so weit, baß ein Mensch, ber nur den heutigen sozialpolitischen Kurs unserer Reichs­regierung kennt, von ihnen glauben könnte, es handle sich um ein Märchen von „anno dazumal".

Die beiden Sätze des kaiserlichen Erlasses, bie hier angeführt sind, kennzeichnen ganz klar und deutlich den Wunsch nach einer berufs­ständigen Vertretung ber Arbeiter, nach Arbeiter-Kammern, um es kurz auszn- ! brücken. Ader ben Männern unserer Regierung liegt tiefer Gedanke an sich schon längst fo fern, baß sie vermuthlich mit ungeheucheltem Erstaunen denjenigen betrachten nur. ben, ber ihnen jetzt im Ernste bie Absicht unterschieben wollte, an bie Ausführung solcher Gedanken sich heranzUmacljen. Nicht einmal ber Plan, ein Reichs-Arbeits­amt zu errichten, wie er kürzlich in einer sozialen Zeitschrift vorgeschlagen war, hat Gnabe vor der Regierung gefunben. Dies war sehr deutlich zu ersehen aus ber schroffen Ablehnung, bie ihm von Regierungsblättern zu Theil wurde—an fo etwas wie Arbeiter-Kammern denkt man also im Schoße unserer Reichsregierung schon gar nicht.

Dennoch haben katholische Sozialpolitiker, Männer, die bas Centrum mit Stotz zu seinen ersten sozialpolitischen Führern zählt, es sich nicht verdrießen lassen, von neuem dieses schwierige Thema in Angriff zu nehmen. In ber letzten Generalversammlung bes „Verbandes katholischer Industrieller und Arbeitersreunde" waren es Fabrikbesitzer Franz Brandts aus M.-Glad- bach und Abg. Prof. Hitze aus Münster, bie diese hochwichtige Frage von ber Errichtung von Arbeits-Kammern von neuem aufs Tapet brachten.

Durch eine Organisation ber Arbeiter in Arbeiter-Kammern können bie schlimmen

© Arbeiter-Kammern.

„Für die Pflege des Friedens zwischen Arbeit­gebern und Arbeitnehmern sind gesetzliche Be­stimmungen Über die Formen in Aussicht zu nehmen, in denen die Arbeiter durch Ver­treter, welche ihr Vertrauen besitzen, an der Regelung gemeinsamer Angelegenheiten betheiligt und zur Wahrnehmung ihrer Interessen bei Ver­handlung mit den Arbeitgebern und mit den Organen meiner Regierung befähigt werden. Durch eine solche Einrichtung ist denArbeitern der freie und friedliche Ausdruck ihrer Wünsche und Beschwerden zu ermög­lichen und den Staatsbehörden Gelegenheit zu geben, sich über die Verhältnisse der Arbeiter fortlaufend zu unterrichten und mit den letzteren Fühlung zu behalten."

Wo stehen diese vortrefflichen Sätze? Man kennt sie kaum noch. Sie besinden sich in dem ^Erlasse desKaisers an d en preußischen Handelsminister vom 4. Februar 1890, also in einem der beiden bekannten unb so oft schon

Deutsches gtetdj.

Berlin, 22. Oktober.

* Der Kaiser bat eine neue Auszeichnung: bie Uolhe-Krenz Medaille gestiftet. Sie be­steht ans brei Klassen und soll an Personen — auch Frauen und Jungfrauen —, die sich um die Bestrebungen des Rothen Kreuzes verdient gemacht haben, verliehen werden. Die dritte Klasse ist eine Medaille mit einem Kreuz in Bronce auf ber Aversseite, bie zweite Klaffe mit einem Kreuz in Silber, bie erste Klasse ist ein Kreuz in Gold. Die näheren Bestimmungen würben heute am Geburtstage ber Kaiserin amtlich im

wegnimmt.

„Warum?" zischte er bann, „das mag ber Teufel wissen, ich selber begreife es nicht. Ich war fest entschlossen, bas ,Schwert' nicht hinaus­zulassen, um keinen Preis, aber als ber infame Kerl mich gleich um 13 000 Mark auf einmal Überbot, fuhr mir die Wuth so in die Glieder, daß ich meinte der Schlag habe mich getroffen. Als ich dann wieder zu mir kam, da war bie Geschichte vorbei. Meinethalben — das Geld hat das Mädchen noch nicht."

Ohne Gruß rannte er fort.

Erdmann rührte sich nicht, bis er die Schritte! des Davoneilenden nicht mehr vernahm. Dann ging er langsam in dem Gemach auf und ab.

„Der rücksichtslose, selbstsüchtige und herzlose Mensch!" knirschte er. „Da habe ich nun den Dank dafür, daß ich mich zu seinem Handlanger hergab. O, könnte ich ihn abschütteln und ihm die Thüre weisen! Zehn Jahre meines Lebens gäbe ich darum! Aber es geht nicht! Ich muß ote entsetzliche Last weiter tragen, sonst stecke ich den Kopf selber in die Schlinge hinein."

Die Thüre ging auf unb ein etwa achtjähriger Knabe trat baftig ins Zimmer herein. Es war

Der letzte Triel».

Kriminal-Roman von Max Benno.

5 ------ (Nachdruck verboten.)

Ein Zornesblitz zuckte aus den Augen Haubers hervor. „Was?" knurrte er, „Du weißt nicht mehr, obgleich Du Bürgermeister bist? Höre, Mensch, mir kommt bie ganze Geschichte wie ein abgekartetes Spiel vor. Ich bemerkte recht gut, wie vertraulich ber lange Bursche mit seinem pockennarbengesichte von bem Notar gegrüßt worben ist. Aber, ich sage Dir, wenn ich hinter die Schliche komme und wenn es sich namentlich bestätigen sollte, daß auch Du mich betrügst, dann wirst Du eine Erfahrung machen, daß Dir Hören und Sehen vergeht."

„Wie es scheint," fuhr der Kastellan in höchster Erregung fort, „kennst Du mich noch nicht ganz. Ich kann fürchterlich werden, Benedikt, wenn man meine Wege zu kreuzen versucht, und einen Feind vollends, der auf Schleichwegen die Waffen gegen mich kehrt, den zermalme und zerschmettere ich! Das übermütige Mädchen triumphirt jetzt natürlich, weil ihr auch nach Bezahlung der Schulden noch ein Vermögen verbleibt. Aber sie könnte sich verrechnen! $ßie einen Hund be­handeln läßt der Kastellan Anton Hauber sich nicht. Er wird ein Mittel finden, um sich zu rächen, und wenn er mit dem Satan selbst einen Bund schließen muß."

fordert worden.

4- Wenn man einer Behauptung ber .Braun­schweigischen LandeSztg.' glauben wollte, bann müßte man annehmen, daß bie Nachrichten von einer Amtsmüdigkeit des Prinzen Albrecht von Preußen, als Regent von Braunschweig unbegründet seien. Der Prinz — fo sagt das genannte Blatt — betrachte feine Stellung an der Spitze des Herzogtllums „als eine ihm von feinem Kaiser und' Familienchef übertragene Pflicht, deren Erfüllung von persönlichen <5tim= mungen und Bedürfnissen gänzlich unabhängig ist, gewissermaßen also Ätz ein Kommando. Er wirb baller (leiben, solange ber Kaiser es wünscht unb befiehlt". — Und wenn nun ber Kaiser es nicht mehr wünschen sollte? Auf alle Fälle bars man annehmen, daß alle die überein­stimmenden Meldungen über einen bevorstehenden Regentenwechsel in Braunschweig nicht vollständig ohne thatsäälichen Hintergrund gewesen find.

* Der offiziösen ,Nordd. Allgem. Ztg.' zu­folge beruht die Nachricht von einem angeblich bevorstehenden Mechsek im Höerpräsidium der Provinz Posen auf „Erfindung". Die Nachricht ist an dieser Stelle von Anfang an mit Zweifel ausgenommen worden.

© In der Presse war die Nachricht aufge­taucht, es wäre nunmehr nach langwierigen Ver­handlungen die Einrichtung eines Jerusprech- Dienstes Berlin - Prüffel - Paris gesichert. An zuständiger Stelle ist nach einer halbamtlichen Mittheilung von einer solchen Fernsprech-Lime nichts bekannt. Sollte es zu einer Fernsprech- Verbindung zwischen Berlin und Paris kommen.

In augenscheinlichem Schrecken schaute ber Bürgermeister bem aufgebrachten Manne in das entstellte Gesicht. „Das sind Deine Sachen" ------- — ,

«entgegnete er nach einer Weile, sich gewaltsam ein Hübschis Bürschchen nut blauen Augen,