FuUmerMIeitung
Jg 150.
JuLöcr, Mittwoch, den 6. Juli 1898
L Spanien in Noth
Damit ergriff er die noch halbvolle Rumflasche und goß den Inhalt zum Fenster hinaus. Dann zog er heftig eine Glocke, deren Handgriff sich neben der Thüre befand. Er nahm wieder Platz und summte, als der Wirth kam, mit den Fingern auf dem Tische trommelnd, ein Lied vor sich hin.
„Noch eine Flasche!" rief er dem erscheinenden dienstbaren Geiste entgegen. „Wir bitten recht schön! Das lange Fasten hat uns durstig gemacht!"
Der Herr lachte, ging und kam gleich nachher wieder mit dem Verlangten zurück. Verstohlen betrachtete er Hugo und die Matrosen, die sich auf einen Wink Bob's ebenfalls benahmen, als habe das starke Getränk bei ihnen bereits seine Wirkung gethan. Mit einem boshaften Grinsen ging der Mann wieder hinaus. Nun setzte Bob seinem Gefährten seinen Plan auseinander und fand allseitige Zustimmung. Das Getränk wurde abermals zum Fenster hinausgeschüttet, dann aber von den vier Seeleuten ein Lied in so kräftigen Tönen angestimmt, daß man es wahrscheinlich im ganzen Haufe vernahm.
Der Äufwärter stürmte herein. „Um Himmelswillen, Ihr Herren," rief er, „was fällt Euch denn ein? Wir haben einen Schwerkranken im Hause, der der Schonung bedarf."
Bob hatte sich erhoben. Er hielt das leere Glas in der Hand. „Einen Kranken?" lallte er, „das ist ein anderer Fall. Dann halten wir freilick am besten das Maul. Aber etwas, lieber Freund, müssen wir treiben. Ruhig sitzen können wir nicht! Zwischen den vier Wänden wird es uns Seehunden zu eng."
Auch die Gefährten Bob's waren aufgeftanden
Erscheint täglich, m. Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Bierteljährl.
Hr;ugsprris ohne Bringerlohn und Bestellgeld in Fulda und aus- wärtsIM.bOPf.
l mit Urlaub von Berlin abgereist, und zwar nach i dem Ostseebade Heringsdorf.
*: Es ist eine bekannte Thatsache, daß bei der soziakpokilifche« Gesetzgebung der letzten 1 Zeit die Hausindustrie recht wenig gut da- : von gekommen ist. Ueberhaupt hat die Hausindustrie bedenkliche Mängel aufzuweisen, z. B. : in der unverhältnißmäßig reichlichen Beschäftigung : jugendlicher Arbeiter beiderlei Geschlechts und in theilweise ganz ungenügender Bezahlung derselben. : Deswegen ist es nichts weniger als überraschend, daß diesmal besonders auch in denjenigen Gegenden viele sozialdemokratische Stimmen abgegeben worden sind, in denen Hausindustrie stark entwickelt ist. Bereits in der Tagung des letzten Reichstages von 1896/97 lag ein Gesetzentwurf vor, der auch die Hausgewerbetreibenden an die Krankenversicherung anschließen und bessere Bestimmungen über den Arbeiterschutz in der Hausindustrie einführen sollte. Der Entwurf blieb indessen, wie man weiß, unerledigt, und trotz aller Kritik und aller Aufforderung in der Presse, ihn von neuem einzubringen, ließ ihn die Regierung während der letzten Sitzungsperiode des vorigen Reichstages ruhig im Winkel liegen. Jetzt wird berichtet, es stehe für die nächste Sitzungsperiode des Reichstages eine Wiederholung und Ergänzung dieser Vorlage in sicherer Aussicht. Das ist erfreulich zu vernehmen. Gleichzeitig heißt es, die Konfektionsbranche solle besondere Berücksichtigung dabei finden; und auch das ist ja Thatsache, daß auf diesem Wirtschaftsgebiete besonders viel zu verbessern ist. Aber auch vielfach anderswo herrschen schreckliche Zustände: es sei nur erinnert an die Puppenindustrie in Thüringen, die Hausweberei in verschiedenen Gegenden, die Hausindustrie in der Holzbranche und manches andere mehr. Und schwerlich wird ein Nachweis gelingen dafür, daß hier überall nicht genau ebenso die herrschende Noth nach Abhilfe riefe wie dort. Kurz und gut: Ausbau, schleuniger Ausbau des sozialen Reformwerkes thut in allen Wirth- schaftsgebieten noth. Und sehr schwer könnte es sich rächen, wenn man hier noch immer zögern wollte, ganze und durchgreifende Arbeit zu machen.
X Das leitende Organ der konservativen Partei, die,Kreuz Zei1«ttg*, beging soeben den Gedenktag ihres fünfzigjährigen Bestehens. Bei dieser Gelegenheit ist ihr aus dem Kabinett des Kaisers folgendes Telegramm zugegangen: „Se. Maj. der Kaiser und König lassen für das Gelübde der Treue gelegentlich des Jubiläums der ,Kreuz-Ztg/ danken. Auf allerhöchsten Befehl (gez.) von Lucanus, Geh. Kabinettsrath". Die ,Kreuz-Ztg/ ist also wieder in Gnaden ausgenommen. Die Zeit liegt nicht allzu weit zurück, daß sie in allen königlichen Schlössern verbotenes Papier war. Das war in der ' Hauptblüthezeit des Freiherrn von Hammerstein 1 unglückseligen Angedenkens. Und auch diesmal ■ ^ichnet sich das Telegramm durch ganz besondere 1
* Eine Ilmformiruug der Ärtilkerie, die auf dem Papier bereits festgestellt sei, ist nach : der,Vosf. Ztg.' in den letzten Tagen in Metz ; bei dem Jubiläum des sächsischen Fußartillerie- Regiments in privaten Gesprächen in Offiziers- z
* Heute (Dienstag) ist nun auch der preußische Minister des Innern Ireiherr v. d. Necke
Das spanische Geschwader int Hafen von Santiago auf Cuba vernichtet bis auf ein einziges Fahrzeug — Admiral Cervera von den Amerikanern gefangen genommen — di? Stadt Santiago unmittelbar vor der Uebergäbe an die Amerikaner: fo sieht es auf der Insel Cuba aus. Und auf den Philippinen wird es bald ebenso sein. Die amerikanischen Landungstruppen sind aus San Franzisko beim Geschwader des Admirals Dewey vor Manila eingetroffen, und nun wird es nicht mehr lange dauern, bis wir von der Uebergabe der Stadt Manila an die Amerikaner Kunde erhalten.
In Madrid täuscht man sich auch gar nicht mehr über die Gefährlichkeit der Lage, obwohl das Telegraphen-Bureau der spanischen Regierung noch bis Montag Abend versucht hat, die öffentliche Meinung darüber in Unkenntniß zu erhalten. Denn in einem Ministerrathe, der am Montag Abend in Madrid abgehalten wurde, herrschte vollkommen die Ueberzeugung vor, daß der Feind nunmehr bald die Stadt Santiago in seiner Gewalt haben müsse. Leider aber sind wiederum zwei einander entgegengesetzte Meinungen darüber entstanden, was nun zu thun sei. Der Minister - Präsident S a g a st a und einige Minister haben den Muth noch lange nicht verloren. Santiago, so sagen sie, sei nicht die ganze Insel Cuba und das Geschwader des Admirals Cervera sei nicht das einzige Ver- theidigungsmittel der Spanier gewesen; hunderttausend Mann seien bereit, auf der Insel Cuba für Spanien zu sterben. . . . Thatsächlich hat auch der spanische Oberbefehlshaber auf Cuba, Marfchall Blanko, ganz entschieden gegen die Anknüpfung von Friedensunterhandlungen sich ausgesprochen. Aber leider beweist dieser aner- kennenswerthe Muth noch nicht, daß diesem Muthe auch die Erfolge nicht fehlen werden. Das freilich ist wahr, daß im Gegensätze zur spanischen Marine die spanischen Landtruppen bisher sich gut bewährt haben. Die knappe Besatzung von Manila hat sich wacker gehalten gegen die angreifenden Streitkräfte, die' aus Amerikanern und aus Aufständifchen zusammengesetzt waren; und auch diesmal bei Santiago haben die Spanier bei dem Kampfe auf dem Lande sich vortrefflich gehalten. Man kann den zweifachen Kampf ganz gut so kennzeichnen: die Amerikaner erlitten beim Landkampfe eine Schlappe nach der andern; da wagten sie einen kühnen Streich mit ihrer Flotte. Um das,Ganze zu retten, drang Admiral Sampson mit seinen Schiffen tollkühn in die Bucht von Santiago ein und setzte damit alles aufs Spiel; und daß ihm der Streich gelungen ist, hat er auf keinen Fall einem erbärmlichen Benehmen der Spanier zu verdanken. Auch hier haben sich augenscheinlich die Spanier vortrefflich geschlagen; und ihre Niederlage zu Wasser rührt m erster Reihe sicherlich von dem minder- werthigen Zustande und der ungenügenden Ausrüstung ihrer Kriegsschiffe her. Und daß es so schlecht stand um die spanische Marine, das mag vor allen Dingen seinen Grund haben m der unaufhörlichen Geldverlegenheit der Spanier. Aberleiderscheinen
ehedem auch die verantwortlichen Männer in Spanier vielfach ihre Pflicht verletzt und manches versäumt zu haben, was sie auf keinen Fall versäumen durften.
Aber daß uns die Amerikaner im Laufe dieses Krieges, den sie freventlich vom Zaune gebrochen haben, sympathischer geworden wären, kann man nicht sagen. Im Gegentheil: mit jedem Tage wird die Sprache der großen amerikanischen Zeitungen den europäischen Mächten gegenüber gereizter und unfreundlicher — ohne jeden Grund. Was können die Europäer dafür, daß die Vereinigten Staaten von Nordamerika nur über eine ganz erbärmliche Landmacht verfügen, in der sogar Männer als Generale walten, die, wie „Buffalo Bill", vor nicht allzu langer Zeit in Europa umherzogen und sich vor den Europäern als Cirkusreiter sehen ließen? Nein, wir können nichts dafür. Die europäischen Mächte beobachten sammt und sonders eine musterhafte Neutralität; und die wachsende Unfreundlichkeit der Amerikaner gegen Europa ist nichts Anderes als eine neue Ungerechtigkeit, die sie zu der voraufgegangenen hinzufügen.
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Den neuesten Meldungen zufolge scheint der amerikanische Admiral Sampson doch nicht in den Hafen von Santiago eingedrungen zu sein. Vielmehr hat allem Anscheine nach der spanische Admiral Cervera mit seinem Geschwader einen Ausfall und damit den Versuch gemacht, wenigstens mit einem Theile seiner Fahrzeuge die hohe See zu gewinnen. „Er wolle lieber kämpfend auf offener See fallen, als in einer Mausefalle sterben!" soll er gesagt haben. Merkwürdig ist es, daß auch nach geschlagener Schlacht die amerikanische Flotte noch nicht von dem Hafen von Santiago Besitz ergriffen hat. Wahrscheinlich sind also die Forts doch noch zu gefährlich!
Deutsches Deich.
Berlin, 5. Juli.
25. Jahrgang.
Inserate: Die einspalt. Garmondzeile oder deren Raum 15 Pf., Reklamen die Petitzeile 25 Pf.; bet Wiederholungen wird entsprechend. Rabatt gewährt.
Der Kapellenhof.
Erzählung aus dem Leben von Max Benno.
26 ------ (Nachdruck verboten.)
Die Banditen zögerten noch immer; als jedoch der Herr den Preis um den vierten Theil und schließlich um die Hälfte erhöhte, schlugen sie ein und nahmen die bedungene Abschlagszahlung sofort in Empfang. Bob hatte genug gehört. Leise und unbeachtet, wie er gekommen war, kehrte er zu den Gefährten zurück.
Mit großer Genugthuung erfuhr er hier, daß seine Abwesenheit nicht bemerkt worden war. „Heiliger Sebastian," murmelte er und wischte sich den Schweiß ab, den ihm die Aufregung ausgepreßt hatte.
„Fast könnte man meinen, der Klabautermann lasst seinen Zorn an uns aus. Zuerst der Schiffbruch, bann die Hungerkur und zum Schluffe die Mörderhöhle, wo man uns bereits für gute Prise erklärt hat. Ich wußte wohl, daß die Inhaber der schönen Firma Greenwood und Levi Spitzbuben sind. Daß sich aber solche ruchlose Schurken darunter versteckten, hatte ich doch nicht geglaubt."
Bob theilte mit, was er soeben gehört hatte und fuhr dann fort:
„Diese anscheinend harmlose Faktorei hier ist eines jener schändlichen Geschäfte, das nicht nur den Handel für die Sklavenjäger vermittelt sondern die großen Plantagen- und Grundbesitzer im Innern auch mit weißem Arbeitsmaterial aus aller Herren Länder versorgt. Diesen Schurken ist zum Einsangen ihrer Opfer fein
~ = ^as ,Aomfatms-Ntatt', als das Organ des Bonifatius-Vereins lange, lange schon ein lieber Gast in unendlich vielen katholischen Häusern und Familien, hat eine neue Gestalt bekommen und gleichzeitig damit eine noch viel ^^"Verbreitung. Mit dem Bonifatius- Blatte gletchzettrg wird jetzt eine Anzeigen- B ei läge versandt, deren Ertrag dazu bestimmt ist, die großen Kosten wenigstens zum Theile zu decken, die aus der Herstellung und aus dem Versandt des Blattes entstehen. Von jetzt ab wird das Bonifatius-Blatt in nahezu 60 000 Exemplaren von der Expedition in Paderborn m Westfalen unmittelbar versandt an alle Bischöfe, bischöfl. Generalvikariate, ka- tholischen Pfarrämter, Expostturen, Klöster und Ordensmederlaffungen des ganzen Deutschen Reiches und an den kathol. Episkopat von Oester- retch-Ungarn, Dänemark und der Schweiz sowie an die Mitglieder des Bonifatius-Vereins. Aufträge für Anzeigen nimmt die Expedition des Bonifatius-Blattes in Paderborn entgegen.
und schwankten, an die Stühle gelehnt, in bedenklicher Art hin und her.
„Wenn die Herren vielleicht eine Zeit lang ausruhen wollten," meinte der höfliche Mann.
Bob wandte sich plötzlich vorn Fenster ab, durch das er einige Sekunden lang hinausgeschaut hatte.
„Nein," erklärte er, „nur nicht schlafen, dazu ist es später noch Zeit. Der See da unten scheint eine prächtige Pfütze zu sein. Wir wollen sie ein bischen betrachten, damit uns die Langeweile vergeht."
„In der That," sagte der Mann. „Eine kleine Spazierfahrt dürfte nicht schaden. Ich glaube selbst, daß Euch die Seeluft gut thut. Doch seid vorsichtig und kehrt wieder zurück, bevor es Abend wird!"
Die Seeleute brachen auf und wurden durch den wiederholt zur Ruhe mahnenden Aufwärter zu dem Hafen geführt. Sie fanden nicht nur das Boot auf dem ursprünglichen Platze, sondern auch ihre Geräthe, eine Harpune, ein großes Meffer und das Gewehr. Trotz ihrer hohen Genugthuung bei diesem Anblicke, gaben sie sich den Anschein, als hätten die Gegenstände augenblicklich gar kein Interesse für sie. Sie griffen zu den Rudern, und fuhren, nicht ohne daß das Fahrzeug wiederholt in bedenkliches Schwanken gerieth, in das offene Wasfer hinaus.
Als sie sich weit genug von der Faktorei entfernt wußten, .ließen sie die Masken fallen, und an die Stelle der erheuchelten Lustigkeit trat ein plötzlicher Ernst.
„Das wäre gelungen," nahm Bob das Wort, „der zuvorkommende Hallunke, dessen Gedanken
> kreisen als bevorstehend bezeichnet worden. Bei der Fußartillerie sollen zunächst alle Regimenter, i die zur Zeit noch nicht voll.drei Bataillone haben, ' auf diese Stärke gebracht werden. Dazu sollen - die überschießenden Kompagnien als Stamm für : das dritte Bataillon dienen. Diese Neuformation ■ oder richtiger Verstärkung der Fußartillerie dürfte ; etwa 20 bis 25 Kompagnien umfassen und soll am 1. Oktober 1899 in Kraft treten.
® Nun hat die preußische Regierung dennoch besondere Maßregeln ergriffen gegen den Kongreß polnischer Aerzte ittib Naturforscher in Posen. Im Auftrage der Regierung hat der Posener Polizeipräsident allen polnischen, tschechischen und sonstigen slawischen Aerzten in Rußland und Oesterreich - Ungarn die Theilnahme an der Versammlung verboten. Nach der Erklärung, daß der Kongreß streng wissenschaftlich fein und aller Beschäftigung mit politischen Dingen sich enthalten sollte, erscheint diefe Maßregel der Posener Regierung übertrieben. In der Thal aber haben die Veranstalter dieses Kongresses diese Maßregel hauptsächlich der Hetzerei der Prager Tschechenblätter zu verdanken. Der Posener Polizeipräsident von Jagow soll gedroht haben, er werde slawische Ausländer zwangsweise entfernen lassen, wenn solche etwa doch an dem Kongresse Theil nehmen wollten! Die ganze Maßregelerei kommt uns sehr kleinlich vor. Man denke sich einmal den Fall, die französische Regierung wollte bei einem Pariser ober Lyoner Aerzte- ober Juristenkongreß bte deutschen Gelehrten nicht zulassen und nötigenfalls mit Gewalt zurückweisen. Mit Recht würden wir uns über die Ängstlichkeit einer solchen Regierung lustig machen, unb doch bestehen zwischen Franzosen und Deutschen bei weitem nickt so nahe Beziehungen wie zwischen den Deutschen und Polen. Aber es ist die alte Geschichte: Sobald es sich um die Jesuiten ober um bie Polen hanbelt, hört bei gewiffen Leuten nicht bloß bie Gemächlichkeit auf, fonbem Alles. Dann gilt sogar ber Bismarck'sche Spruch nicht mehr: „Wir Deutsche fürchten Gott unb sonst nichts auf der Welt!" — Der Vorstand des Vereins polnischer Aerzte in Posen hat mit Rücksicht auf die Verfügungen der Regierung beschlossen, den Kongreß polnischer Aerzte und Naturforscher überhaupt nicht in Posen zu veranstalten, sondern in Krakau.
* Die Iayresverichte der preußischen IaVrikinspeKtore» sind soeben erschienen. Sie enthalten auch diesmal mancherlei Mittheilungen über die praktische Handhabung ber Ar b eiter - schutzgesetzgebung unb beachtenswerthe, durch Beschreibungen und Skizzen näher erläuterte Vorschläge über Unfallverhütung oder Bekämpfung gewerblicher Krankheiten, ferner vielfache zum Theil eingehende Aeußemngen über die Frage der Einführung eines sogenannten sanitären Maximalarbeitstages, sowie auch für weitere Kreise interessante Mittheilungen aus dem Gebiete ber Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen. — Der Preis ist mit 14,55 Mk. unb 15,25 Mk. entschieben zu hoch.
_ * Unter ber Spitzmarke: „Neligion ««genügend" schreibt bie demokratische ,Berliner Volkszeitung':
Bei der kürzlich in Köpenick veranstalteten zweiten Lehrerprüfung bestanden von 71 Volks-
Mittel zu schlecht. Wie man mit ben uncflück- l'chen Negern umgeht, ist allbekannt. Aber auch der Weißen, bie in bie Klauen biefer Geier fallen, wartet kein viel besseres Loos. Unter bem Titel von Reisegelbvorschüssen, Lanbver- mittlungen unb allem nur erdenklichem Schwindel werden sie in die Falle gelockt und sind in der Regel infolge ihrer Vergangenheit noch viel schlimmer daran, als die Schwarzen. Wie es scheint ist einer unserer edlen Missionare dem säubern Geschästsmanne bei einem ähnlichen Handel in die Quere gekommen, und um jede Spur zu verwischen, werden bie lästigen Zeugen einfach an Banbiten verkauft. Nun," schloß Bob, „wir werben ja erfahren, was brum unb bran hängt. Aber baß wir biefen Mordgesellen diesmal einen Strich durch die Rechnung machen, versteht sich von selbst."
Das Staunen Hugos und der Matrosen über diesen traurigen Bericht war nicht gering; ebenso grojs aber auch ihre Entrüstung, und ohne weiteres erklärten sie sich zur Vereitelung des schändlichen Mordplanes bereit.
Das war freilich schneller gesagt, als gethan. sie hatten bte Gastfreunbschaft bieses Hauses angenommen. Wie kamen sie, ohne Verbacht zu erregen, roieber hinaus? Bob schaute auf seine Uhr. Es bauerte immer noch drei Stunben, bis bie Nacht hereinbrach. Die Opfer mußten unter allen Umstänben entroeber vor^ihrem Abgänge ober boch währenb ber Fahrt gewarnt werden, sonst war es zu spät.
„Ich hab's!" rief Bob plötzlich und ein verschmitztes Lächeln glitt über sein breites Gesicht. „Thut, was ich Euch heiße, dann wird alles recht!"
mit Nnlerßaktungs-Meikage „Züusirirte Sonntags -Reifung“ "ÄlnKT“