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(Fortsetzung folgt.)

△ Am 9., 10. und 11. Juli er. wird der Dervand GaveksSerger Ste«ograpHeu in Pesten und Waldeck in unserer Stadt seinen dritten Verbandstag abhalten.

<Q> Für den kommenden Sonntag sind ver­schiedene JestlichKette« und Nergvügrmgen in Aussicht genommen. An diesem Tage unternimmt der Gartenbauverein einen Aus­flug nach Schloß Eisenbach bei Lauterbach, der katholische Gesellenverein eine Rhöntour über Tann — Schleida — Spahl - Hünfeld (in Schletta wird Gottesdienst gehalten!); ferner feiert der Turngau Hessen am Sonntag in Lauter­bach sein 25. Turnfest. An Einladungen, die nach auswärts ziehen, fehlt es also nicht. Um den in der Stadt Verbleibenden nun auch eine Freude zu machen, wird die Horaser Musik­kapelle unter Leitung des Herrn Bioneck auf Giesel's Felsenkeller ein Garten ko nzert bei

Zus dem Uachbargebiet.

□ Künfekd, 23. Juni. Zum General- Obern der Oblaten ist der im 54. Jahre stehende seitherige Generalassistent des Ordens ?. Cassian Augier gewählt worden. Der Sitz des Generals ist Paris.

ganz erhebliche Einnahmequelle, ja selbst bei sehr theurer Anlage, wie die in Fulda, die 500,000 ' Mark gekostet hat, stellte sich schon nach einigen : Jahren ein Ueberschuß heraus, der sich nun, nach­dem auch der Eisenbahn-Bedarf von der städtischen Leitung gedeckt werden soll, ganz erheblich steigern wird. Vor Allem sei es nöthig, daß allen Häusern die Wasserleitungs-Anschlüsse gratis bis in's Haus hergestellt würden und die Wasser­messer ohne Miethe installirt würden. Wichtig ist für die Neuanlagen, daß Herr Landes - Brand- kassen-Direktor Dr. Knorz in entgegenkommend­ster Weise Darlehen zu 2 Prozent und geringer Amortisation vermittelt. — Bezüglich der H unde­steuer empfehle es sich, das Normal-Statut zur Einführung zu bringen, welches der Städtetag beschlossen und das schon in mehreren Städten eingeführt sei. — Die Schlachthäuser dürften nach den bez. gesetzlichen Bestimmungen bis zu 8 Prozent ihres Reinertrages zu den städtischen Einnahmen herangezogen werden, die Errichtung von Schlachthäusern sei ja für alle Städte und größeren Orte nur noch eine Frage der Zeit. — Daß die Sparkassen vielen Städten sehr hohe Netto-Erträge einbringen, ist ja genügend bekannt. Wenn Städte versäumt haben, sich diese Quelle zu erschließen, so ist das in ihrem Interesse sehr bedauerlich. — Vor Allem sei ferner die Anlegung eines Lagerbuches jeder Stadt zu empfehlen. Als ehr wichtig empfehlen die Herren Referenten die Bildung einer Finanz-Kommission, in der alle Fäden zusammenlaufen, die mit dem Etat in Verbindung stehen. Dieser Kommission liege es ob, darüber zu wachen, daß keine Ueberschrei- tungen des Gesammt-Etats vorkommen und daß je nach Bedarf die T'.tel übertragen werden. — Zum Schluffe wurde betont, daß streng darauf zu achten sei, daß die Erträge für verkaufte Grundstücke u. a. stets wieder zum Ankauf von Areal verwendet werde, welches mit der Zeit sehr im Werthe steigt und oft in recht kurzer Zeit zu städtischen Zwecken dringend gebraucht wird.

an, allein sein Haß gegen Rudolf wich all' ihren Ausführungen und Ermahnungen nicht.

So ging abermals eine Woche vorüber und der Zustand Hugo's war nicht besser geworden. Die Schwester sorgte deshalb dafür, daß er mit einem Verwundeten - Transporte nach Hause ge­schickt wurde.

Auf dem Kapellenhofe war das Schicksal Georg's bekannt. Man hatte sogar angefangen, sich mit so vielen Familien in das Unvermeidliche zu fügen; als aber nun der zweite Sohn elend und krank zurückkehrte, begann die noch frische Wunde aus's neue zu bluten. Namentlich die Mutter war tief bekümmert, während Amberg, der sich vom allgemeinen Siegestaumel hinreißen ließ, idie Schwere des Opfers weniger empfand.

Es blieb ihm eigentlich auch keine Zeit, um darüber viel nachzudenken. Er hatte in Gemein­schaft mit Stern in der richtigen Voraussetzung, daß die Futtervorräthe in Folge des kolossalen Verbrauches durch die Armeen sehr im Preise steigen mußten, gleich zu Anfang des Kriegs eine ungeheuere Menge Hafer gekauft. Die Berech­nungen der beiden schlugen nicht fehl. In kurzer Zeit stieg der Preis dieses Artikels um mehr als die Hälfte. Nach dem Falle von Straßburg rieth Stern, die Frucht abzusetzen. Allein der Kapellen­bauer behauptete eigensinnig, er verkaufe nicht eher, als bis der Preis die von ihm festgesetzte

Höhe erreicht habe. Stern traute schließlich nicht mehr und überließ dem Freunde auch seinen Theil gegen eine hohe Abfindungs-Summe. Jeden nächsten Tag war der Preis abermals namhaft gestiegen, und Amberg spottete lriumphirend über den ängstlichen Freund. Bei der Heimkehr Hugo's war seine hoffnungsvolle Spannung aus's höchste

Einsendung der Bescheinigungen über den Inhalt der aufgerechneten Quittungskarten (Sammel­bücher :c.) nicht. Es empfiehlt sich aber, wenn zur Zeit der Antragstellung sich noch zugehörige Quittungskarten (in der Regel die vorletzte) bei der Quittungskartenausgabestelle befinden, diese Karten den Verhandlungen alsbald beizufügen, um den durch nachträgliches Einfordern dieser Karten bedingten Zeitverlust zu vermeiden. Der nach § 157 a. a. O für Altersrentenbewerber vorgeschriebene Nachweis einer mindestens 141= wöchigen versicherungspflichtigen Beschäftigung während der dem Inkrafttreten des Jnvaliditäts- und Alrersversicherungsgesetzes unmittelbar vor-

1898/99 erfolgt vom nächsten Montag an.

# Dem Arbeiter-Ausschüsse an der hiesigen Eisenbahn-Werkstätte wurde dieser Tage bekannt gegeben, daß dem Ersuchen um Bewil­ligung einer Freifahrt für den projektirten Äus- ffug «ach dem Niederwald vorerst nicht entsprochen werden kann, da zunächst nur die Haupteisenbahn-Werkstätten berücksichtigt wer­den können. Damit wird die Meldung, ' welche

(*) Das Amtsblatt der königlichen Regierung zu Kassel veröffentlicht die Durchschnittsöerech- nung über die Marktpreise an den Garnisons­orten in dem Regierungsbezirke Kassel für den Monat Mai. Danach betragen die Dnrchschnitts- preisein Fulda ») für 100Kilogramm in Mark: Weizen 25.37, Roggen 18,69, Gerste 18.00, Hafer 18.63, gelbe Erbsen zum Kochen 23.5o' weiße Speisebohnen 33.00, Linsen 32.00, Eß­kartoffeln 7.58, Richtstroh 4.75, Krummetstroh 3.71, Heu 5.60, Rindfleisch im Großhandel 95.00; b) für 1 Kilogramm: Rindfleisch im Kleinhandel von der Keule 1.32, desgleichen vom Bauche 1.10, Schweinefleisch 1.50, Kalbfleisch 1.16, Hammelfleisch 1.16, geräucherter Speck 1.70, Eßbutter 2.30 1 Schock (60 Stück) Eier 2.85.

Die Weilreiöuvg der rückständige«

angegangenen drei Kalenderjahre ist nach wie vor erforderlich. Bei den neuen Formularen zu den

Beitrags-Erstattungsanträgen haben wir die Be­scheinigungen über die erfolgte Eheschließung (§ 30 a. a. O.) den stattgefundenen Tod, sowie, daß der Tod nicht aus Anlaß eines Betriebsun­falles herbeigeführt ist (§ 31 a. a. O.) in den Vordruck mit aufnehmen taffen. Zur Vermeidung der Her- und Rücksendung besonderer Urkunden, insbesondere der lästigen und kostspieligen Ver­sendung der Familienstammbücher :c. ist es wünschenswerth, wenn seitens der be- theiligten Behörden von vorstehender Ver­einfachung Gebrauch gemacht und zu den beregten Bescheinigungen der Vordruck auf den Antrags­formularen henutzt wird."

»** Winke über die Iittartz-Merrvatttmg, sowie KinuaHmequeÜ'en der Hessische« Städte iur Kmöttck auf die neue Städteorduung. Dieses Thema behandelten in erschöpfender und intereffanter Weise die Herren Stadtkassenrath B o e d: ck e r - Kassel und Bürgermeister Strauß- Hersfeld auf dem 9. Städtetage zu Witzen- h aus en. Die Redner, deren Ausführungen sich vorzüglich ergänzten, fanden den lebhaftesten Bei­fall der Delegirten und gipfelten darin, daß die Städte danach trachten müßten, einträgliche ge­werbliche Anlagen auf städtische Rechnung zu er- nchten.^So ergeben sich aus den Jahresberichten vieler Städte, welche leider in einigen größeren, wie z. B. Schmalkalden, nicht in Druck erscheinen, daß die Gasanstalten sich im Laufe der Zeit zu einer reichen Einnahmequelle ausgebildet haben, was sicher auch bezüglich der Elektrizitäts­werke der Fall fein werde. — Ferner seien die W a s s e r l e i t u n g e n die wichtigsten Anlagen aller fortschreitenden Städte. Sowohl in gesundheit­licher Beziehung als besonders mit Bezug auf Feuersicherheit sei die Anlage von Hochdruck- Wasserleitungen dringend zu empfehlen. Die Wasserleitungen sind für viele Städte eine

geschah unter dem Schutze des Feuers des Ge­schwaders und unter Mithilfe von ungefähr 1000 Cubanern unter Castillo; die Cubaner waren heute auf amerikanischen Kriegsschiffen von Aeerradores (westlich von Santiago) nach Sigua gebracht worden Als die Landung der Amerikaner begann, befanden sich die Spanier zwischen zwei Feuern: dem Geschützfeuer von der Küste her und dem Gewehifeuer der Cubaner, welch btzteres die svanische Landbatterie beherrschte. Die Landung bei Cabannas und Aguadores dürfte wahrscheinlich den ganzen Tag in Anspruch nehmen, doch glaubt man, daß die Vorhut in wenigen Stunden von den Booten der Flotte und der Transportschiffe an Land geschafft fein wird. Nach Daiguiri führt eine gute Straße, der Ort ist reichlich mit Trinkwaffer versehen. Wie es heißt, werden die Truppen sich zwei Tage von Santiago entfernt halten. — Am 20. d. M. hat Garcia Sampson benachrichtigt, General Pan do fei an der Spitze starker Truppenmaffen auf dem Wege, Santiago Verstärkung zu bringen. Die kriegerischen Operationen sind zunächst' also auf die Jnfel verlegt, wo die Amerikaner zu beweifen haben irerren, ob sie gegen reguläre europäische Truppen fechten können. Natürlich haben die Amerikaner wieder den berühmten „einen Mann" verloren, wie die nachstehende Depesche erläutert: Als die amerikanischen Kriegsschiffe Cabanas bombardirten, um die Aufmerksamkeit der Spanier von der Landung der Amerikaner abzulenken, wurde ein Mann auf der „Texas" getödtet.

— Vor einem Schwindler sei das hiesige Publikum gewarnt, der mit einem kleinen Knaben in hiesigen Geschäften und Arbeitsstellen die Mildthätigkeit der Einwohner zu erwecken sucht dadurch, daß er angibt, er wolle feinen Jungen M irgend welchen Verwandten bringen, es fehle ihm aber an dem nöthigen Fahrgeld. Die Er­zählung beruht auf Schwindel, denn der betr. Mann hat sich schon feit 4-5 Wochen fo Herum­getrieben.

verschon Dragoner-Regiments Nr. 9 (Metz) hier­ein und wird eivquartierl in den Häusern Schulstraße Nr. 3, 4, 7, 9, 11, 13 und 15, und zwar ohne Verpflegung. Das Kom­mando setzt morgen früh mit dem ersten Zuge (4 Uhr 50 Min.) seine Reise weiter fort.

= Morgen Mittag wird wiederum Kin- quartirung hier eintreffen und zwar der Stab und die erste reitende Batterie der 1. Abtheilung bes Hess. Feld-Artillerie-Regiments Nr. 11. Die Mannschaften kehren vom Schießplätze zurück und werden in den Häusern: Marktstraße Nr. 13, 14,18, 24—32, Kleine Marktstraße, Buttermarkt 1—18, Karlstraße 1—21 und 25 mit Ver­pflegung einquartirt. Am Montag früh setzen dieselben dann den Marsch nach ihrer Garnison (Kassel) weiter fort.

* Gelntzause«, 23.Juni. Die Eröffnungs­feier der Wächtersbach-Birsteiner Klein­bahn findet am Mittwoch den 29. ds. Mts. statt. Um 12 Uhr Mittags fahren die Festgäste von Birstein und den anderen Stationen nach Wächters­bach. Von hier aus findet dann um 1 Uhr die Abfahrt des Festzuges nach Birstein und die Be­grüßung auf den einzelnenStationen und um 2 '/zUhr Festessen bei Herrn Gastwirth Kraft in Birstein, Nachmittags Volksfest statt.

* Ilraukfurt a. M., 23. Juni. Dieser Tage verunglückte Abends ein Arbeiter auf .. dem Heimwege von Franksurt nach Schwanheim, indem er mit seinem Fahrrade an der Nieder­räder Schleuse in den sehr tiefen Kanal stürzte. Obwohl Hilfe gleich zur Stelle war, konnte er nur als Leiche aus dem Wasser gezogen werden. Der Verunglückte war erst 29 Jahre alt und feit einigen Jahren verheirathet; er hinterläßt eine Frau mit zwei unmündigen Kindern.

* MikHelmshöHe, 23. Juni. Zum Leiter sämmtlicherköniglicherGärten mPreußen, mit dem Titel „Hofgarten-Direktor", ist der Hof­garten-Direktor Fintelmann in Wilhelmshöhe an Stelle des verstorbenen Direktors Walter mit dem Amtssitz in Potsdam ernannt worden. Herr Fintelmann ist bereits nach Potsdam übergefiedelt.

* Iritzkar, 23. Juni. Für die Bauarbeiten unserer seu 4 Wochen in Ausführung begriffenen Wasserleitung waren ungefähr 50 Angebote gemacht worden. Die Arbeiten zu den Quellen-

* Aew-Uork, 23. Juni. Von Bord des in der Nähe von Daiguiri befindlichen Preß- fchiffes wird von gestern gemeldet: Heute Vor­mittag kurz nach 9 Uhr eröffneten die Geschütze plötzlich das Feuer auf die Hügel, welche die Ortschaft Juragua umgeben. Zu derselben Zeit begannen Dampfschaluppen, welche eine Anzahl von Booten im Schlepptau hatten, zwischen den Transportschiffen hin- und herzufahren. Nach und nach füllten die Boote sich mit Truppen. Um 93/4 Uhr erschienen cubanische Aufklärungs­patrouillen westlich von Daiguiri und in diesem Augenblicke begannen die Schiffe „New Orleans", „Machias", „Detroit", „Suwanu" und „Wasp" I das von der Küste nach dem Innern zu liegende Gebiet zu beschießen, um die Landung der Truppen zu decken. In der ersten Viertelstunde wurden 45 Salven aus schweren Geschützen und zahl­reiche Salven aus Schnellfeuergeschützen auf das Gebüsch abgegeben. Von den Spaniern wurde das Feuer nicht erwidert. Um 9 Uhr 50 Min. fuhr das erste Boot mit Mannschaften in der Richtung auf die Küste ab, die anderen Boote folgten schnell. Sobald die Truppen gelandet waren, begaben sie sich in vollkommener Ordnung an ihre Plätze. Die Landung vollzog sich ohne Zwischensall und unter großer Begeisterung. Als die Landung beendet war, erschienen die berittenen Streitkräfte der Aufständischen, die während der Beschießung in Deckung gestanden hatten, und sprachen den Landungstruppen ihre Glückwünsche aus. Es herrschte schönes Wetter und ein leichter Wind milderte die Hitze. In Juragua waren keine Beschädigungen zu bemerken, nur das Lokomotivhaus, das rollende Material und das

so lange nicht zu denken, als wir den eigentlichen Charakter dieser Krankheit nicht kannten. Pro­fessor Koch glaubt nun, den Charakter der Krankheit und ihre Ursachen genau zu kennen, und er versichert, daß er mit denkbar besten Erfolgen gegen diefelbe oorgegangen sei. Nach Professor Koch handelt es sich um einen '9 lutparafiten, ber bie eigenthümlichen, in ganz bestimmten Zwischenräumen auftretenden Fieber­anfälle verursacht. Je mehr man sich dem Aequator nähert, desto bösartiger gestaltet sich die Malaria; und am schlimmsten tritt sie in den Tropen auf. Als Mittel gegen die Malaria hat Prof. Koch das Chinin angewandt, wie schon viele andere vor ihm. Aber bisher hatte das Mittel meist wenig Erfolg gehabt. Professor Koch dagegen hat seinen Mittheilungen die Krankheit in allen Füllen mit Chinin geheilt, und er schreibt die unfehlbar gute Wirkung des Chinins seiner An­wendung im richtigen Zeitpunkte zu. Dieser Zeitpunkt fällt nach Professor Koch's Forschungen mit dem Zeitpunkte zusammen, in dem die Krank­heitserreger im Blute in dem Zustande der „Sporulation" sich befinden, der Keimbildung. Als Verbreiter der Malaria-Bacillen sieht Prof. Koch nach seinen Forschungen Insekten an, näm- lid) die Mosquitos. Nur wo diese vorkommen, herrscht die Malaria. In den höher gelegenen Gebieten, wo die Mosquitos fehlen, hat man von Malaria bekanntlich nichts zu leiden. Mosquito- Netz und richtiger Gebrauch des Chinins schützen nach Koch sicher vor der Mataria — wir wollen es hoffen!

Aus Kirche und Schule.

träge thunlichst zu erleichtern, sehen wir in allen Fällen, in denen die Beitragsleistung regelmäßig erfolgt ist, von Beibringung der Arbeitsbescheinig­ungen über die versicherungspflichtigen Beschäftig­ungen in der Zeit nach dem 1. Januar 1891, dem Inkrafttreten des Reichsgesetzes vom 22.Juni 1889, ab. Wenn dagegen die Beitragsentrichtung nicht regelmäßig, vielmehr erst nachträglich । A y . - „^ geschehen ist, dann ist die Vorlage der Be-

gestiegen, und er berechnete schon im voraus ben schäftigungsnachweiseunbebingterforderlich großen Gewinn. Nur weniges fehlte noch, und Krankheitsbescheinigungen sind nur bann vorzu- >em Wunich war erfüllt. Da erfolgte bie Kapi- legen, wenn bie Krankheiten bei Aufrechnung der tulation von Pans als Bürgschaft des Friebens, Quittungskarten nicht berücksichtigt sinb. In den und derHafer ging sofort tief unter den Ankaufs-1 Rentensachen wie in den Beitrags-Erstattungs- gret§ beim beginne des Krieges zurück. Amberg sachen (§ 30 und 31 a. a. O.) bedarf es der arger.e pch furchtbar; über den bebeutenben rc—t—k»> .. • • .

I Schaden nicht weniger als über den Spott, ber 'hm von allen Seiten reichlich zu Theil würbe. Stern, ber fein Schäfchen klugerweise in's Trockene gebracht hatte, tröstete ihn. Er stellte ihm vor, welch' großartiges Feld sich in Folge ber Siege unb Machtentfaltung Deutschlanbs in Zukunft für unternehmende Köpfe erschließe; er theilte ihm mit, baß er schon einige vielversprechende Pläne bereit habe, bie nur ber Ausführung harrten, unb Amberg war um fo mehr geneigt, bem geriebenen Geschäftsmanne fein vollstes Vertrauen zu fchen- ken, als er durch Beachtung und Warnung des­selben vor dem empfindlichen Verlust bewahrt worden wäre.

Stationsgebäude hatten bie Spanier zerstört.

A Bekämpfung der Malaria.

In ber deutschen Kolonialgesellschaft hat jüngst der berühmte Heilqelehrte Professor Robert Koch nach seiner Rückkehr aus der Tropenzone gesprochen. Als Thema hatte er sich die Be­kämpfung des Malaria-Fiebers gewählt, auch Tropenfieber, oder in einer besonderen Form Sumpf-Fieber oder Schwarzwasser-Fieber genannt. Dieses Fieber ist für den Europäer und auch für die Eingeborenen die weitaus verbreitetste unb gefährlichste Krankheit, ein wahrer Würgengel, unb eine sichere Methode finden zur erfolgreichen Bekämpfung dieser Krankheit heißt so viel wie einen großen Schritt vorwärts thun auf dem Wege ber Eroberung unserer afrikanischen Schutz­gebiete für bie Besiebelung unb Bewirthschaftung durch Europäer. Nicht eher werben wir uns dieses Besitzes freuen können, als bis wir dieser Krankheit Herr geworden sind. Unb baran war

* Peking, 22. Juni. Die katholische „c. - --------

Kirche in China geht, wenn nicht alle Anzeichen j mäßigem Eintrittspreis veranstalten, trügen, einer glänjenben Zukunft entgegen. In Peking predigten als erste Glaubensboten gegen Ende des 13. Jahrhunderts Franziskaner- mönche das Evangelium unb gewannen zahlreiche Neubekehrte. Als ber erste langte bort ber italienische Pater Giovanni ba Monte Corvino an im Jahre 1288. Auf Befehl des Papstes Clemens V. refibirte er daselbst als Erzbischof. Leiber sollte bie aufgeblühte Saat mit ber Ver­treibung ber Dynastie Yuen im folgenben Jahr- hunbert roieber zu Grunbe gehen. Gegen Enbe bes 16. Jahrhunderts unternahm ber italienische Jesuit Matteo Ricci mit seinen Genossen wieder | das große Wagniß, welches gelang, sodaß Papst Alexander VIII. im Jahre 1688 Peking zum Bisthum erheben konnte. Große Verdienste um die Förderung des Werkes erwarb sich Ludwig XIV. non Frankreich. Trotz der später hereingebrochenen blutigen Verfolgungen behauptete sich ber Katholi- j zismus von ba ab. Augenblicklich zählt bas Missions- Vikariat Peking 38640 zum Theile sich auf ein­zelne Stationen vertheilenbe Katholiken, 35 Kirchen, 145 Kapellen, 107 Betsäle, 2 Priesterseminare, | 133 stark besuchte Volksschulen, mehrere höhere I Schulen, 3 Spitäler, 27 Waisenhäuser, Bewahr­anstalten für heibnische unb 2 für christliche Waisen­kinder. Die schönste der Kirchen Pekings ift bie - „ -----,------

im Renaissancestil erbaute Kirche zur unbefleckten Staats- «nd chemeindestcner pro 1. Quartal Empfängniß. Am 20. Februar b. I. gestaltete 1ßQß/ÖQ ----^ri-

flch in Peking bie Bischofsweihe bes borkigen Missionspriesters Alphons Flavier zu einem wahren Triumphe bes Glaubens. An ber ergreifenben Feier nahmen nicht nur bie Gesanbten sämmt- licher am Pekinger Hofe vertretenen Mächte theil, sondern auch der Vizekönig und Gouverneur von Peking, ferner sämmtliche Mitglieder des Mini­steriums der auswärtigen Angelegenheiten und, . r .... --------o,

kogar auch zwei Prinzen der kaiserlich-chinesifchen rott ,c9on Dor etwa 14 Tagen brachten, bestätigt. Familie, lieber 3000 Katholiken waren aus dem _ * Behufs Feststellung der Zahl der Kisen- I ganzen Bezirke des Vikariats in die Pekinger bahn-Neise«de» findet in diesem Jahre eine Kathedrale des allerheiligsten Erlösers zusammen- Zahlung der in den Zügen befindlichen Reisenden geströmt, während eine mindestens zehnfach größere während der Sommermonate am 22., 23., 24. Juni, Anzahl vonHeiden draußen vor der Kirche stand. 13-' 14-' 151 Juli, 17., 18., 19. August und Der Kaiser von China verlieh dem Neugeweihten wahrend der Wintermonate am26.,27.,28.Oktob., den rothen Knopf ersten Ranges, d. h. derselbe 15' 16. Dezember d. J.und 15., 16., 17.Febr. steht nun in gleichem Range mit den Vizekönigen "“^611 Jahres statt. Der Minister ber öffentlichen unb ben ersten Würbenträgern bes Reiches. Arbeiten hat verfügt, baß biese Zählungen mit -----—------------- ...--- der größten Genauigkeit zu erfolgen haben.

®er Vorstand ber Invakiditäls- u«d ^rsverstcherrmgs Anstatt Kesten-Nassau . Fulda, 24. Ium. m Kaffel macht Folgenbes bekannt: „Um bie 9« i mit dem Zuge 10 Uhr Jnstruirung ber Invaliden- unb Altersrentenan-

“8 Mm. trifft em Konirnanbo des 1. Hanno- träge thunlichst zu erleichtern, sehen wir in allen