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HZ 99
JuLöa, Dienstag, den 2. Mai 1899.
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(Nachdruck'verboten.)
Rein, trocken und behaglich,
antwortete der
schlossen! Zur Entlastung der betrogenen Behörden, die von diesem Schwindel sich bethören ließen, muß indessen festgestellt werden, daß alle Vorbereitungen mit großer Schlauheit getroffen waren, und daß die Bomben wirklich von sehr gefährlichem Charakter befunden wurden. Die Entdeckung des Schwindels erfolgte dadurch, daß der arabische Schlosser Makmand in dem Polizei- Agenten Bozzani die Person wiedererkannte, die
I" schen Literatur nicht einmal der Mühe werth gehalten, um auch nur geprüft zu werden; das Buch, die Zeitschrift ist in katholischem Sinne gehalten, also müssen sie langweilig und uninteressant sein; dies ist ihr Urtheil, und doch bieten unsere Schriften ebenso viel an wissenschaftlichen - und unterhaltenden Sachen, wie auch die anderen Blätter. Natürlich, zu solchen, die gern etwas ' „Pikantes" lesen wollen, wie es ja eine gewiffe ; Sorte von Zeitungen bietet, spreche ich hier nicht, l diese mögen sich ruhig an solchen „Genüssen" Zweiter erfreuen; ich richte meine Worte hauptsächlich an diejenigen, welche in dem Vorurtheile befangen sind, die katholische Presse könne mit den Neuerungen der Zeit nicht Schritt halten, und in Folge dessen die katholische Literatur für minderwerthig ansehen und daher mit Vorliebe andersgläubige oder farblose Schriften halten. Seht euch einmal um auf dem Büchermärkte und ihr werdet euch sagen müssen, daß ein großer Theil katholischer Autoren euch Bücher bietet von so herrlichem, unübertrefflichen Inhalt, daß sie über jede Kritik erhaben sind. Man kennt sie leider nicht, denn man gibt sich, wie gesagt, nicht die Mühe, sie zu lesen. Seht euch nur einmal unsere katholischen Zeitschriften an und sagt mir dann, in was dieselben wohl den anderen nachstehen: ,Hausschatz', ,Alte und Neue W e lt'rc., ob sie nicht ebenfalls das Neueste und Beste bringen und auf jede Weise die Leser zu befriedigen suchen? Und unsere Tageszeitungen? Vermissen wir in ihnen etwas, was die anderen bieten? Und doch zieht man die letzteren vor. Sucht mir einmal einen Andersgläubigen, der ein katholisches Blatt hält, und dagegen die feinigen in den Hintergrund drängt. Ihr werdet keinen finden, denn eine solche Treulosigkeit an der eigenen guten Sache findet man leider nur bei den Katholiken.
Vor Kurzem ist auch unter Anderm dem schon so oft ausgesprochenen Bedürfniß, eine katholische Frauenzeitung zu besitzen, entsprochen worden. Seit dem 1. Oktober vor. I. wird in dem durch seine katholische Literatur allgemein bekannten Dülmen (Wests.) eine Zeitschrift herausgegeben für Frauen und Mädchen, die allen Ansprüchen genügen dürfte, die man an ein solches Blatt stellen kann, und die nur der thatkräftigen Unterstützung des katholischen Leserkreises harrt, um sich immer mehr zu vergrößern und zu verbessern. Als ich dieses Blatt in einer Zeitung angezeigt fand, abonnirte ich sofort darauf, und als ich nun ,Die Frauenwelt' bekam, die in Form von 14—16 Seiten starken Heften jede Woche erscheint, da fragte ich mich, wie es möglich ist, daß man für den geringen Preis von 75 Pfg. vierteljährlich so viel Schönes und Gediegenes bieten kann. Wirklich schöne, gediegene Romane, Skizzen, Novellen, Plaudereien wechseln mit lehrreichen Artikeln über geistige, wissenschaftliche und für den Haushalt praktische Themata, Winke und Rathschläge für Frauen und Mädchen, schöne Gedichte, Räthsel, Mode und Handarbeiten, Alles wird in schöner Abwechslung geboten, so daß man sich wirklich zu dieser neuen Errungenschaft der katholischen Presse Glück wünschen kann.
Ob wohl, gleich mir, von allen katholischen Frauen diese neue Zeitung mit Freuden
Herr Salz, „höchstens kann ich sagen, daß die Dielen nicht gerade nett aussehen."
verantwortlich: Lnr die Redaktion 2-s.Sa»«, tür Inserate I. parzeller in Lnlda.
„Fünfzehn Fuß lang," sagte Kapitän Winkler, em Priemchen Tabak verstohlen in den Mund schiebend.
„Wollen sie uns ansehen," antwortete Salz und begab sich, von den fiebrigen gefolgt, nach unten.
Es war eine behagliche kleine Kajüte und hoch genug, daß man aufrecht darin stehen konnte. In der Mitte befand sich ein fester Tisch und ringsherum Kästen, welche zugleich als Sitze dienten. Zum Schlafen waren vier Kojen, zwei auf jeder Seite, vorhanden. Thatsächlich nichts weiter als Löcher in der Wand, in die tnan sich von den Sitzkästen aus hineinschwingen mußte. An dem einen Ende befand sich ein kleiner Ofen und am anderen Ende die Staatskajüte. Alles war so einfach, sah aber so solide und behaglich aus, daß man unwillkürlich das Gefühl hatte, in diesem Raume müsse man sich selbst auf einer längeren Reise wohl fühlen.
„Hier finde ich nichts auszusetzen," meinte
K Gedanken einer Fran über katho- lrsche Zeitungen und Zeitschriften.
Cs ist eine allgemein bekannte Thatsache, daß Presse einen großen Einfluß auf das Denken und Fühlen des Volkes hat und dadurch auch Heranwachsenden Geschlechtern zum großen Theil die Slnnesnchtung gibt für's Leben. Aber eine bekannte und leider nur allzu wahre Thatsache ist die, daß die katholische Presse Don den Katholiken selbst zu wenig unterstützt mrs«.’ ef iE sich nun einmal Niemand die Muhe geben, oder doch nur verschwindend Wenige, die katholische Litteratur zu unterstützen und zu verbreiten. In dieser Hinsicht sind leider noch Dl l J,onft tüchtige katholische Hausfrauen und Mütter nicht auf dem Posten. In ihrer Hand liegt es vielfach, welche Zeitschriften und Zeitungen im Hause gehalten werden. Wüßte jede Einzelne, wie unendlich viel Gutes sie damit j stiften könnte, sie würde gewiß mit Begeisterung I öte Gelegenheit dazu ergreifen. Lehrer und Geistliche suchen mit vieler Mühe das Wort Gottes m die Herzen zu pflanzen, die Kirche wirkt treu und unermüdlich für das geistige Wohl ihrer Kinder, aber wenn diese Bemühungen nicht durch das Lesen guter, echt christlicher Bücher rind Zeitschriften unterstützt werden, so rönnen sich unmöglich die Erwartungen erfüllen, die man davon erhoffen dürfte. Kernlose, überspannte Schriften verflachen den Charakter nach und nach und machen die gute Saat zu mchte, wenn nicht gar in denselben durch Spott und Hohn auf unsere heilige Religion die Herzen der Gläubigen sozusagen unterminirt werden, um dann bei der ersten großen Versuchung vom Glauben abzufallen. Würden alle Kcttho- "ken sich die Parole geben, wie „ein einzig Volk non Brüdern" die katholische Presse zu unter» stutzen, indem sie vorwiegend katholische Zeitungen, Zeitschriften hielten, so wäre es allen Acholischen Verlegern möglich gemacht, die (Schriften, die sie herausgeben, immer gediegener und reichhaltiger zu gestalten, den Lesern immer Schöneres und Besseres zu bieten, so daß die- setben sich bald mit den bedeutendsten anders- dsuublgen Blättern messen und diese sogar noch überflügeln könnten.
In dieser Beziehung hält der A r b e i t e r st a n d mehr auf seine Religion, als die sogenannten des seren Kreise; dort findet man gewöhnlich eine katholische Zeitung, vielleicht auch noch sonst eme entsprechende katholische Zeitschrift für Erwachsene oder für Kinder, während man in den höheren Kreisen immer weniger der katholischen Literatur begegnet. Es ist dies wirklich eine be- 1 ^Übende Erscheinung, wenn man bedenkt, wie ■ gerade in dieser Stellung der Charakter des 1 Menschen eines festen Halles bedarf, einer Stütze, i eines Seitfterne§, um sich nicht zu verlieren in \ den Genüssen und Freuden des Lebens. Aber da werden leider die schönen Produkte der katholi- |
Sie gingen wieder auf Deck, und Salz zog Forsberg mit nach dem Steuer, von wo aus sie noch einmal das Schiff betrachteten, während die Uebrigen in einiger Entfernung stehen blieben.
„Es ist ohne Frage ein sehr schönes Schiff," sagte Salz, „entschieden eines der besten dieser Art, und seetüchtig. Solltest Du nun immer noch bei Deinem Entschluß beharren —“
„Entschuldige," unterbrach ihn Forsberg, „aber mein Entschluß ist enbgiltig und unabänderlich."
„Wohl, ich wollte nur sagen," fuhr Herr Salz fort, etwas überrascht durch die seltsame Entschiedenheit, welche bei aller Sanftheit aus der Stimme seines jungen Vetters herausklang, „daß, wenn Du nach dem Indischen Ozean segeln willst, dieser Schooner für den Zweck am geeignetsten sein dürfte, und am besten thätest Du daran, ihn einfach zu kaufen. Selbst wenn Du hin und zurück schnellste Fahrt hast, würde die Mietbe für diesen Schnellsegler doch beinahe ebenso viel ausmachen, wie der nunmehr geforderte Kaufpreis."
Die golfctnt Hoffnung.
Roman von W. Clark Rüssel.
Mit Genehmigung des Verfassers frei bearbeitet von A. E. Wirz.
„Da hast Du natürlich recht. Hättest Du vielleicht die Güte, den Kauf für mich abzuschließen?"
„Dem ließe sich sehr leicht durch einen hübschen, dicken Teppich abhelfen," erwiderte Herr Quilitz.
„Wie ist das Volkslogis beschaffen?" fragte Salz. „Es wird zu dunkel, um dort noch herumzukriechen."
begrüßt wurde? Ob sie wohl überall, auch in den besseren Kreisen, Eingang findet? . . . Wohl kaum, denn sie schreibt ja in katholischem Sinne. . . . Und doch wäre es so eminent wichtig; und wünschenswerth, wenn ein solch gutes un > christliches Blatt, in dem neben Herz und Ge- müth auch die Seele nicht vergessen wird, von allen katholischen Frauen und Mädchen gehalten würde. Auf den gefestigten religiösen Grundsätzen der Frauen, auf deren Glauben und echt christlichen Gesinnungen beruht ja Alles, die ganze Moral der Gesellschaft, beruht sogar das Woh des Staates, — denn die Frauen haben die Erziehung der Kinder in der Hand. . . . Thun wir uns denn zusammen, alle katholischen Frauen und Töchter, um dieses schon so lange gewünschte neue Unternehmen zu fördern und zu stützen, und für die wirksame Verbreitung der katholischen ,Frauenwelt', die ja bis jetzt einzig dasteht, nach Kräften zu sorgen. Es ist ein Gott wohlgefälliges Werk, denn ein solches Blatt vermag ja so unendlich viel Gutes in den Familien zu bewirken.
Und wie diese Zeitung, die ich gerade heraus gegriffen habe, im Einzelnen, so sind alle unsere katholischen Zeitschriften und Tageszeitungen bestrebt, ihren Lesern das Beste und Schönste zu bieten, so daß sie hinter den anderen Blättern nicht zurückzustehen brauchen, und dürften dafür wohl auch die Unterstützung aller getreuen Katholiken erwarten. K. B
26. Jahrgang.
bei ihm die Metallhülsen für die Bomben hatte anfertigen kaffen.
1 ™ Reichstags- und Landtagsabgeordnete I Amtsgerichtsrath Math in Grevenbroich ist 1 plö tzlich gestorben. Der Verstorbene gehörte als Vertreter des zwölften Wahlkeeifes Düsseldorf der Centrumsfraktion an.
© lieber die Arveits und Zettei«t-ei- tn»g im Aeichstage für die nächste Zeit herrscht noch keine vollkommene Klarheit. Jedenfalls aber werden die Pfingstferien so spät wie möglich anfangen. Vor Pfingsten soll noch die zweite Lesung der Novelle zum Invalidenversicherungs-Gesetze nach der zweiten Lesung der Justizvorlage erledigt werden.
x Im preußischen ASgesrdnelenHanfe werden von jetzt bis zum 12. Mai nur vier Plenarsitzungen abgehalten werden. Es fehlt dem Hause an Arbeitsmaterial, da die Staatsregierung mit der Einbringung ihrer Vorlagen so stark im Rückstände ist. Es fehlt noch ganz und gar der hochwichtige Gesetzentwurf über die Umbildung des Gemeindewahlrechtes, und man ersieht daraus, wie berechtigt die Zweifel waren an der Richtigkeit der ehedem erfolgten halbamtlichen Ankündigung, diese Vorlage werde dem Abgeordnetenhause „bald nach Ostern" zugehen. Vollständig fehlt auch noch der Gesetzentwurf über die „Vervollständigung des Eisenbahn-Netzes". Sollte etwa doch die Absicht bestehen, die Vorlage über das kommunale Wahlrecht fallen zu lasten? Nun, die .Kölnische Zeitung' und Genossen könnten sich dann rühmen, stärker zu sein als Herr Minister von Miquel und diesen in der Sache dieser höchst nothwendigen Reform geschlagen zu haben. Die Politiken Züge des Herrn von Miquel sind mitunter unberechenbar. Aber man sollte doch meinen, ein solcher Rückzug des eigentlich leitenden preußischen Ministers vor den Fanfaren der ,Köln. Ztg' und ihrer Hintermänner wäre unmöglich. Nun, wir werden ja sehen!
© Die MarmHerzige« Mrüder haben die Irlaubniß zu einer neuen Niederlassung in Berlin erhalten. Dieselbe soll vor allen Dingen mit ambulanter Krankenpflege sich beschäftigen, alfo mit der Pflege von Kranken in deren Häusern. Damit wird ohne Zweifel einem dringend ge- ühlten Bedürfnisse abgeholfen; denn bisher gab s in Berlin nur katholische Krankenschwestern, einen männlichen Krankenpflege-Orden.
X Der „Bund deutscher Frauenvereine" hat an das preußische Abgeordnetenhaus eine Petition ! ^richtet, in der um die Anstellung weiölicher chewerve-Anfsichts-ZLeamte« gebeten wird. Die Petitions-Kommission des Abgeordnetenhauses hat beschlossen, diese Petition der Regierung „als Material" zu überweisen. Leider ver- >ält sich die preußische Regierung noch immer, wie bekannt, im allgemeinen ablehnend gegen diese gerechtfertigte und zeitgemäße Forderung.
* Bon der sozialdemokratische« Maieier ist am heutigen Montag im Laufe des Tages nichts zu spüren gewesen. Es wurde überall so gearbeitet, wie an allen anderen Werk-
„Nun, Herr Salz," entgegnete Quilitz, „Sie ...... lU(( uct
verstehen sich ja so gründlich auf Schiffe, daß Kapitän, „vier Kojen und Platz für vier Hänqe- man Ihnen nicht erst die Vorzüge dieses matten."
Schooners auseinanderzusetzen braucht."
„Schon gut," meinte der alte Herr, den diese Schmeichelei nicht unangenehm berührte. „Wie groß ist die Kajüte?'
„Mit Vergnügen. Wenn es Dir recht ist, will ich noch mehr thun. Ich will Sorge tragen, daß das Schjsi gut verproviantirt und ausgerüstet ist, daß tüchtige Leute zu seiner Besatzung ausgesucht werden, ihnen eine angemessene Heuer ausgeworfen und alles so weit in Ordnung gebracht wird, daß Du nichts weiter zu thun hast, als an Bord zu kommen und abzusegeln."
Forsberg dankte ihm aufrichtig mit herzlichem Händedruck und sagte: „Dadurch würdest Du mir den denkbar größten Dienst leisten und mich zu großem Danke verpflichten, denn ich habe nicht die geringste Ahnung davon, wie ich die Sache anfangen sollte."
„Quilitz werde ich übrigens noch etwas abhandeln," bemerkte Salz. „Was wir an Kosten- Preis sparen, können wir nachher auf die Matrosen zulegen. Dem Ledergesicht da will ich einmal gründlich auf den Zahn fühlen, und wenn er mir tüchtig scheint, ihn als Kapitän anwerben, denn wenn Du so schnell als möglich um das Kap der guten Hoffnung herumkommen willst, ist es dringend nöthig, daß der Kapitän das Schiff und seine Eigenheiten bereits gründlich kennt und aus Erfahrung weiß, wie er die höchste Leistung aus ihm heraus bekommen kann. Du brauchst dazu auch einen guten Steuermann —"
„Das ist erledigt. Wilhelm Stein soll als Steuermann mitkommen!" sagte Forsberg hierauf.
„Schon gut," sagte Salz. „Es wird hier übrigens etwas kühl, wir wollen nach Hause gehen. Heute Nacht schläfst Du bei mir, und wir können dann Abends Alles noch besprechen."
Forsberg stimmte ihm bei, kehrte mit ihm zu den Uebrigen zurück und sie verließen das Schiff.
Dentsches Keich.
Berlin, 1. Mai.
* Der Kaiser wohnte heute Vormittag auf dem Tempelhofer Felde der Vorstellung des 3. Garde- und des Königin Augusta-Regiments sowie des Gardeschützen-Bataillons bei. Das 3. Garderegiment führte er zur Kaserne, wo er am Frühstück im Osfizierkasino theilnahm.
+ Am 12. Mai soll vor dem Schwurgerichte in Ancona die Verhandlung gegen den Geheimpolizisten Mario Bazzani beginnen, der bekanntlich der Erfinder des angeblichen Aomöe«- Attentates gegen de« Kaiser i« Akexa«dria gewesen ist. Nach den angefteHten Untersuchungen beruht die ganze Attentats-Geschichte von Anfang bis zu "Ende auf Schwindel: Bazzani wollte sich wohl auf wohlfeile Weise den Ruhm verschaffen, den deutschen Kaiser aus einer schweren Lebensgefahr errettet zu haben und allem Anscheine nach hat der Kaffeehausbesitzer Parrini mit ihm unter einer Decke gesteckt. Parrini nahm die Kiste mit den Bomben in sein Haus, und alsdann theilte Bazzani der Polizei mit, die italienischen Anarchisten hätten den Tod des deutschen Kaisers be-
mit Zlnterhaltimgs-Meilage „Mustrirte Sonntags-Zeitung!'
PelersgaKe llr. 2 (twrmome).
tagen auch, in Fabriken, in Werkstätten und auf den Bauten — einige „Blaumacher" gibt es ja an den Montagen auch sonst immer. Vormittags
„Meine Herren," sagte Quilitz, auf der Werst stehen bleibend, „der andere von den zwei Schoo- nern, die wir zum Verkaufe haben, liegt dort um die Ecke — nur fünf Minuten von hier entfernt. Wollen Sie sich denselben nicht ansehen, solange es noch hell ist?"
„Ist es ein besseres Schiff als dieses hier?" fragte Salz.
„Eine Tonne kleiner und vier Jahre älter, dafür ist auch der Preis um taufend Thaler niedriger."
„Entschuldigen Sie, Herr Forsberg," sagte Stein, „wenn ich mir einen Rath erlaube. Ich kenne beide Schiffe, dieses hier entspricht allein Ihrem Zwecke, und kommt Ihnen bedeutend billiger."
Herr Salz warf dem alten Seemann einen sehr bedächtigen Blick zu und sagte dann langsam: „Stein hat recht — ich bin auch seiner Ansicht."
„Was er von den Schiffen sagt, das können Sie glauben," bemerkte Kapitän Winkler. „Ich kenne auch die beiden Schiffe. Dieser Schooner ist das richtige Schiff für Herrn Forsberg."
„Nun, das werde ich dann mit Herrn Quilitz erledigen," antwortete Salz. „Beiläufig, wie heißt das Schiff?"
„Die Goldene Hoffnung," sagte der Kapitän.
11. Kapitel.
Vorbereitungen zur Abreise.
Die „Goldene Hoffnung"!
Es war nur em Name, und doch erregte schon der bloße Klang desselben Forsberg auf das Heftigste. Es schien ihn mit einer prophe-