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FuldaerMZeitung

25. Jahrcrang

IuLöcr, Samstag, -en 9. April 1898

M 80.

[] Ostern

△ Gegen das Centrnm

31

Erscheint täglich, m. Ausnahme der Sonn« und Feier­tage. Bierteljährl. §t}ugspreis ohneBringcrlohn und Bestellgeld in Fulda und aus- wärtslM.SOPf.

Druck und Verlag der Fuldaer Actiendruckeret peteregaiie ßr. ä (Harmonie).

kein Leben nach dem Tode gäbe. Dann wäre es wahrlich besser für uns, den Thieren gleich zu sein, ohne ein höheres Streben, ohne eine höhere Sehnsucht, der dann ja doch niemals eine Er­füllung beschieden wäre. So aber, da Christus wahrhaft auferstanden ist, sind alle Räthsel des Lebens gelöst, die Unsterblichkeit uns gewiß und unsere Auferstehung wird eine glorreiche sein, wenn wir uns bemühen, unser Leben zu gestalten zur fortdauernden Nachfolge des auferstandenen Heilandes!

wird gegenwärtig besonders emsig in der Presse und sonst im Lande gewühlt. Den Vorwand dazu muß die Flottenvorlage, und muß die That- sache abgeben, daß die Mehrheit der Centrums­fraktion des Reichstages für die Vorlage gestimmt hat. Namentlich in Süddeutschland geschieht dies und vor allen Dingen in Bayern. Man möchte es dahin bringen/daß das Centrum in seinem jetzigen Bestände gesprengt wird, daß das ga ize katholische Bayern vom Centrum sich loslöst und fortan seine eigenen Wege geht.

Von katholischer Seite pflegt dafür die Mei­nung ins Feld geführt zu werden, daß eine eigene „bayerische Volkspartei" den bayerischen Wählern i'm allgemeinen lieber sein würde, als das Cen­trum, und daß unter der Flagge einer solchen besonderen Partei für die gemeinsame Sache mehr Erfolge zu erzielen sein würden, als unter der Parole des Centrums. Wenn es so wäre, so ließe sich die Sache hören und überlegen. Wenn der Centrumsgedanke in Bayern so vollkommen die Zugkraft verloren hätte, daß man mit ihm nur Niederlagen befürchten und die jetzigen Centrumssitze an Bauernbündler und Sozialde­mokraten verlieren müßte, und wenn man gleich- | zeitig wüßte, daß man mit der Gründung einer

Wo in Bayern seit Jahresfrist Ersatzwahlen für Centrumsabgeordnete stattfinden, oder Centrums; Mitglieder sich einer Neuwahl unterwerfen mußten, da haben die Wahlbewerber als Kandidaten der Centrumspartei glänzende Siege errungen, so in Passau, in Ingolstadt, in zwei oberpfälzischen Wahlkreisen, und das kann man doch unmöglich als ein Zeichen dafür deuten, daß der Cen­trumsgedanke allen Boden in Bayern verloren hat. Und wenn es auch sicherlich wahr ist, daß die Flottenvorlage und ähnliche Sachen in Bayern nichts weniger als beliebt beim Volke sind, so hat doch die neueste Erfahrung von frischem ge­zeigt daß in der Centrums-Fraktion des Reichs­tages Mißfallen herrscht für die Abstimmung über solche Gesetzesvorlagen. Alle bayerischen Centrums- Mitglieder, einen ausgenommen, haben gegen die Flottenvorlage gestimmt, und somit ist nicht gut ewzusehen, wie man gerade aus der Flottenvor­vorlage in Bayern dem Centrum einen Strick drehen will.

Wegen des hl. Osterfestes wird die nächste Nummer unseres Blattes erst am Dienstag ansgegeben.

Und woher weiß man denn, daß alles gut sein würde, wenn der Gedanke der Lostrennung ausgeführt und an der Stelle des Centrums eine eigene katholische Volkspartei aufgethan wäre? Höchst sicherlich würden dann ganz dieselben Ele­mente, welche jetzt vorzugsweise gegen das Centrum wüthen, genau ebenso gegen die katholische Volks­partei losziehen, wie jetzt gegen das Centrum, und dann würde zwar das Centrum im Reichs­tage eines großen Theiles seiner Macht beraubt sein, im Uebrigen aber würde in Bayern alles beim Alten bleiben- „gehupft wie gesprungen!" Das Centrum im Reichstage würde stark geschwächt werden. Daneben würde aber eine kleine katho­lische Volkspartei im Reichstage sitzen, die aus eigener Kraft genau ebenso wenig thun könnte, wie heute die Polen oder die Elsaß-Lothringer, und dadurch würden gerade die bayerischen Interessen ganz ungemein geschädigt

Inserate: Die etiu spalt. Garmond­zeile oder berat Raum 15 Pf., Re­klamen die Petit­zeile 25 Pf.; bei Wiederbolungen wird entsprechend. Rabatt gewährt.

Wege und Ziele.

Roman von A. Jüngst.

------ (Nachdruck verboten.)

Als die Herzogin sich anderen Gästen zu­wenden mußte, zog Graf Hellborn mit feinen Schützlingen sich in eine Ecke des großen Kuppel­saales zurück. Palmen und Blattpflanzen hatten hier ein ruhiges Winkelchen geschaffen, von wo aus Frau von Landseer neugierig auf das Treiben der großen Welt schaute. Hellborn machte sie auf alle bedeutenden Männer aufmerksam; er nannte ihr die Namen der verschiedenen Tagesberühmt­heiten. Auch Inge war am Arme des Vicomte de Grancy und begleitet von Lord Ewermore vorübergeschritten, indeß Herbert mit gesenktem Haupte und finster zusammengezogenen Brauen folgte. n .

„Schön ist sie doch!" sagte Frau von Land­feer, der gebieterischen Erscheinung nachblickend.

Eine Schaar von Herren drängte sich alsbald um die schöne Frau/ die nach allen Seiten hin grüßte. Träger der erlauchtesten Namen, geistige wie politische Größen zählten zu den Verehrern der geistreichen Gräfin und schätzten sich glücklich, ein Lächeln der Gefeierten zu erhaschen. Der Vicomte de Grancy behauptete den Platz an ihrer Seite, trotz der finsteren Blicke, welche sich auf ihn richteten. Aber endlich mußte er einem Stärkeren weichen. Mit nachlässiger Haltung, und gleichgiltiger Miene, das Monocle ms Auge geklemmt, trat der Löwe der Saison, Prinz Treuen­stein, an die Gruppe heran.

„Ich bin total auf der Wildengänsejagd ge­wesen, theuerste Gräfin," rief er mit heiterem Lachen. „Von der Villa Chiara, wo ich Sie noch zu treffen hoffte, nach Monte Carlo, von Monte Carlo hierher. Und doch würde ich zeitiger am Platz gewesen sein, wenn nicht mein

3.

Die Säle der Villa Belvedere, des fürstlichen Heims der Herzogin von Fleury, strahlten von Licht und Glanz.

Ein zahlreiche Gesellschaft, zusammengesetzt aus allen Nationen, wieder Vorfrühling sie alljährlich nach den reizenden Buchten der Riviera führt, hatte sich eingefunden und füllte die blumendui ch- duftenden Räume mit lautem Leben.

Die junge Frau von Landseer, welche nur selten über den Bereich der heimathlicken Provinz hinausgekommen war, fühlte doch ein gewisses Bangen, als sie an Hellborn's Arm die glänzend erleuchtete Vorhalle durchschritt.

„Nur Muth, Frau Baronin," scherzte Graf Hellborn, das Zögern seiner Gefährtin bemerkend. „Sie werden sich wundern, welch' eine einfache, liebenswürdige Frau die Herzogin von Fleury ist."

Der nächste Schritt schon brachte sie der Dame des Hauses gegenüber. Frau von Landseer ver­beugte sich etwas schüchtern vor der schönen Engländerin; aber die feine, weltgewandte Form der Herzogin, welche in den verbindlichsten Aus­drücken versicherte, die Freundschaft des Grasen Hellborn sei em Freipaß für jeden, der sich ihrer rühmen dürfe, ließ die Befangenheit der jungen Frau bald schwinden. Selbst der Amtshaupt­mann vergaß seine steife Würde und betheiligte sich lebhaft an der französisch geführten Unter­haltung.

Deutsches Deich.

Berlin, 7. April.

* Die Ernennung des Grafen Wakdersee zum Nachfolger des Grafen Blumenthal hat der Kaiser Ersterem durch eine Kabinetsordre mitgetheilt, in der er sie als erneuten Beweis seines Vertrauens und als Zeichen seiner hohen Anerkennung der hervorragenden Verdienste be­zeichnet und die Hoffnung ausspricht, daß Graf Waldersees umfassendes Können und Wifsen, ferne in Krieg und Frieden gesammelten Erfahrungen noch lange der Armee zu Gute kommen mögen.

* Der Nachtragsetat znm NeichsHaus- haktsetat, welcher nach den Osterferien dem Reichstage zugehen soll, verlangt, wie die Münch. Neuest. Nachr.' erfahren, eine Summe von 8 Millionen Mark, wovon 6 Millionen auf Kiautschau entfallen. Da im Reichstage nur etwa 3 Millionen vom Etat abgesetzt sind, so würde sich durch diesen Nachtragsetat gegen den ersten Entwurf die Finanzlage um 5 Millionen Mark verschlechtern. Im Nachtragsetat sollen Summen für die Erhöhung des Gehalts der Postunterbeamten und des Eudgehalts der Land­briefträger noch nicht enthalten sein.- Die be­treffenden Erhöhungen sollen erst vom 1. April 1899 ab Platz greifen. — Dann werden auch die vier Staatssekretäre in Betreff ihrer Ge­haltserhöhung bis zum 1. April 1899 warten müssen. _ „ , „ . _,

* Die preußische Staatsschuld belief sich nach dem soeben dem" Landtage mitgetheilten Berichte der Staatsschuldenkommission am 31. März 1896 auf 6458,8 Millionen Mark. Hierzu treten hinzu 35,6 Millionen Mark. Die Staatsschuld am 31. März 1897 stellt sich auf 6,494,440,982.06 Mark. Zur Bestreitung der etatsmäßigen Ausgaben der Staatsschuldenverwaltung vom l.April 1896/98 sind 374,8 Millionen Mark nöthig gewesen. An laufenden und rückständigen Zinsen pro 1. April 1896/97 waren 263 Millionen Mark zu zahlen. Davon sind gezahlt 242,7 Millionen Mark, sind rückständig geblieben 20 Millionen Mark. Von den auf dem Etat stehenden Schulden sind 32 Millionen Mark und 18,500 Mark abgegangen. Die Ausgaben und Einnahmen der Staatsschulden­tilgungskaffe haben 374,872,951 Mark betragen.

* Durch die Presse gehl eine Notiz über Vorbereitungen zur Ausdehnung der Aröeiter- schutzvestimmungen auf das Aaudwerk, die

mal ein Bedürfniß, mich wieder frei zu singen von allem, was mich drückt." Sie blätterte nach­lässig in den Notenheften, ohne Herbert's weiter zu achten. x .

„Hier, die Gnaden-Arie aus Robert der Teufel!" sagte sie zu dem Pianisten.

„Unglaublich! Pyramidal!" flüsterte em junger preußischer Lieutenant seinem Nachbar, einem schwedischen Edelmanne, zu. „Der Ostheim hat ein unverschämtes Glück gehabt. Solch' eine Stimme ist eine Fürstenkcone werth, geschweige denn eine Grafenkrone."

Der Andere zuckte die Schultern und entgegnete: Die Stimme ja — aber die Peisönlichkeit..."

Der Jubel der begeisterten Zuhörer verschlang den Rest des Satzes. ,

,Gnädige Gräfin sollten doch einmal das „Waldesgespräch" singen," bat der Pianist.

„Nein, nein," wehrte die Gräfin rasch ab.

„Aber warum nicht, gnädigste Gräfin?" fiel der Lieutenant Freiherr von Bornstedt ein, welcher soeben der schönen Landsmännin sich hatte vor­stellen lassen. „Ich bin überzeugt, das Lied müßte ganz vortrefflich für Ihre Stimme liegen "

„Das ist ja, was ich sage," klagte der Pianist.

Ich habe die Frau Gräfin schon unzählige Male um das Lied gebeten, aber niemals Gnade vor ihren Augen gefunden."

„So lassen Sie mich heute Abend Gnade finden, verehrtest« Gräfin," drängte der Lieutenant. „Lassen Sie meine erste Bitte keine Fehlbitte sein. Singen Sie die Loreley!"

„Ja, die Loreley!" rief Prinzessin Treuenstein.

„Die Loreley!"' wiederholte ein halbes Dutzend Stimmen.

zende Erfolge bei den Wahlen erzielen, und Bauernbündler, Liberale und Sozialdemokraten aus dem Felde schlagen würde, dann wäre der Zeitpunkt gekommen, um die Trennung vom Centrum ernstlich in Frage zu ziehen. Aber

werden.

In Bayern selbst sieht man das auch meistens ein. So schreibt die ,Augsburger Post­zeitung': „Die Hauptfrage scheint uns noch immer die zu sein, ob die Bayern als gesonderte, katholische Volkspartei ein stärkeres Gewicht in die Wagschale der Reichspolitik werfen könnten als heute. Diese Frage muß durchaus ver­neint werden! Namentlich aber über eines möge man sich nicht täuschen! Die katholische Arbeiter­schaft in Bayern will von einer Trennung vom großen Centrum nichts wissen. Die Chancen einer besonderen bayerischen „katholischen Volks­partei" sind auch deshalb ungünstig, weil nicht alle Mitglieder ständig in Berlin sein können. Dadurch bliebe aber die Gruppe ein­flußlos, es sei denn, daß sie über eine statt­liche Zahl namhafter und kluger Führer verfügte. Mit blinder Opposition wäre da nicht viel zu erreichen, es müßten Anknüpfungen gesucht, ge­legentlich Situationen ausgenützt werden. So­bald aber die Gruppe sich weigern würde, dema­gogische Politik zu treiben, hätten sie wieder die ganze radikale Hetze gegen sich."

Und der Arbeiter' in München, das Organ der katholischen Arbeitervereine in Bayern, läßt sich noch viel energischer vernehmen, wie folgt: „Jeder Theil -des Centrums hat seine Ueber- zeugung gewahrt! ... Jeder Abgeordnete hat über seine Abstimmung mit seinen Wählern abzurechnen. Sind diese mit ihm einverstanden, dann gehts die andern gar nichts an! Oder hätten sie gegen den Willen ihrer Wähler stimmen sollen? Was will man sodann, mit der Redensart von den „Preußen" ? Die Preußen waren's nicht allein, und nicht einmal alle. Dagegen haben die Württem­berger unter Führung Gröbers, und die B a d e n - ser wie ein Mann für die Vorlage gestimmt. Sind die nun auch „Volksverräther". Unterlasse man doch solche Uebertreibungen, die nur dem guten Rufe ihrer Urheber schaden, den Gegnern. Man nimmt un§ sonst nirgendwo mehr ernst. Die Württemberger, Badenser, Preußen achten ja auch die Ueberzeugung der Bayern; gönne man ihnen also das Gleiche . . . Nehme man sich doch ein Beispiel an dem Hauptredner der bayerischen Opponenten, dem Abgeordneten Dr. Schaedler. Der hat in ganz anderem Tone geredet, wie gewiffe Zeitungen . . ."

Kutscher das Unglück gehabt hätte, einen armen Teufel von Landstreicher zu überfahren."

Todt?" fragte einer der Umstehenden.

'^Schwerlich," lachte der Prinz, „der Kerl fluchte wenigstens ganz mörderlich, als meine Diener ihn aufhoben. Es klang beinahe an­heimelnd, diese kernigen, niederdeutschen Flüche zwischen den zeternden Stimmen der sich ansam­melnden Italiener zu hören."

„Und wo ist der Verletzte geblieben?"

Was weiß ich? Ich warf ihm meine Börse zu und fuhr weiter. . . Aber, Gräfin," unter­brach sich der Prinz, „Sie sind ganz blaß ge­worden? Welch' ein weiches Herz," fügte er leise hinzu, „daß Sie nicht einmal von der Noch eines Menschen hören können, ohne mit darunter zu leiden! Fast möchte ich den Bettler beneiden, daß er solch' ein warmes Gefühl in Ihnen her­vorruft."

Eine glühende Röche flog über Inges Stirne. Aber es war nur einen Augenblick; im nächsten klang ihr heiteres Lachen wieder so melodisch, wie früher.

„Die Gräfin Ostheim wird fingen," flog es nach einer Weile von Mund zu Mund.

Inge!" flehte Herbert, als seine Gemahlin auf den Flügel zuschritt, „Inge, Du weißt, der Arzt hat Dir jede Anstrengung verboten; „Dem anhaltendes Unwohlsein, Deine angegriffene Lunge . . ."

„Ich habe mich nie wohler gefühlt, als heute Abend," unterbrach sie ihn mit einem schelmischen Augenaufschlag. Derselbe galt aber nicht ihrem Gatten, sondern deiy durch die Menge sich Bahn brechenden Herrn de Grancy. „Es ist mir em-

Wir müssen uns in die Seele der Jünger- Jesu zu versetzen wissen, wenn wir die That- fache der Auferstehung in ihrer ganzen Bedeu­tung ermessen wollen. Er war gestorben, er, dem sie sich mit Leib und Seele ergeben, von dem sie das Höchste erwartet hatten, was die vom Sünden­fluche bedrückte Menschheit nur erhoffen und ersehnen konnte, gestorben war er, der sich den Sohn des lebendigen Gottes genannt hatte, am Kreuze zwischen gemeinen Verbrechern! Und wenn ihr Glaube noch so fest war, mußte nicht gerade ihre Begeisterung und Liebe für den göttlichen Meister sie fchmerzlich fragen taffen: Sollte mit dem niedrigen Leben Jesu, seinem schimpflichen Kreuzestode und seiner Grablegung die Geschichte des Messias ihr Ende erreicht haben? Wozu bildete er seine Jünger so lange und mühsam, wenn er sie niedergeschlagen und führerlos nur sich selbst überlassen wollte? Wo bleibt der Ruf an die Völker von Auf- und Niedergang? Wo für alle die, denen sie die Lehre des Gekreuzigten predigen sollen, der unantastbare Beweis seiner göttlichen Sendung und damit auch — denn er hat es gesagt — seiner Gottheit?

Wie tönte der Hohn seiner Feinde auf allen Gaffen, so wie er schon unter dem Kreuze er­klungen war! Mußte es die Jünger nicht Nieder­drücken und quälen, diesen Hohn über sich er­gehen lassen zu müssen, ohne ihm den klaren. 'n t

Beweis entgegen stellen zu können, daß Christus eigenen katholischen Volkspartei m Bayern glatt« dennoch Gott war, obwohl er gestorben? . ' ,inb

Um wieviel größer mußte ihr Jubel, ihre heilige Freude sein, als nun die Kunde von feiner Auferstehung jeden Schatten eines Zweifels, jede bange Sorge, und quälende Ungewißheit mit miwidrrftrhlicher Gewalt niederschlug! Jcr, die । Auferstehung, sie drückte das unwiderleglichste Siegel auf die frohe Botschaft des Heiles, auf das Dokument des neuen Bundes, sie war der vollendete Triumph über Hölle und Tod, die sichtbare Krönung des großen Erlösungswerkes. Gewiß, vollbracht war die Erlösung schon am Kreuze, aber für die Schwäche der menschlichen Natur bedurfte es dafür eines sichtbaren Be­weises, einer jedem Zweifel entrückten Bestätigung eines glorreichen Abschlusses der Messiasgeschichte, eines Unterpfandes auch den uns gegebenen Ver­heißungen. Und alles dies ist die Auferstehung Jesu Christi.

Ja, sie ist auch für uns ein sicheres Unter­pfand nicht nur dafür, daß wir auf dem Wege der Wahrheit wandeln, fonbern auch für unsere eigene ewige Bestimmung. So wenig wir uns in die Geschicke Jesu stnden könnten, wenn sie mit seinem Tode endigten, ebenso dunkel würde uns unser eigenes Schicksal, unseres Daseins Zweck und Inhalt, wenn es für uns keine Auferstehung,

So west die beiden bayerischen Centrums- stimmen. Wir schließen, indem wir einige Zeilen aus der ,Märkischen Volkszeitung' des Abg. Dasbach anfügen, die ebenso, wie einige bayerische Blätter, stets einen durchaus ablehnenden Standpunkt gegen die Flottenvorlage eingenommen hat. Diese Märkische Volkszeitung' schreibt: „Alle Stände, besonders die nothleidenden, können ihre Interessen nicht besser wahren, als dadurch, daß sie die Machtstellung des deutschen Centrums sichern und mehren helfen, damit es seine Macht überall erfolgreich in die Wagschale werfen kann. Durch Einigkeit wachsen die kleinsten Dinge, durch Uneinigkeit gehen die größten Dinge zu Grunde!"

-r-nUvorttich^F3, par3e(le„ jn Faids. WVtt Zlnterhattungs-Mkage „Mustrirte Sonntags-Zeitung!'