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M 64.

JuLöcr, SamStag, den 19. März 1898

25. Jahrgang.

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△ Kühne Erwartungen

läßt die Berliner Regierung durch die,Nordd. Allgem. Zeitung' aussprechen. Sie ist nämlich noch nicht zufrieden damit, daß jetzt die Annahme der Flottenvorlage gesichert, ist. Sie will auch, daß die Annahme des Flottengesetzes zu so etwas, wie einer begeisterungsvollen Hurrah Stimmung im Reichstage führt. Die nisera contribuens plebs, das arme steuerzahlende Volk, soll jauchzen über die Lasten, die der Moloch des Militaris­mus, der waffenstarrende Friede ihr auferlegt. Die.Norddeutsche' schreibt:

„Es kann sich heule nicht mehr darum handeln, die Frage zu stellen, ob die Vorlage angenommen

Wege rrnd Ziele.

Roman von A. Jungst.

15 ------ (Nachdruck verboten.)

8.

„Bruno,ks beunruhigtmich,daß Deine Schwester ihren Schützling Inge Gerrit mitbringen will," sagte Gräfin Ostheim, als ihr Gatte zu ihr in das kleine Eckzimmer trat, wo sie, erschöpft von den Anstrengungen der Reise, auf dem Sopha lag.

„Glaubst Du, es wäre mir angenehm?" gab der Graf in einem unmuthigen Tone zurück. „Jndeß, was sollen wir machen? Sarolta ist nun einmal unverständig für das Mädchen ein­genommen, und seit dasselbe anfängt, berühmt zu werden, läßt sie sich vollends nicht rathen."

„Wenn wir Lora nicht bei uns hätten, wollte ich nichts sagen," fuhr die Gräfin mit einem Seufzer fort. „Aber denke Dir, unser Kind, unser einfaches, unschuldiges Kind in tägliche nahe Be­rührung gebracht mit einer Sängerin, einer an­gehenden Schauspielerin. Ich darf gar nicht darüber nachgiÜbeln."

„Lora schützt sich selbst am besten. Ihr junges Herz ist noch wie eine geschlossene Blumenknospe, welche nur dem Strahle des Himmels sich öffnet und anderen Einflüssen ganz unzugänglich ist. Hätte ich nicht gefürchtet, die gsrade durch dieses Mädchen zwischen uns und Sarolta entstandene Kluft noch mehr zu vertiefen, so würde ich mir den Besuch verbeten haben — aber ich habe nur die eine Schwester noch, Mathilde! Daß übrigens Sarolta nicht zu lange hier bleibt mit ihrem

wird —handelt sich vielmehr darum, daß sich die Vorlage in einer Form vollzieht, die den möglichst einmüthigen Willen des Deutschen Volkes zum Ausdruck bringt, die für erforderlich erkannte Marine zu beschaffen und zu erhalten......

Wir erwarten vor allem, daß sich auf dem Boden, der durch die Erklärung der verbündeten Regie­rungen jetzt hergestellt ist, nun auch eine starke Mehrheit zusammenfindet, daß nicht etwa der Eindruck aufkommen könnte, durch Bitten und Handeln wäre das Gesetz mit knapper Noth durchgedrückt worden. Wir wünschen das mt: Rücksicht auf die Stimmung im Lande, die eine so erfreuliche Empfänglichkeit und so viel Verständniß für unsere nationalen Bedürfnisse gezeigt hat und der sicherlich Rechnung getragen wird. Wir wünschen es aber vor allem auch im Hinblick auf das Ausland, welches Abstim­mungen über Forderungen für die Landesver- theidigung als spmtomatisch für die Gesundheit unserer inneren Lage zu betrachten gewohnt ist. Die Entscheidung, die im Reichstage fallen wird, soll uns nicht nur eine unseren Bedürfnissen besser entsprechende Flotte schaffen, sondern sie soll auch vor aller Welt den Beweis liefern, daß Regie­rung und Volksvertretung in dieser nationalen Frage einig sind . . . ."

Es mag auch solche Leute im Ausland geben, die Verständniß haben für diese naive Auffassung der Sachlage, wie sie in dem oberosfiziösen Blatte niedergelegt, oder wenigstens — niedergeschrieben ist. Denn wir glauben nicht recht daran, daß die Leute, die das geschrieben haben, auch so ganz überzeugt sind von der Zugkraft ihrer Worte. Aber wir bekennen offen und sprechen es recht klar und deutlich aus, daß wir dieses gewünschte Verständniß nicht besitzen. Die Völker seufzen unter den Riesenlasten, die der sogenannte be­waffnete Friede ihnen auferlegt. Die richtigsten Kulturaufgaben leiden darunter, daß der Waffen­moloch von einem Jahre zum andern größere Opfer verlangt und verschlingt. Nothwendige Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände müssen besteuert werden, um den unerträglichen Hunger dieses Moloch zu stillen, und wir sollten jauchzen und Hurrah rufen, weil wir in den unergründ­lichen Kriegsschlund neue Opfer werfen müssen. Nein, das ist zu viel verlangt an Selbstverleug­nung. Wir haben uns sagen und wir haben uns auch überzeugen lassen davon, daß das Reich unbedingt die von der Regierung geforderte Flottenverstärkung haben muß. Damit aber haben wir genug gethan, wenn wir uns seufzend in das Unabänderliche fügen. Und wir haben nicht das Geringste dagegen einzuwenden, wenn die ganze Welt es merkt, daß wir die neuen und immer neuen Lasten ungern tragen, die der Militaris­mus den Völkern Europas auferlegt. Und von einer allgemeinen flotteiibegeisterten Stimmung im Lande haben wir bisher außerordentlich wenig bemerkt. Sie wird wohl auch niemals bei uns einkehren. „Unsere Ueberzeugung — so heißt es in einer anderen Stelle in der Kundgebung der Morddeutschen' — daß die Erkenntniß von der dringenden Nothwendigkeit dieser nationalen Foröerung sich bei der Mehrheit des Reichstages hinreichend durchgearbeitet hat, ist von Tag zu Tag fester geworden." Ja, „zwingende Noth-

Pflegekinde, dafür laß mich sorgen. Ueberdies ist auch Schönberg im Gefolge."

„Noch ein Komödiant mehr!" seufzte die Gräfin. „Als ob wir an dem einen Exemplar nicht schon genug hätten!"

„Sage das nicht, Mathilde. Aus dem unreifen Jünglinge von damals ist in diesen zehn Jahren ein bedeutender Mann geworden. Schönberg hat wirklich ganz Erhebliches geleistet und wird, wenn er auf der glücklich betretenen Bahn fortfährt, dereinst zu den betühmtesten Sternen am musi­kalischen Himmel zählen. Sarolta hat an diesem Schützling ihren Scharfblick bewiesen, — ob auch an Inge, wage ich noch nicht zu entscheiden."

„Inge Gerrit! Unmöglich!" und ein verächt­liches Lächeln umspielte die Lippen der sonst so gütigen Frau.

„Du bist ungerecht in Deinem Vorurtheil, Mathilde. Inge ist ein gescheidtes, talentvolles und außergewöhnlich schönes Mädchen, und ihre Stimme, die sich unter Brahms Anleitung zu ungeahnter Fülle entwickelt hat, berechtigt nach dem Urtheile von Kennern zu den größten Er­wartungen. Ich war ganz erstaunt, als ich das Kind des armen Torfgräbers vor anderthalb Jahren in Wien wiedersah. Aber um von etwas Erfreulicherem zu reden: Herbert hat sich eben­falls angemeldet."

„Herbert! Und das höre ich erst jetzt? Ich glaubte, er wollte bis zum ersten September in Norwegen bleiben."

„Ursprünglich hat das wohl auch in seiner Absicht gelegen. Ob nun die Jagdgründe des Nordens seinen Voraussetzungen nicht entsprochen haben, ob die Gastfreundschaft des Grafen Kiel­

wendigkeit", das ist das richtige Wort. Von irgend etwas Anderem kann wenigstens bei uns nicht die Rede fein.

Endlich aber schreibt die ,Norddeutsche' noch: „Wir hoffen, daß sich das Vertrauen des Reichstages zu der Regierung, nachdem diese ihrerseits bewiesen, daß sie nur der Sache willen ein Opfer zu bringen bereit ist, auch darin kundgeben wird, daß er seine Wünsche oder Be­denken auch seinerseits beschränkt." Es sieht fast so aus, als habe die Sicherung der Flottenvorlage bei der Regierung eine Art Freudensieber erzeugt, das sich nun in allerhand Phantasien äußert Erstens, was für „O p f e r" haben wohl die verbündeten Regierungen bisher schon gebracht, um der Flottenvorlage das Dasein zu ermöglichen? Wir wissen nichts von dergleichen. Und wir möchten auch das „Vertrauen des Reichs­tages" nicht gar zu sehr preisen. Die Regierung mußte ein wenig bescheidener als sonst auftreten. Sonst würde die Flottenvorlage niemals gesichert worden fein. Und auf Neuwahlen unter der Flottenparole konnte die Regierung sich auf keinen Fall einlasfen. Sonst würde der neue Reichstag erst recht eine Mehrheit gegen die Flottenver­stärkung gebracht haben. Unter dem Drucke einer „zwingenden Nothwendigkeit" geht das Flottengesetz durch. Unter dem Drucke einer andern „zwingenden Nothwendigkeit" ist die Regierung hübsch artig bei der Sache gewesen. Etwas anderes vermögen wir dabei nicht zu er­blicken. Warum sollen wir deswegen dreimal Hurrah rufen ?

Deutsches Deich. 1

Berlin, 18. März.

* Die,WatrorraMöerake Korrespondenz' schreibt über die Schluß - Abstimmung über das Flottengesetz:

Der Centrums-Abgeordnete Müller-Fulda, der die Anregung gegeben, daß die Flotte, statt in 7 schon in 6 Jahren fertig gestellt wird, und gestern für die Vor­lage gestimmt, zog es heute vor, sich den Richter, Bebel rc. anzufchließen.

Man hatte schon, als Abg. Müller-Fulda für die 6 Jahre ernrrat, ihn im Verdacht, daß er die ganze Flottenvorlage zu Fall zu bringen beabsichtige. Seine heutige Haltung erscheint uns als Bestätigung hierfür rc.

Dem gegenüber weist die ,Germania' darauf hin, daß die Angabe, der Abg. Müller-Fulda habe am 16. d. M. für die Vorlage gestimmt, eine Unwahrheit ist; am 16. d. fand gar keine Abstimmung über die Vorlage statt, sondern nur eine solche über den Antrag Lieber-Bennigsen betr. Kostendeckung, für welchen Abg. Müller- Fulda bekanntlich eingetreten ist. lieber das Ge­setz als Ganzes ist in der Kommission nur ein­mal abgestimmt worden am 17. März, und hier hat Abg. Müller-Fulda ebenso gegen die ganze Vorlage gestimmt, wie er solches auch schon in der ersten Lesung gegen den § 2 unter ausdrücklicher Molivirung gethan halte. Daß Jemand einen einmal eingenommenen Standpunkt auch dauernd vertreten kann, scheint über das Begriffs - Vermögen des nationalliberalen Waschzettels hinauszugehen. Die Information, daß Abg. Müller-Fulda die Anregung gegeben, die Flotte in 6 statt in 7 Jahren zu bauen, um das Gesetz zu Fall zu

marfum oder vielmehr diejenige seiner schönen Tochter, der Komtesse Dagmar, Herbert drückend geworden ist, ich weiß es nicht; aber schon in seinem vorletzten Briefe sprach sich eine so unver­hohlene Sehnsucht nach der Heimath aus, daß ich mich nicht wunderte, als er mir vor wenigen Tagen seine bevorstehende Einschiffung meldete. Zürne mir nicht, daß ich bisher nichts davon erwähnt habe. Herbert bat mich, seine Ankunft als Geheimniß zu bewahren; er wolle unsere Kleine" — der Graf deutete nach dem Balkon, wo Lora noch im Nachdenken versunken saß — „überraschen".

Die Gräfin hatte sich aus ihrer liegenden Stellung erhoben, ein freudiges Erröthen verschönte die bleichen Züge.

„Dann will tch getrost das Unangenehme mit dem Angenehmen hinnehmen," sagte sie, den Blicken des Grafen folgend und ihr Auge mit zärtlicher Muttersorge auf Loras gesenktem Köpf­chen ruhen lastend. „Herbert und Lora glücklich vereint zu wissen, ist mein letzter, liebster Ecden- wunsch. Glaubst Du, Bruno, daß er sich er­füllen wird?"

„Ich zweifle nicht daran. Herbert hat mir schon im vorigen Jahre, als Lora ihre Herbst­ferien mit uns auf Blankenstein zubrachte, unter vielem Stocken und Zagen gestanden, daß er kein höheres Glück, kein würdigeres Lebensziel kenne, als Lora fein eigen zu nennen, sie als ein geliebtes Weib heimzusühren an den Herd einer wie ihrer Väter. Und da seine Wünsche den unfern in diesem Punkte begegnen, wir nach dem Verluste der eigenen Söhne wenigstens unsere Tochter herrschen sehen möchten an der Wiege

bringen, und daß „man" diesen Verdacht schon frühzeitig gehabt habe, zeugt von der Geistes- armuth der Betreffenden. Bekanntlich hat Ab­geordneter Müller-Fulda nicht blos eine An­regung gegeben, sondern einen wohldurch- dachten Plan, und mit diesem einen entsprechenden Antrag eingebracht, der in der Kommission mit großer Mehrheit an­genommen wurde und nicht allein die Zu­stimmung und Anerkennung des Herrn Reichs­kanzlers und des Reichsmarineamts ge­funden hat, sondern auch diejenige des Herrn von Bennigsen, des Vertreters der national- liberalen Partei in der Flottengesetz-Kommission. Der Antrag Müller-Fulda wurde ausdrücklich von Admiral Tirpitz als eine sehr wünschens- werthe Verbesserung der Vorlage und von großer Bedeutung in militärischer und politischer Hinsicht bezeichnet. Können die Nationalliberalen gleiche Leistungen im In­teresse des Gesetzes aufweisen? Wenn auch der Abg. Müller Fulda gleichwohl gegen das Gesetz als solches stimmte, so hat er die Gründe dafür sowohl in der Kommission als auch gegenüber den Herren Vertretern des Reichsmarineamtes hinlänglich bargelegt, es waren lediglich prin­zipielle Gründe, also etwas, was National­liberale überhaupt nicht begreifen können.

O Der Ileichstag stand heute unter dem Zeichen der Erinnerung an den gleichen Tag vor 50 Jahren, an dem Berlin feine Straßen von Bürgerblut gefärbt sah. Eigentlich handelte es sich um § 172 der militärischen Straf­gerichts-Ordnung. Dieser Paragraph handelt über die Möglichkeit der Festnahme von Offizieren. Aber davon ist so recht eigentlich wenig die Rede ge­wesen. „Genosse" Bebel benutzte die erste Ge­legenheit, von der wir nicht untersuchen wollen, ob es auch die beste war, um einige Reden „an fein Volk" zu halten, nämlich an das Volk der „Genoffen" draußen im Lande. Noch niemals hatte er diesmal während der voraufgegangenen Tagung des Reichstages so recht eigentlich Ge­legenheit dazu gehabt. Und da durste diese nicht unbenutzt vorübergehen. Leider konnten es die Konservativen nicht über sich gewinnen, die Agi- totions-Ausbrüche des Herrn August Bebel kalt und gelassen über sich ergehen zu lassen — that ihm doch sogar einer derselben noch den ganz be- fonbern Gefallen, baß er Herrn Bebel bas er­wünschte Zeugniß ausstellte, er — ber Konser­vative — habe „einen solchen Ausbruch von Wild- heit noch nicht gehört". Auch Herr v. Miquel mußte noch einmal herhalten als verflossener „Organisator von Bauern-Aufständen", unb ber greife Rud. v. Bennigsen würbe von Bebel zum lebenbigen Zeugen aus bem Jahre 1848 aufgerufen für einige Behauptungen bes wilb ge­worbenen „Genoffen". Herr v. Bennigsen zog sich aber sehr geschickt aus ber Affaire, unb Herr Bebel hatte bas Nachsehen — außerdem aber zwei Orbnungsrufe bes Präsibenten unb mehr­fache Rufe, zur Sache zu sprechen. Außer biefer Reklame- unb Wahlrebe bes Herrn Bebel hatten bie Sozialbemokraten noch eine andere Kundgebung veranstaltet: auf dem Platze des Herrn Lieb­knecht wurde ein Kranz aus rothen Blumen niebergelegt. Herr Liebknecht hat nämlich vier

unseres Geschlechtes, fand ich keine Veranlassung, die Hoffnung des wackeren Jungen zu vernichten. Ich bat ihn nur, Loras kindlichen Frieden noch nicht zu stören, sie vorerst ruhig nach Blumenthal zurückkehren zu lassen und nach ihrer Heimkehr bei einem längeren Beisammensein auf dem Lande im ungezwungenen täglichen Verkehr seine wie ihre Gefühle zu prüfen, bevor er sich entscheide; ich würde mich jeder Einmischung enthalten. So sehr ich auch die Vereinigung ber beiben mir Nächsten unb Liebsten als ein unverbientes Glück preisen möchte, so würde ich doch um keinen Preis auch nur den geringsten Druck auf Lora's Entschließ­ungen ausüben. Mein einziges Kind soll frei wählen."

„Lora liebt Herbert," erklärte Gräfin Ostheim bestimmt, „vielleicht noch unbewußt; aber sie liebt ihn von ganzem Herzen. Denke nur an ihre Erregung, als kurz nach Herberts Abreise die Gräfin Frankenthal die Gerüchte von einer Ver­lobung Herberts mit ber Baronesse Klöben er­zählte. Lora erröthete unb erblaßte fortwährend unb fragte mich nachher mit zitternder Stimme unb niebergeschlagenen Augen, ob ich glaube, baß Gabriele Klöben Herbert so glücklich machen könne, wie er, ber beste, ebelfte Mensch, es verbiene. Ich mußte an mich halten, um bem thörichten Kinbe nicht bie Augen zu öffnen unb ihm zu sagen: Siehst Du beim nicht, baß Herbert nur Auge unb Ohr für Dich hat? Aber ich wagte nicht, baran zu rühren."

„Warum auch?" fiel ber Graf schnell ein. „Warum bie Knospe vor der Zeit aufbrechen? Es wird mir ohnehin schwer genug werden, das Geschick meines Töchterchens in andere Hände zu legen, unb seien es auch die Herbert's."