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mit Zlnlerhattungs-Weilage „Mustrirte Sonnlags-Ieilung"
M 62.
Juköcl, Donnerstag, den 17. März 1898
25. Jahrgang.
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nur —"
„Nun — nur?"
„Nur Tante Sarolla nicht. Es mag unrecht
an den Vorbergen in die Höhe, bis dahin, wo die starren Felsmassen Halt geboten. Die stolzen Häupter des hohen Göll und des Hochkalter ragten in unnahbarer Majestät darüber, und der kleine Watzmann badete die eisgekrönte Stirne in dem goldenen Sonnenlicht des Augusttages.
„Ja, es ist schön, Lora," stimmte der Än- geredete, Graf Bruno von Ostheim, lächelnd zu; aber sein Auge ruhte dabei nicht auf dem eben so lieblichen wie erhabenen Bilde vor ihm — fein Auge haftete auf der schlanken, ebenmäßigen Gestalt zu seiner Rechten, auf dem feinen, blond- umlockten Köpfchen seiner Tochter, deren klare -stirne noch den Stempel unentweihter Kindlichkeit trug. Was dereinst das Knöspchen versprochen, die lhaufrische, eben aufgebrochene Blume hatte «s gehalten, und wie vormals des Kindes größter
anlagen sind mit alten Bäumen bestellt, so daß dieselben im Sommer schattigen Schutz bieten. Die Größe des Drießenhofes beträgt ungefähr fünf preußische Morgen, das sind \a. 13,000 Quadratmeter. Der Cirkus erhält einen Durchmesser von 46 Meter. Das ergibt eine Boden- stäche von 1661 Quadratmetern. Vergleichsweise sei angeführt: Der große Saal des Fredenbaums in Dortmund hat eine Bodenfläche von 1595 ____________ v. vc„ucvtuuv
Guabratmetern. _ Die Stadthalle zu Mainz eine u. d. Lasa, v. Köller, Graf zu Limburg-Stirum, solche von, 1457 Quadratmetern, lieber die Größe Graf v. Schwerin-Löwitz von den Konservativen von 1661 Quadratmeter Bodenfläche hinaus gibt Graf v. Ballestrem, Freiherr v. Heereman und es nur zwei Säle in Deutschland, und zwar der Dr. Porsch vom Centrum; Dr. BöttincSr Bueck Palmengarten in Charlottenburg mit 2461 Qua- v. Eynern, Möller und Dr. Sattler von den
stattfinden. Es steht außerdem baldigst ein Re< gierungsdekret in Aussicht, wonach in Folge der vielen Eisenbahnunfälle die Zahl der Theilnehmer an Extrazügen seitens der Verwaltung beschränkt werden soll.
parlamentarisches Mahl stattfinden. Einladungen dazu haben u. A. erhalten die Abgg. Freiherr v. Erffa-Wernburg, Dr. v. Heydebrand
I dratmetern und der Wintergarten im Centralhotel in Berlin mit 1694 Quadratmetern Bodenfläche. Die außer der eigentlichen Festhalle noth- wendigen Nebengebäude erhalten eine bebaute Fläche von ca. 800 Quadratmetern, sodaß im Ganzen ca. ein preußischer Morgen bebaut wird und vier Morgen für Anlagen verbleiben. Das Festlokal liegt sehr günstig, weil es in der Stadt liegt, einige hundert Schritte von der schönen Liebfrauenkirche entfernt, in nächster Nähe des Amtsgerichtsgebäudes und Stadtgartens. Für die Bewohner des Landkreises Krefeld ist es noch besonders gut geeignet, da es an der An- kunftsstation für die meisten der umwohnenden Besucher liegt.
Die Ausstellungskommission hat die Veranstaltung einer Ausstellung einstimmig beschlossen. Dieselbe soll indessen so begrenzt sein, daß sie nur die Kunst der Paramentik, deren Hauptsitz und Heimath Krefeld ist, und das Gebiet des Kunstgewerbes bezw. Kunsthandwerks umfassen wird. Und zwar werden innerhalb dieses Rahmens nur Gegenstände christlich kirchlicher Gattung eingeschlossen. Die Ausstellung soll sich örtlich beschränken auf Erzeugnisse lebender Künstler am Niederrhein, soweit derselbe durch den Regierungsbezirk begrenzt ist. In der Abtheilung für Paramentik sollen auch alte Gewebe zur vergleichsweisen Betrachtung den modernen gegenübergestellt werden. Als Grund für die Beschränkung der Ausstellung werden hauptsächlich die Erfahrungen angeführt, die in dieser Beziehung auf früheren Katholikenversammlungen gemacht worden sind. Große, weitumfassende Ausstellungen stellten übermäßige große Anforderungen an die Kaffe, das Urtheil über das künstlerisch Zulässige wurde erschwert, es entstehe die Gefahr des Ueberwucherns von Fabrikwaaren, und dann wollte man einmal im Zusammenhang zeigen, was der Niederrhein im Allgemeinen und Krefeld im Besonderen auf künstlerischem und kunstgewerblichem Gebiete zu leisten vermag.
Für die geplante Wallfahrt nachKevelaer hat die Wallfahrtskommission den Mittwoch der Festwoche in Aussicht genommen. Wegen der Stellung der nöthigen Extrazüge sind die Verhandlungen mit der Bahndirektion eingeleitet. Indessen bestehen Schwierigkeiten in diesem Punkte darin, daß um diese Zeit viele Militärtransporte
Zur 45. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands in Krefeld.
Das Lokalkomito, dessen Konstituirung von uns im Januar mitgetheilt wurde, hielt am 14. März eine Versammlung ab, die ein anschauliches Bild von der erfreulichen, energischen und erfolgreichen Wirksamkeit bot, welche die einzelnen Unterkommissionen schon jetzt entfaltet haben. Es gelangte hier auch bereits die Frage zur Er- örtemng, wann die Katholikenversammlung stattfinden soll. Die letzte Bestimmung hierüber liegt in der Hand des Kommiffars der deutschen Katholikenversammlungen, des Fürsten zu Löwenstein. Auf der Landeshuter Katholikenversammlung ist, wie auch früher schon, der Wunsch aufgetaucht, die Versammlungen nicht mehr wie bisher an das Ende des August, sondern etwas früher zu verlegen. Diesem Wunsche, für dessen Berechtigung viele Gründe sprechen, glaubt der Vorstand des Lokalkomitös entgegenkommen zu sollen, indem er einstimmig den 14. August als den geeignetsten Termin für den Beginn der Versammlung bezeichnete und dem Fürsten Löwenstein zur definitiven Festsetzung zu empfehlen beschloß. Aus den weiteren Berichten sei hier folgendes mitgetheilt:
Die Rednerkommission hat bereits eine reiche Fülle von Themen für Vorträge zur Auswahl gestellt.
Die B a u k o m m i s s i o n hat eine der wichtigsten Aufgaben, nämlich die Platz frage in überaus befriedigender Weise gelöst. Mit dem Cirkusbesitzer Krembser, der von April bis Anfang Juli Hierselbst Vorstellungen geben wird, ist die Vereinbarung getroffen, daß derselbe das große Cirkusgebäude so anlegt, um dasselbe später dem Komito gegen eine Vergütung von 6250 Mark für die Zwecke des Katholikentages überlassen zu können, dafür verpflichtet er sich, die nöthigen baulichen Veränderungen vorzunehmen. Würde der Katholikentag gezwungen sein, ein eigenes Gebäude aufzuführen, so würde dasselbe nicht unter 12000 Mark zu haben sein. Als Platz für das Gebäude ist das Terrain „Drießen- hof" gewählt worden. Dessen Besitzer, Herr Terkatz, stellt das -Terrain bis zum 15. Oktober für den Preis von 1000 Mark zur Verfügung.
; Der zu erbauende Cirkus kommt genau der F r o n t des Krefeld erB ahnh ofs „StationNord" gegenüber zu liegen. Die Haupteingänge zu den Anlagen sind von der Hof- und Weberstraße. Hinter den Wirthschaftsgebäuden im Garten liegt ein großer freier Platz, auf welchem das Cirkusgebäude aufgebaut werden wird. Die Garten-
Nationalliberalen ; Frhr. v. Stumm, Vopelius und Frhr. v. Zedlitz von den Freikonservativen; Dr. v. Jazdewski von den Polen und Professor Dr. Virchow von den Freisinnigen. Die Zusammensetzung dieser Einladungen sieht sehr danach aus, als sollte morgen Abend beim Reichskanzler in „Sammlung" gearbeitet werden. Die Herren v. Jazdewski und Virchow scheinen nur dazu geladen zu sein, um diesen Anschein nicht allzu deutlich hervortreten zu lassen.
x Einige Blätter können sich noch gar nicht trennen von ihren Lügenmeldungen über die Ikom- reife des Kardmaks Ar. Kopp, daß nämlich diese Reise auch im Zusammenhänge stehen soll mit der deutschen Flottenvorlage und der Haltung der Centrumspartei zu dieser. Die Vorgänge, welche heute in der Budget-Kommission des Reichstages sich abgespielt haben, überweisen nun diese Blätter so kräftig und deutlich, wie man es sich nur denken kann, dem Fluche der Lächerlichkeit. Vermuthlich wird sie das nicht abhalten davon, bei der nächsten Gelegenheit wieder neue Lügen gegen katholische Würdenträger und katholisches Wesen zu erfinden. Solches Gebühren nennt man dann „freisinnig".
* Die staatliche Knkfchnkdnug des chruud- öesttzes ist ein Thema, das nicht erst seit gestern aus der Tagesordnung der öffentlichen Diskussion steht. Neuerdings hat sich die schlesische Landwirthschaftskammer mit diesem Thema beschäftigt und nunmehr eine Erklärung angenommen, in der es als dringend erwünscht bezeichnet wird, daß die deutschen Staatsregierungen ersucht werden, eine ständige Kommission zur gesetzgeberischen Vorbereitung dieser Frage einzusetzen. Darüber gingen auch innerhalb der schlesischen Landwirthschaftskammer die Meinungen auseinander, ob man vom Staate unmittelbar die Baarmittel zur Entschuldung des Grundbesitzes verlangen solle oder nur die Bürgschaft. Für Preußen, so führte ein Redner aus, würde es sich um eine Summe von etwa 3 Milliarden handeln. Die preußische Staatsschuld beträgt im Ganzen etwa 6^/, Milliarden Mk. In der entscheidenden Sitzung der schlesisch.Landwirthschaftskammer glaubte außerdem ein Redner mittheilen zu können, daß Finanzminister v. Miquel einer Bürgschaft des Staates gegenüber sich wohl nicht ablehnend verhalten würde, wie man auch annehmen dürfe, daß er eine Ueber- nahme der Entschuldung durch die Landschaftskassen der einzelnen Provinzen billigen würde. Die Beschlüsse der schlesischen Landwirthschaftskammer gehen nunmehr an den deutschen Land- wirthschastsrath.
X Der Reichskanzler war vor längerer Zeit in Verhandlung getreten mit dem Deutschen Land- wirthschaftsrath wegen anderer Regelung des Gefinde Mermielhungs- und Stelkeuvermit- tekmigs-Wesens. Nach dem Stande der Dinge darf angenommen werden, daß vor Beginn der nächsten Sitzungsperiode des — alsdann neuen — Reichstages dem Bundesrathe eine Vorlage über Aenderung der gegenwärtigen Bestimmungen der Gewerbeordnung über diese Angelegenheiten zugehen wird. Schon jetzt wird angedeutet, daß es sich dabei namentlich um >ie §§ 35 und 40 der Gewerbeordnung handeln dürfte. Diese beide Paragraphen behandeln die
Moorlande des Nordens, das Zittern der falben Gräser, das Flimmern der Sonnenstrahlen. Sie hörte das Summen der Insekten, das Geflüster des Windes und weit, weither den feierlichen Ton der Meereswellen, deutlicher aber als alles und seltsam sich damit vermischend das Röcheln einer Sterbenden.
Vor drei Jahren war es gewesen, um dieselbe Zeit ungefähr wie jetzt, als Lora mit den Eltern wieder einmal einige Wochen auf dem angestammten Familiensitze im Norden zugebracht und von der schweren Erkrankung der alten Marrit gehört hatte. Erst nach vielen Bitten des leicht gerührten Kindes und einer warmen Fürsprache des ebenfalls auf Ostheim weilenden Vetters Herbert gestattete die Gräfin ihrem Töchterchen einen Besuch in der Hütte am Erlenweiher. Nur von einem Diener begleitet, ritt Lora auf ihrem Ponny durch die schweigenden Dünen und sah lächelnden Blickes die in einer Mulde weidenden Schafe, die meckernde Ziege; ja es wollte sie bedünken, als ob der belfernde Hund noch derselbe alte Geselle von damals fei. An der Hütte angelangt, schwang sie sich leicht aus dem Sattel, gab dem Diener ein Zeichen zurückzubleiben und trat allein über die bekannte Schwelle.
Trübe und dunkel alles wie damals, vielleicht noch schauriger und unheimlicher, da aus dem Verschlage hinter dem Heerde der unverkannte Ton herüberdrang, der andeutet, daß eine Seele auf der Grenze zwischen Zeit und Ewigkeit bebt. Ein leichtes Grauen.wollte Lora befallen und sie zurückschrecken, als der auf drei Beinen hinkende Kater ihr jämmerlich jmiauend entgegengeschlichen kam und sich an sie zu dränge«
Ertheilung von Konzessionen an Gesindeoerrniether und Stellenvermittler. Die übertriebene Gewinnsucht dieser Leute ist in landwirthschaftlichen Versammlungen oft als einer der Gründe gekennzeichnet worden für die Entblößung des flachen Landes von Arbeitern.
* 3n DeulstH-Hstafrika fängt es wieder an unruhig zu werden. Der Häuptling Merere soll sich mit 80000 Mann, von denen eine beträchtliche Anzahl mit Hinterladern bewaffnet ist, gegen die deutsche Verwaltung erhoben haben. Hauptmann Prince hatte Ende 1896 das Reich des Oberhäuptlings Quawa nach der Besiegung des letzteren getheilt, er hatte Merere in Ubena und Mpangire, einen Bruder Quawas in Uhehe als Sultan eingesetzt. Merere hat, als er sich der deutschen Verwaltung unterstellte, Mausergewehre erhalten. Merere soll sich mit seinem alten Feinde, tnm Quawa, verbündet haben, wodurch ihm die Wahehe zur Verfügung ständen. Am Nordufer des Nyaffa unter den Konde sind ernstliche Unruhen entstanden. Der Stationschef von Langenburg, Hauptmann v. Elpons, ist auf einem Zuge von mehreren Tausend Konde umringt worden und soll ohne weiteres von den Waffen Gebrauch gemacht haben. Da die Konde ein zahlreiches und starkes Volk sind, welches 20 000 und mehr Krieger stellen kann, so will nun Merere, ihr nördlicher Nachbar, diese Aufregung benutzen. Wie das ,Kol.-Bl.' meldet, hat der Gouverneur von Deutsch-Ostafrika auf Grund der Nachrichten über Unruhen in Uganda den Lieutenant Richter mit 60 Mann (Nichtsudanesen) aus Pangani nach Muansa entsendet. Durch diese Verstärkung ist die Besatzung von Muansa und Bukoba ungefähr auf den etatsmäßigen Stand von zwei Kompagnien gebracht.
* Dekmokd, 16. März. Mit großer Mehrheit beschloß heute der Landtag, daß beim Hinscheiden des Großregenten dessen ältester Sohn die Regentschaft übernehmen solle.
h Beim Reichskanzler Jürste« zu Kohe«- lohe wird morgen Abend wiederum ein kleineres
von mir sein, Papa, aber ich habe immer die Idee gehabt, die Tante könnte mich nicht gut leiden."
Ein kaum merkbarer Schatten war über das Antlitz des Grasen geglitten. Er strich ihr mit der Hand über die Stirne und sagte leichthin: „Was solch' ein Kindeskops sich nicht alles einbildet! Warum sollte Tante Sarolta dich nicht mögen, mein Liebling? Sie ist allerdings ganz anders geartet wie Du, ist von jeher eine eifrige Reiterin und Jägerin, eine leidenschaftliche Verehrerin der ausübenden Kunst und alles Absonder- ichen gewesen, lauter Dinge, von denen mein 'keines Mädchen noch keine Ahnung hat."
„Dafür darf ich nun auch Euer Hausmäus- )en sein," schaltete Lora ein, „nicht wahr Papa?"
Der Graf lächelte und nickte. „Aber ihr Herz ist treu, roie Gold", setzte er ernst hinzu. „Uebrigens wirst Du Gelegenheit haben, Tante Sarolta näher kennen zu lernen, mein Kind. Nach ihrem letzten Briefe hat sie die Absicht, mit Inge hierherzukommen, bevor sie ihren Schützling in die weite Welt hinaus stehen läßt."
„Mit Inge!" sagte Lora nachdenklich und das schöne blaue Auge trübte sich.
„Frau Gräfin lassen den gnädigen Herrn bitten!" Damit trat die Zofe an den Balkon, und da der Graf dem Wunsche feiner Gemahlin unverzüglich Folge leistete, blieb das junge Mädchen allein zurück.
Lora ließ sich nieder und blickte traumverloren in die Ferne.
Es war nicht mehr die herrliche Alpenwelt, die vor ihren Augen sich ausbreitete; sie sah deutlich, ganz deutlich die einsamen Dünen und
„Weil wir unser einziges Töchterchen zu ver-' ziehen fürchteten," lächelte Graf Ostheim. „Wir waren auf dem besten Wege dazu."
„O, was das anbetrifft, Papa, hättet Ihr unbesorgt sein dürfen," nickte Sora mit schelmischem Lächeln. „Die Damen von Sacrö Cour waren nicht besser; sie verhätschelten mich auch. Wenigstens haben die Pensionäre es immer behauptet und mich nie anders als Madame's Hausmäuschen genannt, weil ich das Privilegium'hatte, überall hingehen und mich Allen anschließen zu dürfen."
Der Graf blickte wieder auf fein Kind; es wunderte ihn nicht, daß selbst im Kloster Lora's unschuldiger Liebreiz die Herzen gefangen hatte.
„Eigentlich haben die Menschen mich immer verwöhnt," fuhr das junge Mädchen sinnend fort;
Deutsches Deich.
Berlin, 16. März.
Aus dem Reichstage.
62. Sitzung vom 16. März 1 Uhr.
Am Bundesrathstische: Reichskanzler Fürst Hohenlohe, Kriegsminister v. Goß ler.
Zunächst wird ein schleuniger Antrag auf Einstellung eines Strafverfahrens gegen den Abg. Heim debattelos angenommen.
_ . »sodann setzt das Haus die zweite Berathung der Mrlltarstrafgerichtsordnung fort.
Die Abstimmung über § 2, bei der sich die Beschlußunfähigkeit ergab, wird einstweilen ausgesetzt.
Die Debatte beginnt beim § 3, der von der Kommission dahin angenommen ist, daß Militärpersonen deS aktiven Heeres und der Marine auch wegen der von ihnen vor der Dienstzeit begangenen strafbaren Handlungen der Militärstrafgerichtsbarkeit unterstellt werde» sollen. Dazu beantragen die Abgg. Auer und Gen. (Soz.) entweder Ablehnung dieses Paragraphen oder Aenderung dahin, daß in vorgenannten Fällen grundsätzlich die Civilgerichte zuständig sein sollen.
Abg. Munckek beantragt die gleiche Fassung deS Paragraphen mit dem Zusatze, daß eine eventuelle Strafvollstreckung von der Militärbehörde bis zur Beendigung der Dienstzeit ausgesetzt werden könne.
Nach einer Begründung des Antrages Auer durch den Abg. AeSel erklärt sich
U Generallieutenant v. Dicbah« entschieden gegen den Antrag Auer, mit dem Hinweis darauf, daß es sehr gefährlich sei, eine Einmischung der bürgerlichen Gerichte während der Dienstzeit zuzulassen.
ItiprtP 1nA 51-1- I Reiz feine herzgewinnende Freundlichkeit, fein
£?****♦ anmuthiges Lächeln gewesen, fo strahlte auch jetzt
Roman von A. Jüngst. das Gesicht der Jungfrau den ganzen Zauber
_____ x eines unschuldigen Gemüthes wieder.
- ‘ „Glaubst Du nicht, Papa, daß diese herrliche
n ™ • r... ‘ <_ , Gegend, diese kräftige Luft auch Mama wohlthun
■» .rote. '$on' E wunderbar schön und ihre Gesundheit wieder Herstellen wird?"
ist es Hier! sagte em junges Mädchen das neben „Ich hoffe es, mein Kind. Der Arzt hat einem alteren Herrn auf dem mit wildern Wein uns ja die tröstlichsten Versicherungen gegeben- bewachsenen Holzbalkon eines einfachen Land- und jedenfalls ist Deine Anwesenheit dieÄewiß- hauses stand und die wonnetrunkenen Blicke über beit, sich nie wieder von Dir trennen zu müssen bte herrliche Umgebung von Berchtesgaden die heilsamste Medizin für sie."
hi - s-,- L «Aber Papa," fragte Lora mit kindlichem
Sanft abfallend dehnte jenseits des kleinen Erstaunen, „warum habt ihr mich denn so lange ifeblS L^Ssüne Matte sich aus; -in in Blumenthal gelassen, wenn Mama die Trennung liebliches Gelände schloß sich daran; dunkele so schwer fiel?" 8
Fichtenhaine und malerische Gruppen lichter Laub- bäume wechselten mit einander ab und klommen