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verantwortlich: Für die Redaktion J»f. Saum, für Jnferate 3. Par jeller in Fulda.

mit Nnterhallurrgs-Meikage „Mustrirte Sonnlags-Zeilung" peteregaife Ur. s (Harmonie).

M 45.

Jutöcr, Freitag, den 25. Februar 1898

25. Jahrgang.

x Die Flotten-Borlage vor der Budget-Kommission.

Heute hat die Budget-Kommission des Reichs­tages ihre Berathung der Flotten-Borlage be­gonnen. Eine sehr große Anzahl von Vertretern der Regierung und der Admiralität hat an der heutigen Berathung theilgenommen, darunter die Staatssekretäre Tirpitz, Graf Posadowsky und Freiherr von Thielmann.

Referent ist Abg. Dr. L i e b e r. Dieser schlug zunächst vor, eine Generaldiskussion abzu­halten und zwar nach folgenden Gesichtspunkten: a) Petitionen, b) Materieller Inhalt des Gesetzentwurfes, c) Erfüllungsfrist desselben, d) Deckungsfrage.

Dr. Lieber besprach also zuerst die Petitionen und bemerkte, daß viele von den Petitionen, die aus dem Auslande um Verstärkung der Flotte eingingen, so aussehen, als seien sie bei uns im Inlands gemacht worden. Keine der zahlreich eingelaufenen Petitionen deutet an, welche Bei­träge die Petenten leisten wollen zur Deckung der Kosten, die aus der Annahme der Vorlage ent­stehen würden. Alsdann begann Dr. Lieber die fachliche Erörterung des Gegenstandes. Er schickte dabei die Bemerkung voraus, daß er hier als Referent der Kommission spreche; daß er durch seine Aeußerungen als solcher aber keineswegs sich gebunden erachte in seiner Stellung als Abgeordneter. Dr. Lieber verurtheilte feiner die Versuche, jede Meinungsverschie­denheit über die Flotten-Borlage sofort als vaterlandsfeindliche Gesinnung zu brandmarken. Denn gleiche Vaterlandsliebe beseelt alle Be­theiligten, auch wenn sie verschiedene Ansichten über die Flottenvorlage haben. Dr. Lieber er­kennt der Vorlage den Vorzug zu, daß sie wie ein klares, organisatorisches Programm sich dar- steüt. Die Forderungen der Regierung bauen sich auf auf der Grundlage der formirten Schlachrflotte und der nöthigen Reserve. Die Nothwendigkeit der Forderungen sind in der Vorlage begründet mit der Verl Heid ig un g der deutschen Küsten und mit der Entwickelung des eigenen An­griffs-Vermögens. Nach der Begründung der Vorlage genügt nicht mehr die Küstenver- theidigung am Orte. Danach müßten wir auch den Kampf auf offener See annehmen können, um die deutschen Häfen vor der Ein­schließung zu schützen. Das ist der hauptsächliche Unterschied gegen die früheren Marinepläne. Der jetzt dem Reichstage vorgelegte Gesammtplan ist nach des Redners Kennzeichnung nicht abänderungs­fähig. Hier heißt es: Entweder ihn ganz annehmen oder ganz ablehnen.

Nachdem der kons. Abg. v. Massow als stellvertretender Korreferent (Abg. v. Leipziger ist erkrankt) erklärt hat, er habe den vorzüglichen Ausführungen des Abg. Dr. Lieber nichts hin­zuzufügen, ergreift

Staatssekretär Tirpitz das Wort, um zunächst vertrauliche Ausschlüsse zu geben über die Auf­gaben der Schlachtflotten. Alsdann führt er aus, daß die jetzt geforderte Organisation schon seit Jahren als nothwendig sich erwiesen habe. Jetzt sei der Zeitpunkt gekommen, der gebieterisch deren Einführung fordert.

* Der letzte Häuptling von Maruey.

Eine historische Erzählung

von Philipp Wasserburg (Laicus).

60 ------ (Nachdruck verboten.)

Waffen wir der Menschheit zu Ehren einen mitleidigen Schleier über die entsetzlichen Auf­tritte und Zustände fallen, welche die zwangs­weise Ueberführung nach Connaught im Gefolge hatte. Die Grafschaft Connaught war schon räumlich viel zu klein, um alle aufzunehmen, die Irländer wurden förmlich zusammengepfercht; sie waren von Allem entblößt und man lieferte ihnen mchrs. Krankheiten dezimirten sie, und man ver­fuhr mit solcher Härte gegen die Armen, daß General Scroop getadelt wurde, weil er einigen alten Leuten, die wahrscheinlich bei der Kälte er­froren wären, den Aufenthalt in den Städten ge­stattete. Man that Alles, um die irische Nation auszurotten, und wenn das nicht möglich sein ,oUte, Jie begeneriren zu lassen. Nur eines sicherte vem ^rländer ein menschenwürdiges Dasein, die -Verleugnung seiner Religion. Und nach Jahr­hunderten langen Mißhandlungen, wie sie kein anderes Volk erduldet, weist man mit pharisäischem stmger auf seine Rohheit hin und macht dafür

Acholisches Glaubensbekenntniß verantwortlich.

Kehren wir nach dieser Abschweifung wiederum »u unserer Geschichte zurück.

t Flüchtlinge von Kilkenny hatten sich jen- * ! des Maggybaches zum Theil zerstreut; die lsten waren gegen Limerick und Clare weiter

8 zogen, andere suchten das Meer zu gewinnen j "er Bucht des Shannon, eine Gegend, die mer ""ch theilweise von königlichen Truppen

Alsdann gaben Vertreter des Reichs-Marine- Amtes auf Anfragen der Abgg. Hammacher, v. Bennigsen und Prinz Arenberg Auf­schlüsse über den Bau von Kriegsschiffen, von dem sie sagen, daß er jetzt zu einem gewissen Abschlüsse gekommen sei für absehbare Zeit.

Das Ergebniß der Generaldiskussion faßte Abg. Dr. L i e b e r dahin zusammen, daß seine Stellungnahme zu der Vorlage als Referent von den Regierungsvertretern als zutreffend anerkannt wird. Die Abgg. von Bennigsen, und von Massow erklärten sich mit den Ausführungen Dr. Lieber's einverstanden.

Nächste Sitzung am Sonnabend, den 26 Februar.

△ Zola verurtheilt.

Nach 15 Verhandlungstagen ist am Mittwoch Abend der Schriftsteller Zola, wie schon gemeldet, von den Pariser Geschworenen zu einem Jahre Gefängniß und 3000 Franken Geldbuße verurtheilt worden. Herr Clemenceau, der Herausgeber der Zeitung ,Aurora ist zu vier Monaten Gefängniß und derselben Geld­strafe verurtheilt.

Der Schlußakt des Pariser Gerichtsdramas war von kurzer Dauer. Um 6 Uhr 25 Minuten zogen sich die Geschworenen zur Berathung über folgende Fragen zurück: „Ist Perreux schuldig, das erste Pariser Kriegsgericht verleumdet zu haben, indem er in seinem Blatte ,Aurore" einen Aufsatz von Emile Zola veröffentlichte? Zweitens: Ist Zola schuldig, ihm die Mittel zur Begehung der Verleumdung geboten zu haben?" Um 7 Uhr 5 Minuten erscheinen die Geschworenen wieder. Ihr Obmann verkündet: „Auf beide Fragen ist unsere Antwort: sckmldig. Wir sehen keine mildernden Umstände." Ungeheurer Jubel erhob sich im Saale, Händeklatschen und Rufe: „Hoch Frankreich", „Hoch das Heer", „Nieder mit Zola". Der Verurtheilte rief in den Saal: „Kannibalen".

Das Strafmaß ist das höchste, welches gesetzlich zulässig ist. Die Menge draußen vor dem Gerichtsgebäude brach in endlose Jubelrufe aus, als sie das Ergebniß erfuhr. Viertelstunden lang dröhnten die Rufe „Nieder mit Zola", „Hoch das Heer", „Tod den Juden", „Hoch Döroulode," „Hoch Millevoye". Nimand wieder- sprach diesen Kundgebungen — ein gutes Zeichen dafür, daß hier das Schwurgericht durch feinen Spruch die Anschauungen der überwiegenden Mehrheit der Volksmaffen zum Ausdruck ge­bracht hat.

Am' 13. Januar war es, als Zola in der Form eines offenen Briefes an den Präsidenten der Republik seine gewaltige Anklage in die Welt schleuderte, daß 1) der Oberstlieutenant du Paty de Clam der diabolische Anstifter eines Justiz- irrthums sei, den er seit 3 Jahren mit den schuldigsten Machenschaften vertheidigt habe; 2) der General Merrier, Krieqsminister zur Zeit des Prozesses gegen Dreyfus, der Mit­schuldige dieses Justizirrthums; 3) der jetzige Kriegsminister Billot wissentlich die Beweise der Unschuld Dreyfus erstickt habe, um den General­stab nicht bloszustellen; 4) der Chef des General­stabes General de Boisdeffre und der General

Ormonds besetzt, oder wenigstens durchstreift wurde. Ein Rest, der an der Rettung Irlands verzwei­felte, blieb hier; das waren Leute, welche nichts mehr von dem Leben verlangten, als ein Grab auf dem Fleckchen irländischen Bodens, den sie bis zum letzten Athemzuge vertheidigt hatten.

Auch Ralph O'Connell hatte ernsten Abschied von de i Wusfengenossen genommen, deren Be­kanntschaft mit ihm zwar nur sehr kurz war, aber im Kriege lernt man sich rasch kennen und schließt in wenigen Tagen Freundschaften, die sich das Leben hindurch bewähren, deren Erinnerungen wenigstens uns nicht verläßt, wenn auch das Schicksal häufig die Personen auf Nimmerwieder­sehen trennt.

Und eine solche Trennung auf Nimmerwieder­sehen war es; nicht allein die Häuptlinge, auch die Krieger wußten das, denn der Stamm der Killarney bereitete sich vor zum Sterben. Darüber täuschte sich Niemand. Hinter den Wällen des Dun die Engländer erwarten, das hieß zu einem Kampfe herausfordern, welchen kein Mann von Killarney überleben konnte. Das hieß Alles auf eine Karte setzen, und zwar auf eine verlorene.

Die letzten Ereignisse hatten die Gemüther in hochgradige Aufregung versetzt, und man konnte wobl sagen, daß den ganzen Stamm die Idee erfaßt hatte, für Irland unterzugehen, gewisser­maßen als ein Gott dargebrachtes Sühnopfer. Das lag in dem Charakter jener Zeit, welcher heute leider nur so selten begriffen wird, weil man uns fast nur Zerrbilder derselben überliefert hat.

O'Connell war mit den Seinen längs der Küste abgezogen, dort sollte Jreton, der Schwieger-

Gonse sich desselben Verbrechens schuldig gemacht habe; 5) die militärischen Untersuchungsrichter General de Pellieux undMajor Ravary in dem Fall Esterhazy eine schändliche Untersuchung von ungeheuerlichster Parteilichkeit geführt; 6) die drei Schriftgutachter lügnerische und be­trügerische Berichte erstattet; 7) die Beamten des Kriegsministeriums in der Presse einen schänd­lichen Feldzug der Irreführung der öffentlichen Meinung und Verdeckung ihrer eigenen Fehler geführt; 8) das Kriegsgericht gegen Dreyfus das Recht vergewaltigt habe, indem es einen Angeklagten auf ein geheimgehaltenes Beweis­stück hin verurtheilt habe; 9) das Kriegsgericht gegen den Major Esterhazy auf Befehl diese Unge­setzlichkeit verdeckt habe, indem es wissentlich seinerseits einen Schuldigen freisprach. Diese Anklage erklärte Zola mit vollem Bewußtsein absichtlich zu erheben, damit vor dem Schwur­gericht die vergewaltigte Wahrheit au's Tages­licht komme.

Am 20. Januar wurde darauf Zola und dem Verleger der Zeitung ,Aurore", Clemenceau, der Zolas Brief veröffentlicht hatte, von der Gerichts­behörde die Ladung zugestellt, vor dem Schwur­gerichte zu erscheinen, unter der Anklage, das Kriegsgericht gegen den Major Esterhazy öffent­lich verleumdet zu haben. Das war die Anklage gegen Zola. Wegen all der anderen Anschuldig­ungen wurde er nicht in Anklagezustand versetzt, denn die Vertreter der Regierung und des Heeres erklärten vor der Kammer, die Ehre be<^ ange­griffenen Offiziere und des Heeres stehe über diesen Anschuldigungen Zolas. Und in diesem Sinne sind auch die Verhandlungen des Schwur­gerichts geführt worden.

Das kann man an sich' nur billigen; denn wohin sollte es führen, wenn jeder rechtmäßig durchgeführte Prozeß auf das Geschrei einiger Wühler hin einer Durchsicht unterworfen werden müßte? Die Familie und die Freunde des ehe­dem wegen Verrätherei verurtheilten Hauptmanns Dreyfus sind ohne Zweifel zu beklagen. Aber sie haben einen ganz falschen Weg eingeschlagen, wenn sie wirklich so vollkommen durchdrungen sind von der Unschuld des Verurtheilten. Nicht das Mittel der Volksaufwiegelung mußten sie wählen, sondern sie mußten, mit unanfechtbaren Aktenstücken und Beweismitteln in der Han), vor den Richter treten, um auf gesetzlichem Wege eine Durchsicht des Dreyfusprozesses anzustreben.

Die französische Regierung, der französische Generalstab sind vollkommen überzeugt von der' Schuld des Hauptmanns Dreyfus. Daran ist keinen Augenblick zu zweifeln. Aber — und das ist der schwache Punkt bei der ganzen Sache — diese Ueberzeugung beruht auf Akten und Schrift­stücken, die mit aller Gewalt geheim gehalten werden. Niemand hatte Gelegenheit, von der Echtheit dieser Schriftstücke sich zu überzeugen und so ist bei vielen die Ansicht entstanden, daß der unglückliche Dreyfus das Opfer einer heim­tückischen Fälschung geworden ist. Man sagte und wiederholte bei jeder Gelegenheit, daß das Wohl des Staates die Geheimhaltung der frag­lichen Aktenstücke gebieterisch verlange. Aber manche Vorgänge haben dem V rdachte neue Nahrung gegeben, daß die geheimnißvollen Akten­

sohn Cromwells stehen und kaum minder grausam Hausen, als man von dem Lord-Lieutenant selbst behauptete.

Der Abschied der Führer war kurz. Die Männer von Killarney drückten den Freischärlern die Hände und blickten ihnen nach, als sie dem Meere zuzogen.

Genau so verabschiedeten sich auch O'Connell und sein Gefolge von den Häuptlingen und Führern des Stammes. Keiner sprach ein Wort; sie drückten sich stumm die Hände, in manchem Auge glänzte eine Thräne; dann sprengte die kleine Kavalkade den vorausgezogenen Schaaren nach: in diesem Leben hoffte keiner mehr den anderen wiederzu­sehen.

„Genug jetzt unmännlicher Wehmuth! Robert!" iegann Egbert, nachdem er eine Weile den Fort- prengenden nachgeschaut und mit der Hand iber die Augen gefahren war. „In wenigen Tagen tritt der schwere Augenblick an uns heran, wo wir vor dem Throne Gottes erscheinen. Bereite Deine Frau darauf vor. Sag ihr und ihrer Mutter — sie sind noch fremd unter uns — daß im letzten Augenblicke ein Fluchtweg noch offen stände, ein gefährlicher zwar, aber ein Fluchtweg."

„Und die Mutter?"

„Wir sind einig!" erwiderte der Häuptling ernst. „Gehe!"

Nach diesen Worten schritt er auf eine Gruppe Irländer zu, die am Eingang des Thores zum Dun sich gelagert hatten. Mit zwei derselben war Niall im eifrigen Gespräche. begriffen und zeichnete dabei mit der eisenbeschlagenen Spitze seines Stabes Figuren auf den Boden.

stücke doch nicht echt seien. Und jedenfalls hat die hartnäckige Geheimnißthuerei der französischen Regierung und der beim Zola-Prozeß vernom­menen Mitglieder des Generalstabes die Sache derer gefördert, die auf der Seite des Haupt­manns Dreyfuß und seines Vertheidigers Zola stehen.

Bemerkenswerth ist das außerordentlich heraus­fordernde Benehmen, das die französischen Offi­ziere bei wieser Gelegenheit von Neuem zur Schau getragen haben, etwa so wie im Jahre 1870, als die Massen mit dem Rufe „Nach Berlin" die Pariser Boulevards durchzogen, oder wie später zur Zeit des „großen Boulanger". Man könnte meinen, in Frankreich bereite sich wieder so etwas vor, die unumschränkte Herrschaft eines Generals — ganz so benahmen sich beim Zola - Prozesse und schon vorher die dabei betheiliqten Offiziere.

Deutsches Keich.

Berlin, 24. Februar.

* Der Kaiser hat sich eine starke Erkältung bei einem Spazierritte zugezogen. Er fühlte sich schon bei dem am Dienstag Abend im Berliner Schlosse abgehaltenen Fastnachtsballe unpäßlich und hatte gestern mit einer heftigen Heiserkeit zu kämpfen, so daß er sich eine kurz: Zeil Schonung auferlegen muß. Unter solchen Umständen mußte der Kaiser diesmal auch dem Festmahle des brandenburgischen Provinziallandtages fern bleiben.

* Die Legendenbildung beschäftigt sich bereits lebhaft mit der ^alästmafahrt des Kaisers. So geht jetzt die Meldung eines kirchlichen Blattes, des ,Kropper kirchlichen An­zeigers", dahin, daß die beiden ältesten Söhne des Kaisers in der bald vollendeten evangelischen Kirche zu Jerusalem bei Gelegenheit des Kaiser­lichen Besuches zu Ostem 1898 konfirmirt werden sollen.

* Der Bericht des Brirrze« Keiurich über die Fahrt der ihm unterstellten Geschwader­division, insbesondere über die Verzögerung der Reise und ihre Ursachen ist nach Berlin unterwegs und wird voraussichtlich völlige Klar­heit über die Gründe der wiederholten Fahrtunter­brechungen von „Deutschland" und „Gefion" bringen. Zuletzt war, wie erinnerlich sein dürfte, gemeldet worden, daß die „Deutschland", nach­dem sie am 8. Februar in Colombo (Ceylon­angekommen war, am 15. von dort abgegangen ist. Die Ursache dieses achttägigen Aufenthalts waren Maschinenarbeiten. Welcher Art diese gewesen, ist nicht bekannt; da „Deutschland" nur eine Maschine hat, zwingt jede Störung zum Stillliegen.

* Die deutsche« Kriegsschiffe Deutsch­land" und ,Gefion" sind gestern in Singapur eingetroffen. Morgen wird ein Bankett zu Ehren des Prinzen Heinrich stattfinden, und am 28. soll die Reise nach Honkong fortgesetzt werden.

* Auch in dem Verkehr des Kaiser WikHelm- Ka«als hat sich das milde Wetter dieses Winters bemerkbar gemacht. Den Kanal durch­fuhren nach amtlichem Berichte während des Monats Januar 839 Schiffe gegen 367 im gleichen Zeiträume des Vorjahres.

h Die Kommission des Reichstages für die Vorberathung der militärische« Strafgerichts-

„Was gibt's? Niall!" fragte Egbert, dessen Antlitz wieder vollständig heiter erschien.

„Ich will hier vor dem Thore einen Querwall anlegen und die Zugänge rechts und links mit Pallisaden versperren lassen. Wenn die Hunde Kanonen bei sich haben, schießen sie uns von Killarneyhouse aus das Thor zusammen; und den Pallisadenschluß können wir vom Thorwall aus bestreichen; es kann da Niemand bei. Siehst Du, ich meine so. . . "

„Ich verstehe Dich," antwortete Egbert, „es ist ganz recht, laß das nur machen. Es gilt einen Wall mehr zu nehmen. Hast Du den Pater O'Kelly nicht gesehen?"

„Er war bis vor kurzem hier, und ging eben hinauf in's Dun. Der arme Fergus meint, sein Ende sei nahe, und so hat ihn Frau Lucy überall gesucht."

„Ah!" erwiderte der Häuptling. „Ist Lucy bei den Verwundeten?"

„Ja natürlich, schon als der erste Trupp von Kilkenny kam, — das sind jetzt drei Tage her, — hat Frau Mary das eingerichtet. Sie liegen alle oben auf reinliche Linnen gebettet, und Pater O'Kelly behandelt sie wie ein erfahrener Feld- scheer, und die Frauen des Stammes theilen sich in ihre Pflege. O, Du wirst manches finden, was wir emgeführt, während Ihr den Zug nach Kilkenny machtet!"

Der Häuptling stieg rasch bergauf, und in der That, er fand manches anders, als er es ver­lassen.

Damals war das Lager erst in seiner Ent­wickelung, die Materialien an Menschen und Vorräthen kamen erst an. Die ordnende Hand