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mit Ztnterhattlmgs-Meikage „Mustrirte Sonntags-Zeitung"

Druck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei petersgasse Nr. ü (Darmonie).

M 43.

Jutöcr, Mittwoch, den 23. Februar 1898

25. Jahrgang.

M den Monat Mär;

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& England und Abessynien.

In Ostasien, in Indien und in der Türkei ebenso, wie in Südafrika hat Großbritannien in neuerer Zeit mehr Mißerfolge, als Erfolge zu ver­zeichnen. Aber in sehr beachtenswerther Weise hat seine Politik in Aegypten und in den Ländern gearbeitet, die die Quellen des Nilflusses um­lagern. England hat in Aethiopien im Stillen gearbeitet und Erfolge errungen, die nicht nur sein Vordringen in Afrika fördern, sondern auch die Gesammtlage im Osten des schwarzen Erd- theils zu verschieben vermögen.

In diesen Tagen namentlich hat England die Welt überrascht durch den Abschluß eines Vertrages mit Abessynien. Die wirthschaft- lichen Zugeständnisse, die der abessynische Herrscher Menelik dem britischen Reiche gemacht hat, stellen dieses auf gleiche Stufe mit anderen Nationen und gewähren ihm die Möglichkeit, gegenüber feinen russischen und sranzösischen Nebenbuhlern als maßgebende Macht in Abessynien zu gelten. Daneben verdient es Beachtung, daß Menelik die Mahdisten für seine Feinde erklärt und dem Waffendurchgang für dieselben jedes mögliche Hinderniß in den Weg legen will.

Die Hauptsache dabei ist folgendes. Es ist durch den Abschluß des Vertrages erwiesen, daß Abessynien nicht so abhängig von Rußland ist, daß es Bündnisse mit solchen Staaten zurück­weisen müßte, die zu den entschiedenen Gegnern des Zarenreiches gehören. Die einzelnen Be­stimmungen dieses jüngsten Abkommens deuten darauf hin, daß Menelik nicht nur seine Selb­ständigkeit sich wahrt, sondern ein Gegengewicht zwischen Rußland und Frankreich errichten will. Gerade die Verpflichtung, den Mahdisten die Waffenzufuhr zu verwehren, ist ein Zeugniß da- sür, daß der Einfluß Frankreichs und Rußlgnds dort keineswegs allein bestimmend ist. In erster Linie kommt solches England zu Gute. Und dieser Umstand ist sehr bedeutungsvoll. In Peters­burg und in Paris ist man sicher sehr wenig er­baut über die Freundschaft zwischen England und Abessynien. Zeigt diese doch, daß die jahre­langen Bemühuugen um Meneliks Gunst nicht so viel zu bewirken vermochten, um die Fest­setzung des gefährlichen Gegners zu hindern. In letzter Zeit gerade machten Rusfen und Fran­zosen die ungewöhnlichsten Anstrengungen, um den Einfluß der Briten fern zu halten. Als der Negus zur Erinnerung an den Sieg bei Adua den Bau einer Prachtkirche auf dem Schlachtfelde

« Dn letzte HiiuMinK von Mllarney.

Eine historische Erzählung

von Philipp Wasserburg (Laicus).

58 ------ (Nachdruck verboten.)

«Haut ein, Jungen !" brüllte Bangor. „Alt­irland und sein Recht!"

Ein unbeschreibliches Getümmel entstand. Beide Parteien hatten sich für befreundet gehalten, bis hier die Laute der gälischen, dort die Laute der englischen Zunge das Verhältniß aufklärten. Jetzt waren die Reiter mitten im Knäuel drin und hieben von oben herunter alles nieder, was ihnen vorkam. Dazu hat noch ein so plötzlicher Reiterangriff bei Nacht seine besonderen Schrecken. Man kann die Zahl nicht übersehen, und die Reitertruppe scheint viel größer als sie wirklich fft, weil nicht, wie bei der Infanterie, die Masse kompakt zusammensteht.

Indessen erholten sich die Soldaten bald von mrem ersten Schrecken und leisteten mannhaft Widerstand. Die umliegenden Pikets sprengten herbei und mischten sich ins Handgemenge. Am stuchen Himmel erhob sich der Mond, und man s *’n*e die Gegend bis auf eine gewisse Ent- in Un? schon eher übersehen. Schüsse krachten

^oßerer Menge, die Trommeln raffelten, lefet h' &en Wcillen der Stadt hervor donnerten rafrfi Korlhaunen, denn in der ersten lieber« iinh buchte man nicht daran, daß Freund stemd vermischt kämpfe.

sckaik b öon .dem Sturme zurückkehrende Mann- Berei:-b"^chsed den Sieg gegen die Irländer. üon 3 "ar eine nicht unbedeutende Zahl Dra-

zur Stelle; und das Hauptkorps der Jr-

beschloß, da wurde in Petersburg eine Samm­lung veranstaltet, deren Erlös man zur An­fertigung eines Heiligenbildes verwandte, das Menelik demnächst übersandt werden wird. Das Bild ist eine Darstellung des hl. Georg, des Schutzpatrons Rußlands, dessen Namen die Kirche in Abessynien führt. Es soll als ein Natinoal- geschenk des russischen Volkes dem Negus Menelik feierlich übergeben werden. Auch wurde nicht unterlassen, in einer pomphaften Inschrift die „Weisheit, Gottesfurcht und Macht" zu rühmen, mit der Menelik sein Reich regiere. In Peters­burg beschloß man ferner die Errichtung einer ständigen diplomatischen Vertretung für Abessynien und alsbald wurde General Wlaffor im Auf­trage des Zaren an den Hof Meneliks gesandt, um dauernd in der Umgebung des Negus zu bleiben, und jeden Versuch der englischen Diplo­matie, auch ihrerseits Geschäfte dort zu machen, sofort zu durchkreuzen. Man hat es hierbei an der gewöhnlichen und in Afrika üblichen Wirk­samkeit nicht fehlen lassen. Neben Wlaffor ist dann der bekannte Leontjew thätig. Dieser trat allerdings in die Dienste des Negus. Aber keineswegs hat er sein Vaterland vergessen, und wo sich ihm nur die Gelegenheit bietet, trachtet er den Einfluß Rußlands im Reiche des Negus zu vermehren. Leontjew wirkt ebenso auch für die Franzosen. Er hat es bei Menelik zuwege gebracht, daß Prinz Heinrich von Orleans die abessynische Aequatorialprovinz verwalten soll. In diesen Tagen bereits wird er nach Afrika aufbrechen, wo sich dann rasch erweisen wird, wie weit der Prinz die langjährige Vorarbeit seiner afrikanischen Landsleute zum Vortheil der Republik wird ausnutzen können.

Wie mißlich muß nun den Franzosen und den Russen der Umstand erscheinen, daß die Engländer unbemerkt es verstanden haben, einen Platz int Lande des „Königs der Könige" geschickt zu er­beuten.

Einstweilen verhält sich die Presse Rußlands und Frankreichs still und zurückhaltend. Man hat die Ueberraschung noch nicht verwunden. Aber sicher ist man entschlossen, die günstige Lage, in die sich die Engländer zu setzen wußten, ihnen nicht kampflos zu überlassen. Die Jntriguen in der abessynischen Hauptstadt Addis-Aleba werden jetzt einen lebhaften Aufschwung nehmen, und Russen, Franzosen, Engländer werden gegenseitig den Rang sich abzulaufen suchen.

Mit Sicherheit ist anzunehmen, daß weder Franzosen, noch Russen das Feld in Abessynien freiwillig wieder räumen werden. Und wahr­scheinlich wird eine wesentliche Verschärfung der afrikanischen Gegensätze die nothwendige Folge des Abkommens zwischen England und Abessynien sein; der Negus aber wird suchen, aus der Eifer­sucht der Mächte den größten Vortheil für sich selbst zu ziehen. Ob Menelik es versteht, die drei gegen emanier auszuspielen, und aus dem Zwiste der Großen den wirklichen Nutzen für sich zu ziehen, wird man ja sehen. Nach der ganzen Entwickelung Meneliks zu schließen, ist das gar nicht unwahrscheinlich. Jedenfalls ver­dient die fernere Entwick lung der Dinge in Abessynien die volle Aufmerksamkeit des poli­tischen Europa.

länder schien vom Erdboden verschwunden zu sein. Die vom Sturme Zurückkehrenden machten einen geschlossenen Angriff, und Niall, bet jeden Augenblick neue Schaaren erscheinen sah, ließ seine Hörner zum Rückzüge blasen. Es fiel den Reitern nicht schwer, loszukommen, denn die fünfzig Dragoner konnten einige hundert Be­rittene nicht aufhalten und nicht verfolgen. Die Musketiere schossen, so weit die Flinten trugen, und dann hörte man nur noch den Galopp der nach dem Walde über die mondbeglänzte Fläche dahinbrausenden Pferde.

Im Lager Cromwells hatte man das Kampf­getöse auf der entgegengesetzten Seite des Städt­chens ganz genau vernommen.

Jetzt trug der leichte Nachtwind den Ton der fernen Flintenschüsse herüber und bald wurde das Gewehrfeuer lebhafter.

Von allen Thürmen in Kilkenny läutete es Sturm, man hörte im Innern der Stadt das Wirbeln der Allarmtrommeln, den schrillen Ton der Trompete.

„Vater Oliver, warum greifst Du denn nicht an?“

„Hätte ich gediente Soldaten als Gegner, so würd' ich's thun," meinte Cromwell sich den Bart streichend, „aber die laufen jetzt alle nach dem Patricksthore, und da will ich warten, bis sie dort sind, sonst sind sie zu rasch hier."

„Woran siehst Du das?"

„Das höre ich am Feuer. Das... das war eine Karthaune; jetzt sind sie dort. Warte nur noch eine Minute. . . ."

Cromwell lauschte mit vorgestrecktem Halse eine Weile.

, Deutsches Deich.

Berlin, 22. Februar.

X Das Auftreten des Ministers v. b. Mecke im Abgeordnetenhause fängt nachgerade an, auch in konservativen Kreisen die Erkenntniß herbeizu­führen, daß der preußische Staat Männer aufzu- roeifen hat, die für diesen Posten besser geeignet sind. Namentlich die Haltung des Ministers bei der neulichen Polizei - Debatte wird mit vollem Rechte in abfälliger Weise kritisirt. „Wir sind," so bemerkt dazu die konservative,Schles. Ztg.', „der Ansicht, daß eine Reorganisation der Polizei ganz sicher vorgenommen werden wird. Sollte Herr v. d. Recke seine Mitwirkung hierzu ver­sagen oder nur in ganz beschränktem Umfange in Aussicht stellen können, fo würde sie eben unter feinem Nachfolger in Angriff genommen werden müffen." _ ___

" * Der vranbenöurgische Mrovinziarkanb- lag wird morgen ein Festmahl hier abhalten. Diese Festmahle sind schon mehrfach die Gelegen­heit gewesen für viel besprochene Reden des Kaisers. Auch morgen wird der Kaiser an diesem Festmahle theilnehmen.

* Die Abwickelung der Arbeiten im preuß. AögeorbrrelenHarrse geht sehr langsam von statten. Wenn darin nicht eine vollkommene Aenderung eintritt, so ist an einen Schluß der Tagung vor dem 1. April gar nicht zu denken, und alle Gerüchte über frühzeitigen Schluß der Tagung erledigen sich dann von selbst.

X Der cheschäftsöericht bes Meichs- Merftcheruugs-Amtes für 1897 ist dem Reichs­tage zugegangen. Danach waren auf dem Ge­biete der Unfallversicherung etwa 18 Millionen Versicherte vorhanden. Bei den Schiedsgerichten, die dem Reichs-Versicherungs- amte unterstellt sind, sind im Jahre 1897 im ganzen 42111 Berufungen anhängig gemacht worden, gegen 184162 Bescheide der Feststel­lungs-Organe. Die Zahl der angemeldeten Un­fälle betrug nach einer vorläufigen Ermittelung 387 865, die der entschädigten Unfälle 92 521. Auf dem Gebiete der Alters- und Inva­lidenversicherung wurden 2657 Revisionen in Sachen der Invalidenrente, 1212 Revisionen in Sachen der Altersrente unb 95 in Sachen der Beitragserstattung eingelegt. Bei den 525 Schiedsgerichten wurden 20,009 Berufungen an­hängig. An Invaliden- und Altersrenten be­zogen im Jahre 1897 rund 453,300 Personen zusammen 54,4 Millionen Mark. Den von den Versicherungsanstalten seit dem 1. Januar 1891 festgesetzten Renten entspricht ein Deckungskapital von 311,8 Millionen Mark. Die Einnahmen aus Beiträgen ergaben nach Abzug der Ver­waltungskosten im Jahre 1897 rund 98 Mill. Mark, im Jahre vorher 95,4 Mill. Mk. Diese Ziffer ist seit 1891 ständig und regelmäßig ge­stiegen. 1891 betrug sie 85,2 Mill. Mk. Vom Rechnungsbureau waren int Jahre 1897 im Ganzen 228,202 Anträge auf Rentenvertheilung zu verarbeiten. Davon wurden 218,098 erledigt. Dagegen wurde in 278 Fällen Einspruch erhoben. Und diese Einsprüche sind bis auf 85 Fälle er­ledigt worden.

„Noch ein Schuß .... noch einer .... das Gewehrfeuer wird langsamer .... der Sturm ist abgeschlagen.....So! Jetzt.... Feuer!"

Ein Kanonenschuß krachte von der Höhe des Hügels herab. Sofort vernahm man ein dumpfes unbestimmtes Geräusch, wie solches das Gehen vieler Menschen, leise Kommandoworte, das Reiben und Klirren eiserner Waffen und noch manche andere Zufälligkeiten hervorbringen. Der Soldat kennt das, und Cromwell war keinen Augenblick zweifelhaft, daß seine Befehle zum Vollzug gekommen. Die Sturmkolonnen und Re­serven waren aufgebrochen.

Schon donnerte ein zweiter Schuß von der Höhe.

„Komm, Kleiner, wir wollen hier seitwärts um den Hügel herumreiten, wir sind dort dem Angriffe näher, ohne daß Du gefährdeter bist — aber vorsichtig!"

Cromwell und Edmund, begleitet von sechs Ordonnanzen der Eskorte, bogen links ab, um den Hügel zu umreiten.

„Was ist das?" rief plötzlich Cromwell; „in dem Walde fiel ein Schuß."

„Wir haben Posten im Walde," erläuterte der vorderste Ordonnanzreiter. „Vielleicht ist einem ein Gewehr losgegangen "

Piff! Paff! krachte es kaum dreihundert Schritte vor Cromwell. Ein reiterloses Roß sprengte aus dem Walde über die mondbeglänzte Fläche.

„Zurück, Kleiner, zurück," rief Cromwell drängend, „das ist kein Platz mehr für Dich!"

Aber die einzige Bewegung Edmunds bestand darin, daß er sein leichtes Schwert zog und fein Pferd fester in die Zügel faßte.

* Wie es bei den Freisinnigen schon lange kracht, fängt es nun auch bei den Walional- kiöeraken an zu krachen. Das haben die Ver­handlungen eines Parteitages gezeigt, den am letzten Sonntag die Nationalliberalen der Provinz Sachsen und von Anhalt in Magdeburg abge­halten haben. Dort war einer der Hauptredner des Tages der Abg. von Eynern; und dieser hat dem linken Flügel seiner Partei einen recht kräftigen Stoß vor "die Brust versetzt: „Wo es sich um die nationalen und allgemeinen Ausgaben handelt, hat bisher stets — so führte Herr von Eynern aus — Einigkeit innerhalb der Partei geherrscht. Bedauerlich aber ist es, daß sich eine links stehende Presse an unfern Schoß hängt und sich als nationalliberal ausgibt, um, wie die Nat.-Ztg. in Berlin jeden Streit in vollster Breite auszutreten." Herr von Eynern nannte mit Namen nur die National-Zeitung. Aber natür­lich meinte er damit alle diejenigen Parteimitglieder, die ebenso denken wie diese. Denn daß die National-Zeitung mit ihren Anschauungen ganz allein stehen sollte innerhalb der nationalliberalen Partei, glaubt doch Herr von Eynern selbst nicht. Die ,National - Zeitung" antwortet diesem nun deutsch und deutlich: „Wir haben — so schreibt sie — die Kämpfe des national gesinnten gemäßigten Liberalismus schon mit durchgefochten, als der Herr von Eynern außerhalb Barmens nur in den Kreisen des Jndigohandels bekannt war; wir werden den Liberalismus weiter vertreten, auch wenn es im Ge gensatze zu einem Theil der national- liberalen Fraktion geschehen muß. Der Erlaubniß des Herrn v. Eynern bedarf es dazu nicht. Herr v. Eynern haben wir in der jüngsten Zeit mehrfach entgegentreten müffen. Es wird auch in Zukunft in allen ähnlichen Fällen nach unserem Ermessen geschehen. Aus Magdeburg wird uns übrigens geschrieben, Herr v.Eynern's Bemerkung fei dort als eine ungewöhnliche Takt­losigkeit empfunden worden; er hätte wissen müffen, daß die Delegirten der Stadt Magde­burg auf dem Parteitage sämmtlich in Ueberein- ftimmung mit der .National - Zeitung" gestimmt haben."

X Der Streit unter den Irerknnige« nimmt je länger, desto schärfere Formen an. Jetzt ist man in der freisinnigen Volkspartei dazu gelangt, gegen die Freisinnige Vereinigung einen Kampf bis aufs Messer zu empfehlen. Dies kam so. In dem Berliner freisinnigen Bezirks­verein „Neukölln" regte der Stadtverordnete Mattern ein „Wahlbündniß aller liberalen Männer von den Nationalliberalen bis zu den Sozial­demokraten" an. Herr Mattern begründete feinen Antrag damit, daß dadurch Herrn Eugen Richter die immer stärker werdenden Bedenken über die Vereinsamung der freisinnigen Volkspartei bekannt gegeben werden sollen; wenn die Freisinnigen blind einem Führer folgen sollten und keine eigene Meinung haben sollten, so sänken sie zu einer „Hammelheerde" herab! Die Parole müsse laufen: „Gegen die Schmarotzer, die Junker und Pfaffen". Auch die freisinnige Zeitung' des Herrn Eugen Richter wurde heftig angegriffen. Der freisinnige Reichstagsabgeordnefe Fischbeck wandte sich dagegen heftig gegen alle Wahlbünd- mffe und von anderer Seite wurde sogar „Be-

Jm nächsten Augenblicke raffelten Trommeln, Hörner tönten aus dem Walde, aus allen Boden- falten schienen dunkle Gestalten sich zu erheben; schon klommen sie den Hügel heran, die Eskorte kam mit verhängtem Zügel daher, die Person des Feldherrn zu schützen. Es gab einen Moment wilden Getümmels, in welchem Niemand mehr Rang und Person zu unterscheiden vermochte. Cromwell kämpfte mit dem Pallasch wie ein gemeiner Dragoner.

Da plötzlich erscholl das Toben übertönend ein Schrei, so wild, so markerschütternd, daß ein Moment jeder Kampf ruhte. Aber nur ein Mo­ment, — dann ging das Getümmel weiter. Die Dragoner Durhams wurden abgedrängt, der Kampf wälzte sich rückwärts. Da kamen die Dragoner Hutkinsons endlich auf dem Kampffelde an. Robert mit dem ganzen Stamm der Killar- ney warf sich gegen sie; ein furchtbares Ringen Brust an Brust begann, die Hellebarde kreuzte sich mit dem Pallasch.

„An die Kanonen, ihr Männer von Tipperary und Limerick!" rief Egbert, „nehmen wir die Kanonen!"

Das Getümmel wälzte sich nach der Spitze des Hügels, wo die Stückmannschaft, verstärkt durch alles, was im Lager noch zurückgeblieben war, sie stehenden Fußes, das gespannte Faustrohr in der einen, eine kurze Hellebarde in der andern Hand, sie erwartete.

Eine volle Ladung empfing die Anstürmenden, welche dadurch etwas stutzig wurden. „Vorwärts, draus!" riefen die englischen Offiziere, und die Maffe eilte auf einige Schritte den Irländern entgegen, indem sie mit den Hellebarden von oben