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mit Anterhallungs-Meikage „Mustrirte Sonntags-Zeitung"

Druck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei pelersgasse Ilr. 2 (Larmouie).

M 41.

Jut'öcr, Montag, den 21. Februar 1898

25. Jahrgang.

□ Am Schluffe des Jahrhunderts.

Das 19. Jahrhundert neigt sich raschen Laufes seinem Ende zu. Die Zeitsristen, in welchen ein Jahrhundert sich schließt und ein neues an dessen Stelle tritt, sind in mehr als einer Hinsicht Marksteine auf dem Wege der Weltge­schichte und deshalb werth, daß der denkende Mensch ihm seine besondere Beachtung zuwende. Es war darum vom katholischen Standpunkte aus ein naheliegender, aber auch ein schöner und groß­artiger Gedanke, die innerhalb weniger als drei Jahren uns bevorstehende Zeitwende zu weihen, zu heiligen, unter den besonderen Schutz Gottes zu stellen durch eine allgemeine, feierliche Kund­gebung des katholischen Glaubens. Wie unseren Lesern bereits bekannt ist, haben hervorragende Männer unter den Katholiken aller Länder den Plan gefaßt, ihre Glaubensgenossen aufzufordern zu einer „Huldigungsfeier für Jesus Christus, dem Erlöser, und seinen er­habenen Statthalter bei Schluß des gegenwärtigen und Beginn des künfti­gen Jahrhunderts."

Die Zeit des Ueberganges vom 18. in das 19. Jahrhundert kennzeichnet sich, wir können das nicht leugnen, durch eine Abwendung derWelt von demErlöserJe^sus Christus und seinem Werke auf Erden, der Heiligen Kirche. Im letzten Dezennium des 18. Jahr­hunderts hatte man die „Göttin der Vernunft" auf die entweihten Altäre erhoben, und wenn auch dem Taumel dieses sakrilegischen Posfen- spieles bald die Entnüchterung folgte, so war doch der Geist, der sich darin offenbarte, ge­blieben; die menschliche Vernunft nur auf lange Zeit hinaus das Losungswort im Kampfe gegen die geoffenbarte Wahrbeit geworden — der „Rationalismus", das Streben, die menschliche Vernunft in Gegensatz zu bringen zur göttlichen Wahrheit, und die Thatsache der Offenbarungs­geschichte aus dem Wege zu räumen durch Trug­schlüsse der irregeleiteten Vernunft, hat dem An­fänge dieses Jahrhunderts für alle Zeiten seinen Stempel aufgedrückt.

Da ist es in der That ein überaus zeitge­mäßer Gedanke, den Schluß eben dieses Jahr- Jahrhunderts und den Beginn des künftigen zu kenn­zeichnen durch die Rückkehr zu Jesus Chri­stus und seiner Kirche, durch die Huldig­ung, welche die vom Lichte des Glaubens er­leuchtete menschliche Vernunft dem unerschaffenen Urquell aller Weisheit, dem Worte Gottes im Himmel, darbringt, und mit ihm jener Auto­rität, durch welche dieses für uns Fleisch ge­wordene Wort Gottes auf Erden gegenwärtig ist und zu uns redet, der heiligen katholischen Kirche und ihrem unfehlbaren Oberhaupte, dem Papste. Eine allgemeine, feierliche Kund­gebung des Glaubens an den Erlöser und der Liebe zu seiner heiligen Kirche soll in der bevorstehenden Zeitenwende die Augen der ganzen Welt auf sich ziehen, und die noch Fernstehenden einladen zur Rückkehr zu dem­jenigen, außer dem kein Heil ist.

Zur Verwirklichung dieses schönen Gedankens hat sich mit deni Segen des hl. Vaters und unter dem Ehrenvorsitz des Kardinals Dominikus

s Utr lrtzte Häuptling m Hillaiuep.

Eine historische Erzählung

von Philipp Wasserburg (Laicus).

56 ------ (Nachdruck verboten.)

„Wie stark waren die Freischaaren?"

„Das ließ sich nicht ermitteln. Es war Nacht, und wo wir angriffen, fanden wir uns einer doppelten und dreifachen Ueberzahl gegenüber. Aus allen Gaffen und Gäßchen strömten sie zu­sammen. Ganz Kilkenny muß mitgeholfen haben."

„Wie kam's, daß Ihr Euch überrumpeln ließet?" Der Offizier zuckle die Achseln.

„Das wird wohl niemals aufzuklären sein. Die Thore waren geschlossen und mit Wachen besetzt. Auf den Mauern standen Posten. Im weiten Umkreise draußen ritten Vedetten. Eine Untersuchung war nicht möglich; denn die Mann­schaft am St. Patricksthor, woselbst der Angriff stattfand, blieb fämmtlich tobt oder verwundet in den Händen des Feindes. Ein von der Wacht- wannschaft gelöster Karthaunenschuß setzte erst die Stadtgarnison von dem Ueberfalle in Kenntniß. Ich glaube nicht, daß ohne Einoerständniß mit ver Bürgerschaft und mit Einzelnen aus der Wacht- Mannschaft die Sache möglich war."

L „Es ist gut, Hauptmann, Ihr könnt gehen. Einstweilen behaltet Ihr das Kommando über ”05 Regiment."

@L Der Ossi zier ging. Cromwell schob seinen ?fuhl an den Schreibtisch, streckte eine Weile die .hden bestiefelten Beine weit hinaus und vergrub t'Oe Hände tief in die Taschen seiner Plünder­en. Mit der Kielfeder quer im Munde bot "Ongkfähr das Bild eines faulenzenden Schreibers.

I a c o b i n i ein Komitee aus katholischen Männern der ganzen Erde gebildet, dessen geschäftliche Leitung der durch seine rege Wirksamkeit im Dienste der heiligen Kirche rühmlichst bekannte Gra : Aquaderni in Bologna übernommen hat. Von diesem Komitee ist uns ein Aufruf zugegangen, der sehr eingehende Vorschläge über Vorbereitung und Durchführung der Feier je nach dem Charakter der betr. Bevölkerung und der Diözese macht. Als Mittel der Vorbereitung werden u. a. in Anregung gebracht „überall die Abhaltung von Missionen und geistlichen Hebungen während der nächsten Jahre, die Abhaltung kirchlicher Feier­lichkeiten und Gebete, um die Beharrlichkeiten der Völker im Glauben und um den Frieden und die Wohlfahrt der Kirche, des römischen obersten Priesters, aller Nationen und aller Familien zu erflehen, verschiedene gemeinsame Wallfahrten, so 1899 Wallfahrten zu den heiligen Stätten Palästina's, um in aller Herzen um so wärmere Liebe zu Jesus Christus zu ent­zünden, ihn in der Grotte zu Bethlehem anzu­beten und seinen Schriften bis der Höhe des Kalvarienberges zu folgen. In der Kapelle der Geburt in Bethlehem wird die Stiftung einer Jahresmesse das Flehen zum göttlichen Erlöser verewigen: a. um den heiligen Glauben in den Völkern zu erhalten und ihn zu beleben und zu entflammen in den Familien und Nachkommen derer, welche an dieser Wallfahrt und Stiftung sich betheiligen; b. um Wiedervereinigung aller von der Kirche Getrennten im heiligen Glauben."

Daran sollen sich Wallfahrten nach Rom in den Jahren 1900 und 1901 schließen, „wo das unerschütterliche Gebäude der Kirche Jesu Christi seinen Grundstein hat. Wer verhindere ist, körperlich den Wallfahrten sich beizugcsellen, möge dies im Geiste thun, durch seine Sehnsucht, durch die Buße, das Almosen und das Gebet. Weiter wird vorgeschlagen: Heberall bei Gelegen­heit von geistlichen Hebungen, Missionen und Ausübung kirchlicher Buß- und Sühn-Andachten, Errichtung von Gedenkkreuzen; Aussetzung des allerheiligsten Sakramentes zum vierzigstündigen Gebete, vom Abend des 30. Dezember 1900 an bis zum Morgen des 1. Januar 1901; Freuden­feuer in jener Nacht, „welche die Dankbarkeit und Anbetung der Menschheit für den göttlichen Erlöser bezeugen, der gekommen ist, mit dem Lichte seines hl. Evangeliums die Seelen zu erleuchten und sie zu erfüllen mit der Hoffnung der ewigen Freuden des Himmels." Die Hul­digungs-Feier in Rom soll am Tage der Epiphanie 1901 ihren Abschluß finden.

Dieser Aufruf ist nicht etwa ein Programm für die bevorstehende Huldigungsfeier; derselbe will vielmehr nur die Katholiken für den im Vor­stehenden näher ausgeführten Gedanken begeistern und Vorschläge an die Hand geben, in welcher Weise dieser Gedanke verwirklicht werden könnte. So ist insbesondere Alles, was dieser Aufruf über etwa abzuhaltende kirchliche Feierlich­keiten und Andachtsübungen bringt, nicht etwa eine vom hl. Stuhle ausgehende Anordnung, fondern nur ein Vorschlag des Komitees, dessen Annahme und Ausführung sich selbstver­ständlich je nach den einzelnen Ländern und Diö­zesen in verschiedener Weise gestalten wird. Die

Nach einer halben Stunde zog er langsam, ohne seine bequeme Stellung aufzugeben, eine Karte herbei, die er etwa fünf Minuten betrach­tete. Dann kam Leben in ihn, er schob den Stuhl bis an den Tisch und ließ den Gänsekiel mit un­geheuerer Raschheit über das vor ihm liegende Papier gleiten. Nachdem er die aus Kratzfüßen bestehende und mit vielen Tintenflecken bedeckte Schrift noch­mals durchflogen, that er mit einem Hämmerchen einen Schlag auf die vor ihm stehende Klingel. Die Thür öffnete sich sofort und der Knabe trat ein.

„Hier, Edmund!" sagte der Lordlieutenant sich erhebend und das Papier dem Jüngling reichend. „Lasse das durch die Ordonnanz sofort in die Kanzlei besorgen; man soll es auf der Stelle expediren."

Der Knabe trug es hinaus und las im Hinaus­gehen, daß zwei Regimenter Musketiere, zwei Regimenter Dragoner und acht Stück Geschütze mit Lebensmitteln auf fünf Tage versehen am folgenden Morgen um acht Hhr zum Ausrücken auf der Landstraße bereit stehen sollten. Gerichtet war die Ordre an die betreffenden Regiments- Kommandeure und den Prooiantmeister des Heeres.

Wenige Minuten darauf kam der Knabe wieder zurück.

„Die Ordre ist besorgt," meldete er.

„Es ist gut."

„Vater Oliver!"

„Du hast wieder etwas auf dem Herzen." „Gehst Du nach Kilkenny?"

„Ja, Bursche, weshalb?"

„Ich will mitgehen."

„Ich bin in wenigen Tagen wieder hier. Es

nähere Art und Weise der Huldigungs­feier, insbesondere was den rein kirchlichen Theil betrifft, bleibt — und darauf möchten wir zur Vermeidung von Mißverständnissen ausdrück­lich Hinweisen — dem Ermessen der einzel­nen hochwürdig st enBischöfeüberlassen, welche seinerzeit je für ihre Diözese die ent­sprechenden Anordnungen treffen werden.

Was aber schon jetzt durch die Veröffentlichung dieses Aufrufes bezweckt werden soll, ist, daß das Interesse des katholischen Volkes für eine würdige Feier der Wend e des Jahr­hunderts, insbesondere durch vermehrten Ge­betseifer und ernste, fruchtbringende Selbsteinkehr, geweckt werden, und die Stimme der hochwürdigsten Oberhirten, sobald sie zu dieser Feier aufrufen wird, freudigen und begeisterten Widerhall finden möge.

Die Gedanken, welche der geplanten Huldi­gungsfeier für Jesus Christus den Erlöser bei der Jahrhundertswende zu Grunde liegen, fanden bereits zu Anfang vorigen Jahres einen fehr- schönen, bündigen und kompetentesten Ausdruck in seinem Schreiben des vom hl. Vater als Protektor und Ehrenpräsidenten des frommen Werkes bestellten Kardinals Jacobini an alle hochwürdigsten Partriarchen, Erzbischöfe und Bischöfe des Erdkreises.

Dasselbe lautet:

Hochwürdigster Herr Bischof!

Wie Ew. bischöflichen Gnaden wohl schon vernommen haben, hatten unlängst einige Männer von bewährter Frömmigkeit den Gedanken ange­regt, es möchten alle über den Erdkreis zerstreuten Gläubigen am Ende des gegenwärtigen Jahr­hunderts ihre Liebe und Dankbarkeit gegen den allmächtigen Erlöser des Menschengeschlechtes in einer allgemeinen und feierlichen Kundgebung Ausdruck verleihen.

Damit wollen sie dem Herzenswünsche unseres heiligen Vaters Leo XIIL entgegenkommen; dem Wunsche nämlich, daß der Schluß des scheidenden und der Beginn des neiien Jahrhunderts durch Verherrlichung des Gottmenschen Jesus Christus eine Weihe des Friedens und der Eintracht erhalte.

Da jener Vorschlag den ungetheilten Beifall Sr. Heiligkeit gefunden, so traten hier in Rom, um denselben zur Ausführung zu bringen, sofort Männer aller Nationen zu einem Komitee zu­sammen, und der heilige Vater geruhte, mich, ohne daß ich es verdient hätte, zum Ehrenpräsi­denten des Komitees zu ernennen.

Ich gestehe gerne, daß ich dieses ehrenvolle Amt mit Freude und Eifer übernehme. Was könnte mir auch für den Rest meiner wenigen Tage angenehmer, was theuerer fein, als an der Verherrlichung unseres Erlösers nach Kräften mit­zuarbeiten, zumal an dem Schluffe dieses Jahr­hunderts.

Ich sage: Apr Schluffe dieses Jahrhunderts, in welchem hochfahrende Männer, auf falsche Wissenschaft pochend, in fieberhafter Aufregung ich nicht scheuten, die Grundlagen des Christen- thums selbst anzutasten und die göttliche Person unseres Herrn als erfundene Fabel in frevelhafter Verwegenheit hinzustellen. Solche Schmach wieder

handelt sich nur darum, die Fahne Englands dort wieder aufzupflanzen und hinreichende Besatzung dort zu lassen, damit meine Flanke gedeckt ist. Ich warte nur auf Berichte von Jreton; dann gehen wir nach Waterford, und dann gehst Du mit."

„Nein, ich will nach Kilkenny!" sagte der Knabe eigensinnig.

„Warum denn?" fragte Cromwell etwas un­geduldig.

„Du machst es in Kilkenny geradeso, wie in Drogheda und Wexford."

„Ich mache es, wie ich es für gut halte, Knabe," erwiderte Cromwell in verweisendem Tone, „und wollte, ich hätte es immer so gemacht. Im meine Politik bekümmerst Du Dich nicht mhr; das lasse Dir gesagt fein."

„Ich darf aber nach Kilkenny? Nicht wahr? Ich will ja gar nichts. Ich will nur bei Dir ein. Ich meine, es drohe Dir ein Unglücf."

„Thörichter Knabe!" rief Cromwell, „was öllte mir drohen, was mir nicht überall droht! Du willst den Schutzengel von Kilkenny spielen?"

„O Vater Oliver! Wenn so Viele da sind, die Dir zurufen: „Stoße zu, erschlage, brenne," oll nicht auch einmal ein Kind da sein dürfen, >as Dir zuflüstert: „Schone!" Aber ich will ^ein Wort reden . "

„Deine Bitten sind unmenschlicher, als das Würgen der Henker. Merke Dir: Irland muß unser bleiben um jeden Preis, wie Schottland. So lange diese drei Reiche nicht ein Reich sind, werden sie sich gegenfeüig erwürgen; und jeder auswärtige Feind wird am andern einen Helfer und eine Stütze haben. Verstehst Du das, Knabe?"

gut zu machen, den Zorn Gottes durch Gebete zu beschwichtigen und den Namen Jesu Christi, der doch der Abglanz der Glorie und das Eben­bild der Majestät Gottes ist, am Anfang eines neuen Säkulums durch Lob und Preis zu ver­herrlichen, das fall unsere Sorge, das unser an­gelegentliches Bemühen sein.

So kann es nicht fehlen, daß bei geeinten Kräften Aller eine Festesfeier zu Stande kommt, an welcher alle Nationen in einmüthigem Jubel theilnehmen: die einen durch namhafte Werke der Frömmigkeit und der Sühne, die Gelehrten durch wissenschaftliche Abhandlungen, die Zeitschriften und Tagesblätter durch belehrende und begeisternde Artikel und das ganze Volk durch offene Bezeu­gung der Liebe und Anhänglichkeit gegen den hl. Vater.

So wird die verstärkte Eintracht der Herzen, die wunderbare Einheit der Kirche, die innigste Verbindung der Gläubigen mit dem Oberhaupte der Christenheit um so glänzender zu Tage treten, und was die Hauptsache ist, unter dem hocher­habenen Segensbanner des Kreuzes, in dem allein Heil liegt, wird auch die menschliche Gesellschaft in allen Ländern aus den drohenden Gefahren des Unterganges siegreich hervorgehen und im neuen Jahrhundert die Pfade des Friedens und des Glückes froh beschreiten.

Ich hege die frohe Hoffnung, daß Ew. bischöflichen Gnaden wie alle übrigen hochwürdigsten Herren mir und dem Komitee in Rom Ihren thatkräftigen Beistand gütigst gewähren und vor allem der baldigsten Errichtung eines Diözesan- Komitees Hochdero aufrichtige Sorge widmen wollen.

Inzwischen sehe ich ergebenft Ihrer Antwort entgegen, um gemeinsam über weitere Schritte berathen zu können, und bitte Christus unfern Herrn um Erhörung all Ihrer Wünsche und Anliegen.

Rom, den 15. April 1897.

Ew. bischöflichen Gnaden ergebenster Mckbruder

Dominicus Kardinal Iacoöini.

Deutsches Deich«

Berlin, 10. Februar.

* Die Präsidien der beiden Häuser des Landtages wurden heute Mittag 1 Uhr von der Kaiserin in besonderer Audienz empfangen.

* Wie Graf Caprivi üöer das Ilotteu- gesetz denkt, hat eine neugierige Zeitung durch direkte Anfrage zu erfahren gesucht. Graf Caprivi aber ist der Antwort geschickt ausgewichen und hat geantwortet, daß seine Ansichten über die Marine in den Denkschriften zum Aus­druck gelangt find, die dem Etat der Marine während feiner Amtsführung als Chef der Ad­miralität beigefügt waren. Alle diese Denkschriften prechen sich bekanntlich gegen eine gesetzliche Bindung der Flottenpläne aus.

* In welcher Tonart die Flottenoffiziösen die Fragen des Budgetrechts, die Wahrung der Interessen der Steuerzahler in Ikotleufrage« etzt behandeln, zeigt die offiziöse Münchener ,Allg. Zeitung". Dieselbe schreibt, gegen die Forderung des Herrn Tirpitz, innerhalb 7 Jahren

„O ja, das hast Du mir schon oft gesagt." „Es handelt sich also nur darum, wie wir die Herrschaft behaupten; und da ist es mensch- ficher, ein Exempel zu ftatuiren, das alle lähmt, als eine Milde walten zu taffen, die alle er« muthigt. Es ist nicht Blutdurst, die mich so zu handeln treibt; aber eher werde ich Irland ent« Völkern, als dulden, daß es selbstständig werde."

Der Knabe schauderte.

„Aber ich darf mit, nicht wahr? Vater Oliver!"

„Wenn Du mir versprechen willst . .

„Ja gewiß, ich verspreche!"'

„Was denn?"

„Alles!"'

„Gut! Keine Bitte; auch keinen Blick! Du mußt sehen und nicht sehen, hören und nicht l)ören!"

„Armes Kilkenny!"

„Da haben wir schon eine Fürbitte."

„Nein, ich spreche nichts mehr."

„Gut, dann magst Du an meiner Seite mit­reiten."

Der Page ergriff die Hand des Statthalters und küßte sie.

„Da steht wieder der thörichte Alte," mur­melte Cromwell düster, „der die Schicksale dreier Reiche in feinen Händen trägt .und sich von einem Knaben gängeln läßt. Wer feines Gleichen beherrschen will, darf Liebe weder beanspruchen noch gewähren. lind Etwas muß der Mensch fieben! Verfluchte Schwäche!"