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Fuldaer

mit Zlnterhattungs-Beikage „Illuflrirte Sonntags-Zeitung

66

25. Jahrgang.

Iulöcr, Montag, den 24. Januar 1898

und

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Druck und Vertag der Fuldaer Actiendruckerei peteregaffe llr. 2 (Larmonic).

+ Arbeiterfragen im Reichstage.

Der vertrauliche Erlaß des Staatssekretärs des Innern, Grafen von Posadowsky, aegen den Mißbrauch der Koalitionsfreiheit der Arbeiter, hat im Reichstage eine Debatte heroor- gerufen, die mehrere Tage dauerte. Der Erlaß forderte eine Besprechung im Reichstage in zwin­gender Weise heraus, und da bei der zweiten Lösung des Etats gerade der Etat des Reichsamtes des Innern an der Reihe war, bot sich dazu eine vortreffliche Gelegenheit.

Daß die Sozialdemokraten schnell bei der Hand sein würden mit Wahlreden, die für die Agi­tation draußen im Lande mehr berechnet sind, als für den Reichstag und die Regierung selbst, konnte man sich ohne weiteres denken. Die sozialdemokratischen Redner haben dabei den Mund tüchtig aufgemacht, so daß mehrfach der Präsident sie in die parlamentarische Ordnung und Rede­weise zmückrufen mußte. Und dadurch wiederum fühlte sich der König von Saarabien, der Abge­ordnete Freiherr von Stumm veranlaßt, wieder einmal recht gründlich sein Herz zu „ent­decken." Herr von Stumm ist das Bild eines Fabrikanten, wie er nicht sein, und wie er nament­lich nicht gegen seine Arbeiter gesinnt sein soll. Herr von Stumm wünscht nicht, daß die Arbeiter irgend etwas durch ihren eigenen Willen und durch ihre eigene Organisation erreichen. Er will vielmehr, daß alles Gute ihnen vom Unternehmer zufließen soll, als eine besondere Gnade, für die sie ihm stets und immer zu unendlichem Danke verpflichtet sein sollen. Und er will natürlich gar nicht, daß z. B. auf die Festsetzung von Mindest­löhnen hingearbeitet werde. Jede Bewegung, in der Herr von Stumm eine Spitze gegen die Herr­schaft des Kapitals erblickt, erscheint in seinen Augen als Revolution.

Graf Posadowsky und die Blätter der Re­gierung versichern, daß der Erlaß über die Koa­litionsfreiheit der Arbeiter wirklich und ausschließ­lich nur gegen den Mißbrauch der Koalitions­freiheit gerichtet sein soll, gar nicht gegen diese Freiheit selbst. Aber Graf von Posadowsky hat kein Glück in seinen Freunden. Sein Erlaß und sein Auftreten in Reichstage finden ungetheilten Beifall nur bei denjenigen Leuten, von denen jedermann ganz genau weiß, daß sie wirklich gegen die Erhaltnng der Koalitionsfreiheit selbst sind, und ganz offen deuten sie auch so den Erlaß des Grafen von Posadowsky. Dieser sollte darum

Verantwortlich: Für die Redaktion 3«f. Laum, für Inserate 3. pargelter in Fulda.

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v. Marquardsen 9085, der Centrumskandidat 1848 und der Sozialdemokrat 99 Stimmen; außerdem ein Handwerkerkandidat 2044 Stimmen. Diesmal fielen auf den Nationalliberalen Schmidt 6647, auf den Kandidaten des Bundes der Land- wirthe Lincke 3543, auf den Centrumsmann Dr. Jäger 3253 und auf den Sozialdemokraten mehr als 300 Stimmen. Demnach ist also, wie schon angekündigt, eine Stichwahl nothwendig zwischen dem Nationalliberalen und dem Kandi­daten des Bundes der Landwirthe.

Für die wissenschaftliche Erforschung der Wauk- und Kkaneuseuche hatte der Reichstag im vergangenen Jahre 35 000 Mark, der preußische Landtag 20000 Mark bewilligt. Diese Summen wurden dem Gesundheitsamte, bezw. dem preußischen Institut für Infektions­krankheiten, überwiesen, in denen mit den Arbeiten nach einem im Gesundheitsamt aufgestellten ein­heitlichen Plan sofort begonnen wurde. Daneben erschien es zweckmäßig, die praktischen Er­fahrungen der Thierärzte über die Seuche in allen Theilen des Reiches zu sammeln, soweit sie nicht in den ärztlichen amtlichen Viehseuchenbe­richten bereits mitgetheilt waren. Die Ergebnisse der bisherigen Forschungen sind einer am 14. Januar im Reichs-Gesundheitsamt zusammen­getretenen Kommission von Sachverständigen dar­gelegt worden. Danach ist festgestellt, daß die in den letzten Jahren von vielen Beobachtern als Erreger der Seuche angesprochenen Bakterien nicht in ursächlichem Zusammenhang mit der Seuche stehen. Die angestellten Versuche zur Er­mittelung des Erregers der Maul- und Klauen­seuche haben bisher zu einer positiven Lösung der Frage noch nicht geführt. Aus den sehr eingehenden Mittheilungen, die der Komm.ssion gemacht wurden, ist noch besonders heroorzuheben, daß die Frage, ob ein einmaliges Ueberstehen der Seuche den Thieren Immunität verleiht, durch eine Reihe von Versuchen im bejahenden Sinne beantwortet worden ist. Die Kommission sprach sich dahin aus, daß die Versuche fortzusetzen seien. Es wurde schließlich die Frage erörtert, wie sich bei den erforderlichen Versuchen über Jmmuni- sirung und Heilung, die nur in größeren Vieh­beständen vorgenommen werden können, die prak­tische Mitwirkung der Landwirthe ermöglichen läßt.

* Karlsruhe, 22. Jan. Der Wahlkreis Lörrach-Land ist den Nationalliberalen schließ­lich doch verloren gegangen. Im heutigen dritten Wahlgange der zweimal für ungiltig erklärten Landtagsersatzwahl erhielt der freisinnige Kan­didat Hagist 62, der nationalliberale Kandidat Dreher 61 Stimmen.

waren ihr wie heilig.

Und jetzt sollte sie ihm sagen, daß die Dra­goner gekommen seien, um Hab und Gut dem ganzen Stamme der Killarney mit Gewalt ab­zunehmen und es ihr zu geben. Sie sollte sagen, daß sie diese ehrwürdigen Eltern, denen sie au den Knieen dienen möchte, den jungen Helden, dem sie alles, was sie besaß, und sich selbst zu Eigen geben wollte, aus ihrem Heim, das sich ihr gastlich geöffnet, hinaustreiben werde.

Sie preßte die Hände vor das Gesicht brach in ein krampfhaftes Schluchzen aus.

„O Gott!" rief sie: „Ich will Frieden, bringe den Krieg; ich verlange nach Segen, man wird mir fluchen! Ich ehre Euch alle,

nisse. Der Zweck jener Broschüren, deren Herausgabe übrigens die Fraktion selbst nicht be­rührt, war nämlich von Anfang an nicht auf die Behandlung aktueller und im Fluß befindlicher Fragen gerichtet, sondern auf die nähere Dar­legung solcher Fragen, die gesetzlich oder parla- tarisch zu einem Abschlüsse gelangt sind, was bei der Marine-Vorlage bekanntlich nicht der Fall ist. Weder nach der Absicht des Verfassers noch nach ihrem ganzen Inhalte gehört daher die Müller'sche Schrift unter die fraglichen Hefte. Wenn hiernach die Veröffentlichung aber auch einen partei-offiziösen Charakter nicht hat und nicht haben konnte, so thut das ihrem Werthe doch keinen Abbruch; dieselbe orientjrt, ohne zu einem abschließenden Ergebnisse zu gelangen, in der vollständigsten und klarsten Weise über In­halt und Tragweite der bedeutungsvollen Vor­lage nach allen dabei in Betracht kommenden Gesichtspunkten.

ft Fortschritte auf dem Heöiete des Arvetter Schutzes iu der Zreichstagsfefsio« 1896/97. Unter diesem Titel veröffentlicht der Volk sverein für das katholische Deut sch­änd soeben ein neues Flugblatt (Nr. 8), welches nteressante Einzelheiten darüber bietet, wie es, trotzdem der sozialreformatorische Eifer bei den Regierungen wie bei anderen Parteien stark nachgelassen hat, dennoch dem Eentrum gelungen ist, auch in der Reichstagssession 1896/97 nicht blos alle Angriffe auf das bisher Erreichte sieg­reich abzuwehren, sondern auch noch bemerkens- werthe weitere Fortschritte zu erkämpfen. Dies wird im Flugblatte des Näheren nachgewresen, und zwar betreffend: 1. di; Bäckerei-Verordnung; 2. Schutz der Arbeiter in der Kleider- und Wäsche-Konfektion; 3. Bestrebungen zur Ein­führung eines Maximal - Arbeitstages für er­wachsene Arbeiter; 4. Schutz der Gesundheit und Sittlichkeit der Arbeiter in der Berufsbeschäftigung; 5. Schutz der Gehilfen und Lehrlinge im Handels« gewerbe; 6. Gesellenausschüsse, Eisenbahn- und Post-Unterbeamte, Rechtsverhältnisse des Gesindes, der Bergarbeiter rc. — Die bisherigen Flug­blätter des Volksvereins, insbesondere jene über die sozialpolitische Thätigkeit des Centrums für die Arbeiter,Landwirthe, Handwerker, den Kauf­mannsstand, über Centrum und indirekte Steuern haben bereits weiteste Verbreitung gefunden. Einige davon sind in mehr als einer halben Million Exemplaren verbreitet. Die Reihe dieser Flugblätter wird in Zukunft vermehrt werden. Möge auch das obengenannte Flugblatt Nr. 8, welches wie die übrigen gratis und franko in jeder Anzahl von der Zentralstelle des Volks­vereins für das katholische Deutschland in M.-Gladbach zu beziehen ist, weiteste Verbreitung und Beachtung, vor allem unter den Arbeitern, finden. „

* Die internationale Zucker-Konferenz wird vermuthlich schon in der Mitte des Monats Februar zusammentreten.

* In dem pfälzischen Wahlkreise Kom- Surg-Ltnsel hat die Ersatzwahl zum Reichstage an Stelle des verstorbenen Abg. v. Marquardsen einen außerordentlich starken Rückgang der nationalliberalen Stimmen ergeben. Bei der letzten Wahl vorher erhielt Professor

man wird mich verachten."

Robert erbleichte und starrte das geliebte Mädchen an, als ob er seinen Ohren nicht traue. Egbert richtete einen fragenden Blick auf sie.

„WaS bedeutet das? Lucy!" fragte die Frau des Häuptlings. „Du siehst uns erstaunt. Ro­bert hat mir sein Herz geöffnet, und vom ersten Augenblicke, da ich Dich sah, sah ich Dich mit dem Auge einer Mutter. Hast Du je gehört, daß eine Mutter flucht, daß sie haßt?"

„Aber mich, mich müßt Ihr hassen," ant­wortete Lucy verzweifelt aufspringend. „Wisset denn: diese Dragoner sind da, um Euch aus Eurer Habe zu vertreiben und mich hineinzu­setzen. Jetzt wiffet Ihr alles, jetzt verwünscht mich .... Ich habe mir diese Stunde nicht so schwer vorgestellt, sonst wäre ich nicht gekommen, ich hätte Euch geschrieben, wie ich es sühnen will," fügte sie murmelnd bei, als Niemand ein

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« Der letzte WM- non ftillanteij.

Eine historische Erzählung

von Philipp Wasserburg (Laicus).

33 ------ (Nachdruck verboten.)

„Was wißt Ihr, Lucy," fragte Egbert nach einem langen Schweigen, „über die eigentlichen Zwecke der britischen Dragoner?"

Das arme Mädchen wurde todtenbleich; ein Schauer durchzuckte sie vom Wirbel bis. zur Zehe.

„Was ist Dir, Lucy?" fragte Robert, der neben ihr saß, indem er ihre Hand ergriff. „Deine Hand ist eisig! Dir ist nicht wohl!"

Lucy hatte gewußt, daß diese Frage kommen müsse. Sie hatte den Augenblick herbeigesehnt, wo das Schlimmste zu Tage treten mußte; denn das war immer noch besser, als das Gefühl, mit Güte ausgenommen zu sein, wenn man das Be­wußtsein hat, daß man solche nicht verdient. Und doch, wie sehr fürchtete sie diesen Augenblick! Ähr zur Seite saß Robert, den sie so heiß liebte, und wenn sie jetzt sprach, so mußte eine Mauer von Eis sich zwischen ihnen aufrichten. Und ihr gegenüber saßen Roberts Eltern, ehrwürdig durch diese Eigenfchast schon, ehrwürdiger noch geworden wlrch die Art und Weise, wie sie in den wenigen Stunden ihrer Anwesenheit Vater und Mutter hatte schalten und walten sehen. Welche Ruhe wotz all des Tumultes, welche gegenseitige Hin- gebung, welche weihevolle Ehrfurcht! Auch sie hatte ja liebevolle Eltern gehabt, aber — sie tonnte sich keine Rechenschaft ablegen, was es

— Egbert erschien ihr wie ein höheres "dreien, es schien ihr unmöglich, wenn er etwas

Aus dem Reichstage.

«O 23. Sitzung vom 22. Januar 2 Uhr.

Am Bundesrathstische: Graf Posadowsky, von Podbielski. m ,

Die zweite Etatsberathung wird berm Reich samt des Innern fortgesetzt. Die Diskussion unter dem Titel Staatssekretär dauert noch fort.

Zu demselben liegen die 3 Resolutionen Dr. Hitze, Dr. Pachnicke und Dr. Lieber vor. Dazu kommt eine weitere Resolution Dr. Liebers, die beantragt: an die verbündeten Regierungen an Stelle des Antrages Pachnicke das Ersuchen um Vorlegung eines Gesetz­es ist eine schwere Zeit! Aber was hast Du mit alle dem zu thun? Warum sollst Du gerade be­kommen, was man uns nimmt?"

Mit diesen Worten hatte sie leise Lucy's Arme erfaßt und dieselbe an sich gezogen, Lucy kniete jetzt neben ihr und barg still weinend ihr Gesicht an der Brust Mary's, die sich freundlich über sie herabbeugte.

„Wie soll ich beginnen!" stammelte Lucy end­lich. Wie schwer ist es mir, die anklagende Stimme gegen den eigenen Vater zu erheben . . . Wäh­rend Robert in Geraldcastle war, da hat er das Land so herrlich geschildert, und da. . . "

„Nun?"

„Kaufte mein Vater vom Parlament, was Euer ist?"

„Aber Kind, ich verstehe das nicht. Wie kann das Parlament verkaufen, was unser ist!"

„Er gab unser ganzes Vermögen zu den Kosten der Kriegführung und erhielt dafür Anweisung auf dies Land."

Der Blick der Irin funkelte tn wildem Feuer.

„O sendet ihm nicht Euren Fluch in die Ewig­keit nach!" rief Lucy rasch. „Er ist tobt!"

Das zuckende Gesicht Mary's, das Zittern, das stoßweise ihre Hände ergriff, dann und wann eine ungeduldige Bewegung, unverständliches Mur­meln bezeugte den heftigen Kampf, der im Innern Mary's tobte. Endlich sagte sie langsam in ab­gebrochenen Worten:

„Gott übe ein gnädiges Gericht und erbarme sich seiner armen Seele!"

Sie hatte sich zwar zur Erkenntniß ihrer Christenpflicht durchgerungen; aber der Ton ließ deutlich merken, daß Herz und Gemüth sich noch

eine konservativen und freikonseroativen Freunde recht nachdrücklich von sich abschütteln, wenn er alle Welt so ganz davon überzeugt sehen will, daß er gegen die Koalitionsfreiheit selbst wirklich ;ar nichts im Schilde führt. Das darf er aber nicht wagen. Er würde sonst am längsten Staats­sekretär des Innern gewesen sein.

Aber in einem Punkte haben die Worte des Gra­fen Posadowsky doch den Beifall des Centrums. Der Staatssekretär forderte am Donnerstag alle bürgerlichen Parteien und alle religiösen Mächte zu gemeinsamem Kampfe gegen die Sozialdemokratie auf. Abg. Dr. Lieber sagte das auch am Freitag dem Staatssekretär und erinnerte ihn an den Ausspruch des Kardinals Manning: „Laßt uns wahre Christen sein, und die soziale Frage wird gelöst fein." Aber wie soll die Macht der katholischen Kirche sich ent­falten, wenn ihr, wie in Preußen, die Hände gebunden sind? „Man kann — rief Dr. Lieber au§ — nicht mit gebundenen Armen kämpfen. Freie Bewegung verlangen wir für alle religiösen Kräfte, verlangen wir namentlich für die auf dem Gebiete der katholischen Religion, auf dem Gebiete der katholischen Kirche vor­handenen religiösen Kräfte. . . Das wird seitens meiner Freunde an anderer Stelle in den nächsten Tagen geschehen. Ich erwarte mit Bestimmtheit, daß dann ein anderer Wind von der Regierung her im preußischen Abgeordnetenhause weht, als wir ihn seit Jahren dort zu hören und zu empfinden leider Gottes gewohnt sind. . . . Ich denke, der Herr Staatssekretär wird stark genug sein gegenüber dem preußischen Herrn Kultusminister und auch gegenüber dem Herrn Minister des Innern, um uns den Rücken frei zu machen!"

In vortrefflicher Weise rechnete Abg. Dr. Lieber auch mit dem Schlotbaronenthum des Herrn v. Stumm ab. „Wenn — so sührte er aus — die Interessenten;e der Kohlenbergwerke Mindestpreise für ihre Kohlen vereinbaren dürfen, was ist dann vom Standpunkte des Gesetzgebers dagegen einzuwenden, daß sich auch die Arbeiter organisiren, um einen Mindestlohn zu erringen, der dem Mindestmaße der Lebenshaltung eines Arbeiters entspricht?" Herr v. Stumm ist die Antwort darauf schuldig geblieben.

Wie überall, wo Interessengegensätze aufein­ander platzen, wird auch hier das Cent rum die Politik ansgleichender Gerechtigkeit betreiben. Das Centrum wird gegen die Koa­litionsfreiheit der Arbeitgeber nichts einzuwenden haben. Es wird aber auch nicht rütteln lassen an der Koalitionsfreiheit der Arbeiter!

Wort sprach......O schweigt nicht so!" fuhr

sie nach einer Weile fort. „Macht mit mir, was Ihr wollt, ich hab's verdient um Euch . . . und bin doch nur das Opfer . . . und bin doch un­schuldig !"

Bei den letzten Worten war Lucy unwillkür­lich in die Kniee zusammengebrochen und richtete mit gefalteten Händen einen Blick unsäglichen Schmerzes auf die Anwesenden. M *-7

„Geht Ihr in die Halle, und laßt mich mit dem Mädchen allein!" sagte Frau Mary in einem sanften und doch so entschiedenen Tone, daß ein Widerspruch ausgeschlossen war. „Dahinter steckt ein Geheirnniß, und das wird die Aerrnste eher mir offenbaren als Euch."

„Sprich mit ihr!" sagte Egbert, indem er sich erhob; dann nahm er sein Schwert, das auf dem Tische lag und ging hinaus.

Robert war inzwischen zu Lucy getreten und hatte seine Hand auf die Schulter der Knieenden gelegt. „Nimm mir Alles, Lucy, nur laß mir den Glauben an Dein Herz!"

Diese Worte klangen sehr traurig; er biß die Zähne aufeinander, als ob er damit eine un­männliche Thrcme zurückhalten könnte, und folgte rasch seinem Vater.

Mir sind allein, Lucy," begann nun Frau Mary'nach einer kurzen Pause, während sie sich zu der Knieenden setzte. „Erhebe Dich, setze Dich zu mir; wie war das vorhin gemeint? Daß die Reiter nicht in guter Absicht gekommen, darüber war bei uns kein Zweifel. Laufboten, die Euch eine Weile als Führer gedient, brachten uns schon die Nachricht, daß sie kämen, und wie Du siehlt, wir haben uns auf ihren Empfang gerüstet. O,

Deutsches R^ch*

Berlin, 22. Januar.

* Die Schrift des Avg. Müsser (Fulda) üöer die Marme-Aorlage, über welche wir schon wiederholt eingehender referirten, ist in einem Theile der Auflage als Heft 3 der von Mitgliedern der Centrums-Fraktion des Reichs­tages unter dem Gesammt - Titel „Soziale und politischeStreitfragen" herausgegebenen Broschüren bezeichnet worden. Diese Bezeichnung beruht, wie man uns schreibt, auf einem Mißver ständ- anordnete, dagegen zu murren. Seine Worte

Inserate: Die ein« . ▼ - jk ▲ ▲ spalt. Garmond«

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Hb'Hk Wiederholungen ▼ wird entsprechend.

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