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KuIdaerMZeitung
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mit Ilnterhattungs-Meikage „Zssustrirte Sonntags-Zeitung"
JuLöa, Freitag, den 7. Januar 1898
25. Jahrgang
i
für waghalsige
rend man Weisheit und Manneskraft ehrt, liebt man die Jugend mit ihrem hingehenden Herzen, mit ihrer sprudelnden Lust. Für den Vater wären sie alle durch's Feuer gelaufen, wenn er es geboten ; für den Sohn hätten sie das gethan, auch ohne daß er es geboten hätte.
Aus diesen Gründen war denn auch die Jugend zu ihm gekommen und wollte das Kriegsbeil erhoben und die Fanalen angezündet sehen. Die Politik Egberts, der ruhig blieb, als Herzog Ormond ganz Irland für den unglücklichen Karl I. zu den Waffen rief, war ihnen unbegreiflich, und zum ersten Male vielleicht regte sich einige Unzufriedenheit. Aber man wagte nicht zu sprechen, man hoffte auf den Sohn, der bald von seinem Ausfluge nach Schottland zurückkehren sollte; ihm wollte man anvertrauen, er würde gewiß die Sache bei seinem Vater führen.
Der Zufall wollte, daß eine große Zahl, namentlich jüngerer Stammesgenossen versammelt war, als Robert heimkam; die Nachrichten über )ie Greuelthaten von Drogheda kamen noch dazu, und in derselben Nacht hatten ihn die jungen Männer gebeten, seinem Vater ihr dringendes Verlangen mitzutheilen und für dasselbe zu sprechen.
Wir haben bereits gesehen, wie Robert diesem Wunsche sofort nachkam, als er am heutigen Morgen seines Vaters ansichtig wurde. Auch darüber erwartete er eine Auskunft.
Egbert kannte die Sinnesart seiner Leute ganz genau, und darum war es ihm höchst befremdend, daß Allan das Geheimniß seines Sohnes ihm preisgab. Daß sein Sohn ihm Mitlheilungen machen würde, wenn etwas an jener Herzens
heranrückt, an dem das Tafeltuch auch zwischen Stöcker und den Konservativen zerschnitten wird. Die Konservativen haben nun einmal Unglück mit ihren Abkömmlingen, mögen sie Antisemiten, Bund der Landwirthe, oder mögen sie Christlich- Soziale heißen.
Ein Abkommen
zwischen Deutschland und China.
Der ,Reichsanzeigerffchreibt im nicht amtlichen Theile:
„Nach einem heute eingetroffenen Telegramme aus Peking ist hinsichtlich der Ueberlassung von Kiao-tschau zwilchen der kaiserlich deutschen und der kaiserlich chinesischen Regierung eine Verständigung erzielt worden, welche im Wesentlichen Folgendes enthält:
Der deutschen Regierung soll dadurch die Erfüllung ihres berechtigten Wunsches ermöglicht werden, ebenso wie andere Mächte einen Stützpunkt für Handel und Schifffahrt in den chinesischen Gewässern zu besitzen. Die Ueberlassung hat die Form eines Pachtvertrages von längerer Dauer, und es steht der deutschen Regierung frei, innerhalb des überlassenen Gebietes alle nöthigen Baulichkeiten und Anlagen zu errichten und die für den Schutz derselben erforderlichen Maßregeln zu treffen.
Das überlassene Gebiet umfaßt das g e s a m m t e innere Wasserbecken der Kiao-tschau- B ucht bis zur Hochwassergrenze, ferner die südlich und nördlich vom Eingänge der Bucht liegenden größeren Landzungen bis zu deren natürlichen Abgrenzung durch geeignete Höhenzüge, sowie die innerhalb der Bucht und vor der Bucht belegenen Inseln. Das abgetretene Gebiet hat einen Gesammt-Jnhalt von einigen Quadratmeilen, welche von einer größeren, rings um die Bucht gezogenen Zone eingefaßt sind, innerhalb welcher keine Maßnahmen oder Anordnungen chinesischerseits ohne deutsche Zustimmung getroffen werden dürfen; insbesondere dürfen der deutscherseits für nothwendig erachteten RegulirungderWasser- läufe keine Hindernisse entgegengesetzt werden.
Um Konflikte zu vermeiden, die das gute Einvernehmen zwischen den beiden Mächten beeinträchtigen könnten, hat die kaiserlich chinesische Regierung auf die Dauer der Pachtzeit alle die ihr in dem überlassenen Gebiete zustehenden Hoheitsrechte auf die kaiserlich deutsche Regierung übertragen.
Pachtzeit und Pachtsumme sind in dem sehr kurzen Telegramm, welches den Abschluß meldet, nicht angegeben.
Sollte sich aus irgend einem Grunde die Kiao-lschau-Bucht für dis von der kaiserlich deut- chen Regierung in Aussicht genommenen Zwecke als nicht passend erweisen, so wird die kaiserlich chinesische Regierung, nachdem sie sich mit der kaiserlich deutschen Regierung darüber in's Einvernehmen gesetzt hat, der letzteren an einem anderen Punkte der Küste ein für den in's Auge gefaßten Zweck bester geeignetes Gebiet über- asten. Die kaiserlich chinesische Regierung wird in diesem Falle die von der kaiserlich deutschen Regierung im Kiao-tschau-Gebiete errichteten Bau-
und so hatte er durchaus keinen Grund, von einem Andern auf dem Wege eines Vertrauensbruches zu hören, was ihm sein Sohn, auf Grund seines Vertrauens zu ihm doch mittheilen würde. Und daß gerade Allan diese Mittheilungen ihm machte, war ihm doppelt peinlich. Denn Allan war Roberts Milchbruder und beide hatten seither in allen Dingen fest zusammengestanden.
„Sprechen wir zuerst von Dir, Robert," sagte sein Vater, indem er sich auf seinen Sessel niederließ, während Robert vor ihm stehen blieb, die Hand auf die hohe Lehne seines Sitzes gestützt. „Wie wurdest Du von den Mac Gordons ausgenommen?"
„Recht herzlich, Vater," antwortete Robert. „Unsere Sippen freuten sich, mich zu sehen und von uns zu hören; mir wurde alle Ehre angethan."
„Hast Du sonst noch Leute kennen gelernt?" „Ja, Vater, die Fitzgeralds."
„Gibt's auch Fitzgeralds in Schottland? Sie ind ein irisches Geschlecht."
„Ein Zweig lebt in England an der schottischen Grenze."
„In England!" wiederholte der Vater, unwillkürlich die Stirne faltend. „Und wie nahmen ie den Iren bei sich auf."
„Ich kann nicht klagen. Sir Francis schien ehr erfreut, mich zu sehen, und sprach gerne und eingehend über unsere heimischen Verhältnisse."
„lieber Irland?"
„Nein, gerade über uns, über den Sept von Killarney."
Ter Häuptling sprang auf.
der Völker und das Glück der Nationen bilde. Präsident Faure sprach seinen Dank aus und bemerkte, Frankreich werde der übernommenen Aufgabe, an den Werken der Civilisation und des Friedens mitzuwirken, nicht untreu werden. — Die Worte, die bei solchen Gelegenheiten gewechselt werden, stellen gern Alles ein wenig schöner dar, als es wirklich ist.
Sehr bemerkt wird auch eine Ansprache, die der ungarische Ministerpräsident Aanffy am Neujahrstage an eine Abordnung der liberalen Regierungspartei gerichtet hat. Die Ansprache fällt auf wegen der scharfen Tonart, die der Ministerpräsident gegen die Opposition anschlägt. Diese Opposition greift, wie man weiß, die Verlängerung des österreichisch-ungarischen Ausgleiches an, der wegen der wilden Haltung der Opposition im österreichischen Abgeordnetenhause nicht auf ordnungsmäßig parlamentarischem Wege zustande gekommen ist. Der Sprecher der Abordnung drückte die treue Anhänglichkeit seiner Partei an den Ministerpräsidenten aus. Dieser erwiderte, die Regierung könne mit Selbstbewußtsein sagen, sie habe alles erfüllt, was sie auf ihr Programm gesetzt habe. Angesichts solcher Erfolge müsse er, Baron Banffy, Angriffe, die nur persönlichen augenblicklichen Gegensätzen entsprängen, als kleinlich und ungerecht, als zwecklos und verfehlt zurückweisen .... Eine dreißigjährige Erfahrung rathe, ja befehle der Regierung, das bisherige wirthschaftliche Bundesverhältniß mit Oesterreich nicht aufzulösen. Man erschüttere den Parlamentarismus und trete seine Grundprinzipien mit Füßen. Kein Wort sei stark genug, kein Ausdruck energisch genug, um diese Vorgänge zu verdammen ......" Tie Rede wurde mit
stürmischem Beifall ausgenommen.
In seinem schwäbischen Reichstagswahlkreise hat, wie bekannt, der Abgeordnete Professor Freiherr von Hertling vor seinen Wählern über die Iskotte«vorkage gesprochen. Er hat, um den wichtigsten Punkt seiner Ausführungen hier nochmals zu widerholen, die Versicherung gegeben, daß das Centrum im Reichstage nicht für bie Bindung der Flottenbewilligungen auf sieben Jahre hinaus, also nicht für das Marine- septennat zu haben sein wird. Interessant sind einige Aeußerungen, die die .Augsburger Postzeitung", eines der führenden bayerischen Centrumsblätter an die Rede Professor v. Hertling's knüpft. „Wir zweifeln gar nicht, — so führt das ge- nannte Blatt aus — daß, wenn durch die Haltung des Centrums die Flottenvorlage mit den Konsequenzen der Anziehung der Steuerschraube und des Septennats zu Stande käme, die Lostrennung des bayerischen Theiles des Centrums sofort erfolgen würde, trotz aller politischen Mißlichkeiten, die dieser Schritt insbesondere auf dem Gebiete der Vertretung bayerischer Interessen im Gefolge haben könnten. Es würde eintreten, was der Abgeordnete Dr. Daller 1893 für den Fall der Annahme der Militärvorlage durchs Centrum vorhersagte. Aber damals wie jetzt konnten wir in Bayern darauf verweisen, daß eine solche Nothwendigkeit nicht eintreten werde, weil das Centrum nichts ihun werde, was das Vertrauen zu ihm erschüttern könnte.....Keine in
direkten und keine direkten Reichssteuern, keine
Schmälerung des Budgetrechts — das ist die Losung des Centrums, die Dr. Frhr. v. Hertling ausgibt. Frhr. v. Hertling vertrat nicht den Standpunkt der Negation (Verneinung). Er kennzeichnete vielmehr die Bedeutung der Flotte für Industrie, Handel, Export, Volksbeschäftigung, Nationalwohlstand, Missionen und Küstenvertheidigung mit großer Wärme. Das Nothwendige ist noch immer bewilligt worden. Das hatte auch der Vorsitzende (jener Memminger Versammlung) Bischof betont: was nothwendig, soll alle Jahre bewilligt werden, hatte er gesagt. Wir glauben sagen zu dürfen, daß das die Auffassung des gejammten Centrums ist, und daß auch Dr. Lieber diese Ausführung Hertlings als die richtige Interpretation (Auslegung) feiner eigenen Rede gelten lassen wird."
Die freisinnige Volkspartei hat in den letzten Dezembertagen des alten Jahres einen Parteitag in Berlin abgehalten und natürlich auch mit der Flottenvorlage sich beschäftigt. In einer Kundgebung spricht der Parteitag „seine volle Zustimmung aus zu der Haltung der parlamentarischen Partei auch in Marinefragen, insbesondere zu der Art und Weise, wie dieselbe stets bemüht gewesen ist, das Interesse des Schutzes des überseeischen Handels und der Vertheidigung der vaterländischen Küsten zu wahren in Verbindung mit den gebotenen Rücksichten auf die Anforderungen des Reiches und Staates für andere wichtige Aufgaben, sowie auf die gefammte Finanzlage und auf die nothwendigste Schonung der Steuerzahler. Der Parteitag vertraut, daß die parlamentarische Partei zur Aufrechterhaltung des bisherigen jährlichen Geldbewilligungsrechtes int Marineetat sich jeder Minderung und Bindung des Etatsrechts, wie solche im Flottengesetz geplant ist, entschieden widersetzen wird . . . ." Diese Kundgebung gleicht in den Gesichtspunkten sehr den Ausführungen des Abgeordneten von Hertling.
Von anderen Parteikundgebungen ist hervorzuheben der Zwist zwischen den Konservativen und den CH ri st lich-Sozialen des Hofpredigers a. D. Stöcker. Dieser hat neuerdings besonders scharfe Firmen angenommen. Das Stöcker'schc Blatt Holk" hat den Konservativen gedroht, daß die Christlich-Sozialen es sich überlegen müßten, ob sie den konservativen Feindseligkeiten im Wahlkreise Minden-Ravensburg nicht mit einer besonderen Kandidatur für die Reichstagswahl im Kreise Herford beantworten sollten. Darauf ist die konservative ,Kreuzztg." die Antwort nicht schuldig geblieben. Sie erinnert daran, daß „Stöcker noch im Besitz eines konservativen Mandats zunr preuß. Abgeordnetenhause ist, das in diesem Jahre abläuft", und daran, „daß feine Kandidatur zum Reichstage in Siegen, die zu unterstützen wir (die ,Kreuzztg.") den dortigen Konservativen empfohlen haben, doch eben von diesen mit abhängt und daß eine christlich-soziale Sonderkandidatur in Halle - Herford ihnen jedes Eintreten für Stöcker einfach unmöglich machen muß". Nichtsdestoweniger lenkt Stöcker's Zeitung Holk" auch jetzt noch nicht in friedliche Bahnen ein. Sie hält den Konservativen entgegen, daß diese sich immer mehr zu Reaktionären ausbilden, und es ist gar nicht ausgeschlossen, daß der Tag
willig läßt der Sept von Killarney sich nicht auf seinem eignen Gebiete zum Sklaven machen."
„Du denkst doch nicht.... Vater!"
„Ich weiß noch nicht, was ich denke . . .
aber man sagt, daß die ersten Eindrücke ..."
„Vater, ich liebe Lucy, die Tochter dieses Mannes, und glaube mich wieder geliebt. Das wäre eine Handlungsweise. "
„Wie sie ganz bestimmt jeder Engländer gegen einen Irländer erlaubt hält."
„Lucy's Vater nicht," antwortete Robert festen Tones.
„Robert," sprach sein Vater, dessen Hand ergreifend, „hat Dir Miß Lucy gesagt, daß sie Dich liebe? Daß sie Dir nach Irland folgen wolle?"
„Nein."
„Weißt Du, daß England ein Gesetz erlassen bat, welche jede von seinem Erlaß an zwischen Irländern und Engländern abgeschlossene Ehe für ungiltig erklärt?"
„Vater," erwiderte Robert warm, „ich weiß, daß über all' den englischen Gesetzen das ewige Gesetz der Siebe waltet, das der Schöpfer uns in's Herz gegossen. Und auf die Siebe hat er die Welt gegründet. Sehe ich nicht in Deiner Siebe zur Mutter den Abglanz jener ewigen Siebe; liebt Ihr mich nicht, wie Gott die Welt geliebt, und sind wir nicht fest in Eintracht gegründet, trotz allem Bösen? England hat mehr Akte erlassen, um die ich mich nicht kümmere."
„In meiner Jugend dacht' ich genau so," meinte lächelnd der Häuptling, „und es sollte mir leid thun, wenn Tu in Deinem Alter statt des Herzens den Kopf sprechen ließest. Aber, mein Sohn, prüfe Dich. Auf irischer Erde stand die
Wochen-Rundschau.
(Nachdruck verboten.)
X Fulda, 7. Januar.
Das neue Jahr hat noch keine Ueberraschungen gebracht; keine fröhlichen, keine unangenehmen. Und kann man die Neujahrsreden der Fürsten und Staatsmänner als ein getreues Spiegelbild der politischen Sage auffassen, so hat für die Völker ein friedliches Jahr begonnen. In Berlin ging am Neujahrstage ein Gerücht um, das große Aufregung hervorrief. Es hieß schon in der Sylvesternacht, aus Friedrichsruh seien ernste Nachrichten über das Befinden des Isürster» Aismarck eingetroffen, und am Neujahrstage wurde verbreitet, der Einsiedler im Sachsenwalde fei heimgegangen, er habe seine Augen für immer geschloffen. Man weiß nicht, wie das Gerücht entstanden war. Bald wurde es auf Mitglieder des diplomatischen Korps, bald auf Adjutanten des Kaisers zurückgeführt; bald hieß es auch, der Kaiser solle bei der Neujahrs - Parole in der Ruhmeshalle sein lebhaftes Bedauern über die ungünstige Wendung ausgedrückt haben, woraus geschlossen wurde, der Herrscher habe schonend das Aeußerste verschwiegen. Inzwischen aber ist aus Friedrichsruh die Kunde gekommen, daß Fürst Bismarck nicht tobt ist und sich auch in keiner Sebensgesahr befindet. Und so bewahrheitet sich auch vielleicht bei ihm der alte Spruch, daß die Beute, die tobt gesagt werben, noch recht lange leben.
Unter ben Neujahrswünschen, bie europäische Staatsoberhäupter einanber zugesanbt haben, sinb am meisten zu beachten bie Telegramme, bie ber Zar unb ber Präsident von Irankreich austauschten. Der Zar brahtete: „An ber Schwelle bes neuen Jahres ist es mir ein Bebürfniß, Ihnen in meinem Namen unb bem ber Kaiserin bie aufrichtigen Wünsche auszusprechen, bie wir sür Jhre Person und für bas befreunbete Frankreich hegen. Sie kennen bie Gefühle, die uns beseelen und können nicht daran zweifeln, daß Ihr Besuch in Rußland bei uns eine unauslöschliche Erinnerung hinterlassen hat. gez. Nikolaus." — Unb Präsident Felix Faure antwortete: „Die Wünsche, die Ew. Majestät und Ihre Majestät die Kaiserin an diesem Tage für mein Vaterland hegen, werden die Herzen aller Franzosen rühren. In ihrem Namen danke ich Ew. Majestät dafür aufs Sebhafteste und bin Ew. Majestät dankbar für die Wünsche, die Ew. Majestät an meine Person richten. Ich erneuere Ew. Majestät die Versicherung meiner aufrichtigen Zuneigung, gez. Felix Faure."
Bei dem Srästdenken Ianre fand am Neujahrstage ein Empfang des diplomatischen Korps statt. Der päpstliche Nuntius, Monsignore Clari, brachte die Wünsche bes biplomatischen Korps für bas Wohlergehen bes Präsibenten unb bie Wohlfahrt Frankreichs bar. Msgre. Clari fügte hinzu, er habe bas Glück gehabt, währenb feines ganzen Aufenthaltes in Frankreich bie Bedeutung der Mitwirkung Frankreichs an ben Werken ber Civilifation unb bes Friebens der ganzen Welt würdigen zu können, und schloß mit der Versicherung, alle Souveräne und Staatsoberhäupter seien für den Frieden, ber bas Jbeal
* brr letzte WMq non Sillarnnj.
Eine historische Erzählung von Philipp Wasserburg (Laicus).
19 ------ (Nachdruck verboten.)
..Da bist Du noch, Robert!" sagte er; „bas ist gut; ich habe mit Dir zu reben."
„Ich höre, mein Vater!" erwiderte einfach ber junge Ire, inbem er in bescheibener Haltung näher trat.
Im Tone, im Gebühren, in ben Worten, in bem ganzen Verhalten zwischen Vater unb Sohn lag etwas ungemein Ansprechenbes; etwas, was sich nur fühlen, nicht beschreiben läßt. Obwohl Robert sehr bescheiden auftrat, zeigte er boch keine Spur von knechtischer Unterwürfigkeit, unb obwohl ber Vater in ber gemessensten Ruhe sprach, machte es boch nicht ben Einbruch als ob er bem Sohne seine Worte als Gebote aufbringen wollte. Weder das Ansehen des Häuptlings noch des Vaters trat zu Tage; und doch sah man, daß ber Eine sich beSfelben bewußt, unb ber Anbere sich bem- felben mit Freude, ja mit einem gewissen Stolze unterwarf. Unter dem Gesinde ging die Rede, man könne unmöglich wissen, ob die Eltern mehr den Sohn, ober der Sohn mehr die Eltern ehre. Das Gesinde und der ganze Sept hielt es mit bem Sohn, und das ging ganz gut; denn wer es mit dem Sohn hielt, konnte sicher sein, mit dem Vater nicht ili Widerspruch zu kommen. Auf bie Weisheit, bie ^Erfahrung und die männlichen Entschlüsse des Mers setzten alle ein blindes Vertrauen; aber f® die tollen Streiche der Jugend für waghalsige Abenteuer für überschäumende Sebenslust, war dss «Lohn ihr Mann, und wäh
machen wurde, wenn etwas an jener Herzens- „Das ist ja merkwürdig; bann wirb es wohl Neigung fei, baran zweifelte er keinen Augenblick, | Zeit fein, bie Tauschen zu schärfen; benn gut-