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heutige Generation sich gegen den Druck des Joches auflehnt. Man begrüßt den Frieden unter den gebildeten Völkern; aber ein wahrer Friede ist es nicht und kann es nicht fein, weil man in zu vielen Beziehungen von demjenigen abweicht, der allein den Frieden geben kann.

Die Waffen wird man vielleicht niederlegen, die offenen Zwiste werden vielleicht ruhen, aber zügellose Begierden, ehrgeizige Bestrebungen, Miß­trauen, Eifersucht werden im Grund? der Herzen nie schweigen, wenn nicht Jesus Christus mit seinem Glauben und feinem Gesetz in ihnen zur Herrschaft gelangt. Und da der wahre Glaube Christi nur einer ist, so versteht es sich, daß die Kirche, wenn sie als die gemeinsame Mutter sich bemüht, alle Völker liebevoll in ihrem Schooße zu sammeln, sie nicht nur ein religiöses, sondern auch ein hochverdienstliches bürgerliches Werk vollbringt.

Aber im Vergleich zu anderen Ländern wird unsere Halbinsel nun schon seit mehreren Jahr­zehnten durch eine besondere Ursache beunruhigt. Wir meinen den schon früher an dieser Stelle von uns geklagten Zwist des Staates mit dem apostolischen Stuhl. Mögen verbissene Partei­gänger und leichtsinnige Gemüther sich nicht da­rum bekümmern, aber unparteiische, redliche Ge­müther können nicht verkennen, welche Nachtheile er mit sich bringt, und müssen sein Ende herbei­wünschen. Ist etwa diese Unsere unerhörte Lage, die alle treuen Kinder der Kirche von einem Pol bis zum anderen beunruhigt, ein Mittel zur Beruhigung? Ober wäre dieser geräuschvolle Bruch mit den Ueberlieserungen, den Gesinnungen, der Geschichte der italienischen Völker eine Ge­währ der Sicherheit? Kann man sich doch nicht verhehlen, daß die gegenwärtige feindselige Hal­tung gegenüber dem Papste den Ueberlieserungen und sogar dem Sinne der Nation wiederstreitet, wkßhulb sie nie die Zustimmung der Mehrheit jener Italiener erlangen wird, die, katholisch im Herzen, gewohnt sind, zum Papstthum aufzublicken als zum Hort des Heiles und der Größe, und in ihm das Haupt und das Herz der Nation zu erblicken.

Wenn sie alsozeigen, daß sie einsehen, wiediepoli- tische Einheit nicht genügt, um sie glücklich zu machen, wenn sie gleichsam aus konservativem Instinkt sich fester um den Stuhl des hl. Petrus zu schaaren suchen, wenn sie wollen, daß dem Papst die ihm gebührende Unabhängigkeit zurückgegeben und er in seine Rechte wieder eingesetzt werde, so ist es Unrecht, die wahre Wesenheit dieser Bestrebungen zu verkennen und noch schlimmer, friedliche Staats­bürger zu behandeln wie auf gewaltsamen Umsturz hinarbeitende Parteien.

Aber wie tief auch die falschen Anschauungen eingewurzelt sein mögen, so kann doch dem Ein­sichtsvolleren die providentielle Anordnung nicht entgehen, wodurch die Geschicke der Halbinsel fast solidarisch mit dem apostolischen Stuhl verbunden sind, und folglich der Jrrthum, die italienische Sache in so offenen Widerstreit mit den Rechten des Papstes gesetzt zu haben. Wann aber war es je unziemlich für einen Staat, den Weg der gerechten Abschaffung begangenen Unrechts ein­zuschlagen? Und im gegenwärtigen Falle kann Niemand die moralischen und materiellen Folgen

Bestellungen auf die IuLöaer Zeitung werden zu jeder Zeit von allen Postanstalten, den Landbriefträgern, Zeitungsträgern sowie in unserer Expedition (Harmonie) angenommen.

Die Ansprache Leos XIII.

in Beantwortung der ihm im Namen des heil. Kollegiums der Kardinäle durch den Dekan des­selben dargebrachten Glückwünsche zum Weih­nachtsfeste 1897 lautete:

„Preis der göttlichen Güte, die Uns das liebe Weihnachtsfest wieder erleben läßt, und Dank dem hl. Kollegium, welches davon Anlaß nimmt. Uns abermals den Tribut seiner Ergebenheit dar­zubringen, welche Ergebenheit Unsererseits stets durch Liebe reichlich erwidert wird. Gerne ver­nehmen wir von Ihren Lippen, Herr Kardinal, den frommen Wunsch, betreffend die Herrschaft des Friedens, ein kostbares und segensreiches Gut, welches im Bewußtsein Unserer geistigen Vater­schaft Wir vor Allen für die ganze Welt in­ständigst erflehen. Wahr ist es, daß in Anbetracht aller Umstände die Frage des Friedens hienieden nie eine vollständige Lö ung finden wird; steht doch in den Rathschlüssen der Vorsehung ge­schrieben, daß das Leben des Menschen auf Erden ein Kampf sein wird. Die Leidenschaften, welche jede Ordnung stören, sind unzertrennbar von b-r gefallenen menschlichen Natur. Es gibt aber einen Frieden des Geistes und auch ein äußerlich ruhiges und friedfertiges Leben, welches wohl vereinbar ist mit dem Kämpferstande und wesentlich in der Ruhe der Ordnung besteht. In dieser Hinsicht ist der Friede, der dem Menschengeschlechte auf seiner Wanderschaft erreichbar ist, nur das Er- zeugniß der Gerechtigkeit und der Liebe. Dieser Art ist der einst vom Chor der Engel über die Krippe zu Bethlehem verkündete und der Welt unbekannte Friede. Er ist eine der unschätzbaren FrSchts- der mewschüchcu SriSfurrg -und wurzelt wie Sie, Herr Kardinal, ganz richtig gesagt haben, in der Befolgung der uns von JesuS Christus, Zem Erlöser, hinterlassenen Gebote und Beispiele. Und w'? der Mensch diesen Frieden nur durch Christus kennen gelernt hat, so verliert er jenen auch, sobald er sich von diesem entfernt; denn da das Gesetz Gottes in intellektueller Hinsicht Wahrheit und in praktischer Hinsicht Heiligkeit ist, so spricht aus ihm der unaussprechliche Friede des reinen Gewissens, jener himmlische Geist der Duldung und Liebe, der überall die Flammen der Bruderzwiste löscht, der den Herzen der 'Reichen und Mächtigen Gesinnungen der Mäßi­gung und Wohlthätigkeit einflößt und den Niedrigen und von dieser Welt Enterbten jene ruhige ^Ergebung, die in der zuversichtlichen Hoff­nung auf die verheißenen ewigen Güter Nahrung und Kräftigung findet. Mithin bewirkt die Mißachtung des geistlichen Gesetzes das Ab­handenkommen der Haupttugend, durch welche die moralische Ordnung und die wahre Grund­lage aller Ruhe aufrecht ei halten wird. Das ist die Ursache der alltäglichen Erscheinung, daß die

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* Brr letzte WMyz een Llllmey.

Eine historische Erzählung

von Philipp Wasserburg (Laicns).

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Egbert blieb erstarrt stehen. „Also ist es wahr! Zweimal geschlagen in wenigen Wochen?" rief er schmerzlich bewegt. „Weißt Du Näheres, Allan?"

„Wir wissen, was das Weib uns sagte. Die Unserigen sollen sich verzweifelt gewehrt haben. Zwei Stürme hätten sie abgeschlagen. Beim dritten wäre die Stadt genommen und Alles, was in den Weg kam, mebergebauen worden."

„Das ist die göttliche Rache für das Blut, das unsere Landsleute vergossen haben," mur­melte Egbert.

„Ein Thurm hielt sich noch, der wurde am dritten Tage übergeben. Von der Besatzung hat Cromwell die Offiziere und den zehnten Mann niedermachen lassen. Die übrigen sollen als Sklaven verkauft werden."

„Das ist schändlich!" rief Egbert entrüstet.

„Auch von den Bürgern soll der zehnte Mann nach Westindien kommen. Der Magistrat that einen Fußfall und man soll hoffen, daß die Maß- regel iinausgeführt bleibt, und zwar erzählte uns das Weib darüber fo sonderbare Dinge, daß wir Anstand nahmen, es zu glauben."

„Was war's?"

„Der Magistrat war bereits höchst ungnädig entlassen, als einer unter den Entlassenen auf­sprang, für die Gerechtigkeit der irischen Sache redete und England mit dem Zorne Gottes drohte."

„Ah, Freund Allan!" erwiderte der Häupt­

ling weich, „das ist Balsam auf die Wunde! Und was sagte der Furchtbare?"

„Er wollte den Sprecher aufhängen lassen . . . und da wäre . . . aber es ist zu sonderbar . . . "

„Nun?" fragte Egbert gespannt.

„Und da wäre ein Knabe erschienen, schön wie ein Böte des Himmels, leuchtenden Angesichtes, und der hätte es nicht gelitten."

„Wie hat er es aber wehren können?"

„Ja, das ist's eben! Er wäre zu dem Statt­halter gegangen, hätte ihn traurig angeblickt und gesagt: „Schenk' mir den Iren", und da hätte er ihm bett Iren geschenkt unb ber Knabe hätte ihn befreit. So soll ber Befreite erzählt haben. Aber das Volk glaubte nicht. Es meint, ber Himmel habe einen Boten gesandt, um den zu schützen, ber sich nicht gescheut hat, vor beut blut­dürstigsten der Menschen Gott als Rächer für die gerechte Sache anzurtffen. Auf den Statthalter soll die Sache großen Eindruck gemacht haben, und als die Frau flüchtete, war ber Transport der Verbannten noch nicht abgegangen. Man meint, es käme nicht dazu."

„Und wer war jener kühne Verfechter der irischen Sache? Kennt man seinen Namen?"

„O'Connell, Ralph O'Connell, der Sprosse einer angesehenen Familie; unter allen Magistrats- Mitgliedern ist er der jüngste, und soll vor nicht langer Zeit aus ber Grafschaft Kerry eingewandrrt sein, wo seine Freundschaft wohnt!"

„Ein Eiugewanderter zum Magistrat gewählt! Wahrlich, das muß ein ausgezeichneter Mann fein."

„Das Volk will sich auch nicht nehmen lassen, daß seine Errettung eine Vorbedeutung künftiger

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M 1.

25 Jahrgang

IuLöa, Montag, den 3. Januar 1898

eint Reichstage geschehen kann. Dagegen verfassungsmäßig ein Bedenken nicht ent« egen, die Neuwahl schon vor dem Ablauf der Legislaturperiode des jetzigen Abgeordnetenhauses

in Gedanken ermessen, die darau würden.

Die reichlichen Segnungen des Himme

Wtr über das hl. Kollegium herab und gleichsam

Unterpfand davon fei der apostolische Segen rc.

Deirtfches Aerch.

Berlin, 2. Januar.

* Der Kaiser kehrte am Freitag um 41/2 Uhr im Palais bes Reichskanzlers ein, um ben Vor­trag bes Fürsten Hohenlohe entgegenzunehmen. Die ,Nordb. Allg. Ztg.' gibt diese Nachricht in fettem Druck wieder; es scheint sich also um eine wichtige Angelegenheit gehandelt zu haben.

* Graf Ired v. IranKeuöerg, Mitglied des Herrenhauses, der in den Feiertagen zum Besuch beim Herzog von Ujest auf Schloß Ha- wentzitz weilte, ist dort geftorben. Graf Franken­berg war bekanntlich katholisch, aber ein Gegner des Centrums und seinerzeit Miturheber der Ratibor-Abresse.

X In der Presse ist bereits mehrfach darüber gestritten worden, zu welchem Zeitpunkte die Grueueruugswahkeu für de« Aeichstaz und das Abgeordnetenhaus nach den gesetzlichen resp. Verfassungs-Bestrmmungen vorzunehmen sind. Der Staatsminister Herfurth widmet in der ,D. Juristen-Ztg/ dieser Frage eine längere Ab­handlung unb gelangt zu folgendem Ergebniß in in Betreff des Reichstages: ,,1) Die Legis­laturperiode des Reichstags beginnt mit dem Tage seines ersten Zusammentretens, nicht aber mit dem Tage ber Wahl, unb endet mit dem letzten Tage des fünften Jahres nach diesem Zeit­punkte (im vorliegenden Falle also am 3. Juli, nicht am 14. Juni 1898). 2) Die Anordnung und Vornahme der Neuwahl vor Ablauf der Legislaturperiode des gegenwärtig in Funktion stehenden Reichstages ist an sich gesetzlich zulässig, jedoch nur unter besonderen Umständen als em« pfehlenswerth, der Regel nach als unzweckmäßig zu erachten. 3) Hat die Anordnung und Vor­nahme der Neuwahl nicht schon vor Ablauf der Legisiaturpe^ode des gegenwärtig -fungircnben Reichstags stattgefunden, so entspricht es dem (Seift? ber Reichsverfassuug und der Stellung des Reichstags im Organismus des deutschen Reichs, daß dieselbe thunlichst bald nach Ablauf der Legislaturperiode erfolge. Eine Verletzung der Vorschriften der Reichsverfassung würbe jedoch durch eine längere Verzögerung und in dem Falle angenommen werden können, wenn dadurch die alljährliche Berufung des Reichstages oder die rechtzeitige Feststellung des Reich^hLushaltsetats durch ein Reichsgesetz vor Beginn des Etatsjahres unmöglich gemacht werden sollte." Das vor­stehende unter 1 und 3 Gesagte hält Herr Herr- furtt) auch für das Abgeordnetenhaus für zu­treffend. sJlur in zwei Punkten ist eine Ver­schiedenheit vorhanden. Während der Reichstag auch der Verfassung nur „alljährlich" berufen werden soll, hat in Preußen d e Berufung von An­fang November bis zu Mitte Januar stattzufinden. Sodann sind in Preußen die Kammern „nach Ablauf ihrer Legislaturperiode" neu zu wählen; es würde daher nicht zulässig fein, vor diesem Zeitpunkte die Neuwahl vorzunehmen, während

auszuschreiben, sofern nur die Vornahme des Wahlaktes selbst erst nach dem Tage des Ab­laufs feiner Legislaturperiode erfolgt. Als dieser Tag ist, da das im Jahre 1893 gewählte Ab­geordnetenhaus zum erstenmale am 16. Januar 1894 zusammengetreten ist, der 15. Januar 1899 anzunehmen.

* Nach Kiaotschau soll sich dem ,Berliner Sägeblatt' zufolge demnächst der gegenwärtige deutsche Konsul in Kanton, Dr. Knappe, be­geben, um vorläufig an die Spitze der zu errichtenden Civilverwaltung zu treten. Dr. Stübel, Deutsch­lands Konsul in Shanghai, der anfänglich zum Administrator ausersehen war, wird auf vielfach geäußerten Wunsch kommerzieller Kreise, die von seinem Fortgang eine Schädigung laufender Handels­interessen befürchten, bis aus weiteres seinen Poften beibehalten.

X In Bayern haben die bereits vorher an- gekündigten Kundgebungen gegen die Ilotten- vorkage ihren Anfang genommen. So hat am 29. Dezember eine starkbesuchte Generalversamm­lung des Christlichen Bauernvereins für Unter­franken und Aschaffenburg die nachfolgende Re­solution angenommen: „Die heutige 5. General­versammlung d s Christlichen Bauernvereins für Unterfranken und Aschaffenburg nimmt ent­schieden Stellung gegen die dem Reichstage zu­gegangene Vorlage des Marineseptennats, und erwartet, daß unsere Abgeordneten jede weitere Belastung des Volkes, fei es mit direkten oder mit indirekten Steuern, auf das Entschiedenste zurückweisen." Der von über tausend Personen besuchten Versammlung wohnten von Centrumsparlamcntariern die Reichstags­abgeordneten Burger, Gerstenberger und Dr. Heim und die bayerischen Landtagsabgeordneten Lau­mann, Schulz, Aumüller und Fanlstieg bei. In derselben Versammlung wurden die Abgeordneten im Reichstage wie im bayerischen Landtage auf« gefordert, wie bisher so auch fernerhin auf eine Hebung der Preise ter laudwirthschaftlichen Pro­dukte hinzuarbeiten.

* Der Gesetzentwurf über die Ncubewilligunz des 100 Wiffione«-Ionds soll die Zustimmung des Staatsministeriums bereits gefunden haben. Der Berichterstatter, der dies meldet, deutet an, daß außerdem in der polnischen Frage noch nichts weiteres geplant sei. Ebenso will die,9teue Berliner Korr.' ihre neuliche Meldung über eine neue Vereinsgesrtznovelle, die sich ja in erster Linie mit der polnischen Sprache befassen sollte, nicht preisgeben.

* lieber eine Vermehrung der Kadetten und Schiffsjungen im nächsten Jahre läßt sich das ,Berl. Tageblatt' aus Kiel berichten. Eine solche Vermehrung dec Kadetten um 30 und der Schiffsjungen um 150 ist schon in dem dem Reichstag vorliegenden Etat 1898—99 vorgesehen.

X Zur Prüfung der wichtigen Frage der käudkichen Schnkdeutkastung hat die Branden­burgische Landwirthschaftskammer eine besondere Kommission eingesetzt. Die Kommission soll die vom Sonderausschüsse für Kreditgenossenschafts­

Thaten fei. Sein Name ist in aller Munde zu Drogheda."

„O'Connell, sagst Du, O'Connell! Den Namen wird man in Irland segnen, so oft man der Unterdrückung Englands gedenkt!"

Während dieses Gespräches war man all­mählich ins Thal gekommen, und bei einer kleinen Wendung der Straße um ein Gebüsch hatte man die Gruppe fast unmittelbar vor sich. Die Frau hielt das Kind im Arme und saß zur Seite, das Pserd war an einen Baum gebunden, und auf der Straße stand der junge Ire, nach der Rich­tung spähend, woher Beistand kommen mußte.

Als Robert O'Dreutor unter den Kommenden seinen Vater bemerkte, eilte er demselben entgegen. Die Begrüßung war ebenso herzlich als achtungs­voll. Beide Männer reichten sich die Hände. Der Sohn erkundigte sich nach feiner Mutter, und als er darüber befriedigende Auskunft er­halten, empfahl er das arme Weib dem Schutze der Seinen.

Unterdessen waren auch die Iren herange­kommen, die Egbert und Allan gefolgt waren, und in der Ferne hörte man bereits das Rollen des Wagens, welchen der Häuptling vor feinem Fortgehen zu schicken angeordnet.

Egbert betrachtete prüfend die paar Stücke zertrümmerten Hausrathes, die sammt den ein­zelnen Theilen des gebrochenen Handwägelchens von den Iren zusammengetragen wurden.

„Eigentlich," bemerkte er leise zu Allan, „ist das Ganze des Zusammentragens und Aufladens nicht werth . . . aber," fügte er nach einer Weile sinnend bei, „es ist alles, was die Arme gerettet

hat! Und wär's der Werth eines alten Nagels, cs soll ihr erhalten bleiben."

Unterdessen drückte sich Robert an Allan heran unb wartete begierig, bis ihn fein Vater los ließ, um eine vertrauliche Frage an ihn zu richten.

Jetzt war endlich dieser Augenblick gekommen, und er flüsterte ihm fragend in das Ohr:

„Hast Du es dem Vater gesagt?"

„Ja!" antwortete dieser ebenso.

„Unb wie hat er es aufgenommen?"

„Mich hat er ausgescholten, daß ich Dich an ihn verrathen hätte."

Robert drückte mit dankbarer Wärme Allans Hand.

„Aber verschone mich mit solchen Aufträgen; ich bin mir wirklich fast jämmerlich vorgekommen, als mir bet Alte vorwarf, ich sei mit Dir von derselben Milch genährt worden und nun verrathe ich Deine Geheimnisse."

„Beruhige Dich, Allan, ich weiß ja, daß da- nicht der Fall ist."

„Ja Du! Aber Dein Vater, Deine Mutter! Und wenn diese es sagen, bin ich vor dem ganzen Sept beschimpft. Das ist nichts Geringes."

„Wer hätte aber auch bas gebucht; aber ich werde Deine Ehre wieder Herstellen. Verlasse Dich darauf. Niemand soll Dir Nachreden, daß Du Deinem Freunde meineidig geworden. Laß gut fein!"

„Warum ordnest Du denn nicht selbst die Sache?" .

„Ich hätte ja kein Wort hervorgebracht. Ich weiß nicht, wie das ist. Ich habe gar keine Furcht vor meinen. Eltern; icks'M^ß,, DH fr mich un-