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FuldaerMZeitung
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Jtl 299.
Jutöa, Dienstag, den 31. Dezember 1901.
28. Jahrgang.
SchlluML auf das 1. Mal 1902 der,F«ldaer Zeitung'werden fortwährend von alle« Postanstalte», Land- brieftrager» und von unserer Expedition (Harmonie) entgegengenommeu.
O diese „Pfaffen"!
Eine wahrheitsgetreue Geschichte, erzählt im .Grazer Bolksblatt'.
Es war einmal e>n Professor, welcher seine Vorträge gewöhn! ch mit den Bemerkungen aus- chmückte: „Die Geistlichen sind für nichts! Kurz, um mich gewöhnlich auszudrückm: Die Pfaffen haßten von je her die Wissenschaft, Kunst und allen Fortschritt: sie liebten und lieben «nur den Rückschritt und die Finsterniß!*
Eines Tages nach der Schule kam zu ihm ein Student. Er war ein braver Bursche, geistig »er-
D Der Bund der Landwirthe
setzt seine Wühlarbeit in katholischen Gegenden unverdrossen fort, und namentlich bemüht er sich, die bestehenden Bauernvereine zu sich hinüberzuziehen, oder sie durch den Uebertritt einzelner Mitglieder zu spalten. Wie in unseren benachbarten Kreise» Hünfeld und Gersfeld, so hat auch in den rheinischen, westfälischen und schlesischen Bezirken der Bund der Landwirthe überall eine entschiedene Absage bekommen. Aber mit der Hartnäckigkeit eines jüdischen Haufirers, der aus der Vorderthür hinaus- geworfen durch eine Hmkerthür wiederkehrt, hat der Bund der Landwirthe immer wieder den Versuch gemacht, in die Gebiete der Bau.ru- vereire einzudringen und dort festen Fuß zu fassen. Von Ort zu Ort ziehen seine be- zahlten Wanderprediger, um das neue Evangelium des Bundes der Landwirthe zu verkünden und die Landwirthe zum Abfall und Uebertritt zu bewegen. Sind auch die Erfolge bis jetzt gering, so dürfe» doch die Befahren nicht unterschätzt werden, die in dieser fortgesetzten agitatorischen Propaganda liegen, die Gefahr einer Zersplitterung, die Gefahr einer Spaltung, die Gefahr weiterer F hden und Kümpfe auch auf rein politischem Boden.
„Der Bund der Landwirthe genir : sich nicht", erklärte der Bundesredner Neureuther am 30. Ium d. I. zu Eppinqen. O nein, weder in dem Ziele, «och in der Art und Weise ftiuer agitatorischen Propaganda. Am 10. Dezember d. I. wurde in Heiligenstadt im Etchsfeld eine „Wahlkreisversammlung" des Bundes der Landwirthe abgehalten, die bei einem Besuch von 70 Männern nicht gerade impcnirend war. Aber der Vorsitzende, Herr Großgrundbesitzer Lorenz. Geismar erklärte trotzdem, daß dieses Auftreten des Bundes nur eine „Kraftprobe" sein solle, und er fügte hinzu: „Tritt der jetzige Abgeordnete [o. Strom- brcks nicht voll und ganz stzr unsere s^es Bundesj Forderungen ein, dann werden wir eine Agitation auf dem Eichsfelde ent- falten, an der die Centrumspartei eine „Freude" haben soll». Man sieht, auch Herr Lorenz Geismar „genirt sich nicht", aber den höchsten Grad einer ungenirten Off n- herzigknt bat er erst erreicht, als er dann er-
^.klärte: „Ilttsere ArSeit ist, die
««fzntzetze»". Dieser Ausdruck ist nach der Versicherung der,Eichsfrldia' sofort, nachdem er gefallen, niedergeschrieben worden, er ist auch bisher noch nicht m Abrede gestellt und kann also als unbestritten urd als authentisch au- gesehen werden. Ueberdirs hat Herr Lorrnz. Geismar mit seinem Ausdruck auch sachlich das Richtige getroffen: Die Hauptarbeit des Bundes der Landwirthe besteht thatsachlich nur dann, „die Bauern arch »Hetzen". Und qe ;sn wen auf Hetze»? Zuerst gegen die Regierung, jo daß der Kaiser in feiner Tafrlretze in Königsberg am 6. September 1894 „tkf be« kümmerten Herzens" die um ihn versammelten Herren davor warnte, Opposition zu treibe» und mit Mitteln der gewerbsmäßige» Oposttions- Parteien Lärm zu mache». Aber^ bald richtete sich auch gegen das Sentrum die Hetz». Nach dem Falle des Antrags Kanjtz wurde rn dem Organ des Bundes das Centrum verdächtigt, dem neuen Kours „Hebrammendrenste" geleistet zu haben und dann erklärt: „Wir wollen die Hoffnung nicht ausgeben, die C.ntrums- wählerschast zu uns herüberzuzirhen". Am offenherzigsten aber drückte sich der verstorbene erste Vorsitzende des Bundes der Landwirthe, Herr von Ploetz auf einer Versammlung in Danzig am 29. November 1895 aus, indem er «Märte: „Jas Ke»tr«or «r«ß gefprexgt Werden". Die Stellungnahme des Bundes der Landwirthe gegen die katholische Kirche mag einer besonderen Besprechung vorbehalten bleide». Erwähne» müssen wir jedoch schon i» Wem Zusammenhänge, daß ein RSner vom Bunde der Landwirthe im Jahre 1894 auf einer , Versammlung in Duderstadt sich nicht genirte ' Zu erklären: „An dem ganzen Elend der Landw.irthschäft ist nur Ms GelLlkch- <
feit schuld". Sogar vor einer direkten Beschimpfung der katholischen Geist- lichkeit genirt der Bund der Landwirthe sich nicht: Am 22. Dezember ds. Jrs. sollte in NeuwegerSleben im Kreise Oschersleben eine Versammlung abgehalten werden, die aber nach westfälische« Muster nur von 2 Polizisten und 12 Personen besucht war, so daß der Bundesredner Müller sich auf eine Prioatunter« Haltung beschränkte und in dieser erklärte: „Nach Neujahr gehe ich in die Kreise Heiligenstadt und Worbis zu den Katholiken... Da kommen drei, vier Pfaffen (!!) angerückt, da gibt es Debatten, das macht Spaß" Nun. die Katholiken in Hetligenstadt und Worbis werden dem Bundesredner Müller schon die gebührende Antwort geben, wenn er kommt, mit den „Pfaffen" zu disputiren. Dieser beleidigende Ausdruck für einen katholischen Geistlichen steht auf derselben Höhe des Anstandes und der „zarten Rücksichtnahme", mit welcher Dr. Oertel in der Generalversammlung des Bundes der Landwirthe vom 14 F bruar 1898 unter stürmischem Beifall derselben vom „Murmeln der Gebets" und „dogmatischem Formelkram" sprach und im Gegensätze dazu die „Weltanschauung" des Bundes der Land- wirtde empfahl.
DerBund der Landwirthe genirt sich nicht. Das hat auch sein Einbruch in die Rh ein- Provinz bewiesen. Auf der Düsseldorfer Versammlung, die Anfangs April d. I. abgehalten wurde, hat Herr Käthes von MörS mit einer erquickenden Ungenirtheit öffentlich erklärt, daß man den protestantischen Landwirthen nicht habe zumuthen können, in den Rheinischen Bauernverein einzutreten! Und doch bat der Rheinische Bauernverein seinen int rkonfesfionellen Standpunkt u. a. dadurch kundgegeben, daß er schon in den achtziger Jahren Den evangelischen Baron v. d. Leyen auf Haus Meer zum Vorsitzenden des Kreis verbandes Neuß, also eines fast vollständig katholischen Kreise« machte, während der Vorstand des Bundes der Landwirthe ausschließlich evangelisch ist. Welche Beleidigung für die katholischen Landwirthe liegt darin, daß man die evangelischen Landwirthe füc zu gut hält, einem der Mehrzahl nach aus Katholiken bestehenden Bauernverein beizutreten, während die katholischen Landwirthe als gerade gut genug bezeichnet werden, sich einem evangelischen Bunde der Landwirthe unterzuordnen! Aber der Bund der Landwirthe genirt sich ja nicht. Die Katholiken sind ihm, wie es in dem „Mistkäfergedicht" der Deutschen Tageszeitung" heißt, „ekles Gewürm", „Feuerwanzen", „der Hölle Schranzen", „lichtscheue Todten- gräber", „Nachtgeschmeiß'' u. s. w. oder sie werden, wie es in der händlerischen „Umschau" anläßlich der Reichstagswahl im 9. hannoverschen Wahlkreise hieß, „Römische ' und „Päpstliche" genannt, wobei noch von „thörichlen Aeußerungen des sich für unfehlbar haltenden Papste«" die Rede war. Alles das können die Katholiken doch nicht vergessen, wenn der Bund der Landwirthe mit feiner Werbetrommel an sie herantritt, so wenig wie sie es vergessen sollten, daß sie vom Bunde der Landwirthe tn Bezug auf ihre teil« äiöfen Forderungen nicht die gmngfle Rücksichtnahme — eher das Gegrntheil — zu erwarten haben. Wie geringschätzig hat sich die «Deutsche Tageszeitung^ u. a. über die Beschwerden deSCrntrums beider BerathungdesKultus- etats ausgesprechen. Ja Rc. 203 osm 2. Mai 1897 pcttHte dieses Organ des Bundes der Land- wrrthe die hervorragendsten Rede« der Csxtrums- Mitglieder spöttelnd „Dauerreden", deren Ergeb- n-ß „noch zu gut ««geschätzt würde, wenn man es gletch Null setzte." Am 11. Dezember S. I rechnete dis .Deutsche Tagesznmng' das C-ntrum des Reichstags sans gäce zu den „anti.-.aüonalkrr Parteien."
Wahrlich: Der Bund der Landwirthe senirt sich nicht. W'.r haben in vorstehenden Ausführungen, die wtr im Wesentlichen der .Germania' entnehmen, nur mit einigen Streif, l'chtern dieses Thema erörtert; aber wenn die Herren vom Bunde der Landwirthe das wünschen, werden wir noch mit weiterem Material auf- warte«.
anlagt und ließ sich nicht leicht in« Bockshorn jagen. Immer erdachte er neue Streiche. Dieser also geht zum Professor hin und sagt: „Herr Professor! Wären Sie nicht so gütig, mir einige Zweifel lösen zu wollen, die mich peinigen, seit ich Ihre Vorträge anhöre."
„Warum denn nicht, lieber Freund! Mit Vergnügen! O, recht gern! Nur heraus damit!"
„Nur einige Fragen, Herr Professor! Wer hat uns denn die alten Klassiker erhalten? Wie sind sie denn nicht zu Grunde gegangen damals, all- ute mittelalterliche Barbarei die ganze Kulturwelt überschwemmte?"
„Mönche haben in ihren Klöstern sie abgeschrieben und sie so gerettet."
„Was, Mönche?"
„Ja, Mönche, besonders die Benediktiner!"
„Ach, die Pfaffen! Also Mönche haben di? alten Codices avgeschrteben und sie so für uns gerettet? Da« mußte wohl eine mühevolle Arbeit gewesen sein, was? Und selbstverständlich haben sie sich durch den Bibliotheksstaub Lungenschwindsucht zugezogen? Freilich, freilich! Nicht wahr, da« war noch damals, al« die Regenten nicht einmal ihre Namen unterschreiben konnten? Merkwürdige Zeiten und merkwürdig diese Mönche, daß sie Lust hatten, Buchstaben für Buchstaben aus Lioiu«, Cäsar, Cicero, VirgiliuS abzuschreiben und dazu noch au« Properz, Tibul. Ovidius.....usw
Und wie schauen diese Codices aus! Sorgfältig geschrieben — wie g-malt, und die Initialen sind wahre Kunstwerk- ! O, diese Pfaffen! — Warten Sie, Herr Professor! Ist es wahr, daß wir ohne den Pfaffen auch keinen Columbus und Vasco be (Santa hätten? Ein Mönch, Fra Mauro, sagt man, hätte im Jahre 1450 jene berühmte Karte gezeichnet, welche Eolumbu«' Gedanken anregte ?"
«Es ist wahr, aber eine solche Karte hätte auch jemand Anderer zeichnen können."
„Selbstverständlich! Warum sollten nur die Pfaffen solche gescheidte Gedanken haben? Hören Sie! Auch das, Herr Professor, habe ich gelesen, daß an die Stelle der ungeschickten römischen Zahlen ein Papst die arabischen Ziffern in der Arithmetik eingeführt habe?"
Papst Sylvester II. hatte sie eingeführt. Freilich hätte das auch etn Anderer gethan, wenn sich die Päpste nicht immer in den Vordergrund gedrängt hätten!"
„Auch sagt man, daß bas Fernrohr und das Mik oskop ein Pfaffe erfunden hätte. Doch da« kann ja doch nicht wahr fein? Die Pfaffen wollen sich Alles aneignen!"
«Das heißt, es ist schon wahr. Der Franziskaner Roger Bacon hat diese Instrumente ausgedacht, aber das war ein moderner Franzi kaner und nicht irgendwie ein Finsterling-Kuttenträger."
„Du verfl xter Bacon! Wann hat er dem; gelebt?"
„Er ist im Jahre 1292 gestorben."
„Er war sehr früh modern, nicht wahr? — Noch ctwas! Unlängst habe ich gelesen, wer al« Erster b e Lehre vortrug, daß die Sonne stille sieht, daß aber die Erbe sich dreht. Das wissen doch sicher nicht einmal Sie, Herr Professor."
„Copernicus!"
„Ncin, Herr Professor! Dieser Domherr war nicht der Erste. Fast hundert Jahre vor Coper- nicus lehrte das — was meinen Sie, wer? — bet Bischof von Regensburg, Regiomontanus (f 1476)!"
„Möglich!"
, „Entschuldigen Sie gütigst! Warum w'rd das Zeitalter, wo Die Wissenschaften, Künste und die Literatur ganz besonders blühten, „das goldene Zeitalter Leo X." genannt?"
„Warum? Weil L-o X. ein besonderer Gönner der Gelehrten, Künstler und Literaten jener Zeit war."
„WtS, Leo Papst und zugleich Gönner aller kulturellen Elrungenschaften?"
„Mir kommt es vor, Bursche, Du hältst mich zum Besten?"
„Ach bewahre! Das sind nur Zweifel, Zweifel, unerträgliche Zweifel! Ich möchte gerne den Pfaffen Eins aufspielen, daß sie lauter Rückschrittler und Finsterlinge find, aber diese Zweifel geben mir keine Ruhe. — Nun, ist es wahr, Herr Professor, daß die ersten unentgeltlichen Volksschulen de la Solle eröffnet hatte?"
„Ja, der Franzose de la Salle."
„Der Priester de la Salle!"
„Der Priester!"
„Und daß der Taubstummen der Erste fich angenommen hat der Spanier Pedro de Ponce und nach ihm de l'Epve?"
«Ja, der Spanier be Ponce und nach ihm l'Epee!"
„Der Mönch be Ponce und der Priester ’Spee?" — Seien Sie nicht böse, Hcrr Pro- essor! Wir zwei sind ja nicht schuld daran, daß )ie Pfaff n in der Geschichte gar keine Ruhe geben. Bitte, auch das noch habe ich gelesen: Nicht genug, daß Der Mönch Berthold Schwarz
das Pulver, der Mönch Guido d'Ärezzo die Skala und die Grundregeln der Harmonielehre erfunden hat, ein Mönch von Tegernsee in Bay nm um 1000 die Glasmalerei, der Jesuit Cavalieri (1747) die Polychromie entdeckte, der Jesutt Secchi die Spektralanalyse--"
„Genug davon! Ich sehe schon. Du hälft mich zum besten! Blitz ur>d Donner!"
„Richtig, richtig! Den ersten Blitzableiter hat auch nicht Franklin hergesiellt, sondern schon 1754 der Prämonstratens ermönch Pfarrer Prokop Divsich! Da« hat sogar der Kürschner in seinem Konversationslexikon!"
„Halt die Zunge, Schwätzer!"
„Ah, der größte Sprachkünstler unserer Zeit war wohl der Polyglotte Kardinal Mezzssantt!"
„Du Rückschrittler!"
„O nein! Der größte Rückschrittler war der berühmte Paläograph des neunzehnten Jahrhundert«, Kardinal Mai. Der hat uns die Palimpseste eröffnet."
„Genug der Dummheiten! Schau, daß Du weiter kommst!"
„In welcher Richtung" Das kann Ihnen sicher nur der Diakon Flavio Gioia sagen. Er hat um 1300 den Kompaß bedeutend verbessert!"
„Du bist hirnverbrannt!"
„Was, wenn ich mich verbrannt habe, da muß die Feuerspritze her, damit keine Feuersbrunst entsteht. Die Feuerspritzen haben zuerst die weißen Mönche, Cisterzienser, eingesührt, und die Pariser Kapuziner waren bis zum siebzehnten Jahrhundert die Feuerwehrmänner von Paris!"
„Wenn Du nicht schweigst, fliegst Du hinaus!"
„Vielleicht in die lustigen Höhen? Richtig! Den ersten Luftballon hat schon 60 Jahre vor Montgolfieri der Mönch Berthold Gusmac erfunden, welcher 1720 in Gegenwart des ganzen portugiesischen Hofes mit dem Luftballon auffuhr. — Was wischen Sie sich dis Augengläser, Herr Professor? Das ist ja auch eine Erfindung der Pfaffen! Augengläser hatte im dreizehnten Jahrhundert der Dominikaner Alexander Spina erfunden! — Haben Sie fo Eile, daß Sie auf die Uhr sehen? Das sollten Sie überhaupt nicht thun, die Uhr ist eine Erfindung der Pfaffen! Die erste Uhr haben wir von dem Kirchenschriftsteller Crssio- doru« (f 505) verbessert hat aber diele Erfindung Gerben, der nachherige Papst Sylvester II., den wir schon erwähnt hatten. Die erste astronomische Uhr stellte her der Abt Richard Walinsort im Jahre 1316. — Nm, jetzt gehe ich aber! E« brennen schon die Gasflammen. Nur das noch, Herr Professor! Sie wisst» sicher noch nicht, daß das Gaslicht die Jesuiten erfunden haben, diese „nativ lucfuga!" Ganz bestimmt haben die Jesa'ten es erfunden und 1794 in Sionyhorst in England zuerst eingeführt. Der Jesuit Dünn aber errichtete 1815 in Preston die erste GaS- gesellschaft. — Adieu, Herr P'vfeffor! Wollen Sie gütigst entschuldigen! Was, ein B. cyclo haben Sie auch? Dieses Trug ersann der Priester Pianto», welcher schon 1845 mit dem Zweirabe fuhr. — Gute Nacht! Bitte nochmals um Entschuldigung! Was wahr ist, bleibt wahr! Nur Wahrheit rede der Geschichtsforscher!"
Noch einmal sagte der Studrnt „Adieu!", der Professor aber nichts. —
* UerMifcht**.
+ Aühnerzncht in VerSirrdrmg mit Hvstva«. ©in Hühnerzüchter fragte kürzlich beim praktif-ren Rath- peberxin Obst- und Gartenbau an, wie fich Hühnerzucht und Obfibau verbinden lassen. Aus einer Reihe werthvoller Antworten, die auf diese Frage eingelaufen sind und jetzt veröffentlicht werden, geht h-rvor, daß die Bereinigung von Hühnerzucht und Obstbau sehr glücklich ist und daß fich die beiden Betriebe in keiner Weise beeinträchtige«, sondern nur unterstützen. — Die Hühner fühlen fich lehr wohl im Obstgarten und fördern -das Gedeihen der Bäume durch ihren Dünger und durch eifrige Insektenvertilgung. — Man rechnet auf den Hektar 100 hochstämmige oder 200 halbstämmige Obstbäume und 500 bis 10-: 0 Hühner. Wer sich für diese Angelrgenhett interesfirt. taffe fich die betr. Nummer (62) des RathgeberS schicken, die vom Berlage (Tro- witzsch und Sohn in Frantfurt a. O.) kostenfrei den Interessenten zugesandt wird.
* Gott sei Dank! Pantoffelheld (im Zoologischen Garten da« Krokodil betrachtend): „Gott sei Dank, solch' Mundwerk hat meine Alte denn doch noch nicht!"
Gottesdiettstsrdnung in Fulda.
Mittwoch,1.Jan. (Neujahr.) Dom. 1li6, 6«. 7 U. hl. Messen, 8 Uhr Pfarramt und Predigt, >/,10 Uhr Katbedralamt, 12 Uhr hl. Messe, l1/« Uhr Andacht, 4 Uhr Abendi-mdocht, 7 Uhr Andacht mit Segen in der Mattenkapelle. — Stadtpfarrkirche. 51/« Uhr hl. Messe und Predigt, 6 uni- 7 Uhr hl. Messe, 8 Uhr hl. Messe und Predigt, 91,« Uhr Amt und Predigt, 3 Uhr Andacht. - Pfarrkirche?um hl. Geiste. 8 Uhr Hochamt mit Predigt, 4 Uhr Andacht mit S?«en. — Frauenberg. Hl. Messen um 5, ' -6, 8, ‘/s7 und 8 Uhr. Um 9 Uhr Militär gottesdunst. Nachm. um 2 Uhr Predigt und Andacht für die Trrziaren.
GnangeNscher Gottesdienst. Bonn. 91/» Uhr: Herr Supcttrtenbent Ruhl Borm. 11 Uhr: Militärgottesdienst in der alten Kirche. Herr Superintendent Ruhl. Abends 6 Uhr: Herr Pfarrer Hattendorfs.