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FuldaerMZeitung
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Inwa, Dienstag, den 24. Dezember 1901.
28. Jahrgang.
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segensreiche- Weihnachtsfest werden.
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Weihnachtsgaben
Dir Tagebücher des FML. Blumenthal, die
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in bet Severikirchc.
Predigt
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reßelnpi aif das 1. Mol 1902 der,F»ldaer Z eit««g«werden fort« während von Men Postanstalten, Land« driefträgern «nd von nuferer Expedition <Har«ro«ie) eutgegengeuommen. Die« jenige«, welche die Zeitung schon jetzt be- stelle«, erhalte» dieselbe bis Ende Dezember kostenfrei.
Uermischrrs»
AIS Familienfest, welches wir so gern im stillen, trauten Kreise feiern, ist Weihnachten aber auch recht darnach angethan, insbesondere de» Familienvater zu einer gewissen Einkehr in fich selbst zu führe» und ihm die eine oder andere Gewifsenssrage in die Erinnerung zu rufen. Der hohe Werth deS Elternhauses, die Bedeutung der Familienbande kommt uns in
Geschichte der zweiten Hälfte deS vorigen Jahrhunderts, eine werthvolle Ergänzung der eben jetzt kompletirten Erinnerungen Bismarcks. Daß dieser mit kleinen Mittel« oft Ungeheuerliches bewirkte, ist längst bekannt, aber daß er auch ganz UnnöthigeS, wie das Bombardement von Paris, mit aller Gewalt durchsetzte, ist erstauu» lich und stellt eine dunkle Seite seines Charakters unter so grelle Beleuchtung, daß man davon besonders Akt nehmen muß.
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Das Bombardement von Paris.
ef wird ein I abging, zum König, um zu sagen, er wäre et» Mlßoerständniß, so schlimm wäre eS nicht, ma» sei nur ungeduldig wegen der Verzögerung des Bombardements, für welches fich auch Mllitärs auSsprächen. Und schließlich setzte BiSmarck seinen Wille» durch, obwohl Moltke über die Bombardement-Marotte im höchsten Grade aufgebracht war. Am 27. Dezember begann das Bombardement. Blumenthal notirte darüber: .Die Blamage hat ihre» regelmäßige» Anfang genommen." Unmittelbar nach der am 27. Januar erfolgten Kapitulation von Paris schäeb Blumenthal: „Wie eS war, hätten wir «och monatelang schießen können und wären wahrscheinlich durch die in Unzahl vorhandenen Geschütze zum Schweigen gebracht worden.....
Welches Glück, daß gerade jetzt der Hunger sein Werk gethan hat; eS ist wirklich ein unverdientes Glück!"
O»«»U«Nscher Mittwoch den
25. S&Kmbet. kl. Ehrififesttag.) Bonn. 6 Uhr: Herr Superintendent Ruhl, Bonn. 9*,» Uhr Herr Superintendent Ruhl. (Hl. Abendmahl, Kollekte). Abends 6 Uhr: Herr Pfarrer Hattendorfs. Donnerstag de« 26. Dezember. (2. Ehrififesttag) Bonn. 9>/i Uhr: Herr Pfarrer Hattendarf, Bonn. 11 Uhr: Miltöv> «ottesdienst in der allen Kirche, Herr Euprrintendertt Ruhl, Adrnd» 6 Uhr: Herr Kandidat Kur».
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Gottesdienstordnung in Fulda.
diesen Tagen ganz besonder- zum Bewußtsein; »m so mehr müssen wir u»8 frage», wie wir eS i» dieser Hinficht mit unsere« Pflichte» gehalten habe». Wir denke» hier weniger an die Erfüllung unserer nächstliegenden Pflichte» im hä»S l t che» Kreife. Auch hierfür kann da- WeihnachtSfest gewiß manche ernste Mahnung ertheilen. Aber der Man» hat auch draußen, im öffentliche» Leben Pflichten 8« erfüllen, religiöse und soziale Pflichte» gegenüber fich selbst und zugleich im Inte- resse seiner Familie, deren berufener Vertreter, Schützer und Erhalter er ist. Leider gibt eS Uvzähltche, die fich um diese Pflichten wenig oder gar nicht kümmern; möge da« Weihnachtrfest von neuem daran erinnern, möchte» wenigstens viele von ihnen mit dem mm™ der „Juten RaHotihn" gkhSre», die M
schönsten WethnachtSgaben bescheere»! 1 Ä-r- t' ,t- - — ■ — -- ’
„Es ist heute nothwendi-, daß ma» nicht bloß für sich in der Familie katholisch ist, sonder» daß man auch im öffent. ltche» Leben seine katholischen Grundsätze vertritt;" so sagte der Herr Bischof Voß während der diesjährige» Katho- likenversammlung in Osnabrück. In der That ist eS angeficht- der vielfachen heftiges Angriffe, welche unsere katholische Kirchs neuerdings wieder erfährt, der schmählichen Verleumdungen und sonstige» Hilfsmittel, mit denen man die Katholiken zum Abfall von ihrer Kirche und ihrem Glauben zu verleiten sucht und daS Ehristenthum überhaupt befehdet, ist eS heute !anz besonders eine heilige Pflicht für den atholifche» Mann, auch im öffentlichen Lebe« ei» entschiedenes Bekenntniß der Gla»be»Streue abzulegen und an der that- kräftigen Abwehr der kirchenfeindltchen Angriffe fich |u betheiligen. Wir dürfen aber nicht zurückbleiben, wen» es gilt, i» Versammlungen und Vereine», vor allem in dem großen I BolkS-Verei» für das katholische Deutschland zur einmüthigen Vrrtheidigunz usserer religiösen Ueberzeugung wie ein Mann aufznstehen. Die Religion ist die Grund'- läge eines glücklichen Familie», lebens, um so größer ist daher die Verant- wortnng des Familienvaters, der fich über die genannte Pflicht hinwegsetzt. Wenn beispiels- weise seine Söhne und Töchter, die am Vater kein »ochahmenswertheS Vorbild katho- Uscher Bekennt» iß treue gehabt habe», später in der Welt draußen dem Geiste religiöser Zweifelsucht und SleichgiMg- «st und schließlich dem Unglauben anheim- EU-»., wenn sie diesen Geist auch in das l
DaS Bombardement war aber förmlich zu einer fixe» Idee BiSmarck'S geworden. Er bil- dete fich ein, Rußland und England würden interveniren, wen» man nicht Ernst mit der Be- schießung mache. Darum drang er fortwährend in Blumenthal, schmeichelte ihm unmäßig und beklagte fich bei chm bitter über de» Köniz und Moltke, welche ihn unhöflich, ja grob behandelten, wie er sagte, und ihm nicht einmal Nachricht von de» mMSrische» Operationen gaben. Er könne diese Behandlung nicht länger ertrage», möchte am liebsten mit dem gefangenen Kaiser Frieden schließen und dann nicht mehr Minister sein. Blumenthal sah nicht ohne „Genugthuung", daß BiSmarck auf Mderstand stieß. „Es ist ihm," | sagt er, „ganz unerträglich, hier eine zweite Rolle spielen zu müffen «ach all' de« Vorgängen, die ihn so hoch gehoben habe«. Daß Andere i« ihren Kreise« auch etwa- leiste« »ollen und können, und daß eS Dinge gibt, die auch einmal ein Anderer bester verstehen kann, daS scheint ihm wohl schon eine unberechttgte Anmaßung. Ich kann sehen, daß er gewiß schon öfter- de« letzte» Trumpf auSgespielt und mit dem Abtrete» gedroht hat. Die- Mittel scheint aber nicht mehr recht zu ziehe». ES wäre aber doch ein großes Unglück für Preuße», wein er wirklich die Flinte in'S Kor» werfe« sollte.
Wer BiSmarck lag fortwährend dem König in den Ohren und bediente fich, wie Blumr»- chal ausführt, der zweideutigsten Mittel und der verwerflichsten Jntriguen, um diesen herumzubringen. Er ließ durch Delbrück auS Berlin melden, daß eS in Folge Verzögerung des Bombardements im Reichstage zu einem Sturm kommen werde. Bo« anderer Seite ließ er dem Könige sage«, daß man in Berli« Unruhe« be. fürchtete. Der Kö»ig befahl, daß sofort ein I Telegramm abgesendet werde, ht welchem das I energische Einschreiten gegen jede Erneute an» geordnet wurde. Darüber erschrak Bismarck,! der fürchten mußte, daß an Stelle seiner falschen Berichte nun wahre trete« würden. Er schickte, bevor noch da- königliche Telegramm |
Weihnachten ist wieder gekommen!
Lichterglanz erstrahlt allüberall wieder Weihnachtsbaum zur Erinnerung an___
Licht der Welt, de« me«schgewordenr« Gottessohn. Und mit freundlichen Weih nachts- gaben bemüht sich ein Jeder die Seintgen zu erfreue», der schönen Sitte eingedenk, die uns an daS Gnadengeschenk der Geburt deS Welt- erlöserS mahne« soll. Es ist ein Fest der Liebe und deS Friedens, ei« Fest, das neben seiner hohen kirchlichen Würde in ganz besonderem Maße ein F a m i l i e«f e st geworden ist. Sehnt fich doch ein Jeder, diese Tage im Elternhause, im Kreise der Familie feiern zu können, und doppelt schwer wird die Trennung von der Heimath und ihren Lieben am Weihnacht-feste empfunden.
§aufe bleiben, wenn es gilt, an der Wahlurne x bewährte, sozialgestnnte Bolts- und Ge- I meindevertreter eine Stimme abzugeben und hierdurch daS Gewicht der öffentlichen Meinung zu Gunsten der energischen Weiterführung »irty- schastlicher und sozialer Reformen zu verstärken. Dann dürfen wir nicht zu jenen gehören, die ttäge beiseite stehen, die immer nur für ihr Vergnüge» Zeit übrig haben, während ihre Standes- und BerufSgenoffen fich zuthatkräftiger Selbst- Hilfe organifiren und schulen in Genossenschaften, in Innungen und Sewerkoereinen, in ben zahlreichen Standesvereinrn mit ihren mannigfachen Kaffen und sonstigen Wohlfahrt-- einrichtungen. Unser berechtigte- Selbstintereffe, aber auch die heilige Pflicht, für unsere Familien in der bestmöglichen Weise zu sorgen, gebietet «nS, jene erprobten Mittel ! anzuwenden, um unsere wirthschaftliche und so- | ziale Lage zu verbeffern und zu heben. Dazu kommt, daß auch die Modernen soziale» Mißstände in traurigster Weise zersetzend und zerstörend auf daS Familienleben einwirken; eS sei nur erinnert an daS furchtbare Elend der Kinderarbeit, an die frühzeitige Trennung jugendlicher Stbeltet vom Elternhaus-, an die Fabrikarbeit verheiratheter Frauen, und i ganz besonders an daS großstädtische WohnungS- elend, welches ein ordentliche- Familienleben vielfach Überhaupt nicht auskommen läßt.
Gewiß reicht zur gründlichen Besserung dieser Berhältntffe die Gelbsthllfe allein nicht an-; aber ebenso gewiß ist auch, daß i« zahlreichen Fällen doch manche- schon ganz ander- setn könnte, wenn der Familienvater seine soziale» Pflichte» »oll und ganz, mit «»ergie und Ausdauer erfüllte. Möchte , •. - >— —i- —-7 ■” — । bei manchem auch dieser Vorsatz »eben den
toab«^ne^Hrnnfflrfn,ttHat6en tnb Jebei früher genannten zu den Weihnachtsgaben wahre Familienglück untergrabe», welche schwere I gehöre«, die er de» Seintgen im Geiste unter I
Soziale Pflichterfüllung im öffentliche» Lebe» verlangen nicht minder endlich die vielfachen wirthschaftliche» und sozialen Miß. stände, welche nicht nur schwer am Mark des Volke- zehre», sondern auch der von der sozialistische« Agitation geschürtes Unzufriedenheit fortgesetzt Nährstoffe zusühren. Und gehöre« wir selbst zu denjenigen, die als Arbeiter oder Handwerker, Kaufleute oder Landwirthe in ihrer persönlichen Sage gar mancherlei Grund zur Klage habe», dann dürfen wir es erst recht nicht, wie eS leider noch so ost geschieht, bei den Klagen bewenden lasse«, dann heißt eS den Kopf angestrengt und frisch die Hände gerührt zur Verbesserung unserer Lage durch persönliche Tüchtigkeit und durch eifrige Mitar. beit in der Anwendung der mannigfachen Mittel, die das öffentliche Leben hierzu bietet. Dann dürfen wir vor allem nicht zu de» Tausenden
Die soeben erschienenen Tagebücher deS »er- storbenen Frldmarfchalls Graf Blumenthal, deS SeneralfiaoSchef- deS Kronprinzen Friedrich Wilhelm während deS Feldzüge- in Frankreich, werfen ei» Helles Licht auf viele Vorgänge bei der Belagerung von Paris und insbesondere auf die Art und Weise, wie BiSmarck daS Born-
bardement der Weltstadt gegen die Ansicht der militärischen Fachmänner erzwang. ~ dabei die Charakterzüge der verschiede____________,
deS Deutschen Reiches scharf hervor. Schon in Ferri örers hatte Bismarck die Ansicht vertreten, daß Paris bombardirt werden müffe, um die lieber «abe der Stadt zu beschleunigen. Aber sowohl Moltke wie Blumenthal waren dagegen,, viuwuuw,
nicht nur aus Humanitären, sonder« auch au« in schlichter, freimüthiger Sprache der WahrheA militärische» Gründen. BiSmarck ließ nicht nach, die Ehre geben, find ein kostbarer Beitrag znr obwohl man ihm darlegte, daß eS an den ju " *■- " *.....*
einer wirksamen Besch« ßung nöthigen Geschützen mangelte. Blumenthal schreibt darüber am 21.
November 1870 in sein Tagebuch:
Zum Diner waren wir beim Könige. Nach Tisch fing Graf BiSmarck von der Beschießung an und hielt fie für durchaus nöthwendig, na. mentlich in politischer Beziehung. Ich konnte chrn nur sagen, daß ich eS iür einen so großen militärischen Fehler hielte, daß ich lieber ganz abtreten, wie eS zugeben würde. Seine Politik ginge mich nichts an, hier handle es sich um eine militärische Frage, wobei die militärische Ehre engagirt sei. Ich kann eS sehen, daß auch bereits der Kronprinz bearbeitet ist und gern sehen würde, wenn ich eine fähnrichsmäßige Br- schießung von Paris gestatten wollte. Ich kann mich zu einem solchen Unsinn nicht hergeben und werde lieber mein Kommando niederlegen, ehe j ich mich auf solche Kindereien einlaffe. Wird einmal angefangen zu schieße», so darf auch nicht eia Augenblick paufirt werden. Ein einmal an- ! gefangenes Werk muß durchgeführt werden, sonst blamirt man fich vor der ganze« Welt; wenn nur irgend ein Zweck der Beschießung atzusehen wäre, so wollte ich nichts sagen, aber wenn man glaubt, die Franzosen durch be« bloßen Knall und et» paar in die Vorstädte geworfene Granaten zur Uebergabe zu zwinge«, so gibt man fich wirklich kindlichen Illusionen hin und unterschätzt die Franzosen gründlich. Im freien Felde will ich gern gegen fie 1:2 angehe», hinter Wall und Graben werden sie aber sicherlich zu Helden werden; wir würden damit alle unsere Bortheile auS den Händen geben. Wie lange es mir noch möglich sei« wird, dem blutdürstigen Andrängen mein Veto entgegenzusetzen, weiß ich nicht; vor- läufig habe ich noch den König und Moltke fftr mich.
«"klage ist daS für den katholischen Mann, der I" nachlässig und bequem war, zur öffentlichen Veriheidigung seiner Religion das Seinige bei» »"tragen! — Als charakterfester und thatkräfti- ger Katholik auch im öffentliche« Leben — mindestens durch Theilnahme an dem große« Ge- sammtverei« der deutschen Katholiken, dem Volks- verein für da- katholische Deutschland — die Religio«, daS unentbehrliche Fundament de- häuSliche» Glückes, schirmen ,u Helten, dieser Entschluß sei eine der ersten WeihnachtS- gaben, die wir avgesichtS des ChriflbaumeS unserer Familie hn Herzen versprechen.
Schwere Gefahren drohen gerade unserem Familienleben aber auch von Geistern des so zi a- len Umsturzes, und auch in dieser Hinsicht fehlt ei »och so sehr an der einheitlichen, überall wohlorganifitten Gegenwehr. Noch immer blei- be» Hunderttausende „gut katholischer" Männer gleichglltig und thatlo» zurück, wo es gilt, über- all eine« festen Damm zu errichten gegen daS Vordringen sozialistischer Agitation, noch immer gibt eS Tausende von Familien- vätern im katholischen Volke, die ihre Söhne heranwachsen und hinausziehen lassen, ohne mit Hand angelegt zu haben zum Aufbau einer solchen Schutzwehr, ohne ihnen wenigsten- ihr Beispiel solcher sozialen Pflichterfüllung im öffentliche« Leben mit auf den Weg gegeben zu haben. Mit Recht konnte daher bet Abg. Dr. Lieber in Osnabrück vor einigen Monaten e- als eine Schande bezeichnen, daß die Sszialdemokraten mehr als zehnmal so viel Wählerstimmen «ufzuweisen haben, wie der Volksverein für daS katholische Deutschland, diese berufene Schutzweht gegen die sozialistischen Jrrthümer und Umsturzbestrebungen, Mitglieder! Ist daS nicht für viele wiederum ein Anlaß zu ernstlicher SewiffenSerforschung? Und muß nicht gar manchen gerade am Weihnachtsfeste bet Gedanke an die verantwortungsvolle« Aufgaben der Familie und deSElternhauses auch in dieser Hinsicht zu besseret sozialer Pflichterfüllung anspotnen!
Mittwoch, 25. Dez, (Erster Weihnachtsfeier- tag.) Dom. 4 Uhr Christmette, darnach hl. Meßen biS 7*/, Uhr, 8 Uhr Pfarramt und Predigt, */ilO Uhr Bischöfliches Hochamt, 12 Uhr hl. Messe, 1*/» fite Andacht, 3 Uhr Bischöfliche B-sper. — Stadtpfarr» Kirche. 4 Uhr Christmette, 5, 6, 6'/, und 7 Uhr M. Messen, 8 Uhr Amt und Predigt, 91/» Uhr Hochamt mit Diakonium und Chorgesang, 2 Uhr Festvredigt und Andacht. — MicharlsKirchr 4 Uhr Amt, hiernach KommuntonauStheilung und hl. Meffe. — Pfarrkirche nun ht. Geiste. 6 Uhr Chiistmette, darnach Komm» nion-Austheilung, darauf die Htrtenmeff-, 8 Uhr Hochamt mit Predigt, 4 Uhr Andacht mit Segen. — Kroertkirchr. 6 Uhr Ehristmette darnach hl. Meffe». — Frauenberg. 6 Uhr feier!. Amt an der Krippe, nach demselben fortlaufend hl. Meffe». 9 Uhr friert MilitSrgotteSdienst mit Segen. Nachm. 2 Uhr Fest- predigt und Andacht.
DonnerStas, 26. Dez. (Zweiter Weihnachtsfeier: ag) Dom. */a6, 6 und 7 Uhr hl. Messen, 8 Uhr Pfarramt mit Predigt, ‘/«IO Uhr Kalhrdralamt, 12 Uhr hl. Meffe, 1'/. Uhr Andacht, 4 Uhr «bmdan- dacht. — Ktadtpforrkirchr. 51/« Uhr hl. Meffe unk Predigt, 6 und 7 Uhr hl. Messen, 8 Uhr hl. Meffe und Predigt, 9'/» Uhr Amt und Predigt, 8 Uh» Andacht. — Pfarrkirche mm hl. Geiste. 8 Uhr Hochamt mit Predigt, 4 Uhr Andacht mit Segen. — Kodalittit. (Patronatsfest.) Morgens 6*/i Uhr Generalkommunton, Nachm. 2 Uyr Predigt und feierliche Aufnahme sowie Erneuerung der Weihe an die sel. Jungfrau Markt durch säunntliche Sodalen. (An diesem Tage können alle Gläubigen einen vollkommenen Ablaß gewinnen, »ernt fie nach Empfang der hl. Sakramente die Sodalt» tätsktrche besuchen und daselbst «ach der Mein««, deS hl. BaterS beten). — Jungfranrn-Ksdalitüt «'/- und 2*/* Uhr Marienkapelle. — Di-nstmSSchen-Konarrgatt«». 81/* Uhr Andacht. — Frauenberg. Hl. Messen um 6 und l/,7 Uhr, um 8 Uhr Rofenkranzmeffe, um 9 Uhr feierliches Amt. Nachm. um 2 Uhr Predigt und Andacht mit Umgang für dir AntoniuS-Bruderschafl
Katholischer «esetteiwerein. 8 Uhr Amt u)
(«) Meine Nachrichten. Berlin. Ja Meerane find bisher 2100 Arbeiter in der mechanischen Weberei auSgesperrt. — Münster i. Wests Der frühere Landesdirektor der Rhetnprovinz, Frhr. Hupa von Landsberg-Steinfurt, ist hier gestorben.— Paris. Die Akademie der Inschriften und schön« Wissenschaften wählte Professor Harnack-Barltn «nd den Numtsmattker Imhof-Blumen -Winterthur gn korrespondtrenden Mitgliedern. — Sestern wurde am Gitter deS Tuilerien-Sartens ein gut gekleideter Mai« alS Leiche aufgefunden, der als der verarmte polnische Graf Mypruch identifizirt wurde. — DaS Streichholz-Magazin in der Borstadt Pau» tirS wurde durch Feuer zerstört. 5 Personen find verunglückt, davon 2 schwer. — New-Iork. Außerordentlicher Kohlrnmangel wird auS den westlichen Staaten gemeldet. Jeder Preis wird dort für Stoffe bezahlt und eine Anzahl großer SeschäftShäuser ist ge- schloffen, weil sie nicht gehetzt werden können. Die ärmste Bevölkerung leidet furchtbar. — Wie auS LoS Angeles in Kalifornien gemeldet wird, ist dar Kassirer der Farmers and Merchant« Bank baftlbfc H I. Fleischmann, mit lOOOOO Dollar verschwunden. — Remscheid. Die Stadtverordnete« beschlossen die Ausführung des von dem hiestgen Stadtbauamte aufgestellten Projekte» eines neuen Rath- Hauses. Die Kosten belaufen sich auf tnsgesannnt 1300000 Mark. — Gelsenkirchen. In der Zett vom 14. biS 21. d». Mts hat sich die Zahl der TyphuSkranken im Stadt- und Landkreise Gelsen- ktrchen von 353 auf 269 vermindert. 2 Personen find gestorben und £0 wurden al» genesen entlassen.