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mit Anterhaltungs-Meilag» ^ILlstrirte Sonntags-Zeitung"
JK 293. Drittes Blatt.
JuLöa, Samstag, den 21. Dezember 1901.
28. JahrgMg.
W mer Kllltmkmps ist iw Anzüge, ja wir stecken schon mitten in ih«. Die Feinde der christlichen Weltanschauung haben es ans die Vernichtung der katholischen Kirche ab» gesehen und auf der ganzen Linie einen p'a«- «äßigen Ansturm unternommen. In Frankreich, Spanien und Oesterreich ist der Kampf schon hell entbrannt und bei uns in Deutschland mehren sich die Vorzeichen des Sturmes in erschreckender Bttfc von Tag zu Tag. Ein großer Theil diese» Kampfes wird und muß in der TageSpresse, die mitten im Leben, aber auch mitte« im Kampfe steht, auSgefochten werden. Soll aber der Kampf durchgefochten, der Sieg erfochten werden, dann müssen alle Katholiken auf dem Plane erscheinen zur Unterstützung ihrer Presse.
Katholiken ! Lernt von unseren Gegnern, die da unermüdlich sind in der Verbreitung ihrer Presse. Der hl. Vater, die H. H. Bischöfe, die geistlichen und weltlichen Führer der Katholiken und die Katholikenversammlungen haben es wiederholt al» eine Pflicht eines jeden Katholiken bezeichnet, nach besten Kräften an der Ber» treitung der katholischen Preffe mitzuarbeiten. Katholiken seid eingedenk dieser Mahnung! Haltet die gegnerische Preffe fern au» euern Häusern und sorget dafür, daß in jeder katholischen Familie ein katholische» Blatt gelesen wird.
Die Haltung eine» guten Blatte» ist auch iw Hinblick auf die politischen und sozialen Zeitver- hältniffe dringend geboten. Wichtige Vorlagen werden den R e i ch S t a g in der kommende« Session beschäftigen, und intereffante Dinge dürfte« fich in nächster Zeit gar manche auf der politischen Bühne Deutschlands abspielen. Dazu kommen aus der ausländischen Politik der Bureukrieg, der in letzter Zeit wieder recht intereffante Ueberraschungen gebracht hat, die Wirren in Ostasien und Südamerika und die gespannten Verhältnisse in fast «llen Kulturstaaten Europas. Unter solchen Umständen fft das Lesen einer Zeitung, die täglich über «ll diese Dinge rasch und zuverlässig berichtet, ein Bedürfniß für Jedermann, der für die Vor- flönae auf der Weltbühne Sinn und Interesse hat.
Anläßlich des Quartalswechsels laden wir daher unsere verehrten Leser zu recht zahlreichem Abonnement ein und richten zugleich die Bitte an sie, «ns in der Gewinnung neuer Abonnenten durch Empfehlung in Freundeskreisen nach Kräften zu unterstützen. Um bei dem herannahenden Quartalswechsel unliebsame Störungen zu vermeiden, ist es gut, wenn man schon jetzt bei den Postanstalten die Bestellung bewirkt.
Die ,Fuldaer Zeitung' mit der achtseitigen Gratisbeilage ,Jllustrirte Sonntagszeitung' ist das einzige täglich erscheinende Blatt der Cen- irumSpartei in der Diözese Fulda und im Regierungsbezirk Kassel; sie behandelt die neuesten Tagesfragen in allgemein verständlicher Weise. Die politischen Nachrichten sind kurz und über» sichtlich zusammengestellt; den lokalen und provinziellen Vorkommnissen wird große Sorgfalt gewidmet und auf ein spannendes, sittlich reines Feuilleton besonderes Gewicht gelegt. Zahlreiche zuverlässige Mitarbeiter in Berlin sowie in der Provinz setzen uns in den Stand, über alle wichtigen Ereignisse bedeutend früher zu berichten, als die anderen Blätter hiesiger Gegend.
Durch ausgiebige Benutzung des Fernsprechers sind wir in der Lage, über alle bedeutende Vorkommnisse in der Welt rasch zu berichten. Durch Vertrag mit dem Wolff'schen Depeschenbureau haben wir uns die Uebermitte- «ng der
di, Harmonie) die P-stqnittuug senden,
vom Tage der Bestellung an bi» Ende Wibti ««entgeltlich ««> franko.
rvichttgsten Depeschen aus dem In- uttb Zustande
schert. Diese Einrichtung hat bei unseren Lesern pvße Anerkennung gesunden und wird von Nea- Mr ab in weit größerem Umfange als •l*9ei zum Ausdruck kommen. Bei besonderen «mässen erleichtert die .Fuldaer Zeitung' das ^rrfiändniß der Artikel durchs
® Karte« und Illustrationen, © wie überhaupt weder Kosten noch Mühen gescheut »erden, wenn es gilt, das Blatt zu vervollkommnen.
zahlreichen Freunden der Geschichte a«lerer Vaterstadt wird eine neue Beilage «serer Zeitung:
"Iuk-aer KescHicHtsbkätter", ^»oüsufig monatlich erscheinen solle», hochwill- "wen sein.
. Die amtliche« Bekanntmachungen, sowie die vwzverkSufe, Marktberichte und ähnliche An-
von allgemeiner Wichtigkeit werden aus Jur unseren Leserkreis in Betracht kommenden bttRt^""u"ich'in der .Fuldaer Zeitung'
Die vollständige« Ziehungsliste« der Klasseolotterre werden ledesmal i» sm? ^eitnng zum Abdruck gebracht.
t8?1 deshalb unsere Freunde in Stadt und xi*. dafür sorgen, daß die .Fuldaer Zeit««g^ bJLJ1111 *n jedem WirthShause aufliegt, M °uch in jeder katholischen Familie
Wochen-Wrrnöschau.
(Nachdruck verboten.)
X Fulda, 21. Dezember.
Wen« man einen Rückblick wirst auf die THStig- keit des Reichstage» vor der parlamentarischen Weihnachtspause, dann sieht man neben den zehn Be- rathungStagen, die der ersten Lesung des Zolltarifs gewidmet waren, eigentlich nur die Besprechung der Polen-Interpellation. Die sehr weitschweifige zweite Lesung der SeemannS-Ordnung tritt stark in de« Hintergrund.
Die erste Lesung der Zolltarif-Borlage hat, wie vorher feststand, mit der Ueberweisung der Vorlage zur Vorberathung an eine Kommission von 28 Mitgliedern geendet, die ihre Arbeiten am 9. Januar beginnen wird. Unter diesen 28 Abgeordnete« befinden sich 8 grundsätzliche Gegner des Entwurfes. Daß diese für sich allein eine Ablehnung der Vorlage bewirken könnte«, ist also vollkommen auSgeschlosse«. Aber ebenso ausgeschlossen ist eine unveränderte Annahme de» Regie rungSentwurfeS durch die Kommission und nachher durch de« ganzen Reichstag. Von den 28 Mitgliedern der Kommission verden 15 oder 16 einer Erhöhung der landwirthschastlichen Zölle zustimmen, oh«e eine solche Erhöhung werden etwa 12 Mitglieder der zollfreundlichen Mehrheit die Vorlage sicherlich ablehnen. Ohne eine Erhöhung der Getreidezölle hat also die Vorlage gar keine Autficht auf Annahme; denn ohne ein solche» Entgegenkommen gegenüber den berechtigten Forderungen der Landwirthschaft würden die Stimmen dieser zwölf Mitglieder im Vereine mit den Stimmen der grundsätzlichen Gegner zu Falle gebracht werden. Wir stehen also vor großen Schwierigkeiten und einer vollkommen unsicheren Zukunft. Jetzt schon Voraussagen wollen, bis wann die Kommission zu arbeite» haben werde, ist ziemlich mäßig. Aber daß sie schwerlich vor Ostern fertig werden wird, ist anzunehme«.
Die Wreschener Angelegenheit macht noch immer in unliebsamer Weise von fich reden. Bei un» in Deutschland haben mehrere Polenversammlungeu in Berlin „Entrüstungs-Kundgebungen" gegen die polnische Fraktion de» Reichttage» angenommen, weil diese nach dem Geschmack jener Entrüstlinge nicht scharf genug aufgetreten sein soll, nicht scharf genug und nicht schnell genug. Mit Bedauern ist festzustellen, daß sich an diesen Kundgebungen auch die polnischen Studenten in Berlin und Charlottcnburg betheiligt haben. Sie haben dadurch ihrer politischen Reife und UrtheilSfähigkeit ein sehr bedenkliches Zeug» niß airSgestellt. Es sind noch mehr solche Versammlungen in Aussicht genommen. Merken die Veranstalter denn gar nicht, daß sie damit der polnischen Sache den allergrößten Schaden zufügen?
In Potsdam sollte angeblich der Kaiser im Hause de» ersten Garderegiment« eine Rede über und gegen das Duell gehalten haben. Aber — es wär' zu schön gewesen, es hat nicht sollen sein! Uebrigen» hatte die entsprechende Mitthellung der .Potsdamer Zeitung' eine Ausstattung von Nebenumständen erhalten, die von Anfang an die Meldung al» unzuverlässig kennzeichneten. Der .Reichsanzeiger' hat sie als erlogen von Anfang bis zu Ende gekennzeichnet, llnd da» Ende vom Liede wird auch noch ein Strafantrag gegen die .Potsdamer Zeitung' sein. Bon großem Interesse ist die Thatsache. daS auch Graf Eulenberg, der Kommandeur der erste» Division in Insterburg, um seine Entlassung aus dem aktiven Heeresdienste ei«gekommen ist. Der Abschied wird ihm ohne Zweifel bewilligt, oder ist ihm schon be- willigt worden: nach dem Oberflen de» 147. Infanterieregiment», dem Divisionskommandeur v. Alten und dem Korpskommandeur Graf Fink zu Finkenstein ein weitere» Opfer der Ungehörigkeiten beim ostpreußischen Armeekorp»! — Duell in Insterburg und Mordprozeß i» Gumbinnen. Ander» kann man diese Verabschiedungen wenigsten» nicht denken.
Als Gast deS Kaisers weilte am Berliner Hofe während der letzten Tage der russische Thronfolger, Großfürst Michael Alexander. DieGroßfürst ist mit großen militärischen Ehren aufgenomme« worden und hot sich an mehreren Hofjagden betheiligt. Sein Besuch hat wohl nicht unmittelbare politische Zwecke gehabt. Ohne Zweifel aber ist der Besuch deswegen nicht minder freudig zu begrüße« als ein neues Zeichen für da» gute Berhältniß zwischen Berlin und Petersburg.
Zwischen den Regierungen von Preußen, Baden und Hessen ist ein Staattvertrag abgeschlossen worden iber die Vereinfachung der Verwaltung der Main- teckar-Bahn. Der Vertrag wird denbetheiligte» Landtagen zur Genehmigung vorgelegt werden. Daß der preußische Landtag am 8. Januar einberufen werden würde, ist amtlich bestätigt worden durch den Einberufungsbefehl, der in diesen Tagen vom .Staatsanzeiger' veröffentlicht wurde.
Die Aufhebung des Zeugnißzwange» ür Redakteure beantragt der PetittonSau»fchuß >er bayerischen Abgeordnetenkammer, «nd zwar in dem Sinne, daß die bayerisch- Regierung im Bunde»- rathe mit aller Entschiedenheit für die Beseitigung diese» Zwange» eintrete.
Bon großem Interesse ist der Fmtgang der Be- rathungen in der Verfassungs-Kommission der badische« Kammer über du Gestattung de» Wahlrechte». Ma« hofft jetzt auf eine Verständigung wische« den Parteien auf der Grundlage, daß für iie Zweite Kammer da» dirette Wahlverfahre» zur 1 Einführung gelangt, daß die Städte, die mehrere Abgeordnete zu wähle» habe», in Einzelwahlderirke eingethellt werden, und daß alle vier Jahre eine vollkommene Ern«erung der Kammer stattfinde.
Die Stichwahl zum Reichstage im Wahlkreise Wiesbaden hat die Wahl de» fteifinnigen Abg
Franks.
M.
M.
M.
41
41-48
38-49
61
35-37
33—34
30-33
54
80-31
26-27
27-29
50
d) gering genährte jed. AtterS.....
25-26
46
23-24
Muttes».
a) vollfleischige, höchst.
Schlachtwerth.,mind. >
15 Ctr. Lbg. . . .1 b) mäßig genährte jüng. I u. gut genährte ältere
34—37
80-86
83-84
60
27-28
34-35
66
85
30—81
28-29
52
31
21-22
24-27
50
25-26
44
19—21
42
46-47
65
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50
44
—20
24-33
18
—19
20
42
68
64
13. De».
•) Kälbernotiz vom
ReHmmem- xm> Awzeigerrthril.
52
48
60
61 57—59 58—56 53-56
80—31
25—28
28-29
22—25
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40-42
80-81
28-29
24-25
60
54
50
48
86-41
24-29
30 25—26
5557 987
12053 6604 langsam ruhig gedrückt langsam
Kerlin am
14. 12.
19-21
—18
67 58-60 58-60
62 58-60 68-60
c) gering genährte . . Iärse« und Aühe.
») vollfleisch.ausgemäst.
Färs.hchst. Schlachtwerth, (wenigstens 11
Schlacht« ptoc. aus 100 Pst. 8»g.
Austrieb: Ander .
Schafe . Schweine. Tendenz: Mer .
Schafe. . Schweine.
Dr. Crüger ergeben, für den die übrige» bürgerlichen Parteien eintroten. Die nationalliberale Parteileitung rieth zwar ab davon. Aber eS fleht so auS, als hätte» die meisten Nationalliberalen doch Herrn Crüger ihre Stimmen gegeben. In den Landtag wurde der fteifinnige Abg. Dr. Müller-Eagan gewählt.
Die Arbeitslosigkeit hat während der allerjüngsten Zett ohne Zweifel im Vergleiche zum Frühherbst noch zugenomme«. Man darf sich aber keine übertriebenen Vorstellungen davon machen. Im Monat November kamen ans hundert offene Stellen im Durchschnitte 224 Arbeitssuchende gegen 170 im November 1900. Man hat nun in verschiedenen Bezirken damit begonnen, den vordem eingestellten ausländische» Arbeiter» zu kündigen, um deutsche Arbeiter an ihre Stelle zu setzen — eine Maßregel, die unter Umständen recht hart sein kann gegen Diejenigen, die e» trifft, den deutschen Arbeitern aber natürlich von großem Nutzen sein wird. Auf eine Interpellation in der zweiten badischen Kammer antwortete der Minister de» Innern, daß im Groß- herzogthum Bade« von Nvthstand nicht gesprochen werden könne, da eine ganze Reihe großer Industrien voll beschäftigt sei. ($» mußten in einzelnen Industrien Arbeiter entlassen werden. Diese sande« aber bald Unterkunft in anderen Betrieben, insbesondere in der Landwirthschaft.
In Brüssel tagt nun wieder die Internationale Zucker konferenz. Am letzten Montag hat sie ihre erste Sitzung abgehalten, in der der belgische Ministerpräsident zum Präsidenten der Konferenz gewählt wurde. Rußland betheiligt fich nicht an den Berathungen.
Die belgische Kammer verhandelte in diesen Tagen über die Zustände im südafrikanischen Kriege, insbesondere über die grauenhaften Massen- lager, in die Burenfrauen und Burenkinder hineingetrieben wurden, nnd in denen sie nun in Folge der schlechten Behandlung, die chnen zu Theil wirb, in großen Mengen dahinsiechen «nd sterben. In der kurzen Zeit von Juni bis zum November find in diesen sogenannten „Konzentrationslagern" nach dem amtlichen englischen Berichte allein mehr als zehntausend Kinder gestorben! — was mag nun dieser amtliche Bericht noch alles verschweigen! Auch in der Bundesversammlung der Schweiz ist über dasselbe Thema gesprochen worden; aber in der Schweiz hat er die Regierung ebenso wie in Belgien abgelehnt, Kundgebungen beizustimmen, die so autsehen könnte« wie unbefugte Einmischungen in britische Angelegenheiten. Nicht» desto weniger bricht ich in England allgemach die Ueberzeugung Bahn, >aß die britische Südaftika-Politik allenthalben bei >en Kulturvölkern Uebelwollen und Haß gegen England erzeugt. Lord Rosebery, früher einmal unter Gladstone englischer Minister de» Aeußern, jat diesem Gefühle sehr klaren Ausdruck verliehen n einer Rede, die er in Chesterfield gehalten hat: Er hat mit großem Erfolge den Engländern und hier gegenwärtigen Regierung die Fehler vorge- halten, die sie begehen, und hat damit den Herren Chamberlain und Genossen einen derben Schlag ver« etzt. ES besteht die Bermuthung, daß Lord Rose- >ery die Gründung einer neuen politischen Partei habe anregen wollen, vor der alsdann das Kabinet Salisbury werde die Segel streichen müssen.
Auf dem Kriegsschauplätze selbst haben die Bure« eine Schlappe erlitten: Kommandant krutzinger ist schwer verwundet und von den Engländern gefangen genommen worden bei dem Versuche, die Blockhäuser-Linie in der Nähe von Hanvooer-Road in der Kapkolonie zu überschreiten. Gerade jetzt vor einem Jahre war Krutzinger an der Spitze einer muthigen Schaar in die Kapkolonie eingebrochen. Möge ihm bald der geeignete Nachfolger erstehen!
Von großem Interesse ist die Berathung be» ! kultuS-BudgetS in ber französischen Abge- orb nete« tammer. Die Budgetkommisfion hatte wieder einmal die Forderungen für alle Kultus- , wecke im Etat gestrichen; aber auch dieser Kinisterpräfident ist dagegen ausgetreten und hat ■ auSgcführt, daß das Kultusbudget so lange beibehalten werden müsse, als Staat und Kirche nicht von einander getrennt seien. Und gerade unter dem Einflüsse der bestehenden Konkordates zwischen Kirche und Staat stehe dieser Letztere sich besser, als wenn die Kirche unabhängig sein würde. Ein ' («trag de» Abgeordneten Bernard, das Konkor- I bat zu kündigen, wurde mit starker Mehrheit 'ab gelehnt. ।
Die italienische Kammer war wieder 1 einmal der Schauplatz wüster Auftritte. Die Sozia- ' listen unter der Führung be» Abgeordneten Ferri griffen be» Ministerium Zanarbelli wüthend an 1 legen der Mißstände in Neapel und in Eüditalien. Aber fte unterlagen, und da» Ganze endete mit einem flänzende« Siege der Regierung, da die Kammer chließlich unter lebhaftem Beifalle auf ben Antrag >es Abgeorbneten Luzzatti mit sehr großer Mehrheit eine BertrauenSkundgebung für da» Ministerium Zanarbelli annahm. Herr Ferri würbe für mehrere Sitzungen von ber Theilnahme an ben Verhandlungen ber Kammer an»geschloflen.
I« Sübamerika gibt e» wieder Streit: Liestal zwischen Lhile «nd Argentinien. Der $egi«« be» Streite» liegt weit zurück. E« hanbelt ich dabei um einen Besitzstreit wegen der südlichsten Thrile der Republik Chile, die Argentinien für sich u Anspruch »ahm. Der Streit nahm jetzt bedroh- ' iche Formen an. Jetzt ist indessen auf eine fried- ' iche Beilegung desselben zu hoffen. England und hie vereinigte« Staaten vermitteln zwischen den 1 >eiben streitenden Theken, und hoffentlich mit gutem Erfolge. ,
Auf der andern Seite de« pazifische» Ozean» verhandelt mau weiter über die Mandschurei. Rußland will sie haben, China will den Russe« auch alle möglichen Zugchändniffe machen; aber die Japan er sehe« mit neidischen Blicken za und verlange« von China gleichwerthige Zugeständnisse für alle Bortheile, die die Chinesen de« Zarenreiche machen. Die Chinesen wollen nun genau wissen, was Rußland eigentlich will — vermuthlich wird die Komödie auch zu Weihnachten 1902 noch nicht zu Ende gespielt sein.
Vorstehende Preise verstehen fich für 100 Pfund Lebendgewicht; auf die Notizen für Schweine rechnet Berlin 20 pCt., die übrigen Märtte ra. 20—22 pCt. Tara ab.
Insoweit nicht Marktnotirungen nach Lebendgewicht vorliegen, find die Schlachtgewichchreise mittel» der angegebenen Schlachtprozente umgerechnet.
Masthammel v.mind.
95 Pfd. Lbg. . . . d) ältere Masthammel, o) mäßig gen. Hammel u.
Schafe (Merzschafe) . d) Holst. Niederung» - schafe und Lämmer (n. Lbg.) . . . .
Schweine.
a) vollst, betfein. Raffen u. deren Kreuzungen bi» jul*/<S., o.220b. 300Pfd.Lbg. . . .
b) Küfer . . . . . c) fleischige .... d) gering entwickelte.
o) Sauen u. Eber . •
W- herrscht Keuchhusten? §fc
Heiierleit, Katarrh, 6al«», Brust, »nd Sungenldbtn, Snfhui!*aV 5x al tu Ftllcu, auch le, *>• bereit» in geige Gebrauch kleinlicher, werthloser Mittel aber ichllblicher »eHeimmittel Schwäche,ußlnb« »urch «Me«”« ber »iraerttifte ringttrttan stnb, «ebrauche man Mtt »eiern «rtttasen »en fett «I Jäher» unübertroffen nab einzig h»
Ochsen.
a) vollfleischige, ausge- mästete h. Schlacht- werthe», h. 6 I. alt (mind. 12 Ctr. Lbg.) d) junge, fleisch., nicht auSgemäst. und ältere ausgemästete . . .
am
16. 12.
1545
304
710
1326
ziemlich gut gut gut
Köln - Sb.
am*) 16.12
1287 502 872
1542 langsam ruhig
Kchlachtvirhprrise «ach Kebrndgewichl
auf Grund amüichet Marktberichte zusammengestellt und nach eigenen telegraphischen Berichten bearbeitet von der Aentrakstette für Oiehvemverthnng de« stkrenkischen LaudwirthschaftsKammern Kirkin W„
Ctr. Lbg.) . . . . b) vollfleisch.ausgemäst.
Kühe höchst. Schlacht- werth., bi» zu 7 Jahr., mind. 12 Ctr. Lbg. . c) ält. auSgemäst. Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen . . . mäßig genährte Kühe d)unb Färsen . . . e) gering genährte Kühe unb Färsen . . .
OSkSer.
a) feinste Mast- (Boll- milchmast) unb beste Saualalber (mind. 220 Pfd. Lbg. . .
b) mittl.Mastkälber und gute Saugkälber . .
c) gering. Saugkälber . d) älter, gering genährt.
Jungvieh (Freffrr) .